Marco Rose (Ex-Trainer) - Borussia Mönchengladbach


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ASB-Süchtige(r)
mrbonheur schrieb Gerade eben:
Druide schrieb vor 15 Minuten:
Interessanter Artikel:

https://www.tacticsboard.org/single-post/MRose

Ich muß gestehen, den link habe ich im grünen Konkurrenzchannel gefunden. Manchmal ist er auch zu gebrauchen und dient nicht nur der Unterhaltung.
 

Wurde hier aber auch gepostet

Oh, habe ich übersehen. Aber beruhigt mich ungemein 

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Postaholic
DerBaustein schrieb am 20.3.2019 um 00:05 :

@Allgemein

Red Bull Salzburg ist für mich zu einer Art "Antithese" in der kommerzialisierten Fußball-Welt geworden, auch wenn die Öffentliche Meinung nicht gegenteiliger sein könnte. Möglicherweise eine paradoxe Betrachtung, aber wenn man sich die Fakten im Detail ansieht, keineswegs absurd. Red Bull ist eine der erfolgreichsten Marken die Österreich jemals hervorgebracht hat und der Gründungsort als auch der Hauptsitz liegen in Salzburg. Während man sich außerhalb der Fußball-Bubble als Österreicher gerne im Ruhm der Marke suhlt, prinzpiell kein Problem, sind die Meinungen zum Salzburger Fußball Verein immer noch konträr, um es höflich zu formulieren. Gibt es etwas naheliegenderes als den Umstand, dass der finanzstärkste Salzburger Konzern den ortsnahen im gleichen Bundesland situierten Fußball-Verein sponsort?

Im Vergleich zur internationalen Konkurrenz, bei der sich Investoren und Großkonzerne aus allen Herren Ländern einkaufen, ist das fast schon beachtlich regional. Zwar hat man dort nicht unbedingt den Fall, dass sich Namen und Klubfarben schlagartig ändern, aber das ist halt auch nur die Oberfläche. Die Hierarchie und Entscheidungsgewalt, ein Mensch bestimmt über alles, erscheint mir aus der Entfernung betrachtet, weitaus dubioser als die Red-Bull-Philosophie.

Es ist dann letztendlich eine Frage des Geschmacks, an welchem Ende der Fahnenstange man Teile der Identität verkaufen muss, wobei mir der aus den 2000er Jahren stammende Red Bull Deal mit dem harten Reset weitaus transparenter vorkam, als was man international in den letzten Jahren erleben durfte. Verglichen mit der internationalen Konkurrenz hat man auch ein viel geringeres Budget zur Verfügung, ein nicht unwesentlicher Faktor.

Auch wenn die Entwicklung in den Anfangsjahren in eine ähnlich ausschweifende Richtung ging, hat man aus den Misserfolgen gelernt und ein praktikables Konzept entwickelt. Vor einigen Jahren – höchstwahrscheinlich mit der Bestellung von Rangnick – hat man die Grundlagen für das gegenwärtige Red-Bull-Salzburg gelegt. Das Konzept mit einem vergleichsweise straffen Budget sieht vor, die Lücke zur internationalen Konkurrenz mit einer prägnanten Spielphilosophie und einer intelligenten gesamtheitlichen Ausrichtung – auch bezogen auf das Scouting und die Transfers - zu überbrücken.

Und der Plan geht sichtlich auf. Der Ort Salzburg und die Österreichische Bundesliga im Ganzen scheinen mir dabei wesentliche Faktoren zu sein. Auch wenn Red Bull finanziell locker die Kapazitäten hat, mehrere Vereine zu unterstützen, scheint der Fokus – speziell bezogen auf die Aufmerksamkeit und die Liebe zur Sache – sehr stark in Salzburg geblieben zu sein. So gut wie hier funktioniert das Konzept weder in Deutschland noch in Amerika. In der Architektur spricht man gerne von einem Genius Loci, der Aura eines Ortes, und die Idee wurde nun mal in Salzburg geboren. Auch Mastermind Rangnick, wenngleich er verständlicherweise nicht der Beliebteste unter der Salzburger Sonne ist, hat ordentliche Probleme, die von ihm selbst geschaffenen Thesen in Leipzig 1:1 umzusetzen. Salzburg und die österreichische Liga scheinen dabei Inseln der Seeligen zu sein, wo alle Mechanismen der Philosophie perfekt ineinandergreifen.

