Dieser Beitrag wurde von rapidwien21 bearbeitet: 06. Februar 2012 - 22:29
Mateschitz startet eigenen Sporttalk
#1308
Geschrieben 06. Februar 2012 - 23:09
herrgesangsverein sagte am 06. Februar 2012 - 22:53:
gludovatz sehr angriffslustig heute. die ganze runde ist so viel interessanter als sport am sonntag.
koller und er werden wohl keine freunde mehr werden.
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Cupsieger 1998, 2011 - Herbstmeister 2010, 2011 - Weltkreispokalsieger 1944/45
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#1309
Geschrieben 06. Februar 2012 - 23:17
raumplaner, on 06. Februar 2012 - 23:09, said:
koller und er werden wohl keine freunde mehr werden.
müssen sie auch nicht. im gegensatz zum kreis rund um prohaska, die prinzipiell jede veränderung ablehnen und neuen methoden mit größter skepsis gegenüberstehen, weiß man von gludovatz, dass er selbst ein modernes konzept verfolgt. da halte ich die kritik, auch wenn sie scheinbar aus einer beleidigten ecke kommen mag, trotzdem für viel konstruktiver.
ich allein bin mein verein
ohne mich kann ich nicht sein
wenn ich aus dem fenster schau
sing ich forza hgv!
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#1311
Geschrieben 07. Februar 2012 - 14:51
Hab es mir gestern nach längerer Zeit wieder einmal angesehen.
Vor dem Talkteil natürlich wieder eine Red Bull-Werbesendung (Formel 1 mit Red Bull, Schifahren mit Lindsey Kildow, irgendein Extremsportler (der an die Grenzen des leistbaren geht und dabei sehr cool ist...),...). Soll so sein. Für mich sieht eine unabhängige Sportsendung dennoch anders aus.
Danach der Talkteil mit interessanten Gästen und deshalb auch feinen Diskussion (wenngleich mMn etwas zu kurz). Meine große Kritik richtet sich hier aber definitiv an Rudolf Brückner, der irgendwas ist. Seine Fragen haben überhaupt keine Struktur. Es kommt mir so vor, als ob er während der Fragestellung überlegt, in welche Richtung er fragen möchte. Wie gesagt: irgendwas. Der würde mich als Gast narrisch machen. Respekt deshalb an die Studiogäste, die sehr souverän und interessant geantwortet haben.
Warum man aber immer irgendeinen Deutschen einlädt, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich mein, mir ist schon klar, dass man auch in Deutschland gesehen werden möchte und da ist ein Gesicht wie jenes vom Dieter H. natürlich dazu da, um möglicherweise nicht sofort weiterzuzappen. Also für die Einschaltziffern passt das schon so. Aber für eine Diskussion über den österreichischen Fußball ist das irgendwas. Immerhin hat er uns gestern gesagt, dass wir uns auf die Spiele gegen Schweden und Irland konzentrieren sollten, da wir gegen Deutschland wohl eh keine Chance haben
(das ist einmal eine Erkenntnis).
Gludo hat Koller mMn zu sehr angefahren. Als ob Koller etwas für die Personalpolitik des ÖFB könnte bzw. für Aussagen von Windtner aus dem vergangenen August. Da fehlt mir der Respekt. Wenn man in der Sache was zu sagen hat, dann ist das ja OK. Aber Gludo ist hier mMn viel zu sehr auf der persönlichen Ebene auf Koller hingefahren. Das sollte der alte Depp nicht mehr nötig haben. Das kann man ganz anders angehen.
Vor dem Talkteil natürlich wieder eine Red Bull-Werbesendung (Formel 1 mit Red Bull, Schifahren mit Lindsey Kildow, irgendein Extremsportler (der an die Grenzen des leistbaren geht und dabei sehr cool ist...),...). Soll so sein. Für mich sieht eine unabhängige Sportsendung dennoch anders aus.
