bianco verde ASB-Legende Geschrieben vor 4 Stunden (bearbeitet) Ein letztes Mal von mir zum Thema, aber auch nur, weil es mit dem Stadion zu tun hat: Das Verbot empört jene, die weiter rauchen wollen, und andererseits all jene, die sich lediglich an einem weiteren Verbot aufregen. Richtige Argumente gegen ein Rauchverbot kann allerdings niemand bringen, weswegen die zwei Punkte vermischt werden und vor allem der allgemeine Werteverfall, der sich anhand zu vieler neuer Verbote manifestiert, beklagt wird. "Rauchen im Freien kann doch nicht stören!" - doch, natürlich, und es ist müßig, darüber zu diskutieren. Wenn im Umfeld geraucht wird, dann ist das störend. Dies ist auch das einzige Argument, das sich auf das Rauchen an sich bezieht. Vielsagend, denn am Verbot einer teuren und extrem ungesunden Sache ist an sich nichts auszusetzen. Deswegen folgt gleich Argument Nummer 2: "Nichts darf man mehr, alles wird einem verboten!" - Das ist natürlich ebenso an den Haaren herbeigezogen. Die Freiheit des Einen endet eben dort, wo die Freiheit des Anderen eingeschränkt wird. Damit ist eigentlich alles gesagt, aber dennoch: Ein Rauchverbot im Stadion bedeutet nicht, dass Rauchen generell verboten wird. Obwohl dies auch diskussionswürdig wäre, da es doch sehr viele Argumente für ein generelles Rauchverbot gibt, sollte dies an dieser Stelle nicht geführt werden, da es ja um das Stadion geht. Man kann nach wie vor an vielen Orten rauchen, vor allem auf offener Straße und in den eigenen vier Wänden. Was einem allerdings verboten wird, ist eben das Rauchen im Stadion. Und zwar, weil sich viele andere dadurch beeinträchtigt fühlen (siehe oben). Natürlich kann man sich empören, weil man das Gefühl hat, bevormundet zu werden. Dies ist in Wahrheit aber ein extrem egoistischer Standpunkt, der von Meinung herrührt, zu jeder Zeit das tun zu können, wonach einem gerade gelüstet. Deswegen benötigt es Verbote und Gebote, da man sonst eben nach 22 Uhr noch Lärm machen und die Nachbarn in ihrer Ruhe stören würde oder die Gesundheit und Leben anderer Verkehrsteilnehmer gefährden würde, weil man der Ansicht ist, dass banale Dinge wie schnelles Fahren einem zustehen würden. Und wenn sich jemand schon bei solchen Sachen bevormundet fühlt, dann wundert es nicht, dass das Rauchverbot zu solch Aufregung führt. Schlussendlich wird es sein wie immer: Die Aufregung bei einer Minderheit ist groß und am Ende der kommenden Saison schon wird man es sich nicht vorstellen können, dass im Stadion geraucht wurde. bearbeitet vor 4 Stunden von bianco verde 30 Zitieren Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
tomstig best dm Geschrieben vor 2 Stunden (bearbeitet) Es würde ja auch ohne Ver- und Gebote gehen, wenn man genug Rücksicht aufeinander nehmen würde und sich selbst einschränken würde. Das ist leider offenbar nicht möglich. Bei den Spielen am Anfang der Saison, wo die Hütte ziemlich voll war – links und rechts und vor mir wurde gepofelt, als gäbs kein Morgen. Erinnere mich noch besonders gut an ein Spiel, mit vier Freunden nebeneinander vor mir, in einer Kette. Ich habe zeitweise das Gefühl gehabt, dass in meiner Nähe einen Rauchtopf angezündet wurde (und ich habe an sich eine gewisse Toleranzschwelle, nachdem ich in einem Raucherhaushalt groß geworden bin). Wenns also mit Selbstregulierung nicht funktioniert ... bearbeitet vor 2 Stunden von tomstig 1 Zitieren Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
parmenides Wahnsinniger Poster Geschrieben vor 2 Stunden bianco verde schrieb vor 1 Stunde: Ein letztes Mal von mir zum Thema, aber auch nur, weil es mit dem Stadion zu tun hat: Das Verbot empört jene, die weiter rauchen wollen, und andererseits all jene, die sich lediglich an einem weiteren Verbot aufregen. Richtige Argumente gegen ein Rauchverbot kann allerdings niemand bringen, weswegen die zwei Punkte vermischt werden und vor allem der allgemeine Werteverfall, der sich anhand zu vieler neuer Verbote manifestiert, beklagt wird. "Rauchen im Freien kann doch nicht stören!" - doch, natürlich, und es ist müßig, darüber zu diskutieren. Wenn im Umfeld geraucht wird, dann ist das störend. Dies ist auch das einzige Argument, das sich auf das Rauchen an sich bezieht. Vielsagend, denn am Verbot einer teuren und extrem ungesunden Sache ist an sich nichts auszusetzen. Deswegen folgt gleich Argument Nummer 2: "Nichts darf man mehr, alles wird einem verboten!" - Das ist natürlich ebenso an den Haaren herbeigezogen. Die Freiheit des Einen endet eben dort, wo die Freiheit des Anderen eingeschränkt wird. Damit ist eigentlich alles gesagt, aber dennoch: Ein Rauchverbot im Stadion bedeutet nicht, dass Rauchen generell verboten wird. Obwohl dies auch diskussionswürdig wäre, da es doch sehr viele Argumente für ein generelles Rauchverbot