manech

Members
  • Gesamte Inhalte

    83
  • Benutzer seit

  • Letzter Besuch

Über manech

  • Rang
    Banklwärmer

Fußball, Hobbies, Allerlei

  • Lieblingsverein
    SVR

Letzte Besucher des Profils

2.038 Profilaufrufe
  1. Da kann ich zustimmen. Es war aus der ersten Emotion heraus, dass schon wieder ein Elfmeter ziemlich kläglich und eigentlich unnötig verschossen wurde. Im Prinzip hat man in der zweiten Hälfte Moral gezeigt, doch der Rucksack aus den ersten 45 Minuten mit einem 0:1 nach einem billigen Standard und eigentlich keiner einzigen nennenswerten Offensivaktion ist schon heftig. Begünstigt natürlich durch die offensichtliche Unform eines Gutteils unserer Spieler und einer taktischen Ausrichtung, die ebenfalls nicht vorteilhaft für unser Spiel wirkte. Die Statistiker unter uns mögen mich korrigieren: seit gefühlt fünf Saisonen haben wir die Gabe, dass wir das Momentum auf unserer Seite nicht ausnutzen. Sei es heute, dass wir während der Drangphase nach dem Ausgleich blauäugig in einen Konter 1 gegen 4 hineinlaufen, sei es letzte Woche im Cup, als der zweite Elfer verschossen wurde, sei es die vielen Gegentore kurz vor oder in der Nachspielzeit, die jedes Mal Hoffnungen sterben ließen, dass inzwischen eh keine Hoffnung mehr da ist. Solche Rückschläge hinterlassen nicht mehr Stiche im Herzen, sondern nur mehr ein flaues Gefühl im Magen, das auch vom schalen Bier kommen kann. Dabei sollte doch die Moral, der Kampfgeist, die Freude am Spiel - alles, was den Fußball so schön macht - die Nahrung sein für die Hoffnung, bald wieder den ersehnten Wiederaufstieg zu schaffen. Und genau diese Hoffnung ist im Jahr 2018 zu oft gestorben. Am eigenen Unvermögen. Ich kann mit der Niederlage heute besser leben als mit dem Unentschieden in Klagenfurt. Weil die Mannschaft Ansätze von Moral gezeigt hat. Was meine Hoffnung allerdings schon zu lange trübt, ist das Gefühl, dass sich die SV Ried in der Konstellation nicht neu (er-)finden kann. Die Mannschaft ist seit Ewigkeiten verunsichert, kaum sind Tendenzen da, dass sich etwas wie Selbstverständnis herausbildet, so reicht ein Negativerlebnis, um das ganze Gebilde wieder zum Einsturz zu bringen - siehe beispielsweise heuer das Cup-Spiel gegen Rapid oder die Niederlage gegen die Austria Amateure. Eine große Baustelle ist - glaube ich - der mentale Bereich. Aber gut, die Hoffnung ist jetzt einmal dahin. Soll die Winterpause kommen. So wie ich mich kenne, werde ich über die fußballfreie Zeit wieder irgendwie Hoffnung schöpfen. Dass dieses Mal die Frühjahrsaison anders laufen wird (wann gab es eigentlich keinen Einbruch im Frühjahr? In der Vizemeistersaison?). Oder dass die Spiele zumindest wieder zum Ansehen sind. Hier hat das heutige Match zumindest ein paar Hoffnungsschimmer offenbart.
  2. na gratuliere. Zweimal einen Elfer auf die West verschossen. Ein Packerl Selbtvertrauen wär halt auch nicht verkehrt. Das kann man sich aber einrexen nach dieser zweiten Halbzeit, wo man endlich wieder mal ein wenig Druck aufbauen konnte und zumindest Spurenelemente von Spielfreude erkennbar waren... Zur 1. Halbzeit sag ich nichts, da fehlen mir die Worte. Das einzig Positive ist, dass offenbar noch Reste von Würde vorhanden sind und man sich nach einem solch desaströsen und uninspirierten Kick nach der Pause doch noch kurz aufraffen und motivieren konnte.
  3. Ideenlos, undynamisch und fehleranfällig. Wenn wir das Tempo ein wenig anziehen könnten. Ach, und jetzt hätte ich mir grade gedacht, dass raumplaner doch noch vorgelesen wird. Hätte mir jedenfalls die öde Übertragung gerettet.
  4. Das erklärt einiges. Und ich hab mir noch gedacht, ich sei zu dumm, um den Online-Bericht zum Spiel zu finden. Ein einziger Absatz über den Ausgang des Spiels versteckt sich im Vorbericht des Spiels der Blau-Weißen. Das ist schon sehr mau von den OÖN. Wie dies in der Printausgabe war, kann ich leider auch nicht sagen.
  5. Möschl heute beim Dynamo-Gastspiel in Magdeburg eingewechselt. Er bringt ziemlichen Schwung, die 2:1 Führung scheint durch zu sein. In der 90. jolt Möschl einen Elfer raus. Der wird von Koné kläglich verschossen, im Gegenzug bekommt Dynamo den Ausgleich. Drama pur. Aber mit dem dynamischen Auftritt hat Möschl wohl gute Chancen, bald wieder mehr Einsatzminuten zu bekommen.
