Grüß Gott, liebe Motorsportfreunde zum Großen Preis von Belgien in Spa-Franchorchamps, früher wie heute die gefürchtetste Strecke im ganzen Kalender!
Spa früher noch mit einer Länge von über 14 Kilometern und dem berühmt, berüchtigen "Masta-Kink". Einer Mutkurve, die den Fahrern alles abverlangt hat. Ein Crash von Dreifach-Weltmeister Jackie Stewart führte im Regen-GP von 1966 sogar zur Gründung der Fahrervereinigung GPDA, die in der Folge die Sicherheit in der Königsklasse erheblich verbessern sollte. Im belgischen GP von 1966 sammelte Jochen Rindt seine ersten Führungskilometer in der Formel 1, auf Kamera eingefangen für den legendären Rennfahrerfilm Grand Prix von John Frankenheimer.
Heute fasst Spa-Franchorchamps zwar nur noch etwas mehr als 7 Kilometer, doch noch immer sorgt vor allem die Mutkurve Eau Rouge für Schrecken. Unter anderem 1999 als im Qualifying innerhalb weniger Minuten beide BAR von Villeneuve und Zonta spektakulär abflogen und der Kanadier später sogar leicht angefressen war, weil der Unfall seines Teamkollegen Zonta spektakulärer war. Unvergessen auch der Startcrash von 1998 mit dem größten Autofriedhof der Formel 1. Im späteren Rennen krachte Michael Schumacher in das Heck von David Coulthard und brachte seinen Ferrari als Dreirad zurück an die Box. Dort angekommen lief der Kerpener wutenbrannt in die McLaren-Box und wollte sich den Schotten vorknöpfen. Und ganz kurios war das Rennen von 1985: Weil der Asphalt aufbrach wurde das Rennwochenende am Samstag abgesagt und um einige Wochen verschoben.
Für die Formel Austria war Spa übrigens kein gutes Pflaster: Gerhard Berger stand hier zwar 1986 erstmals in seiner Karriere in der ersten Startreihe und 1995 sogar auf der Pole, doch ein Sieg blieb dem Tiroler ebenso verwehrt wie Niki Lauda, der in Spa nie die Zielflagge sah und 1985 nach einem Trainingscrash sogar vor dem Rennstart w.O. geben musste.