Ich habe mir das auch schon gedacht und selber überlegt. Dagegen entschieden habe ich mich bisher aus den folgenden Gründen:
Was Psychotherapie - darauf läuft es ja hinaus - bedeutet, habe ich bei beiden Kindern von mir gesehen. Sowohl was den Ressourceneinsatz als auch den Ausgang betrifft. Ich will sie nicht klein reden, aber für mich habe ich beides gegenübergestellt. Und beschlossen, dass das Thema Beziehung, Partnerschaft, Frauen im allgemeinen für mich einfach abgeschlossen ist. Dafür brauche ich keine Hilfe. Das, was in meinen Beziehungen passiert ist (vor allem zum jeweiligen Ende hin), kann immer wieder passieren. Und den Stress möchte ich einfach nicht mehr haben. Been there, done that.
Zu diesem Schluss bin ich auch alleine gelangt, dafür brauche ich keinen Profi. Wenn schon, dann würde ich mein ganzes Leben, von meiner Kindheit weg, aufarbeiten wollen. Das ist dann aber eine gewaltige Baustelle, der Ressourceneinsatz wäre entsprechend, würde wahrscheinlich Jahre dauern. Und dafür ist der Leidensdruck wieder nicht groß genug.
Was meine Ex betrifft, komme ich im Laufe der Zeit halt zum Schluss, dass es schade ist, aber nicht zu ändern. Es dauert länger, als ich gedacht hatte, aber na gut. Ob es gesund ist so zu leben, darüber lässt sich streiten ... vielleicht nicht, aber wenn man in seinem letzten Lebensviertel ist, dann schleppt man halt die eine oder andere Verletzung mit sich rum.
So habe ich es jedenfalls bis jetzt gesehen - aber wer weiß, vielleicht ändere ich meine Meinung ja. Aber wie gesagt, das Loch, das man da aufreißt, könnte größer werden als am Anfang gedacht ...