  6. Dem kann ich nur beipflichten. An "Eine Stunde History" kommt nur schwer ein anderer Podcast heran. Auch wenn die politische Handschrift der Redaktion unter Matthias von Hellfeld ab und zu dann doch zu eindeutig durchkommt. Da wird die FDJ schon mal eine "unpolitische" Jugendbewegung, weil pro forma nicht parteipolitisch organisiert oder man lässt abenteuerliche Thesen wie etwa zum Kolonialismus durchscheinen. Das ist jedoch Jammern auf sehr, sehr hohem Niveau. Was ich auch noch sehr kurzweilig und schön aufbereitet - fast perfekt für zwischendurch - finde ist "Die unglaubliche Geschichte" von Bayern 1.
  7. Wenigstens vleibt uns Hartberg in der nächsten Saison erspart. Ich freu mich.
  8. Für einen unbeteiligten neutralen Zuschauer muss dieser Aufstiegskampf - ok, -krampf trifft es eher - unwahrscheinlich spannend sein, wenn es denn die richtigen Formate gäbe. Richtig aufgezogen wie eine Simultanzusammenfassung etwa der deutschen Ligen zum Endspurt kann man einen richtigen Krimi drehen. Die spielerische Limitiertheit und die traurigen Kulissen könnte man damit auch übertünchen. Passiert leider in Österreich nicht. Derzeit wünschte ich es ohnehin nicht, eben weil ich weiß, dass das Fußballwunder mit dieser Truppe ausbleiben wird, mein SVR-Fanherz weiter bluten würde. Ich will nicht an die neue Saison in einer uninteressanten Liga denken, aber ich will wieder das Feuer spüren. Den Kampf, die Emotionen, die Gewissheit, auch die größten Gegner mit Willen und Einsatz biegen zu können. Ach, ich hoffe, der Abgesang ist bald vorbei.
  9. Dieser Kienast hat uns schon oft sehr bittere Momente bereitet
  10. Und täglich grüßt das Murmeltier... Wann wird es jemals wieder einen guten Eckball von uns geben?
  11. Gerade so ein Verhalten hat man ja beim gechassten Laassaad noch kritisiert... Das Trainerverhalten während des Spiels sollte mMn derzeit eine unserer kleineren Sorgen sein.
  12. Ist halt bitter, wenn zwei Mannschaften in den beiden Spieltagen zuvor beweisen, dass man ein Spiel gegen Hartberg drehen kann. Und man selbst holt bei zehnmaligem Rückstand nur insgesamt vier Punkte. Das ist vor allem ein mentales Problem. Die permanente Verbitterung, die die geile Sau seit einigen Saisonen ihren Fans offenbart hinterlässt jetzt den Tribut. Gefühlt jedes Schnittspiel der letzten beiden Jahren wurde verloren. Ach, ich ärgde mich!
  13. Man kann ja nur froh sein, dass die Prophezeiung mit dem schnellen nicht eingetroffen ist. Aber auch nur die und auch das nur mit Glück - siehe 1. Hartberger Eckball...
  14. Zwar bin nicht ich gemeint, aber da ich das Buch (Ich nehme an, Du meinst "Der Nationalsozialismus im Bezirk Ried im Innkreis") vor kurzem in der Hand hatte, antworte ich mal drauf. Das Buch deckt wie im Untertitel den NS-Widerstand und die NS-Verfolgung im Rieder Raum ab, zeugt von einer peniblen Recherche und kann in jedem Fall als solides Nachschlagwerk fungieren. Wenn man die Verhältnisse kennt - sprich, wenn man in der Region aufgewachsen ist -, werden auch tagesaktuelle Positionen klarer respektive manch Hintergrund, warum es so läuft wie es läuft, erschließt sich. Womit Gansinger jedoch wie so manch anderer ambitionierter Regionalhistoriker kämpft, ist die Einordnung in die großen Zusammenhänge, die ein wenig zu knapp geraten sind. Somit hängt die Fülle an Fällen etwas in der Luft. Die Strukturierung des Buches hantelt sich des Weiteren entlang des etablierten Themenkanons. Inwiefern Ried/Innkreis jetzt eine Besonderheit oder ein Pars pro toto ist, geht dann eben nicht hervor. Ob das für die breite Leserschaft notwenig ist, ist wiederum die andere Frage. Übrigens kann ich in diesem Zusammenhang auch den Roman "Bitter" von Laher ans Herz legen. Es ist die romanhafte Biografie eines im Innviertel sozialisierten NS-Täters. Der Informationswert ist 1a, seinen Stil (bemüht ironisch distanziert) muss man mögen. Zwar ist er nicht auf einer Stufe mit Pollaks "Der Tote im Bunker", doch für regionalhistorisch Interessierte auf jeden Fall empfehlenswert.
  15. Grandiose Leistung - innerhalb einiger Wochen den Aufstieg mehr als infrage gestellt. Danke Trainer, danke Mannschaft, danke Vorstand. Bei dieser kollektiven (!) Performance jenseits von gut und böse ist es jetzt 5 nach 12. Das ist nicht mehr nur ein Negativlauf oder Pech, das ist Unvermögen. Ich bin enttäuscht und inzwischen hoffnungslos. An eine Trendumkehr glaube ich zur Zeit gar nicht mehr. Und dabei hatte ich bei meinem letzten Spiel im Stadion - Hartberg, welch Zufall - an einen Ausrutscher geglaubt. Leider hat das seither - ein gesamtes Saisonviertel !!!! - System. Herrgott, es ist Zeit für Konsequenzen.