Danach der Talkteil mit interessanten Gästen und deshalb auch feinen Diskussion (wenngleich mMn etwas zu kurz). Meine große Kritik richtet sich hier aber definitiv an Rudolf Brückner, der irgendwas ist. Seine Fragen haben überhaupt keine Struktur. Es kommt mir so vor, als ob er während der Fragestellung überlegt, in welche Richtung er fragen möchte. Wie gesagt: irgendwas. Der würde mich als Gast narrisch machen. Respekt deshalb an die Studiogäste, die sehr souverän und interessant geantwortet haben.
Warum man aber immer irgendeinen Deutschen einlädt, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich mein, mir ist schon klar, dass man auch in Deutschland gesehen werden möchte und da ist ein Gesicht wie jenes vom Dieter H. natürlich dazu da, um möglicherweise nicht sofort weiterzuzappen. Also für die Einschaltziffern passt das schon so. Aber für eine Diskussion über den österreichischen Fußball ist das irgendwas. Immerhin hat er uns gestern gesagt, dass wir uns auf die Spiele gegen Schweden und Irland konzentrieren sollten, da wir gegen Deutschland wohl eh keine Chance haben
Gludo hat Koller mMn zu sehr angefahren. Als ob Koller etwas für die Personalpolitik des ÖFB könnte bzw. für Aussagen von Windtner aus dem vergangenen August. Da fehlt mir der Respekt. Wenn man in der Sache was zu sagen hat, dann ist das ja OK. Aber Gludo ist hier mMn viel zu sehr auf der persönlichen Ebene auf Koller hingefahren. Das sollte der alte Depp nicht mehr nötig haben. Das kann man ganz anders angehen.
#1312
Geschrieben 07. Februar 2012 - 15:18
Zitate Große Talkrunde: Fußball: Schnelllebigkeit, verkraftet der Fußball das?
Mit:
Marcel Koller (ÖFB-Teamchef)
Franco Foda (Trainer Sturm Graz)
Paul Gludovatz (Trainer SV Ried)
Dieter Hoeneß (Ex-Manager VfL Wolfsburg)
Moderator: Rudi Brückner
Franco Foda (Trainer Sturm Graz) über die Geschehnisse in der Vergangenheit und seine Zukunft bei Sturm Graz: „Fakt ist, ich habe einen Vertrag bis zum 31. Mai 2012, habe immer betont, dass ich diesen Vertrag von meiner Seite aus zu 100 % erfüllen möchte und alles Weitere wird man sehen. Ich hatte damals ein Angebot, das ich nicht angenommen habe, habe aber immer betont, dass es nach wie vor möglich ist, auch bei Sturm Graz zu bleiben. (…) Es geht nicht um den neuen Präsident, sondern um grundlegende Dinge und irgendwann werden wir dann ein Gespräch führen und dann wird man sehen was dabei rauskommt.“
Franco Foda über Wintertransfers: „Im Prinzip ist die Lawine durch Austria Wien ins Rollen gebracht worden und der Tatsache, dass z.B. Junuzovićkurzfristig den Verein verlassen haben, da haben sie natürlich bei uns angefragt, obwohl wir im Winter eigentlich keinen Transfer mehr tätigen wollten. Aber aufgrund der Tatsache, dass Kienast dann aber zur Austria Wien gegangen ist mussten wir kurzfristig handeln (…) Aber im Winter ist es natürlich immer schwierig, weil man die Spieler relativ schnell integrieren muss. Wenn man gute Transfers im Winter machen will, dann muss man viel Geld in die Hand nehmen und viel investieren und das ist in Österreich nicht möglich.“
Franco Foda darüber, dass aber auch Wintertransfers erfolgreich sein können: Vor zwei Jahren hab ich denn Robert Kienast in der Wintertransferperiode geholt, weil er auf den Markt war und dann war das für uns ein großer Deal, obwohl wir eigentlich gut besetzt waren, haben wir ihn schon perspektivisch geholt und im Nachhinein hat sich das ausgezahlt. Es kommt also auch immer auf die Situation an, welche Spieler am Markt sind, wenn ein Guter am Markt ist dann musst du natürlich zuschlagen, sonst kommt wer anderes und der ist schneller als du und dann schaust du in die Röhre.“
