Bernd Hartweger

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  1. Vielen Dank für Eure Unterstützung und euer Vertrauen, hier und gestern vor Ort. Ich freue mich, euch weiterhin als Beirat vertreten zu können. Der Wahlausgang war knapp, jeder von uns vier Kandidaten konnte mehr als 20% der Wahlberechtigten für sich gewinnen. Mit Robin Damberger (ich freue mich sehr, dass ein junges, engagiertes Mitglied erstmals in den Beirat gewählt wurde) und Jürgen Hampel habe ich bereits ein erstes gemeinsames Treffen/Kennenlernen in 2 Wochen vereinbart. Ich bin überzeugt, gemeinsam können wir euch noch besser vertreten. Auch mit Jochen Lehner habe ich ein gutes Gespräch geführt und vereinbart, weiterhin in Kontakt und im Austausch zu bleiben. Er ist ein Grün-Weißer von Kopf bis Fuß, hat ähnlich viele Stimmen wie wir anderen bekommen, und auch wenn er und ich vielleicht bei manchen Themen unterschiedlicher Meinung sind und verschiedene Zugänge haben, zeigt das genau die Vielfalt unter uns Fans und Mitgliedern, für die Rapid auch steht. In diesem Sinne: ihr werdet bald wieder von uns hören, und die bekannten Kommunikationskanäle bleiben natürlich weiterhin offen. P.S.: Gratulation auch an dieser Stelle an den wiedergewählten Ethikrat. Ich habe alle 5 Mitglieder im "Prozess" rund um die Transparenz des Geschäftsberichts als sehr kompetent und konstruktiv erlebt und bin froh, dass sie diese Aufgabe weiterhin wahrnehmen.
  2. Vorab: vielen Dank für die unterstützenden Worte und Beiträge! Ich stimme auch zu, dass es erfreulich gewesen wäre, wenn mehr Mitglieder für die Rolle als Mitgliedervertreter im Beirat kandidiert hätten. Andererseits bin ich froh, dass wir zumindest zu viert sind, und es daher eine echte (Aus-) Wahl gibt. Ich selbst bin definitiv lieber jener Kandidat, der nicht gewählt wird, weil unsere Mitglieder drei andere für besser geeignet halten als einer, der gewählt wird, weil es keine Alternativen gab. Am Montag habe ich wie die anderen drei Kandidaten 90 Sekunden Zeit, mich vorzustellen und für meine Wahl zu werben. Diese Zeit werde ich nutzen, möchte euch aber hier gerne auch ein paar Informationen mehr über mich, meine Arbeit und meine Beweggründe geben. Ich wurde 2022 auf der Hauptversammlung von den Vereinsmitgliedern als einer von drei direkt gewählten Vertretern in den damaligen Beirat der SK Rapid GmbH gewählt, wofür ich sehr dankbar bin. Schon damals war es mir ein Anliegen, dass die Mitgliedervertretung im Beirat sowie der Beirat selbst in der Satzung unseres Vereins fest verankert wird. Dies ist im Zuge der Erarbeitung der neuen Satzung auch tatsächlich gelungen. Nachdem anfänglich eine Teilnahme der Mitgliedervertreter in der Sektion „Orga“ vorgesehen war, habe ich erfolgreich dafür gekämpft, dass wir in der Sektion „Wirtschaft“ vertreten sind. Seit der Statutenänderung vertrete ich also die Mitgliederinteressen in der Sektion Wirtschaft im Beirat des SK Rapid. In meiner damaligen Bewerbung habe ich ausgeführt, dass ich mich als von den Mitgliedern gewählter Beirat verpflichtet sehen würde, „einerseits die notwendigen Kontroll- und Beratungsrechte - stellvertretend für die Mitglieder unseres Vereins - auszuüben, andererseits für multilaterale Kommunikation und größtmögliche Transparenz im Interesse eines gemeinsamen Weges zu sportlichem und wirtschaftlichem Erfolg zu sorgen.