Fanszene Austria Wien


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Postinho
PurpleHaze85 schrieb vor 5 Stunden:

Sehr reißerische Schlagzeile.. gefällt mir überhaupt nicht der Beitrag von der Heute.. mir kommt das kotzen gleich

Kam von der Heute je was gutes über uns? 

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The Pezident of Bäristan

Nur auf Standard noch etwas gefunden. Der Rest ist schon wieder in der Empörung über Ausländer und anderes Gesindel verschwunden.

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Posting-Pate
Gertschal schrieb vor 26 Minuten:

Online Printmedien arbeiten auch mit Algorithmen. Wird ein Artikel oft geklickt, erscheint er an erster Stelle bzw "ganz oben". Klickt keiner drauf, verschwindet er im Daten Nirvana.

Das wäre endlich ein Beweis dafür, dass ein Thema rund um Austria Wien viele Klicks generiert. Das dann auch bei positiven Meldungen berücksichtigen und Artikel darüber schreiben. Danke! :)

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Europaklassespieler
Gertschal schrieb vor 1 Stunde:

Online Printmedien arbeiten auch mit Algorithmen. Wird ein Artikel oft geklickt, erscheint er an erster Stelle bzw "ganz oben". Klickt keiner drauf, verschwindet er im Daten Nirvana.

Wie im Kaffeehaus - die am meisten angepatzten Seiten in der Zeitung waren immer die interessantesten :D

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Dauer-ASB-Surfer
SiGuRd1911 schrieb vor 36 Minuten:

Wie im Kaffeehaus - die am meisten angepatzten Seiten in der Zeitung waren immer die interessantesten :D

In welchem Kaffeehaus gibt's Pornoheftchen?:D

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The Pezident of Bäristan
SiGuRd1911 schrieb vor 2 Stunden:

Wie im Kaffeehaus - die am meisten zampickten Seiten in der Zeitung waren immer die interessantesten :D

FYP

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Banklwärmer
Nudelsalat schrieb vor 20 Stunden:

Edith: vielleicht kann @MB99 dazu etwas sagen, du bist ja letztens erst wegen deiner Headline zum Hassobjekt vom SK-Rapid-ohne-Wien-Channel geworden. Deine Einschätzung über die Headlines des Boulevards?

Hallo, ich meine, dass die Berichterstattung völlig legitim ist. Medien und Journalist:innen berichten ja (meist) nicht für einen kleinen Kreis von Eingeweihten in Fanforen, sondern für die große Masse. Und da haben sie jetzt die Aufgabe, diese Geschichte irgendwie einzuordnen. 

Tatsächlich wäre es in Österreich eigentlich keine große Story, wenn eine Person wegen Nazi-Wiederbetätigung angeklagt wird (es gilt die Unschuldsvermutung). Denn das passiert (leider) extrem oft. Relevant wird diese konkrete Geschichte erst, weil die Person Teil einer Gruppe ist und diese Gruppe wiederum über Jahre Teil der medialen Berichterstattung war - und das  immer in Zusammenhang mit der Austria. Natürlich wird hier also der Verein prominent erwähnt und damit die Gruppe überhaupt erst für die Leser:innen eingeordnet. Das geht gar nicht anders. Als Beispiel: "Anklage gegen Unsterblich" - who the fuck ist Unsterblich? "Anklage gegen Austria-Nazi-Hooligan" - ist verständlich.

Ob diese Gruppe dabei ein offizieller Fanclub ist oder nicht, ist völlig irrelevant. Der FC Alte Schule hängt sogar mit Fetzen im Stadion und ist auf der Homepage der Austria nicht als offizieller Fanclub vermerkt. Alle kennen den Schachclub, auch kein "offizieller" FC. 

Natürlich ist die Situation hier etwas anders, weil Unsterblich als FC im Stadion sogar offiziell verboten wurde. Doch wir wissen gleichzeitig alle, dass das eine reine Scheinlösung war, viele handelnde Personen gingen zu den Fanatics, kamen ohne Fetzn zu Spielen oder waren im Fall von Hausverboten away präsent. Zur Erinnerung: Die Ust-Attacke gegen die Kurve der Admira beim Spiel der Austria gegen die Admira war im März 2022 - fast zehn Jahre nach dem vermeintlichen Verbot. Auch die war medial Thema.

Und wir wissen natürlich auch alle, dass die Blase viel größer war mit VF/Ust/verbündeten FCs/Slovan/Brno - und die Austria mit dem angeblich offiziellen Verbot eine billige Scheinlösung gewählt hatte.