Dieter Hoeneß (Ex-Manager VfL Wolfsburg) über Wintertransfers: „Auch wenn ich letztes Jahr um diese Zeit meinen Vorsätzen untreu geworden bin, ich halte nicht sehr viel von Wintertransfers, ich habe aber letztes Jahr fünf Spieler geholt um die Jahreszeit. Damals musste wir aber Edin Dscheko ersetzten und die Idee war zwei, drei Spieler zu holen um die Balance in der Mannschaft ein bisschen zu verteilen (…) Normalerweise bekommst du im Winter nur Spieler, die wo anders unzufrieden sind, Krach mit dem Trainer haben oder sich unverstanden fühlen, oder was auch immer, oder du musst sehr viel Geld bezahlen, aber ich halte es für schwierig. (…). Grundsätzlich machen Wintertransfers dann Sinn, wenn du schwere Verletzungen hast, das ist ganz klar, da musst du dann was machen und vielleicht auch ein bisschen tiefer in die Tasche greifen.“
Dieter Hoeneß über den perfekten Zeitpunkt/Alter für Transfers: „Die ganz großen holländischen Spieler haben mit 17 bei Ajax Amsterdam, bei Rotterdam oder bei Eindhoven gespielt, haben dort Spielpraxis sammeln könne, und dadurch, dass das Gefälle in der Liga relativ groß war, waren sie nicht so unter Druck und konnten sich wunderbar entwickeln. Da spricht also sehr vieles dafür, dass die Talente in der jeweiligen Liga bleiben. Aber der eine oder andere kann sich natürlich auch mit 18 im Ausland durchsetzen und deswegen ist es schwierig, das pauschal zu sagen und ich würde dem einen oder anderen jungen Spieler einfach raten, wenn er die Chance hat, mit 17 oder 18 in der österreichischen Liga zu spielen, dort zu bleiben, sich zwei Jahre durchzusetzten und dann ist er für den nächsten Sprung vorbereitet. Aber es gibt eben auch Ausnahmetalente wie Alaba.“
Dieter Hoeneß über seine Probleme in Wolfsburg: „Das ist eine besondere Situation gewesen, VfL Wolfsburg ist völlig überraschend Deutscher Meister geworden und das war eine unglaubliche Hypothek für den gesamten Verein, dann wollten einige Spieler nicht mehr in Wolfsburg bleiben, man musste einen Umbruch einleiten und der braucht Zeit. Und da ist einfach ein bisschen die Geduld ausgegangen, das wäre genau der richtige Weg gewesen, mit junge Leuten etwas Neues auszubauen, aber die Geduld hatte man nicht. (...) Ich glaube grundsätzlich, dass das Problem im Fußball ist, dass Philosophie Zeit braucht und die wird im Fußball nur mehr sehr selten gegeben.“
Dieter Hoeneß darüber, dass sich Österreich nicht immer nur darauf konzentrieren sollte, Deutschland schlagen zu wollen:
„Ich glaube, dass es ein Kernproblem ist, gerade bei Qualifikationen wenn Deutschland gegen Österreich spielt, die Konzentration auf Deutschland zu groß ist. Konzentriert euch auf die anderen, gewinnt gegen die anderen, nicht weil ich Angst habe, dass da eventuell etwas passieren könnte, aber ich glaube es ist ganz wichtig, nicht diese beiden Spiele zu den wichtigsten Spielen in der Qualifikation zu machen.“
Marcel Koller (Teamchef ÖFB) über die Integration von Spielern in ein Team: „Die Spieler müssen sich integrieren, da ist meine Erfahrung, dass sich, wenn du vielleicht einen bisschen Älteren holst, dass der schneller dabei ist wie ein Jüngerer, der erst mal schaut und das ganze Umfeld kennenlernen muss, der Ältere mit Erfahrung ist da vielleicht ein bisschen abgeklärter. Aber ist natürlich sehr schwierig, die so schnell über so kurze Zeit zu integrieren und dann natürlich auch schlussendlich, dass du Punkte holen kannst.“
Marcel Koller darüber, ob Spieler, die in auswärtigen Ligen spielen, bei ihm eine größere Chance haben: „Schlussendlich hängt das von den Spielern ab, was sie mir anzeigen und bieten. Es ist natürlich schon so, dass man, wenn man in der deutschen Bundesliga oder in Portugal bei Porto spielt, dass da der Rhythmus und die Intensität noch ein bisschen höher ist als hier in Österreich. Bei mir ging es im 1. Spiel aber darum, dass ich die Spieler kennenlerne und nicht schon beim 1. Spiel 10 Wechsel mache und beim nächsten Spiel auch wieder. Es ist wichtig, dass man viel beobachtet, ein gutes Gefühl hat und am Ende sagen kann, ok, das sind die Spieler mit denen man zusammenarbeiten möchte.“
