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Heffridge

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  1. Naja, Tschechien war im Frühjahr echt ein Musterland und Ungarn war nie wirklich im Lock-Down so wie Österreich.. Diese Länder muss man mit einbeziehen, wenn man Österreichs Verhalten einbeziehen will... .. und ja, es weiß jeder, dass die niedrigen Zahlen am Balkan im Frühjahr den geringen Tests geschuldet waren... Dort geht es aber schon seit Juli rund... Du wirst sehen, dass diese Länder nicht genauso schlecht agieren, sondern eben schlechter...
  2. Die Grafik kenne ich und sie spiegelt ja meine Aussage wieder... Italien macht das super, Deutschland auch.. Nur bei Deutschland erwartet man das... In der Grafik fehlen mit halt Tschechien oder Ungarn, denn so verzerrt sie nur das Bild und man glaubt, dass Österreich völlig unfähig ist...
  3. Stimmt.. zumindest von einer möglichen zweiten Welle sind sie derzeit weit entfernt... Dafür haben sie halt im Frühjahr mehr abbekommen...
  4. Ist halt wie im Langlauf... Da nehmen sie Österreicher und Esten hops und die Norweger tun und lassen, was sie wollen...
  5. Ja, die sind ja Mentalitätsmonster... Da kann ich genauso sagen, wir sind immer noch um Welten besser als die Balkanstaaten... Ungarn hat ohne Reiserückkehrer (abgesehen von Kroatienurlauber, aber keine Migrantionsrückkehrer) höhere Zahlen als Österreich, Tschechien galoppiert uns davon und auch das Musterland Slowakei (strenge Regeln und kaum Ballungszentren) hat zuletzt steigende Zahlen zu vermelden gehabt.
  6. Gut, da haben dann aber so ziemlich alle Bevölkerung auf diesem Kontinent versagt... Eigentlich fallen mir da nur die Italiener ein, die wirklich geringe Zahlen haben und aus dem Frühjahr etwas gelernt haben..Alle anderen sind mehr oder weniger in dieser Kategorie.. Einige machen es etwas besser, andere etwas schlechter... Die Zahlen sind aber überall raufgegangen...
  7. Gut, in überfüllten Bussen und Zügen nach 22.00 Uhr tragen sicher mehr Leute einen MNS als in Discos... Klar müssen die Politiker das angehen oder ist es nur ein Zufall, dass sich zuletzt vermehrt die Jungen angesteckt haben... Es trifft zwar wieder den gesamten Gastrobereich, aber da geht man auf Nummer sicher, dass man nicht wieder "Privatpartys" hat. Persönlich freut es mich, dass die Rückkehrer wieder genesen und dadurch die Zahlen sinken. Das erspart nämlich uns allen (!!!) weitere Maßnahmen. Gelingt das auch mit dem Partyvolk, dann schaut es hierzulande schon wieder versöhnlicher aus.