Warum ich das in dem Kontext schreibe: Die Austria hat über viele Jahre so gut wie nichts getan. Damit muss sie sich jetzt klarerweise gefallen lassen, dass die Hinweise auf den Verein in den Artikeln prominent sind. Und immer, wenn es irgendwelche Berichte über Unsterblich geben wird, wird das wieder so sein (und ich könnte mir vorstellen, dass es nicht die letzte Anklage ist). 

Wohlgemerkt: Die Einordnung von Unsterblich würde in den Artikeln auf jeden Fall vorgenommen werden, weil sie eben für die Leser:innen im Kontext schlicht notwendig ist. 

Aber mutmaßlich hätte sich auch Unsterblich anders entwickelt, wenn die Austria bereits 2013 einen tatsächlich großen Schnitt gemacht hätte. Vielleicht stünde dann inzwischen in den Artikeln prominent, dass Ust der Wiener Ableger der Ultras Pressburg ist. Wissen wir natürlich nicht. 

Ich will jetzt hier gar nicht die gesamte Geschichte von Unsterblich und die Reaktion des Vereins nochmals neu debattieren. Das alles nur kurz zur Einordnung, warum es eigentlich ausschließlich sehr überraschend wäre, wenn Austria in den Artikeln nicht prominent genannt würde. 

Mag nicht allen gefallen - doch die Schuld liegt beim Verein und allen Verbündeten und Verteidiger:innen von VF und Ust.

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V.I.P.
MB99 schrieb vor 47 Minuten:

Hallo, ich meine, dass die Berichterstattung völlig legitim ist. Medien und Journalist:innen berichten ja (meist) nicht für einen kleinen Kreis von Eingeweihten in Fanforen, sondern für die große Masse. Und da haben sie jetzt die Aufgabe, diese Geschichte irgendwie einzuordnen. 

Tatsächlich wäre es in Österreich eigentlich keine große Story, wenn eine Person wegen Nazi-Wiederbetätigung angeklagt wird (es gilt die Unschuldsvermutung). Denn das passiert (leider) extrem oft. Relevant wird diese konkrete Geschichte erst, weil die Person Teil einer Gruppe ist und diese Gruppe wiederum über Jahre Teil der medialen Berichterstattung war - und das  immer in Zusammenhang mit der Austria. Natürlich wird hier also der Verein prominent erwähnt und damit die Gruppe überhaupt erst für die Leser:innen eingeordnet. Das geht gar nicht anders. Als Beispiel: "Anklage gegen Unsterblich" - who the fuck ist Unsterblich? "Anklage gegen Austria-Nazi-Hooligan" - ist verständlich.

Ob diese Gruppe dabei ein offizieller Fanclub ist oder nicht, ist völlig irrelevant. Der FC Alte Schule hängt sogar mit Fetzen im Stadion und ist auf der Homepage der Austria nicht als offizieller Fanclub vermerkt. Alle kennen den Schachclub, auch kein "offizieller" FC. 

Natürlich ist die Situation hier etwas anders, weil Unsterblich als FC im Stadion sogar offiziell verboten wurde. Doch wir wissen gleichzeitig alle, dass das eine reine Scheinlösung war, viele handelnde Personen gingen zu den Fanatics, kamen ohne Fetzn zu Spielen oder waren im Fall von Hausverboten away präsent. Zur Erinnerung: Die Ust-Attacke gegen die Kurve der Admira beim Spiel der Austria gegen die Admira war im März 2022 - fast zehn Jahre nach dem vermeintlichen Verbot. Auch die war medial Thema.

Und wir wissen natürlich auch alle, dass die Blase viel größer war mit VF/Ust/verbündeten FCs/Slovan/Brno - und die Austria mit dem angeblich offiziellen Verbot eine billige Scheinlösung gewählt hatte.

Warum ich das in dem Kontext schreibe: Die Austria hat über viele Jahre so gut wie nichts getan. Damit muss sie sich jetzt klarerweise gefallen lassen, dass die Hinweise auf den Verein in den Artikeln prominent sind. Und immer, wenn es irgendwelche Berichte über Unsterblich geben wird, wird das wieder so sein (und ich könnte mir vorstellen, dass es nicht die letzte Anklage ist). 

Wohlgemerkt: Die Einordnung von Unsterblich würde in den Artikeln auf jeden Fall vorgenommen werden, weil sie eben für die Leser:innen im Kontext schlicht notwendig ist. 