Marcel Koller darüber ob es einen perfekten Zeitpunkt/Alter für Transfers gibt: „Es ist schwierig das global zu sagen, ich denke, es sind viele österreichische Spieler auch in der deutschen Bundesliga schon in den Jugendmannschaften und ich denke, es wäre auch gut, wenn die sich hier erst in einmal in Österreich durchsetzen würden, in die Kampfmannschaft kommen und da vielleicht 1, 2 Jahre spielen, und wenn sie da gut spielen haben sie schon ein gewisses Standing und wenn sie dann weggehen, wäre es dann vielleicht auch ein bisschen einfacher sich durchzusetzen, weil sie schon auf dem Level spielen.“
Marcel Koller über das Thema Teammanager, ob er überhaupt einen braucht (wie von ÖFB Präsident Leo Windtner angekündigt) und wer derzeit mit der Presse redet: „Ich habe schon einen Teammanager, im Moment haben wir noch keinen Pressesprecher, weil der wieder zu Rapid zurückging, aber wir sind eigentlich gut aufgestellt. (...) Man muss das Ganze ja noch ein bisschen aufbauen und es ist die Frage, was du brauchst und suchst." (Ist es ihm nicht zu viel?) "Ich habe ja ein bisschen mehr Zeit, weil ich nicht jeden Tag mit den Spielern zusammenarbeiten kann, die kommen nur bei den Teamlehrgängen zu mir und sonst bin ich unterwegs und muss sie besuchen.“
Marcel Koller Fortsetzung des Themas Teammanager: „Ich habe nicht gesagt ich brauche den nicht, aber wir müssen zuerst schauen wofür den gebrauchen könnten. Jetzt im Moment sind wir dabei und gut aufgestellt und es geht ja nicht darum einfach einen anzustellen nur damit wir einen mehr haben."
Auf die Frage hin, ob er nicht einen Teammanager bräuchte, um sich mehr auf die Mannschaft konzentrieren könnten: „Ja, aber die Mannschaft ist ja nicht jeden Tag da, und wenn die einmal da ist oder Ende November einmal für drei Tage kommt, dann freu ich mich dass ich einmal drei Tage mit dem Team zusammenarbeiten kann.“
Paul Gludovatz (Trainer SV Ried) darüber, ob Spieler die in auswärtigen Ligen spielen, eher eine Chance auf einen Platz im Nationalteam haben: „Ich habe nichts gegen den deutschen Fußball und schon gar nicht gegen den großen Bruder einzuwenden, aber ich denke schon, dass es anders bewertet wird, wenn 50.000 live zuschauen und vielleicht einige Millionen am TV dabei sind und in Österreich sind es vielleicht 2.000 am Platz und 60.000 vor dem Fernseher. Ich möchte mir da auch unsere Liga einmal gesund und gut reden, und das ist kein Hinweis, aber einen aus der österreichischen Bundesliga in die Nationalmannschaft zu nehmen, wenn er gleich gut ist, das würde schon gut tun.“
Paul Gludovatz über zu frühe Wechsel ins Ausland: „Ich glaube schon, dass es gerade jungen Spielern gut tun würde etwas länger bei uns integriert zu sein und auch Leistungen zu erbringen, zu bestätigen und zu stabilisieren und dann ins Ausland zu gehen.“
Paul Gludovatz darüber, ob sich ein Verein eher auf das spielerische und ein Konzept konzentrieren kann, wenn nicht so viel Geld im Spiel ist: „Bei uns ist es sicher so, dass unser Anspruchsniveau noch nicht so hoch ist, dass wir uns Fehler erlauben können und unsere jungen Spieler sich Zeit lassen können und auch die eine oder andere Partie nicht so gut spielen können. Wir können uns einem Konzept eher unterordnen, Red Bull Salzburg wird das kaum möglich sein, weil hier das Anspruchsniveau ein anderes ist, weil man jedes Jahr Meister werden muss, weil man jedes Jahr international vertreten sein muss und das ist in Ried nicht der Fall.“
Servus TV
Mit:
Marcel Koller (ÖFB-Teamchef)
Franco Foda (Trainer Sturm Graz)
Paul Gludovatz (Trainer SV Ried)
Dieter Hoeneß (Ex-Manager VfL Wolfsburg)