“ Daran hat sich bis heute nichts geändert, außer dass ihr dieses Versprechen an meinen Taten messen könnt. In den gut 3,5 Jahren seit meiner Wahl habe ich mich bemüht, den persönlichen Kontakt mit vielen Mitgliedern und Fans zu suchen, aber auch Plattformen wie eben hier das „Austrian Soccer Board“ oder Redebeiträge auf den Mitgliederversammlungen zu nutzen, um für einen transparenten Informationsaustausch über wirtschaftliche Belange oder auch überraschende Personalentscheidungen im Wirtschaftsbereich, wie die Trennung von Marcus Knipping, zu sorgen. Ich sehe mich diesbezüglich auch als Drehscheibe und Bindeglied zwischen den Mitgliedern und der Vereinsführung. Selbstverständlich habe ich an allen Beiratssitzungen teilgenommen, und darüber auch im ASB berichtet. Dazwischen habe ich bilateral Gespräche mit der Geschäftsführung (vorrangig Marcus Knipping und Daniela Bauer) und dem Präsidium (vorrangig Christian Podoschek) geführt. Es ist mir dabei wichtig, mich konstruktiv einzubringen, ein gutes, offenes und vertrauensvolles Gesprächsklima aufzubauen und ich hoffe, dass mir die Balance zwischen dem Anspruch auf Transparenz und der gebotenen Vertraulichkeit bisher ganz gut gelungen ist. In den letzten Jahren habe ich viel über unseren SK Rapid dazu gelernt, konnte tiefer in die wirtschaftlichen Details und Zusammenhänge eintauchen und habe viele tragfähige Beziehungen zu Fans und Mitgliedern, aber auch zu Funktionären und anderen Stakeholdern aufgebaut. Darauf aufbauend biete ich an, mich weitere 4 Jahre im Beirat einzubringen und somit ein kleines Stück beitragen zu können, gemeinsam (!) für den sportlichen und wirtschaftlichen Erfolg zu kämpfen und zu siegen. Ich freue mich über eure Unterstützung! P.S.: falls jemand noch ein paar Details zu meiner Person interessieren und zu faul zum googeln ist: Ich wurde 1971 in Wien geboren, bin seit spätestens 24.März 1979 Rapid-Fan, Mitglied seit 2001 und als Gesellschafter eines kleinen Unternehmens Business Club Kunde seit 2016. Ich habe Betriebswirtschaft an der WU Wien und in den USA studiert, und einen postgradualen Master of Legal Studies am Juridicum in Wien erworben. Beruflich leite ich aktuell als Co-CEO das Sozialunternehmen Sindbad Social Business. Mit etwas mehr als 40 Mitarbeitenden und 700 freiwilligen Mentor:innen an 8 Standorten in Österreich und Deutschland unterstützen wir jedes Schuljahr rund 700 Jugendliche aus schwierigen sozioökonomischen Verhältnissen durch ein 1:1 Mentoringprogramm beim Bildungsübergang am Ende der Pflichtschulzeit. Daneben bin ich als geschäftsführender Gesellschafter eines kleinen Familienunternehmens tätig und verfüge über mehr als 25 Jahre Managementerfahrung, davon 20 Jahre auf Geschäftsleitungsebene (CEO, Vorstand, GF), vorwiegend bei nationalen und internationalen Konzernen. Ich bin verheiratet, Vater zweier Töchter und lebe in Klosterneuburg.