Aber mutmaßlich hätte sich auch Unsterblich anders entwickelt, wenn die Austria bereits 2013 einen tatsächlich großen Schnitt gemacht hätte. Vielleicht stünde dann inzwischen in den Artikeln prominent, dass Ust der Wiener Ableger der Ultras Pressburg ist. Wissen wir natürlich nicht. 

Ich will jetzt hier gar nicht die gesamte Geschichte von Unsterblich und die Reaktion des Vereins nochmals neu debattieren. Das alles nur kurz zur Einordnung, warum es eigentlich ausschließlich sehr überraschend wäre, wenn Austria in den Artikeln nicht prominent genannt würde. 

Mag nicht allen gefallen - doch die Schuld liegt beim Verein und allen Verbündeten und Verteidiger:innen von VF und Ust.

:facepalm:

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MB99 schrieb vor 56 Minuten:

Warum ich das in dem Kontext schreibe: Die Austria hat über viele Jahre so gut wie nichts getan. Damit muss sie sich jetzt klarerweise gefallen lassen, dass die Hinweise auf den Verein in den Artikeln prominent sind. 

Bin zwar kein Austrianer, aber das ist Humbug. 

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Posting-Pate
MB99 schrieb vor 1 Stunde:

Hallo, ich meine, dass die Berichterstattung völlig legitim ist. Medien und Journalist:innen berichten ja (meist) nicht für einen kleinen Kreis von Eingeweihten in Fanforen, sondern für die große Masse. Und da haben sie jetzt die Aufgabe, diese Geschichte irgendwie einzuordnen. 

Tatsächlich wäre es in Österreich eigentlich keine große Story, wenn eine Person wegen Nazi-Wiederbetätigung angeklagt wird (es gilt die Unschuldsvermutung). Denn das passiert (leider) extrem oft. Relevant wird diese konkrete Geschichte erst, weil die Person Teil einer Gruppe ist und diese Gruppe wiederum über Jahre Teil der medialen Berichterstattung war - und das  immer in Zusammenhang mit der Austria. Natürlich wird hier also der Verein prominent erwähnt und damit die Gruppe überhaupt erst für die Leser:innen eingeordnet. Das geht gar nicht anders. Als Beispiel: "Anklage gegen Unsterblich" - who the fuck ist Unsterblich? "Anklage gegen Austria-Nazi-Hooligan" - ist verständlich.

Ob diese Gruppe dabei ein offizieller Fanclub ist oder nicht, ist völlig irrelevant. Der FC Alte Schule hängt sogar mit Fetzen im Stadion und ist auf der Homepage der Austria nicht als offizieller Fanclub vermerkt. Alle kennen den Schachclub, auch kein "offizieller" FC. 

Natürlich ist die Situation hier etwas anders, weil Unsterblich als FC im Stadion sogar offiziell verboten wurde. Doch wir wissen gleichzeitig alle, dass das eine reine Scheinlösung war, viele handelnde Personen gingen zu den Fanatics, kamen ohne Fetzn zu Spielen oder waren im Fall von Hausverboten away präsent. Zur Erinnerung: Die Ust-Attacke gegen die Kurve der Admira beim Spiel der Austria gegen die Admira war im März 2022 - fast zehn Jahre nach dem vermeintlichen Verbot. Auch die war medial Thema.

Und wir wissen natürlich auch alle, dass die Blase viel größer war mit VF/Ust/verbündeten FCs/Slovan/Brno - und die Austria mit dem angeblich offiziellen Verbot eine billige Scheinlösung gewählt hatte.

Warum ich das in dem Kontext schreibe: Die Austria hat über viele Jahre so gut wie nichts getan. Damit muss sie sich jetzt klarerweise gefallen lassen, dass die Hinweise auf den Verein in den Artikeln prominent sind. Und immer, wenn es irgendwelche Berichte über Unsterblich geben wird, wird das wieder so sein (und ich könnte mir vorstellen, dass es nicht die letzte Anklage ist). 

Wohlgemerkt: Die Einordnung von Unsterblich würde in den Artikeln auf jeden Fall vorgenommen werden, weil sie eben für die Leser:innen im Kontext schlicht notwendig ist. 

Aber mutmaßlich hätte sich auch Unsterblich anders entwickelt, wenn die Austria bereits 2013 einen tatsächlich großen Schnitt gemacht hätte. Vielleicht stünde dann inzwischen in den Artikeln prominent, dass Ust der Wiener Ableger der Ultras Pressburg ist. Wissen wir natürlich nicht. 

Ich will jetzt hier gar nicht die gesamte Geschichte von Unsterblich und die Reaktion des Vereins nochmals neu debattieren. Das alles nur kurz zur Einordnung, warum es eigentlich ausschließlich sehr überraschend wäre, wenn Austria in den Artikeln nicht prominent genannt würde. 

