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Wichtiger Spieler
Lichtgestalt schrieb am 28.10.2026 um 17:24 :

mir liegt panikmache aufrichtig fern, und ich weiss, dass man als aussenstehender nur sehr begrenzt einsicht hat. da ich aber ein sehr ähnliches (wenn auch größeres :davinci:) gruppenkonstrukt finanziell verantworte, nehm ich mir die eine oder andere kritische anmerkung heraus - im vertrauen, dass das eine koryphäe wie die sportskameradin bauer eh auch alles weiss und sieht.

aus meiner sicht hat rapid in der konsolidierten betrachtung nicht einfach nur ein schlechtes ergebnis erwirtschaftet, sondern der abschluss zeigt über den abgang hinaus eine deutliche verschlechterung der finanziellen struktur innerhalb eines einzigen geschäftsjahres. die eigenkapitalquote fällt von knapp 30% auf unter 20%, die nettobankverschuldung steigt um fast 9 mio euro; und durch das ansteigen von transferforderungen und -verbindlichkeiten ist ein beträchtlicher teil der bilanz von der wirtschaftlichen verwertbarkeit des kaders, sowie der solvenz anderer vereine und einer allfälligen besicherung der forderungen abhängig.

die aktivierten transferrechte steigen um rund 60%, was bedeutet, dass rapid einen deutlich größeren teil des ausgewiesenen vermögens in spielerwerten abbildet. das ist nachvollziehbar, aber hat den haken, dass ein spielerwert keine liquide reserve darstellt und es unsicher ist, ob der buchwert durch sportlichen nutzen oder spätere erlöse wirtschaftlich tatsächlich in voller höhe gerechtfertigt ist . 

ein punkt, der mir sorgen bereitete wäre das mein laden: eine sehr schwache kurzfristige bilanzrelation. da sind 16 mio umlaufvermögen versus 52 mio verbindlichkeiten, aber nur 1,6 mio liquide mittel.

die verbindlichkeiten steigen um mehr als 45% von 35,94 auf 52,25 mio euro, das ist deutlich mehr als die veränderung der bilanzsumme und besonders auffällig ist der anstieg der verbindlichkeiten lul von 0,94 auf 4,45 mio euro, also fast eine verfünffachung. 

sehr kritisch sehe ich auch die eigenkapitalentwicklung der gmbh. die ek-quote liegt bei knapp 11%, was zwar im rechtlichen rahmen liegt, aber für eine gesellschaft mit hoher kapitalbindung, sprunghaft angestiegenen verpflichtungen und schwankenden erträgen schon an der unterkante liegt. 

dazu kommt, dass hier nach wie vor 4,04 mio latente steuern aktiviert sind, was mehr als 40% des ausgewiesenen eigenkapitals entspricht, rein rechnerisch würde das eigenkapital ohne diese aktivposten nur noch rund 5,5 mio euro betragen, was nur noch 6,6% sind. das heisst zwar nicht, dass die latenten steuern wertlos wären, ihre werthaltigkeit setzt aber voraus, dass künftig ausreichend steuerliche ergebnisse zu ihrer verwertung erzielt werden. 

die 17,9 % konsolidierte eigenkapitalquote dürfen aus meiner sicht nicht darüber hinwegtäuschen, dass die wirtschaftlich operative gmbH eine deutlich schwächere eigenkapitalausstattung aufweist, denn dort liegt das finanzierungsrisiko.

es gibt noch ein paar spannende konsolidierungseffekte, deren ursache man leider aus dem gb nicht weiter ableiten kann. die gmbh weist transferrechte ihv 14,34 mio euro aus, in der konsolidierten darstellung sind es aber nur 13,64 mio euro (delta 700.000).

management summary (:davinci:): es ist wirklich wichtig, dass die gegenmaßnahmen greifen. noch so ein jahr und die gmbh steht ohne latente steuern bei 1% eigenkapital und de facto ohne reserven da. panikmache ist übertrieben, aber es ist zeit zum handeln und für viel budgetdisziplin und vermutlich noch ein bissl mehr als nur das, weil die höheren abschreibungen aus den vergangenen kaderinvestitionen strukturell schon angelegt sind.

Bin zwar nicht so wie du verantwortlich für Konsolidierung, aber auch im Finanzbereich tätig und möchte mich an dieser Stelle für deine sehr feine und harte Analyse bedanken! Top geschrieben.

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We love the Rapid, we do..
Caspar01 schrieb vor 1 Stunde:

das ist wahnsinn + sicher über eine Mio. Zusatzeinnahmen... Kann man nur gratulieren... Und sie werden noch immer gedeckt...

Endlich eröffnet wieder einmal jemand die Disskusion. Ich werfe mein Lieblingsargument dagegen: die Wertschöpfung des BW übersteigt die genannten Strafen um etliches.

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V.I.P.
N1ce *nd Sl0w schrieb vor 9 Minuten:

Endlich eröffnet wieder einmal jemand die Disskusion. Ich werfe mein Lieblingsargument dagegen: die Wertschöpfung des BW übersteigt die genannten Strafen um etliches.

