pramm1ff V.I.P. Geschrieben vor 8 Stunden (bearbeitet) Lokus2 schrieb vor 2 Stunden: Und ich hab selbst erlebt, dass einem Vorgesetzte die Provision "neidig" sind, weil es zu einem deutlich höherem Einkommen des "Unterstellten" kommt. Und das ist ein NO-GO. Ich als Arbeitgeber freue mich, je größer die Provision des Mitarbeiters in absoluten Zahlen wird. Nach oben keine Grenze. Und wenn er eine Million casht soll mir das nur recht sein. :-) Und da muss ich eben die Strukturen und das Mindest dafür schaffen. Diese Denkweise dürfte bei uns tatsächlich vorherrschen. Zuletzt hatten wir ja die gläserne Decke bei Talenten in der Diskussion, die nicht mehr als KM-Spieler verdienen dürfen - selbst bei Weltstar-Potential. Da würde es mich keinesfalls wundern, wenn ein Vertriebler nicht in Vorstands-Dimensionen abgreifen DARF, ja nicht einmal in Dimensionen des B2B-Leiters oder des Controlling-Chefs. Das sind dann genau die frustrierten Leute, die einen Deal um ein Vielfaches ihres Jahresgehalts einfädeln und nachher zur Kenntnis nehmen, dass alle in die Kamera lächeln dürfen nur er selbst nicht und am Lohnzettel steht auch eine Null weniger als bei diesen Personen. Er wird das letzte Mal die Extra-Meile gegangen sein und wenn er das regelmäßig bringen kann, nicht mehr lange beim Verein sein. Das ist in Österreich ja eh irgendwie typisch, bringt die Unternehmen halt nicht unbedingt vorwärts. Im Sport sowie in der Verwaltung sollten wir, so gut es eben geht, darauf achten, dass wir niemanden über seinem Mehrwert bezahlen und mit gleicher Priorität auch sicherstellen, dass wir niemanden unter seinem Wert bezahlen. Den Wert zu ermitteln und darauf Entscheidungen zu treffen, ist eine Kunst aber nicht unmöglich. ooeveilchen schrieb vor 10 Minuten: Das braucht ja noch nicht einmal jemand mit Interesse für Fußball im Allgemeinen oder die Austria im Speziellen sein. So ist es. Basics reichen aus, also was haben wir anzubieten, was macht uns besser als die Konkurrenz und warum ist Fußball etwas, das die Leute anzieht. Vertiefend dann noch welche Spieler haben wir im Kader, welche Legenden gibt es etc. - einfach um ein Gespräch auf Augenhöhe führen zu können. "Beim Abschluss machen wir Fotos mit Drago und ich lade euch in die Loge zum EC-Auftakt am XYZ gegen ABC ein. Für ein Firmentournier können wir euch im Juni den Platz in der Akademie anbieten, da ist Trainingspause." hilft da schon weiter. Komplett ahnungslos vom Sport und Verein geht wohl auch nicht, aber das hast in zwei Wochen intus, wenn man motiviert ist. Beim EC-Auftakt kommst dann in der Loge und bietest ihnen in der 60. Minute ein Jahresabo für die Loge mit 30% Rabatt an. Beim Firmentournier kommst mit 10 Abos vorbei und fragst, ob sie nicht gleich als Firma einen kleinen Block auf der West für ihre Mitarbeiter und deren Kinder buchen wollen. Bei Gelegenheit lädt man den Geschäftsführer auf ein Mittagessen in der Generali Arena mit den Vorständen und einigen Spielern ein, wo man sich erkundigt, ob er nicht ein paar Geschäftspartner kennt, die in den Business VIP auf ihren Tisch passen würden, weil man denen ja gerne aufgrund der super Beziehungen ein tolles Angebot machen könnte und sich freut, wenn sich alle wohlfühlen und viel zum Plaudern haben. Dem Partner drückt man gleich mal drei VIP-Karten in die Hand - er möge sie einfach mal einladen und wenn sie kommen, wird man ein, zwei Legenden mit einer Flasche Sekt auf's Haus vorbeischicken. Die Legenden können dann gerne fallen lassen, dass man bei der U10 ja noch jemanden sucht, der den einen oder anderen Tausender reingibt, um die Trainings verbessern zu können. Selbstverständlich würde man das Engagement gut promoten und gerade im Nachwuchs würden ja die Legenden von morgen entstehen. Da kann man niederschwellig mal anfangen und wird später zum "echten" Sponsor bearbeitet. Sowas ist schnell mal tagesfüllend, wenn man zig solcher Kunden/Leads betreut und da braucht es eben die Schnittstellen zwischen Akquise und Betreuung. So wie bei anderen Unternehmen zwischen Sales und Service. Aber das geht schon und vieles ist ja bereits vorhanden. Im Übrigen stelle ich es mir schon als gewissen Interessenskonflikt vor, dass wir dermaßen viele Sponsoren in Entscheidungsgremien haben. Weil idealerweise führt eine moderne Sales-Strategie zu höheren Sponsoreneinnahmen (bzw. -Preisen) und Verknappung, was wiederum ganz und gar nicht im Interesse der Bestandssponsoren liegt. Hier kann durchaus ein Interessenskonflikt bestehen, weil man sonst ggf. in einigen Jahren das Doppelte hinlegen müsste, um seine Loge oder seine Platzierung am Trikot zu behalten. Ich hoffe sehr, dass uns solche Dinge nicht hemmen. bearbeitet vor 7 Stunden von pramm1ff 3 Zitieren Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