Mag nicht allen gefallen - doch die Schuld liegt beim Verein und allen Verbündeten und Verteidiger:innen von VF und Ust.

Auch wenn ich mich wiederhole: Ich will dir gar nicht widersprechen, dass die Berichterstattung darüber legitim ist.

Was mich nur so geflasht hat, war, als ich um 6 Uhr in der Früh am Handy die Kronen Zeitung angeklickt habe, hat diese Meldung alles überstrahlt, weil sie auf der Startseite an erster Stelle platziert war. Sogar die Friedensverhandlungen zwischen USA und Iran schienen weniger wichtig zu sein.

Jetzt kommt - der für mich - springende Punkt und der Grund, warum ich diese Geschichte hier als erster gepostet habe: Als Austria Fan würde ich mir wünschen, dass auch eine positive Berichterstattung über den Verein so prominent platziert wird und nicht nur negative. (Immerhin hat der Standard über das Meisterschaftsfinish der Austria Frauen berichtet, wenn auch nur im Sportteil und nicht auf der Startseite wie bei dieser Angelegeheit.) Aber wahrscheinlich sehe ich das durch die violette Brille, wird man mir vorhalten. Und bald werden hier die ersten Typen ausrücken und mir erklären, dass ich ein Verschwörungstheoretiker und ein Schwurbler bin. 2 Haupt-Kandidaten dafür gibt es in diesem Forum eh. Wird aber nichts an meinem Eindruck verändern, denn ich beobachte die Medien ziemlich genau. Dass positive Ereignisse im Zusammenhang mit dem FAK in vielen Fällen nur "versteckt" gebracht werden, finde ich als Fan halt schade und wird halt gerne damit entschuldigt, dass Artikel über die Austria keine Klicks bringen. Was dann in weiterer Folge bedeuteten würde, dass es in Wahrheit nur um Klicks geht und nicht um Information. Außer es geht um Information in einem negativen Zusammenhang. Und das hat für mich einen sehr bitteren Beigeschmack.

bearbeitet von Altes Landgut

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Europaklassespieler
Altes Landgut schrieb vor 56 Minuten:

Auch wenn ich mich wiederhole: Ich will dir gar nicht widersprechen, dass die Berichterstattung darüber legitim ist.

Was mich nur so geflasht hat, war, als ich um 6 Uhr in der Früh am Handy die Kronen Zeitung angeklickt habe, hat diese Meldung alles überstrahlt, weil sie auf der Startseite an erster Stelle platziert war. Sogar die Friedensverhandlungen zwischen USA und Iran schienen weniger wichtig zu sein.

Jetzt kommt - der für mich - springende Punkt und der Grund, warum ich diese Geschichte hier als erster gepostet habe: Als Austria Fan würde ich mir wünschen, dass auch eine positive Berichterstattung über den Verein so prominent platziert wird und nicht nur negative. (Immerhin hat der Standard über das Meisterschaftsfinish der Austria Frauen berichtet, wenn auch nur im Sportteil und nicht auf der Startseite wie bei dieser Angelegeheit.) Aber wahrscheinlich sehe ich das durch die violette Brille, wird man mir vorhalten. Und bald werden hier die ersten Typen ausrücken und mir erklären, dass ich ein Verschwörungstheoretiker und ein Schwurbler bin. 2 Haupt-Kandidaten dafür gibt es in diesem Forum eh. Wird aber nichts an meinem Eindruck verändern, denn ich beobachte die Medien ziemlich genau. Dass positive Ereignisse im Zusammenhang mit dem FAK in vielen Fällen nur "versteckt" gebracht werden, finde ich als Fan halt schade und wird halt gerne damit entschuldigt, dass Artikel über die Austria keine Klicks bringen. Was dann in weiterer Folge bedeuteten würde, dass es in Wahrheit nur um Klicks geht und nicht um Information. Außer es geht um Information in einem negativen Zusammenhang. Und das hat für mich einen sehr bitteren Beigeschmack.

Damit abfinden oder Rapdi-Fän werden... Mehr Möglichkeiten sehe ich in unabsehbarer Zeit nicht :kopfwand:

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Banklwärmer
Altes Landgut schrieb vor 4 Stunden:

Auch wenn ich mich wiederhole: Ich will dir gar nicht widersprechen, dass die Berichterstattung darüber legitim ist.

