Knickerbockerbande

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Über Knickerbockerbande

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  1. Wo wir grad bei Trainern sind: Könnte man die Trainer nicht irgendwie unauffällig tauschen? Rose ist der erste RB Trainer, den ich wirklich gerne bei uns hätte - menschlich wirklich sympathisch, fachlich extrem kompetent und die nötigen social skills um das Team zu führen scheint er auch zu haben. Letsch vs. Rose ist ein bisschen wie Schüler gegen Meister. Wird natürlich leider ein Wunschtraum bleiben, Rose wird es dann eher in Richtung Leipzig oder Bayern München bewegen.
  2. Nicht, dass ich allzu viele Hoffnungen hätte. Selbst wenn der absolute Wunschkandidat (Schmid?) kommt, glaube ich nicht, dass wir wieder so schnell in die Erfolgsspur finden werden. Vielleicht wird es weniger Peinlichkeiten wie gegen den WAC geben, aber von einer Top 3 Mannschaft sind wir im Moment sehr, sehr weit entfernt. Das Problem auf Letsch zu reduzieren ist auch zu einfach. Man kann hoffen, dass man im Winter auch allmählich die Handschrift von Muhr sieht. Freilich hatten wir im Sommer bei den Neuzugängen Pech, weil sich viele verletzt haben, aber zumindest beim Trainer hat Muhr schon einmal ordentlich ins Klo gegriffen (wenn es Muhr war, der TL verlängert hat?).
  3. Ich halte von Polster als "Experte" absolut garnichts, in dem Fall muss ich ihm aber ausnahmsweise sogar recht geben. Ich hatte damals meine Bedenken, als auf Parits kein Vorstand Sport nachgefolgt ist und leider hat es sich bewahrheitet. Ein guter Vorstand Finanzen ist nicht gleich ein guter Vorstand Sport. Wir können nur hoffen, dass Hensel das auch erkennt.
  4. Mich hat Letsch von Anfang an nicht überzeugt und die Verlängerung habe ich, wie viele, nicht verstanden. Eine Belohnung für das Verfehlen sämtlicher Saisonziele. Wäre dementsprechend nicht traurig, wenn er gehen muss. Auf der anderen Seite halte ich es für eine Illusion, dass es reicht, wenn wir den Trainer raushauen. Ein paar Spiele wird die Stimmung wieder besser sein, vlt. auch die Ergebnisse, aber um mittelfristig wieder auf Schiene zu kommen, muss sich mehr tun.
  5. Habe auch nicht geschrieben, dass wir wirtschaftlich/finanziell in der Krise stecken. Etwas weiter unten habe ich Kraetschmers Arbeit sehr gelobt. Der Misserfolg und die sportliche Krise zieht sich halt wie ein roter Faden durch die letzten Jahre. Die momentane Krise kann man so wie du schreibst erklären. Wenn ich aber einen "gemeinsamen Nenner" zwischen der jetztigen Krise und den letzten Jahren suche, spricht das gegen die Theorie. Die Mannschaft und der Trainer haben öfters gewechselt, die Probleme sind gleich geblieben. Daraus schließe ich halt, dass die Probleme tiefer liegen müssen.
  6. Angesagt Revolutionen finden nicht statt. Angesagte Klatschen meistens auch nicht. Daheim waren wir gegen Salzburg immer ganz gut dabei und haben meistens relativ knapp verloren. Das ist halt eines dieser typischen Spiele, wo wie aus Wunderhand plötzlich wieder so etwas wie eine Leistung, wie Einsatz da ist. Am Ende ist Salzburg natürlich trotzdem der haushohe Favorit und wird auch gewinnen.