  8. Auch am 19.09.2020 sollte der Kalender voll von Derbys sein, aber die seitens der Bundesregierung neu erlassenen COVID19-Beschränkungen ließen mich von den ursprünglichen Plänen, entweder zu Lungau-Derby nach Tamsweg oder zum Ebensee-Derby zu fahren, abkommen. So standen dann Spiele in der Region um Steyr oder im Weinviertel zur Auswahl und ehe man sich für das Weinviertel entschieden hatte, machte ein kilometerlanger Stau auf Tangente die Pläne wieder zu Nichte. Ein Blick in die steirischen Ansetzungen zeigte, dass in der Unterliga Ost der SC Burgau sein Derby gegen den USC Bad Blumau hatte und die Burgauer auf ihrer Facebook-Seite ankündigten, dass ausreichend Sitzplätze zur Verfügung stehen würden. Gut, dann wäre die Frage nach dem heutigen Spiel endlich geklärt und so ging es in die Oststeiermark, wo sich der Burgauer Sportplatz sehr gut füllte, aber dennoch einige der aus Bierbänken und Biertischen bestehenden Sitzgelegenheiten frei bleiben. Rekordbesuch gab es keinen, aber es waren wohl weit mehr als die ansonst 100 zugelassen Zuschauer vor Ort. Während man beim Eingang zur Schlossseite nicht wirklich etwas damit anfangen konnte, warum ich hier bin, wurde ich beim anderen Eingang angesprochen und gleich mit den Worten: "Ach, ein Groundhopper! Sehr fein, ich like einmal deine Seite und freue mich schon auf die Bilder! Ich folge ja auch dem amatzka, aber der ist nur da drüben im Burgenland und schafft es nie in unsere Region!" Es entwickelt sich im Anschluss noch ein nettes Gespräch, wobei die wichtigste Aussage wohl folgende war: "Des Derby ist unsare Lebensveasicharung. Sunst homma imma nua um de 120 Zuschauer, oba gegen Blumau ist hoit imma vü meha los!" Ich erfahre noch, dass der USC Bad Blumau seinen Kader verjüngt hat und dem Verein auch keine Legionäre mehr zur Verfügung stehen, sodass Burgau heute in der Favoritenrolle ist. Das Gespräch endet, als sich der Junior des Offiziellen mit einer Bitte an diesen wendet und dieser gerade mit dem Rücken zum Spielfeld ist. Wir schreiben zu diesem Zeitpunkt die 14.Minute, in der Fritz für die Führung der Burgauer sorgt, die mein Gesprächspartner leider nicht zu Gesicht bekommen hat. Burgau ist in der ersten Spielhälfte feldüberlegen und geht sogar mit einer Führung von 2:0 in die Pause. Balla versenkt in der 43.Minute einen Freistoß perfekt im Netz der Gäste. Torschütze Balla ist, neben Köteles, einer der beiden "Legionäre" im Kader der Burgau. Die beiden Ungarn aus Siebenbürgen sind zwar rumänische Staatsangehörige, leben aber schon seit fast einem Jahrzehnt in Burgau und sind daher auch eher Einheimische als Legionäre. Nach dem Seitenwechsel ist das Spiel arm an Höhepunkten. Burgau muss nichts mehr tun und Bad Bumau ist spätestens nach dem Ausschluss von Kapitän Rauer, der in der 65.Minute nach einem Foul mit Gelb-Rot vom Platz fliegt, auf verlorenem Posten. Ein Kiebitz, der von der Alterstruktur zu den sehr reifen Burgauer Ultras der "Nord Tribü(h)ne" zurechenbar gewesen werden hätte können, lässt seiner Enttäuschung freien Lauf: "Des Spü woa vua da Pausn so guad, owa jetz is des nua meha a Gezerre und Gekratze!" Damit fasst er dies restlichen Spielminuten ganz gut zusammen. Das Highlight war in dieser ganz klar die Durchsage des Platzsprechers, dass es wieder frische Schnitzelsemmeln gibt. Dem SC Burgau kann das Spielniveau in der Schlussphase aber egal sein, denn die drei Punkte im Derby sind mit dem Schlusspfiff auch eingefahren und man hat mit neun Punkten aus drei Spielen einen guten Saisonstart hingelegt. Bad Blumau ist mit erst einem Zähler aus vier Partien an der vorletzten Stelle der Unterliga Ost zu finden. Einer Liga, in der mir übrigens nur mehr die neue Anlage in Vorau sowie die Plätze in Passail und Gutenberg fehlen SC Burgau - USC Bad Blumau 2:0 (2:0)
