Das eigentlich Tragische an diesem Abstieg ist nicht das 0:3. Sondern dieses monatelange Ringen gegen etwas, das wahrscheinlich längst entschieden war.
Wir haben uns durch dieses untere Playoff geschleppt wie ein Mensch, der seine Diagnose kennt und trotzdem noch Vitamine kauft. Jede Runde ein kleiner Hoffnungsschimmer, jeder Sieg nur eine Verlängerung der Illusion.
Und genau darin liegt die besondere Tristesse: dass wir nie spektakulär gescheitert sind. Kein großes Drama. Kein heroischer Untergang. Sondern ein langsames, graues Verschwinden Richtung Tabellenende, wie ein prolongiertes Ausbluten, ein endlosen Ringen.
Bis irgendwann selbst das Stadion verstanden hat, dass nicht mehr um Rettung gespielt wird, sondern nur noch um die möglichst würdige Verwaltung des Unvermeidlichen.
Und trotzdem waren wir da. Woche für Woche. Weil Hoffnung im Fußball oft nichts anderes ist als die Unfähigkeit, ein offensichtliches Ende zu akzeptieren.
Und vielleicht ist genau das am Ende der einzige Trost. Dass ein Verein wie wir nie wirklich über die Liga definiert ist. Sondern über diese paar tausend Menschen, die selbst nach einem 0:3 noch dieses Transparent hochhalten:
‚Liebe kennt keine Liga. Der SKV kommt wieder.‘
Und für einen endlosen
Moment glaubt man ihnen sogar.