Die Liga ist stark genug, teilweise auch im Aufbruch, um die eigenen Fähigkeiten zu schärfen, aber nicht so stark, um zu viel Druck ausgesetzt zu sein. Zu viel Druck – auch von medialer Seite – können ein Konzept aufweichen und die Spielphilosophie verwässern. Durch den nun hart erarbeiteten Ruf – der den Jungen dem Anschein nach nicht nur eine erfolgreiche Entwicklung im modernen Fußball sondern auch Spaß an der Sache garantiert – hat man am Transfermarkt ungeahnte Möglichkeiten. Dieser Umstand manifestierte sich schon in den letzten zwei Transferperioden.

 

@Rose

In Anbetracht seines jungen Alters, der Mann ist erst 42, könnte ich mir gut vorstellen, dass er für die weitere Entwicklung der passende Deckel zu diesem Topf sein könnte. Ich schätze ihn auf jeden Fall so intelligent ein - ich glaube nicht, dass man es bodenständig nennen sollte - dass er die in Salzburg vorzufindende „Magie“ erkannt hat, und auch selbst sieht, dass er sich hier noch weiterentwickeln kann.

Die oben aufgezählten Vereine wie Schalke oder Wolfsburg können einfach nicht der Maßstab sein. Konstrukte wie aus einer ewiggestrigen Welt, erscheinen sie im Gegensatz zu der in Salzburg gelebten Philosophie. Klar würde man ihn holen, um eben genau diese Strategien zu implementieren, dazu bräuchte es aber einen viel längeren Atem. Da verbrennt er sich die Finger bzw. seinen Ruf eher beim Umbau dieser phlegmatischen Vereine als bei einer „glanzlosen“ Champions League Saison mit Salzburg. Wobei das mit diesem Spielstil eigentlich gar nicht möglich erscheint.

Außerdem ist das Tagesgeschäft nicht das Aufsaugen der Atmosphäre in einem prall gefüllten Stadion – egal ob in der Liga oder im Europacup – sondern das Miteinander und Entwickeln der Spieler, darüber hinaus einer Ausrichtung. Sicherlich ist Gelsenkirchen prickelnder als Mattersburg, aber der Spieltag eben nur die Essenz einer harten Woche. Ist er ein moderner nachhaltiger Mensch, ist ihm das tägliche Geschäft – das in Salzburg mit den jungen Spielern und der perfekten Umgebung sicherlich große Freude bereitet – eventuell wichtiger als die Essenz. Alles Thesen die Marco Rose sicherlich nicht für immer an den Verein binden werden, aber auch Fakten, wieso es gut und gerne noch weitergehen könnte.  Abgesehen davon, auch mit den nun zu erwartenden neuen Reizen in der Champions League, aber auch den gesammelten Erfahrungen, sollte die Gesamtphilosophie sowieso stärker sein, als einzelne Mosaiksteine. Durch diese Erfahrungswerte verändert sich die DNA des Clubs, das sieht man auch bei den ganz großen Mannschaften. Sollte Rose den Verein nun wirklich verlassen, wäre das ein weiterer, wenngleich großer Backtest für das System.

Als leidgeplagter Wiener, und weil es auch gut für die Liga wäre, würde ich mir zumindest Fragmente dieser Philosophie allzu gerne bei den Großklubs wünschen. Leider sieht hier die Zukunft nicht so rosig aus. Da könnte man das Budget von Salzburg zur Verfügung stellen – das wie oben erwähnt im internationalen Vergleich eher gering ist – und es würde zu keiner merkbaren Verbesserung der Lage führen.

