Die Austria und das liebe Geld


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systemoverload schrieb vor 42 Minuten:

Mieft nach typisch eingesessenen Strukturen, wie du sie leider in vielen Firmen in Österreich vorfindest. Privatwirtschaft gibts bei uns eh kaum, die meisten Firmen sind auch intern wie Ämter eigentlich, wo überall niemand zuständig ist und man das minimum macht.

 

Genau so

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Postaholic

Wahnsinn, was hier für Glauben über die Vertriebs-Tätigkeit herrscht. Teilweise wird sogar eine Provision in Abrede gestellt, weil eh das Grundgehalt passt.

Leute, bei einem Vertriebler muss es rascheln, dass es nur so staubt. Der muss (abseits des sportlichen Personals) zu einem der Bestverdiener im Verein gehören. Mit z.B. 15% Provision ist bei einem Verein in unserer Größe und mit dem Namen und der Strahlkraft locker eine gute fünfstellige Summe drin. Und nach oben hin darf kein Limit sein.

Bsp: Wenn mir ein Top-Vertriebler im Jahresschnitt jeden Monat 100k bringt, dann zahle ich ihm sehr gerne seine 15% On Top zu seinen € 5.000 Standard-Brutto. Rechnung:

14x Bruttogehalt à € 5.000,- = € 70.000
12x Provision à € 15.000,- = € 180.000,-

Gesamtbrutto: € 250.000,-
Lohnnebenkosten: ca. € 42.000,-

Gesamtkosten für Verein aufgerundet: ca. € 300.000,- / Jahr
Erlöse durch Vertrieb: € 1.200.000,- / Jahr

Gewinn für Verein: € 900.000,-

Bei 20% Provision bleiben dem Verein noch ca. € 800.000,- über.

Also, je mehr der Vertriebler verdient (und der Anreiz mit einer guten Provision ist nunmal höher), desto besser ist es für den Verein. Und ob er die 100k / Monat mit einem Deal schafft (z.B. Hauptsponsoring) oder mit z.B. 4 kleinen Deals à € 20.000,- ist hier komplett egal.

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Postinho
Lokus2 schrieb vor 6 Minuten:

Wahnsinn, was hier für Glauben über die Vertriebs-Tätigkeit herrscht. Teilweise wird sogar eine Provision in Abrede gestellt, weil eh das Grundgehalt passt.

Leute, bei einem Vertriebler muss es rascheln, dass es nur so staubt. Der muss (abseits des sportlichen Personals) zu einem der Bestverdiener im Verein gehören. Mit z.B. 15% Provision ist bei einem Verein in unserer Größe und mit dem Namen und der Strahlkraft locker eine gute fünfstellige Summe drin. Und nach oben hin darf kein Limit sein.

Bsp: Wenn mir ein Top-Vertriebler im Jahresschnitt jeden Monat 100k bringt, dann zahle ich ihm sehr gerne seine 15% On Top zu seinen € 5.000 Standard-Brutto. Rechnung:

14x Bruttogehalt à € 5.000,- = € 70.000
12x Provision à € 15.000,- = € 180.000,-

Gesamtbrutto: € 250.000,-
Lohnnebenkosten: ca. € 42.000,-

Gesamtkosten für Verein aufgerundet: ca. € 300.000,- / Jahr
Erlöse durch Vertrieb: € 1.200.000,- / Jahr

Gewinn für Verein: € 900.000,-

Bei 20% Provision bleiben dem Verein noch ca. € 800.000,- über.

Also, je mehr der Vertriebler verdient (und der Anreiz mit einer guten Provision ist nunmal höher), desto besser ist es für den Verein. Und ob er die 100k / Monat mit einem Deal schafft (z.B. Hauptsponsoring) oder mit z.B. 4 kleinen Deals à € 20.000,- ist hier komplett egal.

