Als gefällig würde ich das nicht bezeichnen, aber sie haben gezeigt, wie man Spanien wirklich völlig entschärfen kann (zumindest falls man einen Tormann hat, der diee Bezeichnung verdient):
Sechserkette, um jede der drei Spitzen zu doppeln. Davor drei, die Mann gegen Mann gegen die drei Mittelfeldspieler spielen und ihnen ständig auf den Zehen stehen, und dann hoffen, dass sich vorne etwas ergibt.
Also, das betrifft jetzt die Zeit, als es noch ein Fußballspiel war, bevor sich bei beiden Mannschaften die Erkenntnis durchgesetzt hat, dass dieser Schiedsrichter der mit großem Abstand schwächste Akteur bei dieser WM war. Die Folge war, dass die Uruguayaner dann geschaut haben, wie weit sie gehen können und die Spanier nur mehr geschaut haben, möglichst nicht verletzt zu werden und möglichst keine nicht nachvollziehbare Karte zu bekommen.
Dass es so kommen wird, habe ich schon ab dem Zeitpunkt befürchtet, als das spanische Tor gefallen ist. Nicht wegen des Tors, sondern weil er da vorher Oyarzabal hinausgeschickt hat, obwohl der gar nicht behandelt worden war. Ab da haben ihn alle 22 auf dem Platz nicht mehr ernst genommen.
Dann habe ich ihn näher beobachtet. Ich habe seit 30 Jahren keinen Schiedsrichter mehr gesehen, der so wenig gelaufen ist und daher dauernd so weit vom Geschehen weg war. Sein Aktionradius war der Mittelkreis + 5 Meter in jede Richtung. Wenn man diese Leistung und die der auch aus den USA stammenden Schiedsrichterin bei Deutschland gegen Ecuador gesehen hat, fragt man sich, wie MLS-Spiele üblicherweise geleitet werden.