Die 24 % habe ich nebenbei überschlagen, etwaige Rechen- oder Rundungsfehler schließe ich nicht aus.
Meine Rechnung war:
2022: +8,6 %
2023: +7,8 %
2024: +2,9 %
2025: +3,6 %
Kumuliert rechnet man das nicht additiv, sondern multiplikativ:
1,086 × 1,078 × 1,029 × 1,036 = ca. 1,248
Das wären also rund 24,8 % kumulierte Inflation.
3,6 Mio. € aus der Aufstiegssaison entsprächen damit inflationsbereinigt ungefähr:
3,6 Mio. × 1,248 = ca. 4,49 Mio. €
Ob sich die Personalkosten eines Fußballvereins exakt entlang des VPI entwickelt haben, weiß ich natürlich nicht. Der VPI ist in Österreich aber jedenfalls eine relevante Grundlage vieler KV-Verhandlungen und Gehaltsanpassungen. Ganz aus der Luft gegriffen ist der Inflationsbezug daher nicht.
Mein Punkt war nur: 3,6 Mio. damals und 5 Mio. heute kann man nicht 1:1 nominell vergleichen.
Beim zweiten Punkt bin ich ebenfalls nicht ganz bei dir.
Dass das Budget nach drei Bundesliga-Saisonen deutlich höher sein müsste, würde für mich voraussetzen, dass der Verein in diesen Jahren auch signifikante Überschüsse erwirtschaftet und zur Seite gelegt hat.
Zumindest das bezweifle ich.
Wir haben erst vor Kurzem das Minus aus der Aufstiegssaison ausgeglichen. Dazu kamen drei sportlich sehr intensive Jahre mit permanentem Abstiegskampf. Ich würde vermuten, dass ein erheblicher Teil zusätzlicher Einnahmen auch wieder in den laufenden Betrieb, die Mannschaft und die Professionalisierung des Vereins geflossen ist (alleine die Anzahl der Mitarbeiter der GmbH ist laut Firmenbuch von 30 im Aufstiegsjahr auf 110 im letzten Jahr gestiegen, wenn ich mich richtig erinnere)
Ob das tatsächlich so war, wissen wir nicht. Genau deshalb tue ich mir schwer, aus dem aktuellen Budget entweder ein Armutszeugnis oder einen großen Erfolg abzuleiten.
Dafür fehlen uns schlicht die Zahlen auf der Einnahmen- und Kostenseite.