Ich denke, solche Vergleiche sind schwer anzustellen, die Produkte eines Fußballvereins sind nicht mit einem Handelsbetrieb zu vergleichen, genauso wie die Motivation von Mitarbeitern und Kunden oder die Absatzdynamik. Man hat ja vor ein paar Jahren mit Dobretsberger einen Profi aus der Wirtschaft geholt und wohl genau das einsehen müssen, nachdem sich wenig bewegt hat. Ich glaube nicht, dass die größten Probleme beim Vergütungsmodell der Vertriebsmitarbeiter liegen (M. Stark wird wohl auch nicht nur wegen des Geldes nach München gegangen sein), sondern in den Ebenen darüber, wo die relevanten Geschäfte über Netzwerke aufgestellt bzw. Strukturen geschaffen und die richtigen Mitarbeiter eingesetzt werden müssten. 

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Postaholic
Viereee schrieb vor 31 Minuten:

Ich denke, solche Vergleiche sind schwer anzustellen, die Produkte eines Fußballvereins sind nicht mit einem Handelsbetrieb zu vergleichen, genauso wie die Motivation von Mitarbeitern und Kunden oder die Absatzdynamik. Man hat ja vor ein paar Jahren mit Dobretsberger einen Profi aus der Wirtschaft geholt und wohl genau das einsehen müssen, nachdem sich wenig bewegt hat. Ich glaube nicht, dass die größten Probleme beim Vergütungsmodell der Vertriebsmitarbeiter liegen (M. Stark wird wohl auch nicht nur wegen des Geldes nach München gegangen sein), sondern in den Ebenen darüber, wo die relevanten Geschäfte über Netzwerke aufgestellt bzw. Strukturen geschaffen und die richtigen Mitarbeiter eingesetzt werden müssten. 

Bin da grundsätzlich bei dir. Ich sehe es aber als entscheidenden Punkt, dass man Vertriebler eben zu 100% für den Vertrieb einsetzen sollt und Ihnen da einfach auf dem Weg mitgebt: Raus mit dir, laufen und verkaufen. Punkt.

Für den laufenden Support gibt es dann eh Back-Office-Mitarbeiter, mit einem "normalen" Angestellten-Gehalt, welches auch aus dem Erlös des Verkaufes locker zu finanzieren ist.

Und ich hab selbst erlebt, dass einem Vorgesetzte die Provision "neidig" sind, weil es zu einem deutlich höherem Einkommen des "Unterstellten" kommt. Und das ist ein NO-GO. Ich als Arbeitgeber freue mich, je größer die Provision des Mitarbeiters in absoluten Zahlen wird. Nach oben keine Grenze. Und wenn er eine Million casht soll mir das nur recht sein. :-) Und da muss ich eben die Strukturen und das Mindest dafür schaffen.

bearbeitet von Lokus2

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Postinho
Lokus2 schrieb vor 1 Minute:

Bin da grundsätzlich bei dir. Ich sehe es aber als entscheidenden Punkt, dass man Vertriebler eben zu 100% für den Vertrieb einsetzen sollt und Ihnen da einfach auf dem Weg mitgebt: Raus mit dir, laufen und verkaufen. Punkt.

Für den laufenden Support gibt es dann eh Back-Office-Mitarbeiter, mit einem "normalen" Angestellten-Gehalt, welches auch aus dem Erlös des Verkaufes locker zu finanzieren ist.

Das hängt aber schon vom Markt ab, unserer ist extrem klein und äußerst speziell - also eben nicht mit dem Vertrieb eines Handelsunternehmens zu vergleichen.