Da macht es der LASK, der ja Teile des Konzepts umsetzt, um einiges besser. Wie euch auch sicher auffällt, wird gegenwärtig gerade der Linzer Verein fast schon inflationär in den Wiener Foren rezensiert. Ist zwar nicht das Original, aber für den Anfang durchaus greifbarer/und eben vergleichbarer. Außerdem ist es natürlich nicht so schick, Red Bull zu bewundern. Abgesehen davon, um nochmals auf den LASK zurückzukommen, scheint auch dort mit Glasner, ebenfalls einem Red-Bull-Absolventen, der Umbruch gekommen zu sein. Schon erstaunlich, wie viele Siegertypen dieses System schon generiert hat.

Wollt ich auch gerade schreiben...meine Worte

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Top-Schriftsteller
Dystan schrieb vor 22 Minuten:

Schalke hat sicher seinen Anreiz. Wolfsburg würde ich, außer finanziell, nicht verstehen.

Schalke auch nicht. Ist das deutsche Rapid, von oben bis unten ohne Kompetenz oder Professionalität.

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Postaholic
Alerion schrieb vor 10 Minuten:

Schalke auch nicht. Ist das deutsche Rapid, von oben bis unten ohne Kompetenz oder Professionalität.

Naja schau dir mal die Platzierungen der Schalker der letzten 10 Jahre an. Da haben sie schon einiges erreicht. So daneben sind die also nicht.

In das derzeitige Chaos wieder etwas mehr Konzept und Struktur reinzubringen kann durchaus eine attraktive Herausforderung sein.

Und vor 60.000 statt vor 8.000 zu spielen (außer paar Highlights) hat auch was.

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Schalke hat seit RB in Salzburg eingestiegen ist (also seit 2005) 17(!) Trainer verschlissen. Mehr braucht man zu dem Klub nicht mehr sagen. Und gerade in den zurückliegenden Jahren hat kaum ein Trainer mehr als eine Saison überstanden, das ist kein Zufall mehr. Vor Schalke würde ich Rose also eher abraten, zumal der Kader ja überhaupt nicht so zusammengestellt ist, dass er da auf die Arbeit des Vorgängers aufbauen könnte.

Zudem ist das Umfeld dort sehr unruhig, nicht umsonst hat S04 so viele Trainer geholt und wieder gefeuert. Bei denen stimmt auch etwas mit Anspruch und Wirklichkeit nicht.

bearbeitet von chrischinger86

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Postaholic

Wolfsburg ist für uns gefährlicher als Schalke mMn.

Mit einem Fachmann wie Schmadtke könnte Rose sicherlich top zusammenarbeiten, außerdem wäre er nur 200 km von Leipzig entfernt.

Wolfsburg wäre als Zwischenschritt ideal, wenngleich er diesen sicher nicht benötigt.

Einfach noch ein Jahr bei uns bleiben und dann Bayern- oder Dortmundtrainer werden.

bearbeitet von VALON14

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Postaholic

Schalke hatte 17 Trainer seit 2005?

Ich komme mit Slomka, Büskens, Magath, Rangnick, Stevens, Keller, DiMatteo, Breitenreiter, Weinzierl, Tedesco und wieder Stevens auf 11.
Wen habe ich alles vergessen? Ist natürlich auch noch viel aber da sieht es bei uns nicht viel anders aus.

 

 

 

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Rose ist gerade der 11. Trainer in der RBS-Historie und wir hatten noch keinen doppelt, wie Schalke. Bei Schalke waren es zwar elf unterschiedliche Trainer seit 2005, aber 17 Trainerwechsel (inklusive Interimslösungen), weil sie ein paar eben zweimal hatten.

Mit 102 Pflichtspielen auf der Bank ist Rose mittlerweile auch jener in dieser Kategorie mit den meisten Begegnungen (vor Roger Schmidt mit 99 Pflichtspielen auf der Bank).

bearbeitet von chrischinger86

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Gast
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