Moderator: Rudi Brückner
Franco Foda (Trainer Sturm Graz) über die Geschehnisse in der Vergangenheit und seine Zukunft bei Sturm Graz: „Fakt ist, ich habe einen Vertrag bis zum 31. Mai 2012, habe immer betont, dass ich diesen Vertrag von meiner Seite aus zu 100 % erfüllen möchte und alles Weitere wird man sehen. Ich hatte damals ein Angebot, das ich nicht angenommen habe, habe aber immer betont, dass es nach wie vor möglich ist, auch bei Sturm Graz zu bleiben. (…) Es geht nicht um den neuen Präsident, sondern um grundlegende Dinge und irgendwann werden wir dann ein Gespräch führen und dann wird man sehen was dabei rauskommt.“
Franco Foda über Wintertransfers: „Im Prinzip ist die Lawine durch Austria Wien ins Rollen gebracht worden und der Tatsache, dass z.B. Junuzovićkurzfristig den Verein verlassen haben, da haben sie natürlich bei uns angefragt, obwohl wir im Winter eigentlich keinen Transfer mehr tätigen wollten. Aber aufgrund der Tatsache, dass Kienast dann aber zur Austria Wien gegangen ist mussten wir kurzfristig handeln (…) Aber im Winter ist es natürlich immer schwierig, weil man die Spieler relativ schnell integrieren muss. Wenn man gute Transfers im Winter machen will, dann muss man viel Geld in die Hand nehmen und viel investieren und das ist in Österreich nicht möglich.“
Franco Foda darüber, dass aber auch Wintertransfers erfolgreich sein können: Vor zwei Jahren hab ich denn Robert Kienast in der Wintertransferperiode geholt, weil er auf den Markt war und dann war das für uns ein großer Deal, obwohl wir eigentlich gut besetzt waren, haben wir ihn schon perspektivisch geholt und im Nachhinein hat sich das ausgezahlt. Es kommt also auch immer auf die Situation an, welche Spieler am Markt sind, wenn ein Guter am Markt ist dann musst du natürlich zuschlagen, sonst kommt wer anderes und der ist schneller als du und dann schaust du in die Röhre.“
Dieter Hoeneß (Ex-Manager VfL Wolfsburg) über Wintertransfers: „Auch wenn ich letztes Jahr um diese Zeit meinen Vorsätzen untreu geworden bin, ich halte nicht sehr viel von Wintertransfers, ich habe aber letztes Jahr fünf Spieler geholt um die Jahreszeit. Damals musste wir aber Edin Dscheko ersetzten und die Idee war zwei, drei Spieler zu holen um die Balance in der Mannschaft ein bisschen zu verteilen (…) Normalerweise bekommst du im Winter nur Spieler, die wo anders unzufrieden sind, Krach mit dem Trainer haben oder sich unverstanden fühlen, oder was auch immer, oder du musst sehr viel Geld bezahlen, aber ich halte es für schwierig. (…). Grundsätzlich machen Wintertransfers dann Sinn, wenn du schwere Verletzungen hast, das ist ganz klar, da musst du dann was machen und vielleicht auch ein bisschen tiefer in die Tasche greifen.“
Dieter Hoeneß über den perfekten Zeitpunkt/Alter für Transfers: „Die ganz großen holländischen Spieler haben mit 17 bei Ajax Amsterdam, bei Rotterdam oder bei Eindhoven gespielt, haben dort Spielpraxis sammeln könne, und dadurch, dass das Gefälle in der Liga relativ groß war, waren sie nicht so unter Druck und konnten sich wunderbar entwickeln. Da spricht also sehr vieles dafür, dass die Talente in der jeweiligen Liga bleiben. Aber der eine oder andere kann sich natürlich auch mit 18 im Ausland durchsetzen und deswegen ist es schwierig, das pauschal zu sagen und ich würde dem einen oder anderen jungen Spieler einfach raten, wenn er die Chance hat, mit 17 oder 18 in der österreichischen Liga zu spielen, dort zu bleiben, sich zwei Jahre durchzusetzten und dann ist er für den nächsten Sprung vorbereitet. Aber es gibt eben auch Ausnahmetalente wie Alaba.“