  9. Die Tage werden unweigerlich kürzer und an den Abenden wird es wieder kälter. Die unweigerlichen Anzeichen für das Ende der Freitagspiele bei etwas Tageslicht ziehen auch heuer wieder in der zweiten Septemberhälfte ins Land. Doch eventuell ein letztes Mal an einem Freitag in diesem Jahr sollte es zum FC Klosterneuburg in die Gebietsliga Nord/Nordwest gehen. Warum es aber zu einem so nahegelegenen und höherklassigen Verein im Wiener Umland geht, dazu muss ein paar Jahre zurückblättern, zwar nicht so weit zurück in die Zeit vor 20 Jahren, wo ich dem FC Tulln einen Besuch noch in der Landesliga abgestattet habe, aber fast. Vor 18 Jahren fusionierten der SC Weidling und der Klosterneuburger SV zum SC Klosterneuburg 1912 und spielten jahrelang im Wiener Fußballverband auf der Weidlinger Preßlerwiese . Von dort wechselte der Verein im Jahr 2010 ins Sportzentrum Happyland. Einige Jahre später fusionierte man mit dem 2005 gegründeten und im niederösterreichschen Verband spielenden Verein, Olympique Klosterneuburg, und spielte von nun an als FC Klosterneuburg im NÖFV. Aber nicht nur der Verein veränderte sich, sondern es wurde auch im Happyland ordentlich umgebaut und so erinnert an den alten Platz nur mehr die Tribüne, an der man noch vorbeigehen muss, um auf die neugebaute Fußballanlage im Happyland zu gelangen. Das neue Spielfeld schließt jetzt quasi dort an, wo das alte geendet hat. Wesentlich kürzer, nämlich seit 2017, ist Klosterneuburg ein Teil des Tullner Bezirks, wodurch es heute sogar zu einem Bezirksderby kommt. Zuschauermassen hat man beim Fußball in Klosterneiburg in den Jahren ab 2000 noch nie, doch aufgrund der Verschärfungen wegen der steigenden Coronazahlen durften dieser Begegnung, selbst wenn mehr Besucher hätten kommen wollen, nur 100 Zuschauer beiwohnen. Ich bin rund 20 Minute vor Spielbeginn am Platz und bekomme den Kupon mit der Nummer 51 ausgehändigt. Die Kapazitätsgrenze wird auch voll ausgeschöpft und, aber selbst wenn sich der Zuschauerbereich nur auf einer Seite befindet, ist die eine Seite neben der Tribüne völlig frei. Selbst auf der Tribüne gibt es noch freie Plätze. Naja, Vorschrift ist Vorschrift, aber die 100 Besuchergrenze ist wahrlich sehr eng gefasst, da hätten wohl auch 200 als Grenze gereicht. Dies hätte dann den Vereinen allesamt weniger Kopfzerbrechen bereitet. Klosterneuburg nimmt schon in der Anfangsphase das Heft in die Hand und so verhindern in den ersten fünf Minuten die Stange und die Latte den Führungstreffer für den Verein aus der drittgrößten Stadt Niederösterreichs. Auch wenn die Gäste des FC Tulln danach besser ins Spiel kommen, gelingt der von Mario Handl trainierten Elf der Führungstreffer durch Duty, der einen Lochpass in der 43.Minute überlegt im Tor unterbringt. Der Platzsprecher ist begeistert und macht neben zahlreichen Stimmungstests auch einige Interessante Durchsagen. So erfahren die Zuschauer, dass das Spiel auch in den USA via Stream geschaut wird und, was wohl wichtiger ist, dass es in der Kantine frische Schnitzelsemmeln gibt. Frisch