  7. Achtung längerer Text, wie ich unsere Situation aus einer gewissen analytischen Perspektive sehe: Ich denke, dass der Wechsel der Präsidenten zu einem für uns sehr günstigen Zeitpunkt kommt, weil man die letzten Jahre strategisch ganz massive strukturelle Fehler gemacht hat - dazu komme ich gleich. Die letzten Jahre waren trist. Endresultate haben manchmal gepasst, öfters aber nicht, die Leistung selber war fast nie gut. Das merkt man auch in der Stimmung - die meisten sind frustriert und ein bisschen resigniert, weil sich nichts tut. Trainer kommen, Trainer gehen, Spieler kommen, Spieler gehen - die Leistung u. Resultate bleiben gleich - an der Philosophie des Vereins ändert sich nichts, man hört seit Jahren immer das gleiche. Ich glaube viele hier würden mir zustimmen wenn ich sage, dass wir gefühlt seit Jahren in einer tiefen Krise stecken. Als Außenstehender hat man bis weilen das Gefühl, dass der Verein so sehr mit seiner Neupositionierung inkl. Stadion beschäftigt ist, dass man das Sportliche vergessen hat - dass der Verein in seiner eigenen Bubble sitzt, wo ja eh alles auf Schiene ist. Infrastruktur wird verbessert, Stadion ist gebaut, Jugend wird ausgebaut. Das Gefühl wird bestätigt, wenn Verantwortliche u. Spieler von "guten Leistungen" sprechen u. dass wir "auf einem guten Weg sind" - nach dem Motto "es passt alles, die Ergebnisse stimmen halt nicht". Ich denke, der Kern des Problems ist hierbei der enorme Einfluss von Markus Kraetschmer im Verein. Dabei steht für mich außer Zweifel, dass Kraetschmer extrem wichtig für die Austria ist und seine Projekte große Bedeutung für die Austria haben. Viel mehr möchte ich hier argumentieren, dass man ihm seit Parits Abgang (bzw. auch schon etwas davor, als er "angezählt" war) in Bereichen Macht gegeben hat, in denen er sie eigentlich nicht haben darf: Jeder kennt die Prioritäten von Kraetschmer: Mittel und langfristige Planung, mittels Ausbau d. Infrastruktur, Image des Vereins,Sponsoren etc.. Das sind die Aufgaben des wirtschaftl. Vorstandes, die Kraetschmer bravourös erfüllt. Gleichzeitig überträgt man ihm ein Aufgabengebiet, das eher kurzfristig orientiert ist: den Bereich Sport. Jetzt gab es früher einen Interessensausgleich zwischen Kurzfristig und langfristig, bzw. zwischen Vorstand Sport und Vorstand Finanzen, fast schon ähnlich der Sozialpartnerschaft, zwischen der WKO u. dem ÖGB. Langfristige Ziele waren immer schon wichtig, gleichzeitig gab es aber mit Parits jemanden, der darauf geachtet hat, dass es auch kurzfristig läuft. Jetzt stellt Euch vor, man löst den ÖGB auf und überträgt sämtliche Aufgaben der WKO - die Folge wäre wohl eine Verschiebung des Ausgleiches hin zur WKO. Genau das ist hier passiert. Man hat den Vorstand Sport aufgelöst und die Aufgaben alleine dem Vorstand Finanzen übertragen. In Folge haben sich die Interessen des Vereins verschoben - hin zu mehr Langfristigkeit, weg von kurzfristigen sportlichen Erfolg, der als Opfer in Kauf genommen wird. Reagiert wird immer erst, wenn der Druck von außen zu groß wird, von agieren kann man kaum sprechen. Eingangs habe ich geschrieben, dass ich denke, dass der Wechsel des Präsidenten zu einem Zeitpunkt kommt, der günstig ist. Katzian hat diesen Fehler, bei aller Verdienstlichkeit, gemacht u. nichts dagegen unternommen - wenn es ihm denn überhaupt aufgefallen ist. Er hat dahingehend in derselben Blase gelebt, wie alle anderen bei der Austria. Hensel muss es schaffen, den Fokus des Vereins wieder auf den sportlichen Erfolg zu richten. Wie er das macht, dazu hat er mehrere Möglichkeiten - es wird jedoch darauf hinaus laufen (müssen), die Macht des Vorstandes Finanzen auf die eine oder andere Weise einzuschränken. Entweder er stellt ihm wieder einen Vorstand Sport gegenüber, oder er wirkt von oben auf Kraetschmer ein und stellt sein "Visier" neu ein. Was hingegen nichts bringen wird, ist weiter wie bisher zu arbeiten und einfach nachzugeben, wenn der Druck von außen zu groß wird. Wir reden hier über Probleme, die so tief sitzen, dass weder ein neuer Trainer alleine, noch ein paar neue Spieler, oder emotionale Ansprachen das Problem lösen werden - das wäre eben dieses klassische "reagieren statt agieren". Das beruhigt ein paar Monate die Gemüter, wird die Austria aber kaum erfolgreicher machen.
