„Der Fußball war im Grunde nichts anderes als ein Ersatzorgasmus für eine Gesellschaft, die längst verlernt hatte, wirkliche Lust zu empfinden; Männer schrien, schwitzten, umarmten sich in einem Zustand kollektiver Erregung, der umso erbärmlicher wirkte, als er nichts hervorbrachte – keine Zärtlichkeit, kein Fleisch, kein Nachglühen –, nur den vorübergehenden Trost einer Zugehörigkeit, die im Moment des Abpfiffs wieder verdampfte wie der Schweiß auf der Stirn eines alternden Mannes, der sich noch einmal einbildet, begehrt zu werden.“
Ich liege hier auch bequem auf der Couch und halte das für schlüssige Argumente, bezweifle aber, dass das aktuelle Budget es hergibt einen solchen Kapazunder außerhalb des Profibereichs einzustellen. Bin schon froh, dass wir einen Kampfmannschaftskader haben, der vorne mitspielt, wir Köllner halten und Zoccola holen konnten.
Ja, schon, denke das ist alles bekannt, aber von der Couch aus kritisieren ist auch sehr bequem.
Neben bzw nach dem Aufstieg in die Bundesliga ist das das Thema, das man vordergründig angehen muss. Das Frauenteam und das Amateureteam sind von nachgelagerter Priorität.
Ohne entsprechender Infrastruktur wird sich da wohl kaum was verändern, sind wir lieber froh, dass zumindest die Profis akzeptable Bedingungen haben, sonst könnten wir uns die Bundesliga als Perspektive aufzeichnen
Kleiner Denkanstoß - wie lange gibts die Vereine bereits, mit denen du uns vergleichst? Einen erfolgreichen Nachwuchs inkl. zugehöriger Infrastruktur aufzubauen dauert Jahrzehnte. Man sollte schon fair vergleichen.
Ich denke, das erklärt sich recht einfach damit, dass man kurzfristig den Aufstieg der Profis priorisiert, wenn man mittelfristig überhaupt relevante Mittel zu Verfügung haben will.
Es gibt hier leider ein paar Berufssuderanten, die das Forum missbrauchen um ihren Lebensfrust auszukotzen. Die Amateure sollen mit Profis gespickt in die zweite Liga aufsteigen, die Frauen sollen auf Augenhöhe mit jenen der österreichischen Grossklubs spielen, die Kampfmannschaft europäisch und natürlich soll jeder Verein mit mehr als 1.000 Fans ein Bundesligataugliches Stadion haben, denn Geld ist sowieso nur irgendwas virtuelles das die Öffentlichkeit und die Sponsoren gefälligst so investieren sollen, wie es sich die Herrschaften vorstellen.