1. Es wäre wünschenswert, seitens der Bundesliga die Vorfrage zu klären, ob die besprochene Aktion von Plavotic überhaupt den VAR berechtigt, sich einzuschalten.
Dass dieser Huso von Schiedsrichter ein ganz klares Handspiel von Plavotic nicht gesehen hat (schlimm genug), berechtigt außerhalb des Strafraums per se nicht zur Intervention des VAR. Der VAR hat ja klar erkannt, dass das Handspiel nicht innerhalb des Strafraums erfolgte.
Das kann nur bedeuten, dass der VAR eine klare Fehlentscheidung des Schiedsrichters in Bezug auf die Vereitelung einer klaren Torchance annimmt. Dies setzt voraus, dass der VAR die Ansicht vertritt, dass aus der konkreten Spielsituation mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Tor hätte erzielt werden können. Und das kann niemand nach Ansicht der Bilder ernsthaft so sehen. Der LASK-Spieler hat da irgendwo am 16er-Eck ein random Luftloch geschlagen. Keine Rede davon, dass er sonst "vorbei gewesen wäre". Ich komme daher zum Schluss, dass der VAR hier gar nicht einschreiten hätte dürfen. Es ist nicht Aufgabe des VAR zu sagen "Schiri, Du hast da ein Hands außerhalb des Strafraums übersehen, magst bei dieser Gelegenheit nicht sicherheitshalber schauen, ob das nicht vielleicht mit extensiver Inbterpretation ein Torraub gewesen sein könnte?"
2. Davon abgesehen, war ich entsetzt über das Auftreten der Mannschaft im Defensivverbund. Besonders erschreckend waren die ersten 10-12 Minuten nach Anpfiff der zweiten Hälfte. Was zum Geier hat Helm da seiner Mannschaft mitgegeben in der Pause? Die personelle Unterlegenheit wird gerne als allumfassende (und bequeme) Erklärung für dieses Unspiel herangezogen. Doch hindert es eine Mannschaft im Prinzip in keinster Weise, auch mit 10 Mann konsequent zu verteidigen. Die Linzer kamen aus der Halbzeit, als wollten sie uns fressen, man hätte meinen können, sie lägen zurück und nicht wir. Die haben uns hergepudert, als wären sie Real Madrid. Da hat es im 2-Minutentakt Großchancen gehagelt, jede Flanke brachte den Strafraum lichterloh zum Brennen.