  8. Man muss die letzten Monate einmal Revue passieren lassen, um den Wahnsinn (ein anderes zivilisiertes Wort fällt mir nicht ein!) zu realisieren, der hier in unserem Verein abgeht/abging. Fink wird gekündigt, Letsch als Interimstrainer geholt. Man macht sich Punkteziele und die Qualifikation als Ziel aus, vereinbart als zusätzliches Ziel, dass die Mannschaft auch spielerisch wieder aufzeigen soll. Es ist Ende der Saison. Wir haben uns nicht qualifiziert, das Punkteziel wurde verfehlt, die Mannschaft spielt exakt den grottenschlechten Fußball wie unter Fink. Alle mit Letsch vereinbarten Ziele wurden meilenweit verpasst. Ein paar Tage/Wochen später: Letsch wird verlängert als Reaktion auf ... ??? Die ersten Spiele der neuen Saison. Es passiert das Erwartbare: Wir knüpfen nahtlos an der letzten Saison an. Spielerisch ist es noch genauso schlecht, wie einst unter Fink. Die Ergebnisse passen auch wieder nicht. Es ist keine Handschrift des Trainers zu erkennen, der offenbar komplett überfordert ist. Ist das jetzt überraschend? Man verlängerte einen nicht erfolgreichen Trainer und wundert sich, dass der Trainer nun auch weiter nicht erfolgreich ist. Letsch passt nicht zur Austria (oder zu irgendeinen Verein in der obersten Spielklasse). Er ist komplett überfordert und wird den Anforderungen einer Profimannschaft mit Ansprüchen der EC Quali ganz offensichtlich noch weniger gerecht, als Fink. Bitte beendet diese unglückselige Misere von und mit Letsch sofort. Das ist nicht zum Anschauen.
  9. Verdient. Gratulation an WAC für die starke Leistung.
  10. Jetzt wird Tacheles gesprochen. Die Probleme knallhart analysiert.
  11. In Wahrheit wäre ein WAC Sieg völlig verdient. War Feldüberlegen, hatte die besseren (wenn gleich keine guten, aber eine schlechte Chance ist besser als keine Chance) Torchancen, hat mehr fürs Spiel getan und mehr Siegeswille gezeigt. Zur Erinnerung: Rapid ist über die 3:0 drübergefahren und war spielerisch haushoch überlegen.
  12. Völlig verdient. Die zweite Hälfte ist Arbeitsverweigerung und purer Null Bock Fußball. Dass die für die Spielhälfte mehr bekommen, als die meisten im ganzen Monat, ist eigentlich ein Skandal. Eine bodenlose Frechheit gegenüber jeden Arbeiter, der bei so einer Leistung die Fristlose bekommt.
  13. Wir haben ein Torproblem. Ein gewaltiges. Unser Spiel ist gut und gefällig, bis wir ins gegnerische Drittel kommen. Ab hier fehlt jeder Zug zum Tor. Wir haben vorne weit und breit keine Figur, die imstande ist, Tore zu machen. Die einzige torgefährliche Person ist ein Mittelfeldspieler, der jetzt bis zum Winter ausfällt. Friesenbichler war heute unterirdisch, warum ist er jede Woche aufs neue in der Startelf? Wir brauchen jemanden, der Tore macht und er ist so jemand nicht! Wir würden es uns aber zu einfach machen, es nur an seiner Person aufzuhängen. Wir haben kein Rezept für das letzte Abwehrdrittel und sind komplett überfordert, wenn der Gegner halbwegs gut steht. Das sieht man heute, aber auch gegen Sturm haben wir uns deutlich leichter getan, als sie zu elft gepielt haben und selber noch nach vorne was gemacht haben. Ich bin heute nicht wirklich sauer, aber wir haben hier massive Probleme, die sich nicht in Luft auflösen werden, wenn man nicht intensiv dran arbeitet. Positiv stimmt mich, dass Muhr das offenbar auch schon erkannt hat (Er hat im Pauseninterview angestimmt, dass sie mit der Torausbeute überhaupt nicht zufrieden sind).
  14. Was uns halt heuer extremst fehlt ist ein Stürmer, der Tore schießt. Nix gegen Friesenbichler, der sich jede Partie 120 % reinhaut. Man merkt's vorne heute ganz deutlich. Wir spielen gut und gefällig bis zum 16er, vorne steht aber aber niemand einschussbereit.
  15. Die Innsbrucker stehen mit 11 Mann hinten und machen abgesehen davon absolut gar nichts für das Spiel - und uns fehlt die spielerische Klasse, um über solche Mauerteams drüberzufahren. Was man in solchen Spielen braucht wie einen Bissen Brot ist die Führung. Dann muss Innsbruck aufmachen und kann nicht mehr nur mauern. Umso ärgerlicher, dass Innsbruck mit dieser ekelhaften Mauertaktik noch immer mehr Torchancen hat als wir....