Was mich nur so geflasht hat, war, als ich um 6 Uhr in der Früh am Handy die Kronen Zeitung angeklickt habe, hat diese Meldung alles überstrahlt, weil sie auf der Startseite an erster Stelle platziert war. Sogar die Friedensverhandlungen zwischen USA und Iran schienen weniger wichtig zu sein.

Jetzt kommt - der für mich - springende Punkt und der Grund, warum ich diese Geschichte hier als erster gepostet habe: Als Austria Fan würde ich mir wünschen, dass auch eine positive Berichterstattung über den Verein so prominent platziert wird und nicht nur negative. (Immerhin hat der Standard über das Meisterschaftsfinish der Austria Frauen berichtet, wenn auch nur im Sportteil und nicht auf der Startseite wie bei dieser Angelegeheit.)  (...)

Dass positive Ereignisse im Zusammenhang mit dem FAK in vielen Fällen nur "versteckt" gebracht werden, finde ich als Fan halt schade und wird halt gerne damit entschuldigt, dass Artikel über die Austria keine Klicks bringen. Was dann in weiterer Folge bedeuteten würde, dass es in Wahrheit nur um Klicks geht und nicht um Information. Außer es geht um Information in einem negativen Zusammenhang. Und das hat für mich einen sehr bitteren Beigeschmack.

Servus, die Reihenfolge der Artikel erklärt sich vermutlich mit dem Content Management System der Krone. Der Artikel ging vermutlich kurz vorher raus (das wird natürlich zuvor getimed und eingespeichert), ist "startseitentauglich" und wandert dann mal ganz nach oben. Dann wird gezählt, wie oft er klickt, auf Basis dessen entscheidet  - vermutlich das System automatisch - wo er stehen bleibt. Es könnte etwa sein, dass der zwei Stunden später schon wo ganz anders auf der Startseite war (was ich übrigens vermute).

Fans wünschen sich natürlich immer, dass die Nachrichten prominent kommen, die ihnen gefallen - das Wesen des Fans. ;) Für Medien entscheidet: Was ist newsworthy und was wird gelesen werden? Brutal gesagt: Ein Artikel über die U17-Arbeit der Austria wird eingefleischte Austria-Fans und ein paar Fußball-Nerds interessieren. Ein Artikel über Neonazi-Hooligans rund um die Austria wird ein viel größeres potentiell interessiertes Publikum haben.

Klar geht es um Klicks, genauso wie es schon immer um Auflage ging. Wenn ich Artikel publiziere oder Beiträge veröffentliche, die niemand interessieren, werde ich mich nicht lange halten. ;) Insofern ist der Wunsch nach Öffentlichkeit wohl seit jeher die (ökonomische) Grundlogik jedes Mediums.

Ich selbst habe bewusst keine Inserate auf standpunkt.press (ich will mich da nicht abhängig machen), daher muss ich mich zumindest nicht darum kümmern. Die Finanzierung meiner Arbeit läuft ausschließlich über freiwillige Spenden - wenn die nicht kommen, kann ich die Rechnungen nicht zahlen. Diese Daueraufträge und Spenden kriege ich aber nur, wenn Leute gut finden, was ich publiziere. Wobei ich noch die Besonderheit habe, dass ich kein "Vollmedium" anbiete mit dem Anspruch, täglich über alles zu berichten. Doch ansonsten ganz genauso: Ich muss entscheiden, was meines Erachtens wichtig ist und was Leute interessieren wird und danach auswählen. Das ist dann auch die Gatekeeping-Funktion der Medien.

Tendenziell werden wir bei Artikeln auch merken, ob sie jemand geschrieben hat, der eher violett oder anti-violett ist. Wobei gerade sehr viele kritische Artikel der letzten Jahre über die Austria von Journalist:innen kam, die definitiv Austria-Fans sind. Im Sinne von Karl Liebknecht: Der Hauptfeind steht im eigenen Stadion. Klar, echte Fans wollen vor allem mal, dass es in "ihrer" Kurve keine Probleme gibt. "Die anderen" war schon im Kindergarten irrelevant. 

Doch auch der/die erzviolette Journo muss sich in der Redaktion sehr bald rechtfertigen, wenn permanent Ressourcen für Artikel fließen, die niemanden interessieren. Wie oft (und mit welcher Absprungrate) ein Artikel gelesen wird, wird sehr genau gemessen und beobachtet. Der Skandal interessiert oft besonders ("only bad news are good news"), in dem Sinne wird das Thema die Austria wohl noch lange begleiten. 

Für den Abschluss könnte ich mich leider nur wiederholen: Die Schuld liegt beim Verein und allen Verbündeten und Verteidiger:innen von VF und Ust.
 

 

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