  3. Bernd Hartweger

    Ticket Thread

    Also wenn ich es richtig verstehe, sind IM ausgewiesenen Preis für das Abo oben beispielsweise Kat. C, Mitgliederpreis = 275,-) die Gebühren für Eventim von 5,- extra ausgewiesen. Ähnlich, wie Tankstellen seit einiger Zeit den Preis aufschlüsseln nach Nettopreis, Mineralölsteuer, USt etc.. Das ist ja grundsätzlich gut und transparent. Für uns als Konsumenten macht es eigentlich keinen Unterschied, ob von den 275,- ein Betrag von 3,-, 5,- oder 10,- hier mit dem Lieferanten vereinbart ist. Für uns als Mitglieder ist hingegen relevant, ob gut gewirtschaftet wird, die "make or buy" - Entscheidung nachvollziehbar getroffen wurde, die Vergabe nach der Ausschreibung im Interesse der GmbH und damit des Vereins erfolgt ist. Da ich mich beruflich mit Zahlungssystemen, Ticketingsystemen, etc. eine Zeit lang beschäftigen durfte, kann ich aus meiner Erfahrung nur sagen, dass proprietäre (d.h. eigene, selbstentwickelte, selbstgewartete) Systeme für Geschäftsvorgänge, die nicht super spezifisch und individuell sind, selten die bessere Lösung sind, wenn man die Kosten ehrlich betrachtet und zB auch bedenkt, mit welcher Geschwindigkeit mittlerweile Anpassungen aus Sicherheitsgründen, Änderungen bei Betriebssystemen und Benutzeroberflächen von Endgeräten, Zahlungsmittelintegration etc. erfolgen müssen. Ob Eventim die beste Option in Summe aller Faktoren war kann ich nicht beurteilen weil ich im Beschaffungsprozess nicht involviert war, ich habe aber aktuell überhaupt keinen Grund anzunehmen, dass sich unsere GF wissentlich nicht für das beste Angebot (das muss nicht zwingend das billigste sein) entschieden hat. Wenn das plausibel in Frage gestellt wird, werde ich mich aber natürlich noch näher schlau machen.
  4. Bei uns wurde die SCR-Logik aus freien Stücken beschlossen, aktuell gibt es keinerlei Verpflichtung dazu.
  5. Gestern fand also die Sitzung des Beirats, Ausschuss Wirtschaft, statt, im Vorfeld hatte mich Daniela Bauer auch zu einem Austausch 1:1 eingeladen. Untenstehend findet ihr - im Rahmen der gebotenen Vertraulichkeit - Infos und Antworten auf die von mir mit eurer Hilfe gestellten Fragen. Themenblock „Derbyvorfälle“/Strafen/Sektorsperren Wie hoch waren die Strafen der Bundesliga in dieser Saison? ca. € 270t Wie hoch waren die finanziellen Auswirkungen der „Derbyvorfälle“ inkl. Strafen, Sektorsperren (und damit verbundenen Abo-Rückforderungen, Gastro/Merch-Ausfälle) etc. im GJ 2025/26? ca. € 1 Mio. Welche Konsequenzen wurden gezogen? Konnten Personen identifiziert werden? Gab es Stadionverbote, Rückforderungen, etc.? Infos dazu gibt es beim Mitgledertreffen am 8.6. Themenblock Budget Sport / Kaderkosten Wie hoch war die prozentuelle Steigerung im Budget für den Profibereich („Sportbudget“) im Jahr 2025/26 im Vergleich zum Jahr 2021/22 (letztes GJ in der Planung des Präsidiums Bruckner)? Steigerung prozentuell im guten mittleren zweistelligen Bereich Ist der aktuelle Spielerkader langfristig finanzierbar, bzw. gibt es für 2026/27 konkrete Szenarioplanungen für das Verpassen der Gruppenphase eines europäischen Bewerbs oder das Ausbleiben von signifikanten Transfererlösen? Wohl auch als Reaktion auf diese Saison wurden Planung/Budgetierung neu aufgestellt, u.a. wird zukünftig die Planung anhand der Squad Cost Ratio (SCR - netter Abkürzung ;-)), über 3-Jahre geglättete Erträge, und viele andere Planungsparameter nachhaltiger und konsistenter sichergestellt. Das ist mE state-of-the-art, in der Premier League wird zB die Squad Cost Rule bereits im Rahmen der Lizenzierung eingesetzt, in er DFL soll es demnächst kommen. Wie wird der aggregierte Marktwert der im Sommer 2025 gegen Ablöse verpflichteten Spieler (Gulliksen, Ndzie, Tilio, Dahl, Radulovic, Mbuyi, Kara, Marcelin) zum aktuellen Stand eingeschätzt? Nachvollziehbarer und erwartbarer Weise habe ich dazu natürlich keine konkrete Summe genannt bekommen, unser Kader und allfällige Abgänge werden allerdings proaktiv gemanagt, wobei sich in einzelnen Fällen diesbezüglich durchaus positive Aussichten abzeichnen. Themenblock Budget allgemein Wie hoch ist der aushaftende Betrag aus dem Stadionkredit? Ist die geplante Umschuldung gelungen? € 17,2m; ja, inkl. signifikanter Zinsreduktion. Anmerkung meinerseits: die sehr erfreuliche Zinsreduktion ist ein Vertrauensbeweis, der zweifelsohne dem seriösen wirtschaftlichen Agieren und der pro-aktiven und transparenten Kommunikation gegenüber den Banken geschuldet. Wie hoch wird das Budget für die SK Rapid Frauen 2026/27 sein? Wo liegt dieses Budget auf Basis einer seriösen Abschätzung im Vergleich zu den Teams der aktuellen Meistergruppe (Austria, Sturm, RB, St. Pölten)? im mittleren bis oberen sechsstelligen Bereich, nach interner Einschätzung damit budgetär innerhalb der Range der heurigen Top-4. Wie hoch waren die Kosten für die Freifahrt in Wien, die nun eingespart wurden. War es anhand der zitierten Umfrage nicht möglich, eine entsprechende Ermäßigung bei den Wiener Linien zu erhalten? Die Kosten lagen bei ca. € 100t p.a., Verhandlungen um Reduktion nicht erfolgreich. Laut Umfrage haben 70% jener, die öffentlich anreisen, eine Jahreskarte. Bei einer Umfrage unter "allen" Stadionbesuchern meldeten sich in Summe 213 Personen, die die Freifahrt nutzen. Es besteht grundsätzlich Offenheit eine bessere Lösung als die ersatzlose Streichung zu finden, eine solche Lösung müsste aber natürlich massiv günstiger als die bisherige sein. Themenblock Sponsoring Gab es im Geschäftsjahr 2025/26 eine Steigerung bei den Sponsoring & Hospitallity-Einnahmen gegenüber dem Vorjahr und wie sieht das Ziel für 2026/27 aus? Es wurden und werden neue Sponsoren gewonnen, wie z.B. Turkish, zukünftig eine eine renommierte Uhrenmarke und weitere (noch vertraulich), andererseits gab es aufgrund der Derbyvorfälle und der sportlichen Leistungen auch Gegenwind bei angebahnten und tlw. Rückforderungen bereits bestehenden Sponsoren, die eine deutliche Steigerung erschwert haben. Wie sieht die aktuelle Situation betreffend des Hauptsponsors Wien Energie aus? Gibt es einen Plan B? Man steht kurz vor der Verlängerung zu unter den Umständen akzeptablen Bedingungen, Die Stadt Wien hat durch den Ankauf des Stadions die Austria massiv unterstützt, LASK und BWL werden u.a. durch die Energie AG OÖ und die Linz AG von der öffentlichen Hand indirekt mit 4,5m bzw. 3m unterstützt. Wie intensiv werden diese Fakten in Verhandlungen auf allen Ebenen eingebracht? Gespräche diesbezüglich auch in Kombination mit dem darüber stehenden Punkt wurden und werden von Präsidium und Geschäftsführung forciert. Ich hoffe, diese Informationen führen zu mehr Transparenz und Klarheit. Ich bin Daniela Bauer und dem Präsidium, hier konkret Christian Podoschek, für die offene und konstruktive Gesprächskultur dankbar. Ich hoffe auf euer Verständnis, dass ich nicht in allen Fällen konkretere Antworten bekommen habe, oder sie bekommen habe und nicht 1:1 weitergeben kann. Ich denke, dafür gibt es plausible Gründe. Das Jahr 2025/26 ist sicherlich auf vielen Ebenen sehr herausfordernd, auch wirtschaftlich. Die Professionalität und das Verantwortungsgefühl der wirtschaftlich Verantwortlichen, zu denen ich unbedingt auch unseren Leiter Finanzen, Hannes Magedler dazuzählen muss, stimmt mich aber positiv, dass wir auch aus dieser Situation gut und gestärkt herauskommen werden, und die richtigen Schlüsse gezogen haben. GWG Bernd
