ich finde die aufregung über die homophoben rieder bandln und gesänge übertrieben und muss das innviertel diesbezüglich etwas in schutz nehmen. zur einordnung müssen wir die realitäten vor ort genauer betrachten.
das innviertel ist eine rückständige, abgehängte region, deren einwohner spirituell, geistig und oft auch körperlich verwahrlost sind. alle jungen menschen, die können, verschwinden von dort. den übriggebliebenen bewohnern bleibt angesichts der trostlosigkeit der eigenen existenz nur der weg, sich gegenüber der restlichen welt und ihrem fortschritt abzugrenzen, in diesem fall dadurch, andere als "schwul" zu "beschimpfen". dass diese beleidigung in weiten teilen der westlichen welt gar nicht mehr als solche wahrgenommen wird, kommt dem rieder dabei nicht in den sinn, dazu müsste kritische reflexionsfähigkeit vorhanden sein. ein simpler blick über den tellerrand ist für die meisten innviertler so schwierig wie vierdimensionales räumliches denken für normale menschen. sich über rieder homophobie aufzuregen ist also so, als würde man sich beschweren, dass ein kleinkind nicht rational agiert und ethische begrifflichkeiten nicht einordnen kann. man sollte ihnen daher nicht wirklich böse sein.