Lustig wie alle um den Block und auch gleich um den Verein gezittert und geweint haben als der Fetzen kurz weg war, jetzt sind's wieder die Pösen..

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Wichtiger Spieler
N1ce *nd Sl0w schrieb vor 10 Minuten:

Endlich eröffnet wieder einmal jemand die Disskusion. Ich werfe mein Lieblingsargument dagegen: die Wertschöpfung des BW übersteigt die genannten Strafen um etliches.

Wie kommst du auf das?  Welche Wertschöpfung soll das sein bei den Kartenpreisen auf der West.

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Respekt ist keine Krankheit
AbZock3r schrieb vor 4 Stunden:

Sehr eigenartig diese argumentation. Prozente sind relative werte u setzen das eben in relation. 25 prozent des eigenkapitals sind weg, ist bei uns oasch, bei 100 mio oasch u bei einer milliarde oasch. 

Das ist vor allem deshalb passiert, da man keinen GF wirtschaft hatte zu der zeit. Katzer konnte tun was er will, das präsidium viel zu wenig nah dran an der materie. 

Katzer konnte nicht tun was er will.

Wie kommt man auf so eine Idee?

Der Kern meiner Aussage bezog sich auf Dimensionen.

Habe ich 25 Mio Eigenkapital und verliere da von 25%, ist die Möglichkeit, den Schaden schneller zu kompensieren größer.

Natürlich verändert das den Spielraum auch stärker, aber wie gesagt, eine Veränderung, ein guter Verkauf und wir sind wieder im Reinen.

Spannend wird es, wenn man wirklich Meister wird und dann versucht, die Mannschaft zu halten und/ oder zu verstärken.

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Posting-Pate
laotse schrieb vor 8 Minuten:

Katzer konnte nicht tun was er will.

Wie kommt man auf so eine Idee?

Der Kern meiner Aussage bezog sich auf Dimensionen.

Habe ich 25 Mio Eigenkapital und verliere da von 25%, ist die Möglichkeit, den Schaden schneller zu kompensieren größer.

Natürlich verändert das den Spielraum auch stärker, aber wie gesagt, eine Veränderung, ein guter Verkauf und wir sind wieder im Reinen.

Spannend wird es, wenn man wirklich Meister wird und dann versucht, die Mannschaft zu halten und/ oder zu verstärken.

Wenn man den einen sommer ohne gf wirtschaft mit allen anderen vergleicht, könnte man darauf kommen. 

Es hat ja wohl einen Grund, warum ein unternehmen höheres od niedrigeres eigenkapital hat. Dass sich unternehmen mit in absoluten zahlen niedrigerem eigenkapital leichter tun, 33 prozent aufzubauen als ein unternehmen mit in absoluten zahlen höherem eigenkapital ist ja in keinster weise nachvollziehbar. 

Verkäufe sind sowieso jedes jahr notwendig, steht ja sogar im geschäftsbericht. 

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ASB-Halbgott
oestl schrieb vor 11 Stunden:

Lustig wie alle um den Block und auch gleich um den Verein gezittert und geweint haben als der Fetzen kurz weg war, jetzt sind's wieder die Pösen..

Also ging es dabei nicht darum, dass die Ultras die "gemäßigten" sind und bei deren Auflösung die noch mehr Erlebnis orientierten übernehmen würden und alles noch schlimmer werden würde? SO hab ich das verstanden. Da ist das zittern ja berechtigt. 

Der Block West hat einen immensen Mehrwert für den Verein!

Das entschuldigt jedoch nicht das Fehlverhalten Einzelner die dem Verein finanziell und Imagemässig massiv schaden die leider von der aktiven Szene geschützt werden

bearbeitet von Schabistyle

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Im ASB-Olymp

thema szene: das wiederspricht sich nicht, kenn genug ausm block, ja sogar aus der szene die das pyro aufs austria feld werfen als eine der dümmsten aktionen überhaupt sehen - hat geld kostet, hat uns derbys gekostet, gefundenes fressen für die medien und hat natürlich garnichts geändert am sportlichen output, hier wirds gern als szene vs normalo geframed, was es nicht is, bis auf paar hanseln hat das keiner super gfunden, weils einfach a wertlose aktion war 

thema finanzen: weil viele vom schnellen verlust von 25% eigenkapital sprechen, verglichen mit den jahren davor, wie lang haben wir gebraucht um diese summe aufzubauen? is doch kein jahrelang mühsam aufgebauter polster, sondern ergebnis der letzten zwei jahre davor, oder seh ich das falsch? entsprechend kurzlebig sind die werte im fußball - danke für die info schon im vorhinein

 

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Banklwärmer
N1ce *nd Sl0w schrieb vor 13 Stunden:

Endlich eröffnet wieder einmal jemand die Disskusion. Ich werfe mein Lieblingsargument dagegen: die Wertschöpfung des BW übersteigt die genannten Strafen um etliches.