  6. Zur Klarstellung: ich habe die Fragen als Mitglied des Beirats gestellt, als solcher unterliege ich der Vertraulichkeit. Wie in der Vergangenheit ist es möglich, dass ich eben in dieser Rolle Informationen bzw. Details erhalte, die ich nicht 1:1 weitergeben darf. Ich sehe meine Funktion aber darin, innerhalb der gebotenen Vertraulichkeit allgemein Rückmeldungen zu geben, wie ich die wirtschaftliche Situation bzw. einzelne Aspekte einschätze. Das ist natürlich immer eine Gratwanderung, die mir aber - so hoffe ich - bisher ganz gut gelungen ist. Es steht natürlich jedem Mitglied frei, diese oder ähnliche Fragen beim Mitgliedertreffen oder der HV zu stellen. Naturgemäß wird der Verein Informationen zu wirtschaftlichen Details der GmbH in der Öffentlichkeit restriktiver handhaben, als Informationen im Beirat. Wobei die detaillierten Jahresberichte, die jedes Mitglied anfordern kann, schon relativ detaillierte Einblicke geben. Also aus Sicht der Käufers ist eine Mietrendite von 3,5% für ein derartiges Sonderobjekt, das realistisch nur einen möglichen Mieter hat, dessen Bonität überschaubar ist, absolut nicht marltkonform. Diese Rendite wäre im Wohnbereich gut bis sehr gut, ist aber im allgemeinen Büro- und Gewerbebereich weit unterdurchschnittlich, hier wären 7-8% zumindest zu erwarten, aufgrund der Umstände und des Risikos eher mehr. D.h. die Miete müsste am Markt mindestens doppelt so hoch sein.
  7. Vielen Dank für eure Rückmeldungen hier und die vielen PNs. Folgende Fragen habe ich heute per Mail im Vorfeld der Beiratssitzung eingebracht: Themenblock „Derbyvorfälle“/Strafen/Sektorsperren Wie hoch waren die Strafen der Bundesliga in dieser Saison? Wie hoch waren die finanziellen Auswirkungen der „Derbyvorfälle“ inkl. Strafen, Sektorsperren (und damit verbundenen Abo-Rückforderungen, Gastro/Merch-Ausfälle) etc. im GJ 2025/26? Welche Konsequenzen wurden gezogen? Konnten Personen identifiziert werden? Gab es Stadionverbote, Rückforderungen, etc.? Themenblock Budget Sport / Kaderkosten Wie hoch war die prozentuelle Steigerung im Budget für den Profibereich („Sportbudget“) im Jahr 2025/26 im Vergleich zum Jahr 2021/22 (letztes GJ in der Planung des Präsidiums Bruckner)? Ist der aktuelle Spielerkader langfristig finanzierbar, bzw. gibt es für 2026/27 konkrete Szenarioplanungen für das Verpassen der Gruppenphase eines europäischen Bewerbs oder das Ausbleiben von signifikanten Transfererlösen? Wie wird der aggregierte Marktwert der im Sommer 2025 gegen Ablöse verpflichteten Spieler (Gulliksen, Ndzie, Tilio, Dahl, Radulovic, Mbuyi, Kara, Marcelin) zum aktuellen Stand eingeschätzt? Themenblock Budget allgemein Wie hoch ist der aushaftende Betrag aus dem Stadionkredit? Ist die geplante Umschuldung gelungen? Wie hoch wird das Budget für die SK Rapid Frauen 2026/27 sein? Wo liegt dieses Budget auf Basis einer seriösen Abschätzung im Vergleich zu den Teams der aktuellen Meistergruppe (Austria, Sturm, RB, St. Pölten)? Wie hoch waren die Kosten für die Freifahrt in Wien, die nun eingespart wurden. War es anhand der zitierten Umfrage nicht möglich, eine entsprechende Ermäßigung bei den Wiener Linien zu erhalten? Themenblock Sponsoring Gab es im Geschäftsjahr 2025/26 eine Steigerung bei den Sponsoring & Hospitallity-Einnahmen gegenüber dem Vorjahr und wie sieht das Ziel für 2026/27 aus? Wie sieht die aktuelle Situation betreffend des Hauptsponsors Wien Energie aus? Gibt es einen Plan B? Die Stadt Wien hat durch den Ankauf des Stadions die Austria massiv unterstützt, LASK und BWL werden u.a. durch die Energie AG OÖ und die Linz AG von der öffentlichen Hand indirekt mit 4,5m bzw. 3m unterstützt. Wie intensiv werden diese Fakten in Verhandlungen auf allen Ebenen eingebracht?