Dieter Hoeneß über seine Probleme in Wolfsburg: „Das ist eine besondere Situation gewesen, VfL Wolfsburg ist völlig überraschend Deutscher Meister geworden und das war eine unglaubliche Hypothek für den gesamten Verein, dann wollten einige Spieler nicht mehr in Wolfsburg bleiben, man musste einen Umbruch einleiten und der braucht Zeit. Und da ist einfach ein bisschen die Geduld ausgegangen, das wäre genau der richtige Weg gewesen, mit junge Leuten etwas Neues auszubauen, aber die Geduld hatte man nicht. (...) Ich glaube grundsätzlich, dass das Problem im Fußball ist, dass Philosophie Zeit braucht und die wird im Fußball nur mehr sehr selten gegeben.“
Dieter Hoeneß darüber, dass sich Österreich nicht immer nur darauf konzentrieren sollte, Deutschland schlagen zu wollen:
„Ich glaube, dass es ein Kernproblem ist, gerade bei Qualifikationen wenn Deutschland gegen Österreich spielt, die Konzentration auf Deutschland zu groß ist. Konzentriert euch auf die anderen, gewinnt gegen die anderen, nicht weil ich Angst habe, dass da eventuell etwas passieren könnte, aber ich glaube es ist ganz wichtig, nicht diese beiden Spiele zu den wichtigsten Spielen in der Qualifikation zu machen.“
Marcel Koller (Teamchef ÖFB) über die Integration von Spielern in ein Team: „Die Spieler müssen sich integrieren, da ist meine Erfahrung, dass sich, wenn du vielleicht einen bisschen Älteren holst, dass der schneller dabei ist wie ein Jüngerer, der erst mal schaut und das ganze Umfeld kennenlernen muss, der Ältere mit Erfahrung ist da vielleicht ein bisschen abgeklärter. Aber ist natürlich sehr schwierig, die so schnell über so kurze Zeit zu integrieren und dann natürlich auch schlussendlich, dass du Punkte holen kannst.“
Marcel Koller darüber, ob Spieler, die in auswärtigen Ligen spielen, bei ihm eine größere Chance haben: „Schlussendlich hängt das von den Spielern ab, was sie mir anzeigen und bieten. Es ist natürlich schon so, dass man, wenn man in der deutschen Bundesliga oder in Portugal bei Porto spielt, dass da der Rhythmus und die Intensität noch ein bisschen höher ist als hier in Österreich. Bei mir ging es im 1. Spiel aber darum, dass ich die Spieler kennenlerne und nicht schon beim 1. Spiel 10 Wechsel mache und beim nächsten Spiel auch wieder. Es ist wichtig, dass man viel beobachtet, ein gutes Gefühl hat und am Ende sagen kann, ok, das sind die Spieler mit denen man zusammenarbeiten möchte.“
Marcel Koller darüber ob es einen perfekten Zeitpunkt/Alter für Transfers gibt: „Es ist schwierig das global zu sagen, ich denke, es sind viele österreichische Spieler auch in der deutschen Bundesliga schon in den Jugendmannschaften und ich denke, es wäre auch gut, wenn die sich hier erst in einmal in Österreich durchsetzen würden, in die Kampfmannschaft kommen und da vielleicht 1, 2 Jahre spielen, und wenn sie da gut spielen haben sie schon ein gewisses Standing und wenn sie dann weggehen, wäre es dann vielleicht auch ein bisschen einfacher sich durchzusetzen, weil sie schon auf dem Level spielen.“
Marcel Koller über das Thema Teammanager, ob er überhaupt einen braucht (wie von ÖFB Präsident Leo Windtner angekündigt) und wer derzeit mit der Presse redet: „Ich habe schon einen Teammanager, im Moment haben wir noch keinen Pressesprecher, weil der wieder zu Rapid zurückging, aber wir sind eigentlich gut aufgestellt. (...) Man muss das Ganze ja noch ein bisschen aufbauen und es ist die Frage, was du brauchst und suchst." (Ist es ihm nicht zu viel?) "Ich habe ja ein bisschen mehr Zeit, weil ich nicht jeden Tag mit den Spielern zusammenarbeiten kann, die kommen nur bei den Teamlehrgängen zu mir und sonst bin ich unterwegs und muss sie besuchen.“
Marcel Koller Fortsetzung des Themas Teammanager: „Ich habe nicht gesagt ich brauche den nicht, aber wir müssen zuerst schauen wofür den gebrauchen könnten. Jetzt im Moment sind wir dabei und gut aufgestellt und es geht ja nicht darum einfach einen anzustellen nur damit wir einen mehr haben."