wird es auch im Happyland, denn die Temperatur sinkt nach der Pause auf kühle 12°C. In der zweiten Spielhälfte muss man zwar keinen Eintritt mehr zahlen, aber die Kupons werden dennoch kontrolliert, denn es wurden davor bereits 100 Karten ausgegeben. Das vorgegeben Maßnahmenkonzept wird damit heute zur Gänze eingehalten. Mansbart sorgt mit den 2:0 aus einem Konter in der 68.Minute für die Vorentscheidung in diesem Spiel. Schmidt macht fünf Minuten später mit dem 3:0 den Deckel drauf. Damit fahrt der FCK im vierten Spiel den vierten Sieg ein und lacht sohin, noch immer ohne einen Gegentreffer in dieser Saison erhalten zu haben, von der Tabellenspitze. Der SC Lassee ist aber ein hartnäckiger Verfolger, denn die Marchfelder holten aus den ersten vier Spielen ebenfalls das Punktemaxiumum. Auf der kurzen Rückfahrt gibt dann die junge Sängerin Laura von Berg Einblicke in ihr neues Album und ihr Leben. Hierbei vermeint sie auch, dass sie niemals "Nein" sagen kann. Dass die Regierung auch noch "Nein" zu den Veranstaltungen gesagt hat und die Fußballsaison weitergeht, ist für alle Beteiligten doch wichtig, für die meisten Vereine sogar überlebenswichtig. FC Klosterneuburg - FC Tulln 3:0 (1:0)
  10. Zuletzt hörte man von Seiten des FC Klausen-Leopoldsdorf, dass man unzufrieden mit den Regeln des Verbandes wegen der Reservemannschaften ist und vermeinte sogar, dass man kaum Spieler für eine erste Elf hat. Wenn man danach mit zwei Niederlagen und einem Torverhältnis von 2:18 in die Saison der 2.Klasse Triestingtal startet, dann schrillen bei uns die Alarmglocken, zumal alleine vor zwei Jahren mit Ringelsdorf und Eggendorf im Thale zwei Vereine unmittelbar nach dem Saisonbeginn für immer verschwanden. Auch durch das Damoklesschwert eines neuerlichen Lockdowns wegen Covid-19 bedingt, machten wir uns auf zum Sportplatz des FC Klausen-Leopoldsdorf, der den Namen Herbert-Lameraner-Sportzentrum trägt. Mit von der Partie sind bei dieser Partie auch Martin und Andi, die sich unter die 75 Zuschauer mischen. Der Sportplatz ist so ganz und gar nicht im Stile eines typischen Sportplatzes in dieser Gegend des Badener Bezirks, liegt er doch mitten im Wienerwald und fühlt man sich hier mehr im Waldviertel als im Wiener Umland. Diesmal herrscht nur aufgrund der Tabellensituation beider Teams, Schönau ist auch noch punktelos, Tristesse im Triestingtal. Es gibt also immer einen Grund, warum diese Spielklasse von uns immer als 2.Klasse Tristesstingtal bezeichnet werden kann. Schiedsrichter Karakas ist normalerweise ein sehr besonnener Spielleiter, der immer einmal mit einem lockeren Spruch brenzlige Situationen besänftigen kann, jedoch mag er es nicht, wenn man ihn warten lässt. Als die Spieler des SC Schönau dann gemächlich einer nach dem anderen neben dem Spielfeld Aufstellung nehmen, meint der Karakas nur: "Gäste, gfreit`s eich heit ned?" Die Anfangsphase in diesem Kellerduell verläuft ziemlich ausgeglichen, jedoch wird Schönau Mitte der ersten Spielhälfte stärker und geht durch Treffer von Kaya in der 25.Minute und Gamper in der 32.Minute mit 2:0 in Führung. Der FC Klausen-Leopoldsdorf zeigt ich dadurch allerdings unbeeindruckt und macht nur eine Minute später den Anschlusstreffer zum 1:2 durch Karlik. Dass Schönau dennoch mit einem komfortablen Zwei-Tore-Vorsprung in die Kabine ging, lag an Bucharts Treffer in der 38.Minute nach einer Standardsituation, den ich im Stile eines