  8. Kurzes Update: Am 21.5. findet die nächste Sitzung des Wirtschaftsbeirats statt, also heute in 2 Wochen. Ich bin vorsichtig optimistisch, dass wir dann schon fix wissen, dass und wo wir europäische Quali spielen und damit den wichtigsten Parameter für die Planung der kommenden Saison kennen. Gibt es von euch - neben den Klassikern Budgetupdate, Sponsoring/Hospitality Update, Auswirkung Sektorsperre, etc. - wirtschaftliche Fragen, die ich mitnehmen soll?
  9. Betreffend "bilanziellem Aushalten" stimme ich dir absolut zu, Cash-Flow ist natürlich immer ein eigenes Thema, aber auch da haben wir einerseits unseren Spielraum vergrößert und andererseits sehe ich das Thema bei unserer Finanzabteilung unter Hannes Magedler und der aktiven Aufmerksamkeit von Christian Podoschek aktuell nicht bedrohlich.
  10. Man hat meines Wissens weder mit Null Punkten noch mit einem Überstehen der Gruppenphase budgetiert.
  11. Liebe Rapidler:innen, nachdem zumindest kurzfristig die Emotionen und Aufregungen ein wenig abgekühlt sind, wir uns gerade im ungewohnten Neutralzustand zwischen Abstiegsangst und Rathausplatzfeier befinden, möchte ich wie gewohnt meinen Blick auf die wirtschaftliche Seite teilen. Wird leider etwas länger. Ich denke, allen ist klar, dass sich die sportlichen Enttäuschungen und Misserfolge (Cup, Conference League) auch finanziell niederschlagen, ebenso die damit in Zusammenhang stehenden Personalentscheidungen, sowie die Ereignisse beim letzten Derby. Ich kenne die interne Prognoserechnung nicht, aber ich glaube man muss kein großer Prophet sein um zu sagen, dass ein positives oder zumindest ausgeglichenes Budget für 2025/26 nicht leicht zu erreichen sein wird. Ich möchte dies anhand eines Vergleichs zum Vorjahr darstellen. 2024/25 hatten wir einen Umsatz iHv € 61 Mio. und eine schwarze Null (23.000 Gewinn) erzielt. Die Ausgangslage zu Beginn der Saison 2025/26 war aufgrund der Toptransfers von Sangare und Jansson (im Vergleich zu Mayulu, Querfeldt und Sattlberger) trotz der ebenfalls hochpreisigeren Einkäufe von u.a. Gulliksen, Ndzie, Tillio, Dahl (im Vergleich zu u.a. Sangare, Amane und Ahoussou) eigentlich ganz gut, wobei der Kader sicherlich in Summe deutlich teurer geworden ist, so dass der positive Unterschied in der Transferbilanz (mein educated guess: ca. 3 -4 Mio) wohl zu einem guten Teil durch höhere Personalkosten kompensiert wird. Die offensichtlichste Verschlechterung passierte natürlich in der Conference League. 2024/25 erzielten wir 13 Punkte in der Gruppenphase und stiegen ins ¼-Finale auf. Wenn ich nur die Prämien betrachte, komme ich auf eine negative Differenz von ca. 3,5 Mio (12*133k + 0,8 AF + 1,3 VF). Dazu kommen fehlende Matchtagerlöse durch geringere Besucherzahlen und keine KO-Spiele, Poolerträge etc. Gegenrechnen muss man hingegen, dass wir leider bei den Prämienzahlungen an unser Team sparen konnten. Nicht zu vernachlässigen sind auch die Kosten für die Trainerfreistellungen. Der Vertrag mit Robert Klauss wurde zwar im Herbst aufgelöst, in der Regel wird dafür aber eine Abfindung fällig, Peter Stöger und Thomas Sageder sind hingegen noch auf unserer Payroll, und auch hier gilt, dass selbst wenn es gelingt, den Vertrag aufzulösen, das nicht kostenfrei sein wird, da beide einen Vertrag bis Sommer 2027 haben. Last not least werden die Strafe und die Sektor-Sperren nach den Derby-Vorfällen sich massiv negativ auswirken. Zu den fehlenden