Diese Argumentation (der Block West bringt ja viel mehr als er kostet) werd ich nie nachvollziehen können. Fan sein ist ja kein Business Case, den ich anhand eine Profitabilitätsrechnung bewerten kann. 

Als Rapidler will ich Mitglied sein, dass ich damit meine Verbundenheit zum Verein unterstreichen kann, und nicht die Rabatte auf Merch oder ähnliches meine Mitgliedsausgaben übersteigen.

Genau sowenig vergleiche ich mein Eintrittsgeld für ein Spiel mit den direkten Ausgaben/zu bezahlenden Strafen & Schäden ("1x im Jahr ein Häusl zu demolieren ist abgedeckt") vom Verein und bezeichne mich dann als vorbildl. Rapidler, weil mein Saldo ja eh noch im Plus ist. 

Abgesehen davon reden ja die wenigsten vom Block West als Gesamtes, sondern von einzelnen Leuten (oder Fanclubs) im Sektor, die Rapid mMn MUTWILLIG schädigen. Und wennst dann wirklich eine Wirtschaftlichkeitsrechnung anstellen willst - hier bist du schwerst defizitär. Also Conclusio für mich => ja, der Verein sollte soweit möglich härtere, aber gezielte Maßnahmen bei Ausschreitungen setzen, um hier zukünftigen finanzielle Schäden abwenden zu können (weiß natürlich aber auch, dass das aufgrund der Beweislage nicht wirklich einfach ist). 

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Posting-Pate
Raiho schrieb vor 6 Minuten:

Diese Argumentation (der Block West bringt ja viel mehr als er kostet) werd ich nie nachvollziehen können. Fan sein ist ja kein Business Case, den ich anhand eine Profitabilitätsrechnung bewerten kann. 

Als Rapidler will ich Mitglied sein, dass ich damit meine Verbundenheit zum Verein unterstreichen kann, und nicht die Rabatte auf Merch oder ähnliches meine Mitgliedsausgaben übersteigen.

Genau sowenig vergleiche ich mein Eintrittsgeld für ein Spiel mit den direkten Ausgaben/zu bezahlenden Strafen & Schäden ("1x im Jahr ein Häusl zu demolieren ist abgedeckt") vom Verein und bezeichne mich dann als vorbildl. Rapidler, weil mein Saldo ja eh noch im Plus ist. 

Abgesehen davon reden ja die wenigsten vom Block West als Gesamtes, sondern von einzelnen Leuten (oder Fanclubs) im Sektor, die Rapid mMn MUTWILLIG schädigen. Und wennst dann wirklich eine Wirtschaftlichkeitsrechnung anstellen willst - hier bist du schwerst defizitär. Also Conclusio für mich => ja, der Verein sollte soweit möglich härtere, aber gezielte Maßnahmen bei Ausschreitungen setzen, um hier zukünftigen finanzielle Schäden abwenden zu können (weiß natürlich aber auch, dass das aufgrund der Beweislage nicht wirklich einfach ist). 

Da ist alles schon so gründlich und so oft durch diskutiert worden, daß ich nicht auf Deine Standpunkte einzeln eingehen will.
Was ich will: Dir das Buch unserer Vizepräsidentin Hanappi-Egger

https://www.amazon.de/dp/365845525X

empfehlen. Da schreibt sie von Zugewinn für einen Fußballverein und über die Probleme aus der Fanszene und wie man versucht unter einen Hut zu bringen.

Ohne den geringsten Zweifel hat sowas wie der BW enorme Anziehungskraft für das Publikum für den Verein. Und ebenso zweifellos gibt es auch Probleme und Kosten. Der Gewinn ist nicht der Ticketpreis der Leut aus BW (allein).

Das Buch ist recht teuer (46€) aber sehr interessant, gut zu lesen und sehr erhellend mMn. In einem Abend leicht auszulesen.

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ASB-Legende
Tobal12345 schrieb vor einer Stunde:

thema finanzen: weil viele vom schnellen verlust von 25% eigenkapital sprechen, verglichen mit den jahren davor, wie lang haben wir gebraucht um diese summe aufzubauen? is doch kein jahrelang mühsam aufgebauter polster, sondern ergebnis der letzten zwei jahre davor, oder seh ich das falsch? entsprechend kurzlebig sind die werte im fußball - danke für die info schon im vorhinein

EK.PNG

Quelle: Google KI

also EK war die letzten Jahre eher stabil, das größte Plus gab es in der Saison mit EL Gruppensieg wo man auch noch die 5 Mio für das CL Playoff kassiert hat sowie die letzte EL Saison.
Mich wunder ein wenig das man im ersten Jahr im Stadion wo man nur UPO gespielt hat und mit Mocinic und Traustason über 4 Mio in den Sand gesetzt hat trotzdem ein Plus beim EK geschafft hat. lag aber wohl auch an der EL in dem Jahr.

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