Schinagls auch so prophezeit habe. Nach dem Seitenwechsel hätte die Partie schnell entschieden sein können, zumal es Elfmeter für Schönau gab. Diesen parierte Keeper Seiser und nachdem der kurz zuvor eingewechselte Stanicky in der 62.Minute den erneuten Anschlusstreffer für den FCKL erzielte, ist wieder Spannung in dieser Begegnung. Eine große Möglichkeit auf das 3:3 wird von den Gastgebern in weiterer Folge noch vergeben, doch anhand vieler Fouls merkt man, dass bei ihnen die Kräfte mehr und mehr schwinden. So gibt es erneut Elfmeter für Schönau, der diesmal verwandelt wird und fünf Minuten vor dem Spielende zur Entscheidung führt. Den Schlusspunkt setzten aber wieder die Klausen-Leopoldsdorfer, doch diesmal versenken sie den Ball in der 87.Spielminute im eigenen Netz, wobei Toth der Unglücksrabe war. Als alle Zuschauer und Akteure das Areal verlassen, pöbelt Schönaus Trainer Pichl noch einen Offiziellen des FC Klausen-Leopoldsdorf an und lässt Dampf über die harte Spielweise der Gastgeber ab. Der Offizielle meint bestimmt, dass sich der Trainer zügeln solle, denn des "wär jo nua de zweite Klasse Ananas!" Mit diesem Wortspiel ist aller Wind aus den Segeln genommen worden und so können alle den Sonntag friedvoll ausklingen lassen. Bis es am nächsten Wochenende auf dem einen oder anderen Platz in der 2.Klasse Ananas hoffentlich weitergehen wird. FC Klausen-Leopoldsdorf - SC Schönau 2:5 (1:3)
  11. Am Sonntagmorgen lud der ATSV Weikendorf zu einer Matinee gegen den SV Strasshof in der niederösterreichischen 2.Klasse Marchfeld. Diese Spielklasse liegt zwar sehr nahe an Wien, ist aber nicht gerade für großartige Zuschauerzahlen bekannt, weshalb hier doch noch einige Vereine fehlen. Solche Termine bieten sich dann aber an, um wieder einmal einen Abstecher ins Marchfeld zu machen und auch dort im Stile eines Eichhörnchens, das sich bekanntlich nur mühsam nährt, voranzukommen. Parkplätze findet man aber kurz vor Spielbeginn um den Sportplatz kaum. Dies liegt allerdings nicht am Zuschaueransturm zu dieser Begegnung, sondern an der um 10.00 Uhr begonnenen Erntedankfeldmesse, die direkt neben dem Sportplatz, auf der Wiese vor der Kirche abgehalten wird. Die Zuschauerzahl ist in Weikendorf mit 95 aber auch nicht schlecht, zumal sich in dieser Region auch des Öfteren nur um die 60 Besucher bei einem Spiel der 2.Klasse einfinden. Schiedsrichter Usrael kennt mit den Spielern beim Einlauf keine Gnade. Als um 10.30 Uhr die Kirchenglocke läutet, vermeinte er nur: "So Burschen, hoiba is, wea jetzt no ned do is, hot Pech gehobt!" Physisch schaffen es noch alle Spieler rechtzeitig zum Ankick auf das Feld, aber die Strasshofer scheinen mit ihren Gedanken noch in der Kabine zu sein, denn Herzig trifft bereits in der ersten Spielminute zur Weikendorfer Führung. Doch nur kurze Zeit später nimmt der Favorit aus Strasshof das Heft in die Hand und dominiert diese Partie. Weikendorf kommt eigentlich kaum mehr gefährlich vor das gegnerische Tor und Pop versenkt einen Abpraller in der 34.Minute zum längst verdienten Ausgleich. Die heimischen Kiebitze meinen in der Pause, dass "des a Obwehaschlocht um an Punkt weadn wiad". Doch ein Fan aus Strasshof hat anscheinend die Weikendorfer gut analysiert und sagt zu einem ihm bekannten Fan der Gastgeber nur: "Ihr spüts heit eh gonz brav mit, oba wasst, wo eicha Problem is? Ob da 70 Minutn hobts es ka Kroft meha und ihr weadts eigehn!" Gut, eigentlich