Ticketerlösen bzw. Rückvergütungen kommen die wegfallenden Erlöse aus Gastro und Merchandising, mein „educated guess“ liegt bei ca. 200.000 – 300.000 pro Spieltag, dazu kommt die Strafe von 100.000. Wir bewegen uns also auch hier mindestens im obersten sechstelligen Bereich. Neben diesen „Einzelposten“ kommt natürlich dazu, dass sich sowohl die sportlichen Leistungen als auch die Derby-Vorfälle im Bereich Sponsoring, Kooperationen etc. negativ auswirken, unmittelbar durch nicht erreichte Prämien/Boni, mittelbar durch erschwerte Verhandlungen mit bestehenden und potentiellen neuen Partnern. Dass auch die potentiellen Transfererlöse massiv vom sportlichen Erfolg abhängen, muss ich sicher nicht erwähnen. Ein Kicker, der Viertelfinalist in der Conference League war wird einen anderen Marktpreis haben, als einer der in Österreich mit seinem Verein 7. geworden ist. Die Qualifikation für die Meistergruppe war deshalb nicht nur sportlich und aus Fansicht unfassbar wichtig, eine Qualifikation für einen europäischen Bewerb ist aus meiner Sicht unbedingt notwendig, um nicht radikale Kader-Maßnahmen treffen zu müssen. Ich weiß, dass in unserem Wirtschaftsbereich sehr intensiv an allen Fronten gearbeitet wird mögliche Zusatzeinnahmen zu erschließen, und viele Ideen nicht nur verfolgt sondern auch umgesetzt werden. Es ist schade, dass wir damit nur teilweise Löcher stopfen können, statt unsere finanzielle Position weiter zu verbessern. Was ist also mein Fazit: ich denke ohne größere Transfererlöse oder ein sportliches Wunder am Ende der Saison wird eine schwarze Null diesmal nicht machbar sein. Das ist keine Katastrophe und wir sind zum Glück aufgrund der soliden und guten Ergebnisse der Vergangenheit deshalb nicht annähernd existenziell bedroht, aber es ist doch ein deutliches Warnsignal und nach vielen positiven Jahren sicherlich ein Rückschlag auf unserem Weg. Noch ist die Saison nicht zu Ende, und es ist zu früh, finale Bilanz zu ziehen. Für 2026/27 wird es aber notwendig sein, die entsprechenden Lehren zu ziehen und Schritte zu setzen, sportlich und wirtschaftlich nachhaltig erfolgreich zu sein. Amen.
  12. Du kannst dir sicher sein, dass wir die Transfersumme für Antiste im Sommer bezahlen könnten, wenn es kaufmännisch und sportlich sinnvoll ist. Das heißt aber nicht, dass irgendwo auf einem Konto 3 Millionen liegen, die dafür reserviert sind. Dass wir nicht nur sportlich sondern auch finanziell (Stichwort Punkteprämien etc.) hinter den Erwartungen liegen, wird jedem klar sein. Wie schon andere Poster weiter oben geschrieben haben, gibt es natürlich eine Spirale nach oben - oder eben nicht. Sportlicher Erfolg erhöht nicht nur unmittelbar die Einnahmen sondern erhöht auch den Marktwert unserer Spieler und damit die zu erwartenden Transfererlöse. Siehe Mamadou und Isak. Unsere Geschäftsführer:innen und unser Präsidium müssen natürlich abwägen, ob man mit einer zusätzlichen Investition, nachdem man im letzten Winter und Sommer bereits ordentlich investiert hat, weiter ins Risiko geht bzw. wie man die Chance mit und ohne substantielle Nachinvestition sieht, sich für einen europäischen Bewerb zu qualifizieren. Klar ist, Garantie hat man in keinem Fall. Ich denke nicht, dass wir in den letzten Jahren übervorsichtig agiert haben, und bin schon froh, wenn wir weiterhin wirtschaftlich solide agieren und nicht aus Panik unser Tafelsilber für einen Wintertransfer verklopfen.