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Viereee schrieb vor 16 Minuten:

Ich denke, solche Vergleiche sind schwer anzustellen, die Produkte eines Fußballvereins sind nicht mit einem Handelsbetrieb zu vergleichen, genauso wie die Motivation von Mitarbeitern und Kunden oder die Absatzdynamik. Man hat ja vor ein paar Jahren mit Dobretsberger einen Profi aus der Wirtschaft geholt und wohl genau das einsehen müssen, nachdem sich wenig bewegt hat. Ich glaube nicht, dass die größten Probleme beim Vergütungsmodell der Vertriebsmitarbeiter liegen (M. Stark wird wohl auch nicht nur wegen des Geldes nach München gegangen sein), sondern in den Ebenen darüber, wo die relevanten Geschäfte über Netzwerke aufgestellt bzw. Strukturen geschaffen und die richtigen Mitarbeiter eingesetzt werden müssten. 

schwer zu sagen im Fußball. Weil wenn der Vertriebler eh wenig bringt und mehr Connections zählen dann zahlst die eh umsonst. 
Ich hab mir mal Dobretsbeger angesehen auf linkedin und war halt im Marketing bei Oracle, Sun Microsystems und SAS, also kein klassischer Vertriebler. Ich sags mal ganz ehrlich im Tech und Software Bereich sind Vertriebler oft ein Wegelagerer. Was die Produkte können ist relativ transparent und verkaufen sich eh oft und gut von alleine wenn man market fit (start up sprech) hat. Auch machen dort im Verkaufsabschluss eh das meiste die Sales und PreSales Engineers. 

Kann gut sein, dass wir da keinen guten Griff gemacht haben mit dem, nicht weil schlecht sein muss, sondern einfach nicht das richtige Profil für die Stelle

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Postaholic
Viereee schrieb vor 12 Minuten:

Das hängt aber schon vom Markt ab, unserer ist extrem klein und äußerst speziell - also eben nicht mit dem Vertrieb eines Handelsunternehmens zu vergleichen.

Bitte ned persönlich nehmen, aber das ist bloß eine Ausrede, warum es nicht funktioniert. Genau das brauchen wir nicht.

Ich glaube, allein lokal und regional ist der Markt groß genug, um ihn zeitfüllend zu beackern. Da rede ich noch gar nicht von national, geschweige denn DACH-Raum oder gar international.

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Postinho
Lokus2 schrieb vor 8 Minuten:

Bitte ned persönlich nehmen, aber das ist bloß eine Ausrede, warum es nicht funktioniert. Genau das brauchen wir nicht.

Ich glaube, allein lokal und regional ist der Markt groß genug, um ihn zeitfüllend zu beackern. Da rede ich noch gar nicht von national, geschweige denn DACH-Raum oder gar international.

Also ich brauche keine Ausrede, ich bin ja nicht verantwortlich - du scheinst dich da etwas zu verlaufen :)

ich hätte überhaupt nichts dagegen, wenn 20 Vertriebsmitarbeiter den ganzen Tag in ganz Europa herumfahren, aber was würden die verkaufen? Ein Brustsponsoring, den Stadionnamen, eine Loge, die es nicht mehr gibt? Ein paar Werbeeinschaltungen im Stadion, ein paar Partnerschaften über Aussendungen und die Website? 

Wir verkaufen halt keine Getränkedosen, was wir neben dem gut ausgelasteten VIP Konzept vor allem brauchen sind 4-5 starke Partner, die ordentlich Kohle bringen...

Natürlich hast du auch recht und man kann einiges verbessern, ein paar mehr Businesspartner bringen, das Shopkonzept optimieren etc, aber würde nicht so viel bringen, um großartige Veränderungen einzuläuten...

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L3g0l4s schrieb vor 4 Minuten:

Ich würde mir mal von Journalisten diese Fragen wünschen. Nicht vom vereinseigenen Portal. 

Was soll das ändern? Von den Verantwortlichen kommt dasselbe Wischiwaschi 

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Stammspieler

Servus.

 

da ich keinen anderen Thread finde frage ich mal hier… wie wird man ordentliches Mitglied bei uns? Es gibt ja einige viele, aber anmelden kann man sich dafür ja nicht, oder?

 

Einfach reines Interesse von mir.

 

LG

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V.I.P.
ViolettesBlut1911 schrieb vor 10 Minuten:

Servus.

 

da ich keinen anderen Thread finde frage ich mal hier… wie wird man ordentliches Mitglied bei uns? Es gibt ja einige viele, aber anmelden kann man sich dafür ja nicht, oder?