könnte ich hier meinen Bericht beenden, und einfach festhalten, dass Martin seinen am Freitag in Grabern geholten Schinagl-Titel wieder los ist. Die Gäste aus Strasshof entscheiden diese Begegnung nämlich völlig schnörkellos genau nach der 70.Minute. Und genau wie vorhergesagt, treffen Tanzmayr in Minute 71 und Jefimic in der 73. und 75.Minute. Die restliche Spielzeit ist dann Schaulaufen und Schiedsrichter Ursael nimmt es diesmal sehr genau mit der Nachspielzeit und lässt die Kicker für ihr spätes Antreten um 10.30 Uhr noch fünf Minuten länger in der Mittagssonne umherlaufen. Mit einem doch klaren Favoritensieg endete dieses Spiel in der 2.Klasse Marchfeld und es geht weiter in den Erlebnispark Gänserndorf, wo die Familie schon auf mich wartet. Auch wenn danach ein Spiel in Obersiebenbrunn verkehrsgünstig gut gelegen wäre, war meine Dosis der 2.Klasse Marchfeld für heute erreicht und so sollte es am Nachmittag in der 2.Klasse Triestingtal mit einem Highlight des Tabellenkellers weitergehen. ATSV Weikendorf - SV Strasshof 1:4 (1:1)
  12. Wenn man an einem Samstag alles einem Spiel der sechsten slowakischen Leistungsstufe unterordnet, dann muss dieses Spiel schon etwas Besonderes sein. Es stand VI.Liga des Oblastný futbalový zväz Senica, der zum westslowakischen Fußballverband zählt, nämlich das Šaštín-Stráže-Derby auf dem Programm. Šaštín-Stráže, das sich nur rund 15 Kilometer östlich der Grenze bei Hohenau befindet, ist erst 1960 durch die Zusammenlegung der Gemeinden Šaštín und Stráže nad Myjavou entstanden, was auch erklärt, warum es hier zwei Vereine gibt, denn jeder der Stadtteile beherbergt einen Verein. Eine Stadt ist Šaštín-Stráže übrigens erst seit 2001 und neben dem Fußball würde man hier noch herkommen, weil man sich die Basilika von den sieben Schmerzen anschauen könnte. Flaum meint zu dieser Basilika aber nur: "Sche is de scho, oba des hoit des slowakische Maria Taferl!" Nun aber wieder zurück zum Stadion des TJ Slovan Šaštín-Stráže, das sich zu Spielbeginn nach und nach füllt. Die 200 Besucher fassenden Tribüne ist randvoll und auch der Rest des Areals ist gut besucht, sodass die angegebene Zuschauerzahl von 301 bestenfalls die um eine Euro an erwachsene Männer verkauften Ticktes angibt. Am Platz selbst sind wohl weit mehr als 500 Besucher, Das merkt man auch am Bierstand oder bei der Grillecke, wo man eine Wartezeit von mindestens zehn Minuten in Kauf nehmen muss. Wir genießen aber diese Volksfeststimmung, die gepaart mit dem Traumwetter, einfach für einen perfekten Nachmittag sorgt. Da muss man diese Stimmung echt aufsaugen und dieses Derby schätzen. Denn angesichts der nach dem Wochenende in Österreich eintretenden Kapazitätsbeschränkungen und den drohenden Grenzschließungen kann man noch einmal den Moment auskosten. Das Genießen der Atmosphäre ist auch gut so, denn das Spiel ist halt eines auf dem Niveau der sechsten slowakischen Liga. Auch wenn hier der Tabellenführer auf den Tabellenzweiten trifft, ist das Gebotene sportlich eher bescheiden. Immerhin dürfen die Gastgeber nach einem Treffer von Bartal jubeln und gehen nicht unverdient in der 30.Minute mit 1:0 in Führung. Wir stellen uns danach schon um eine Cigánska an, die wir kurz vor der Pause auch in den Händen halten. Ich lasse sie diesmal auch mit dem ungarischen "Erös Pista" verschärfen, was einen Löscheinsatz in Form eines mir bis dato unbekannten Felber-Bieres zur Folge hatte. Die