  13. Ich möchte vor Samstag auch noch kurz zu zwei Punkten Stellung nehmen: 1. Konzept: Ich persönlich hätte mir hier auch etwas mehr Details oder "flesh to the bones" (wie es im Rennenglisch heißt), gewünscht. Manche Ziele sind recht vage formuliert, das Bilanzziehen nach 4 Jahren wird dadurch nicht leichter werden. Natürlich ist das auch dem Fakt geschuldet, dass es nur eine Kandidatur gibt und das Konzept daher keinen besonderen Fokus hatte. Menschlich und auf der persönlichen Ebene kann ich das verstehen, zumal ich weiß, dass viele unserer Präsidiumsmitglieder wirklich erstaunlich viel Zeit in ihre ehrenamtliche Tätigkeit investieren. Als Mitglied hätte ich mir trotzdem hier mehr gewünscht. 2. Mitgliederantrag Weihs/Podoschek Ich finde, dieser Antrag (20251021090848793_xa85dp.pdf) hat etwas mehr Aufmerksamkeit verdient. Die beantragte Statutenänderung/-ergänzung bringt Klarheit in eine lange Zeit ungeklärte Situation und ist für mich ein deutlicher Fortschritt im Hinblick auf die so wichtige Transparenz für uns Mitglieder. Interessierte Mitglieder können auf Wunsch deutlich mehr Einblick bekommen, und der Verein ist an einen gewissen Granularitätsgrad bei der Darstellung der wirtschaftlichen Lage gebunden. Ich finde es auch wirklich bemerkenswert, wie hier unter Moderation des Ethikrates ein gemeinsamer Antrag Mitglied/Präsidiumsmitglied zustande gekommen ist - so stelle ich mir "Der Sportklub Rapid ist eine Gemeinschaft" vor. Gratulation vor allem auch an Gerhard Weihs, der in der Sache jahrelang hartnäckig geblieben ist. Zusammenfassend: ich unterstütze diesen Antrag natürlich vollumfänglich und ersuche euch ebenfalls um Annahme des Antrags! Ich hoffe, viele von euch am Samstag zu sehen und ja, wenn es einen Antrag zur Senkung der Bierpreise gibt (siehe oben), ich bin dabei ;-).
  14. In der von dir genannten Position "Sonstige Verbindlichkeiten" steckt z.B. die Verbindlichkeit aus dem Investor, klassische lohnabhängige Verbindlichkeiten (Lohnsteuer, SV) und auch z.B. bereits bezahlte aber nicht eingelöste Gutscheine, Rapid Marie etc. (d.h. sehr vereinfacht, wenn ich heute einen Gutschein um 100,- kaufe, hat Rapid 100,- Verbindlichkeit bis zur Einlösung).
  15. Wie gesagt, ich werde in diesem Rahmen sportlich keine Bewertung abgeben. Ich sage nur, er hat eine klare Meinung, was man verbessern muss, und will es umsetzen. Wir hatten auch Trainer, die als Aktionsplan "die Konsequenz vor dem Tor" in solchen Situationen verbessern wollten, was eine inhaltliche Nullaussage ist. Am Ende wird jeder am sportlichen Erfolg gemessen, das ist eh klar. Kann man so sehen. Ich für meinen Teil denke mir aber auch, wenn ich wieder einmal 30 Minuten in der Warteschlange auf mein Bier warte, das Nostalgie nicht immer ein Asset ist.