Auf die Frage hin, ob er nicht einen Teammanager bräuchte, um sich mehr auf die Mannschaft konzentrieren könnten: „Ja, aber die Mannschaft ist ja nicht jeden Tag da, und wenn die einmal da ist oder Ende November einmal für drei Tage kommt, dann freu ich mich dass ich einmal drei Tage mit dem Team zusammenarbeiten kann.“
Paul Gludovatz (Trainer SV Ried) darüber, ob Spieler die in auswärtigen Ligen spielen, eher eine Chance auf einen Platz im Nationalteam haben: „Ich habe nichts gegen den deutschen Fußball und schon gar nicht gegen den großen Bruder einzuwenden, aber ich denke schon, dass es anders bewertet wird, wenn 50.000 live zuschauen und vielleicht einige Millionen am TV dabei sind und in Österreich sind es vielleicht 2.000 am Platz und 60.000 vor dem Fernseher. Ich möchte mir da auch unsere Liga einmal gesund und gut reden, und das ist kein Hinweis, aber einen aus der österreichischen Bundesliga in die Nationalmannschaft zu nehmen, wenn er gleich gut ist, das würde schon gut tun.“
Paul Gludovatz über zu frühe Wechsel ins Ausland: „Ich glaube schon, dass es gerade jungen Spielern gut tun würde etwas länger bei uns integriert zu sein und auch Leistungen zu erbringen, zu bestätigen und zu stabilisieren und dann ins Ausland zu gehen.“
Paul Gludovatz darüber, ob sich ein Verein eher auf das spielerische und ein Konzept konzentrieren kann, wenn nicht so viel Geld im Spiel ist: „Bei uns ist es sicher so, dass unser Anspruchsniveau noch nicht so hoch ist, dass wir uns Fehler erlauben können und unsere jungen Spieler sich Zeit lassen können und auch die eine oder andere Partie nicht so gut spielen können. Wir können uns einem Konzept eher unterordnen, Red Bull Salzburg wird das kaum möglich sein, weil hier das Anspruchsniveau ein anderes ist, weil man jedes Jahr Meister werden muss, weil man jedes Jahr international vertreten sein muss und das ist in Ried nicht der Fall.“
Servus TV
#1313
Geschrieben 07. Februar 2012 - 15:26
Robert Kienast? Kam das von Foda oder vom Schreiberling?
Statler: This violet show is awful!
Waldorf: "Terrible!"
Statler: "Disgusting!"
Waldorf: "See you next week?"
Statler: "Of course."
"Doping im Fußball ist völliger Blödsinn. Das Doping gehört hinein in die Spieler!"
Herbert Prohaska
Austrianer ist, wers trotzdem bleibt!!!
SANGUINIKER AUSTRIA WIEN
Waldorf: "Terrible!"
Statler: "Disgusting!"
Waldorf: "See you next week?"
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"Doping im Fußball ist völliger Blödsinn. Das Doping gehört hinein in die Spieler!"
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