Pause dauert dann mehr als 20 Minuten, weil die örtlichen Mädchen und Damen ihre Zumba-Tänze auf dem Spielfeld zur Schau stellen, wobei dieses Gehopse bei uns einen ähnlichen Begeisterungssturm auslöste, wie das Spiel danach. Anders kann man es sich nicht erklären, dass sich flaum zwischen den Bieren auch einen Borovicka genehmigt. Aber bei der tollen Stimmung neben dem Rasen, ist das Spiel auch nebensächlich und das nicht nur für uns, sondern auch für die meisten Besucher, die nach wie vor den Grill und die Schank stürmen. In der 84.Minute ist es aber Biksadský, der die bereits im Siegestaumel befindlichen Fans des TJ Slovan Šaštín-Stráže mit seinem Ausgleich noch auf den Boden der Realität zurückholt. Das Šaštín-Stráže-Derby endet somit doch nicht mit einer Punkteteilung. Gewinner waren an diesem Nachmittag aber alle Besucher dieses Spiels. Sie machten dieses Unterhausderby zu einem Volksfest, dass man in dieser Form auch in der Slowakei ab Oktober nicht mehr erleben wird können, denn dann werde die Zuschauer bei Fußballspielen auf 200 pro Begegnung begrenzt. TJ Slovan Šaštín-Stráže - TJ Spartak Šaštín-Stráže 1:1 (1:0)
  13. Siehst Du, eigentlich könnte ich dem Kindergarten noch mit den bis Freitag geltenden Ampelfarben in die Parade fahren... Was die jetzt machen ist natürlich völlig ärgerlich, aber gut muss man wieder alles anders organisieren… Ja, man sollte auch nicht vergessen, dass man neben diesen zusätzlichen Organisationsaufwänden noch die neuen Regelungen durchlesen und deren Bedeutung verstehen muss und nebenbei soll man auch noch arbeiten... Aber Hauptsache am Wochenende kann wieder jedes Lokal kann einen Zettel aufhängen, "geschlossene Gesellschaft" draufschreiben und die jungen Leute feiern weiter so wie vor der Coronazeit...
  14. Konsequenzen hat das für uns alle.. Sei es im Sportverein, in der Oper oder im Kindergarten oder sonst wo... WIR, die Bürger, werden seit Monaten auf dieses Ampelsystem hingedrillt… Ich weiß es vom Sportverein, wo es Schulungen gab, was man bei welcher Ampelfarbe machen darf und dann ist seit Freitag alles Powidl gewesen... Ja, dann habe ich nochmal die Pflicht, das den Bürgern am Freitag so zu kommunizieren... Das wäre gewesen, vergesst die Ampel, die Zahlen sind so schlimm, wir haben uns etwas neues einfallen lassen... Was macht man stattdessen... Eine ULTRAGEHEIME Sitzung der Ampelexperten, die halb Österreich anders einfärbt und dann sagt man, dass die Farbe eh wurscht ist, weil grün, gelb und orange seit Freitag eh das Gleiche ist... Gut, zu Kindergarten meiner Kinder ist das noch nicht so durchgedrungen. Der schreibt mir heute ein Mail, dass ORANGE ist und die Kinder deswegen weniger lange betreut werden und ab nächster Woche das System noch weiter heruntergefahren wird.. Das bedeutet, dass wir voll zahlen dürfen, die Kids aber länger zu Hause sein werden.. Ist super fürs Homeoffice... Meiner Meinung handelt der Kindergarten nicht mehr rechtskonform, aber gehe mal hin und erkläre das so... Die sind ja auch monatelang auf die Farben der Ampel hingedrillt worden, die ja jetzt wieder egal sind. So, jetzt habe ich dir mal zwei Beispiele gebracht, was da in der Praxis abgeht, wenn man diese Regeln nicht ordentlich kommuniziert und wie wir geht es noch vielen anderen, wobei ich davon ausgehe, dass andere noch schlimme Probleme, ob dieser Verwirrungen haben...
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