Den letzten beiden Absätzen kann ich nur voll zustimmen.
Was aus meiner Sicht noch leiwander wäre, aber wohl praktisch kaum vernünftig umsetzbar bei der ganzen Emotionalität (die Zeit dürfte weniger ein Problem sein, wenn der Ref schon einmal zum Bildschirm geht), wäre die Möglichkeit, dass der Challenger (und auch der Gechallengte) in alle Kürze auf gewisse Punkte hinweisen dürfen. Ich denke hier zB an die beiden Elfer gegen den GAK: In Graz hat der VAR (Rapidhasser Schüttengruber) dem Ref nur den Ausschnitt nach Italianos Stoßer gezeigt – hier hätte man kurz darauf hinweisen können, dass Tilios "Foul" eine Folge von Italianos Stoßer war, und die Betrachtung eines längeren Videoausschnitts verlangen können. Das Gleiche in Wien: Wenn man darauf hinweist, dass der Arm von Cvele vom Ball weggeht und sich nicht in Luft auflösen kann, gibt's vielleicht noch die Chance, dass der Ref sich anders entscheidet.
Ich weiß, Wunschdenken, denn es könnte entweder ausufern oder darauf hinauslaufen, dass die beiden Vertreter der beiden Vereine den Ref am Bildschirm pausenlos reinquatschen. Es müsste hier halt einen strengen Ablauf geben: Kurze Betrachtung der Bilder, mündliches Kurzstatement des Challengers, mündliches Kurzstatement des Gechallengten, Ref schaut sich die Bilder vielleicht kurz noch einmal an und entscheidet. Es wäre aber extrem im Sinne der Fairness, wenn man schon so etwas wie eine Videokontrolle hat.