zico74 ASB-Halbgott Geschrieben vor 5 Stunden pramm1ff schrieb vor 2 Stunden: …also was haben wir anzubieten, was macht uns besser als die Konkurrenz und warum ist Fußball etwas, das die Leute anzieht. Das ist mMn auch ein zentraler Punkt, der uns noch in seiner Klarheit fehlt. Wir müssen einen Wert an den Sponsor verkaufen und nicht um Almosen betteln. Für welchen Wert stehen wir wer sind wir, und was sind unsere Zukunftsvisionen? 0 Zitieren Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
TorpedoPeda Postinho Geschrieben vor 5 Stunden Der Spielmacher schrieb vor 7 Stunden: Ich kann mich noch gut an Raimund Harreithers Aussage erinnern, als er die Vorgänge bei uns kennenlernte: “Bei uns herrscht das Motto, wer sich zuerst bewegt, hat verloren…“ Es dürfte sich nichts geändert haben. warum auch? 0 Zitieren Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
hope and glory V.I.P. Geschrieben vor 2 Stunden TorpedoPeda schrieb vor 2 Stunden: warum auch? Weil es ihr Job ist vielleicht? 2 Zitieren Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
KindausFavoriten Im ASB-Olymp Geschrieben vor 2 Stunden pramm1ff schrieb vor 5 Stunden: Im Übrigen stelle ich es mir schon als gewissen Interessenskonflikt vor, dass wir dermaßen viele Sponsoren in Entscheidungsgremien haben. Weil idealerweise führt eine moderne Sales-Strategie zu höheren Sponsoreneinnahmen (bzw. -Preisen) und Verknappung, was wiederum ganz und gar nicht im Interesse der Bestandssponsoren liegt. Hier kann durchaus ein Interessenskonflikt bestehen, weil man sonst ggf. in einigen Jahren das Doppelte hinlegen müsste, um seine Loge oder seine Platzierung am Trikot zu behalten. Ich hoffe sehr, dass uns solche Dinge nicht hemmen. Bingo! 1 Zitieren Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
violaNG ASB-Messias Geschrieben vor 2 Stunden Ich habe jetzt keine Ahnung von den Internas bei der Austria, bin aber auch schon lange im Vertrieb tätig und habe verschiedene Unternehmen von innen gesehen. Eine der größten Herausforderungen war für mich immer die Freiheit, entsprechende Deals abzuschließen (ist ja meist ein Geben und Nehmen, wobei natürlich mehr Nehmen als Geben sein soll) und auch die Bereitschaft des Top Managements, im richtigen Moment unterstützend einzugreifen (irgendwann hast du halt oft den Moment, wo der Chef gern mit dem Chef sprechen will). Ohne die Vertriebler in Schutz nehmen zu wollen (nochmals, ich hab null Insight hier), aber wenn dir beispielsweise die Freiheit fehlt, kreative Lösungen abzuschließen, oder wenn es dann drauf ankommt die höchste Ebene nicht 100 Prozent unterstützt, hast du es es auch nicht leicht. Oftmals geht es eben darum, auch entsprechend kreative Anreize für ein Sponsoring zu bieten, das vielleicht über "Werbebande" hinausgeht. Oder nach der 5. Fahrt nach Neusiedl sollte halt auch mal der Chef mit nach Neusiedl kommen, um den Lokalkaiser zu beeindrucken. Ja, Motivation (inklusive Provision) hilft, aber ganz so einfach ist es auch nicht für den einzelnen. Da muss schon mehr passen. 0 Zitieren Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
KindausFavoriten Im ASB-Olymp Geschrieben vor 1 Stunde pramm1ff schrieb vor 6 Stunden: Ich hoffe sehr, dass uns solche Dinge nicht hemmen. Ich glaube, dass uns generell hemmt, dass wir noch das Honratioren-Sponsoring haben. Ich glaube kaum, dass Carlsberg oder Candy bei Liverpool bei sportlichen Personalentscheidungen etwas mitzureden hatten oder auch nur etwas mitreden wollten, detto Sharp by Manchester United. Man muss Harreither und Javor dankbar dafür sein, dass sie uns vor dem Konkurs gerettet haben, aber wenn wir in Zukunft finanziell auf festem Boden stehen wollen und eine sportliche Linie durchziehen wollen, dann brauchen wir einen Haupt- (Dressen) Sponsor, der die Vorderseite unserer Trikots rein als Werbefläche sieht und nicht als Eintrittskarte in Entscheidungsgremien. 2 Zitieren Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
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