 

Einfach reines Interesse von mir.

 

LG

Ordentliche Mitglieder des Vereins können physische Personen werden, die das 19. Lebensjahr
überschritten haben. Die Aufnahme ordentlicher Mitglieder in den Verein erfolgt ausschließlich
nach schriftlichem Ansuchen an das Vereinssekretariat, das eine Anerkennung der Satzungen
des Vereins zu enthalten hat.
2. Das Ansuchen ist dem Verwaltungsrat zur Stellungnahme vorzulegen. Erfolgt eine positive
Stellungnahme des Verwaltungsrates so ist das Ansuchen dem Präsidenten vorzulegen, der
über die Aufnahme endgültig entscheidet.
 

 

Ich hoffe, dass das noch aktuell ist.

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V.I.P.
Viereee schrieb vor 1 Stunde:

Das hängt aber schon vom Markt ab, unserer ist extrem klein und äußerst speziell - also eben nicht mit dem Vertrieb eines Handelsunternehmens zu vergleichen.

Kleiner Markt? Schau dir mal das Trikot und das Stadion von Hartberg an und dann skaliere das mit x10 was an potentiellen Sponsoren im Großraum Wien vorhanden wäre - bereits abzüglich aller die bei Rapid sind. 

 

Viereee schrieb vor 2 Stunden:

Ich glaube nicht, dass die größten Probleme beim Vergütungsmodell der Vertriebsmitarbeiter liegen (M. Stark wird wohl auch nicht nur wegen des Geldes nach München gegangen sein), sondern in den Ebenen darüber, wo die relevanten Geschäfte über Netzwerke aufgestellt bzw. Strukturen geschaffen und die richtigen Mitarbeiter eingesetzt werden müssten. 

Wir brauchen Leute die mit Herz und Einsatz jeden einzelnen Lead verfolgen und möglichst viele Abschlüsse daraus entwickeln. Bei uns hört man aber laufend von Kontakten die sogar selbst ihr Interesse bekunden und dann nicht einmal zurück(!)gerufen werden. Da stimmt grob was nicht und das kann sehr wohl daran liegen, dass man Vertriebler mit einem Fixum in die Bestandskundenbetreuung setzt anstatt sie auf Provision zum Klinkenputzen einzusetzen. 

Das muss sich echt lohnen, die extra-Meter zu machen. Für die fünfte Präsentation von Platzierungsmöglichkeiten nach Tulln zu fahren, sich beim SV Neusiedl auf ein Match zu treffen um ein Sponsoring zu besprechen oder mal 50 Telefonate für die Kaltakquise zu führen. 

Dazu müssen die Leute 1) möglichst frei von anderen Tätigkeiten sein und 2) möglichst viel von jedem Meter Extraarbeit haben - sonst passiert es nicht. 

Von local Players wie Möbel Ludwig, Toyota Kandl und Ferhat Döner über die Großbetriebe im Nahebereich mit Wienerberger, Inzersdorfer, Boehringer Ingelheim und Rheinmetall, bis hin zu den großen österreichischen Marken wie Uniqua, Kapsch, Lenzing, Porr und so weiter. Da sind unfassbar viele Top-Unternehmen im 10min-Autoradius und irgendwas hält sie davon ab, selbst im sechsstelligen Bereich bei uns etwas zu machen. 

 

Wir sind ein Bundesliga-Topverein, mit einer modernen Fanbasis, stetig wachsenden Zuschauer- und Mitgliederzahlen, haben Frauen- und Behindertensport nicht nur an Bord sondern als echte Plattformen, können unzählige Prominente als Fans benennen, haben einen tollen Legendenklub und unzählige bespielbare Werbeschienen. 

 

Ich halte es wie @Lokus2 - schickt Leute auf eigene Kasse los. Irgendwer muss ja das Geld von der Straße schaufeln! 

bearbeitet von pramm1ff

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