gibt, sollte dies an dieser Stelle nicht geführt werden, da es ja um das Stadion geht. Man kann nach wie vor an vielen Orten rauchen, vor allem auf offener Straße und in den eigenen vier Wänden. Was einem allerdings verboten wird, ist eben das Rauchen im Stadion. Und zwar, weil sich viele andere dadurch beeinträchtigt fühlen (siehe oben). Natürlich kann man sich empören, weil man das Gefühl hat, bevormundet zu werden. Dies ist in Wahrheit aber ein extrem egoistischer Standpunkt, der von Meinung herrührt, zu jeder Zeit das tun zu können, wonach einem gerade gelüstet. Deswegen benötigt es Verbote und Gebote, da man sonst eben nach 22 Uhr noch Lärm machen und die Nachbarn in ihrer Ruhe stören würde oder die Gesundheit und Leben anderer Verkehrsteilnehmer gefährden würde, weil man der Ansicht ist, dass banale Dinge wie schnelles Fahren einem zustehen würden. Und wenn sich jemand schon bei solchen Sachen bevormundet fühlt, dann wundert es nicht, dass das Rauchverbot zu solch Aufregung führt. Schlussendlich wird es sein wie immer: Die Aufregung bei einer Minderheit ist groß und am Ende der kommenden Saison schon wird man es sich nicht vorstellen können, dass im Stadion geraucht wurde. bei allem soll man nicht übersehen, daß es ein großer Unterschied ist, ob einer gestört wird, zB durch Rauch, oder ob es tatsächlich zu einer gesundheitlichen Beeinträchtigung kommt. Es ist schon jedem der es wissen will klar, daß Passivrauch bei entsprechender Exposition - Dauer, Intensität und Häufigkeit - gesundheitsschädlich sein kann, nicht aber zwangsläufig ist das was mich stört auch tatsächlich schädlich. Und also ist es ein Unterschied, ob ich ein Verbot begrüße, wenn mich etwas stört oder wenn es mich schädigt. Mein Eindruck hier: Die allermeisten finden es hinreichend, daß es sie stört um den anderen etwas zu verbieten, ohne im geringsten zu betrachten, ob es sie auch schädigt. Ich kann mir nicht denken, daß ein sonst durchschnittlich gesunder Mensch durch ca. 15-20 Stadionbesuche im Jahr geschädigt wird, signifikant. Ich hielte es für ehrlicher und überzeugender, wenn einer sagt: Mich stört es und viele andere auch also soll es verboten werden, am besten überall wo ich bin weil ich nicht bereit bin, jetzt wo ich dafür eine Mehrheit finden kann, Rücksicht auf die anderen zu nehmen - so wie auch früher die Raucher keine Rücksicht auf die Nichtraucher genommen haben. Wenn wir zulassen, daß es genügt, wenn viele etwas störend finden, daß es verboten werden soll, werden wir keine Gesellschaft für alle schaffen sondern für die, die empfindlicher sind, die lauter sind , die mehr nach Macht streben. Niemand käme heute auf die Idee zu verlangen, einen Arbeitskollegen im selben Büroraum 20 oder 40 Std/WO anrauchen zu dürfen. Aber wir sollen nicht übersehen, daß ein Arbeitsplatz ev. geschlossener Raum, 47WO/Jahr und Matchbesuch andere Voraussetzungen für die effektive Belastung mit schädlichen Stoffen darstellt. Meine Freiheit soll nicht dort aufhören, wo es irgendeinen stört. Das soll schon mehr brauchen. Deshalb: Rauchersitzplatzsektor zB neben BW besser als kein Rauchersitzplatzsektor. Eigentlich wär da Platz für alle. ... "und am Ende der kommenden Saison schon wird man es sich nicht vorstellen können, dass im Stadion geraucht wurde." Das halte ich für eine unter Rauchern vollkommen realitätsferne Sicht. Jeder Raucher den ich gut kenne teilt sein Leben in Geschichten rückblickend neben vielen anderen Kriterien auch danach ein, als man in ein Lokal gehen konnte und rauchen und eben danach nicht mehr. Das hat für sehr viele einen wesentlichen Teil ihrer Freizeit deutlich verändert. Und das fällt mir als Nichtraucher auf, das werden viele Raucher bestätigen können. 1 Zitieren Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
oestl V.I.P. Geschrieben vor 1 Stunde Habe 30 Jahre lang geraucht und seit 12 Jahren nicht mehr. Im Freien heißt für mich im Freien, im Freien kann man herum gehen, kann sich vom Rauch wegbewegen und hat keine Begrenzungen. Ein Stadion ist ein geschlossener Bereich mit Dach - entspricht für mich nicht dem Prinzip im Freien.. Mir ist eine Gesundheitsgefährdung auf Grund vom Passivrauch relativ egal, da sich das in einem Stadion sicher extremst im millionstel Prozentbereich bewegt. ABER: mir geht der Gestankt auf den Allerwertesten, das Gewand fäult und die Haare auch. Im Stadion kann ich nicht ausweichen, da mein Sitzplatz nummeriert ist. Also rauchts bei den Buffets, da kann man sich wegstellen wenn's einem stört und belästigts nicht die Mitmenschen, Liebe Süchtige! Und 2x45 Minuten wird der Geist/Intellekt/Wille ja reichen um die Luft nicht zu verpesten..Hoits eich hoit am Bier fest. 3 Zitieren Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
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