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sherif

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  1. zwar gibt es heuer keine spiele mit zuschauer mehr, wir starten morgen aber natürlich dennoch mit schwoaze helfen: https://bit.ly/3nPF3Hc der großteil davon wird dementsprechend online stattfinden. in wenigen tagen werdet ihr gegen eine freiwillige spende unsere fanartikel online bekommen, wir werden einen livestream veranstalten und das ein oder andere mehr. und natürlich werden wir auch wieder leinwandbilder und diverse gimmicks versteigern - bereits morgen geht es dabei los! es wäre großartig, wenn ihr die infos zu schwoaze helfen in eurem freundes- und bekanntenkreis weiterleitet und euch mit spenden an unseren aktionen beteilit. gerade heuer - ganz ohne spiele - wird das wichtiger denn je. vielen dank für eure unterstützung edit: seite scheint nach überlastung (und einem upgrade) jetzt wieder erreichbar zu sein...
  2. es wurde nun übrigens ein bei nature eingereichter preprint veröffentlicht, der diese entdeckung anzweifelt, bzw. den entdeckern fundamentale messfehler vorwirft. das paper heißt "No phosphine in the atmosphere of Venus" (https://arxiv.org/ftp/arxiv/papers/2010/2010.14305.pdf). würde mich jetzt nicht unbedingt verwundern, aber mal abwarten, was das peer review dazu ergeben wird.
  3. ich bin deinem ratschlag gefolgt und habe dazu jetzt einmal gegoogelt. die studie (https://www.jneurosci.org/content/38/12/3060), von der in diesem artikel die rede ist, handelt von versuchen mit mäusen (wenn jemand mit mäuseversuchen zwecks covid daherkommen würde, um hirnschäden aufzuzeigen, würden so manche hier wahrscheinlich im kreis hüpfen). dabei kam raus, dass bei den mäusen nach 30 tagen der großteil der neuronalen beeinträchtigungen abgeklungen waren, manche allerdings verschwanden erst nach 120 tagen oder mehr. diese studie schließt daraus, dass selbiges beim menschen auch möglich sein KÖNNTE. unabhängig davon ob das nun beim menschen auch der fall sein kann - hab auf die schnelle keine influenza-studie am menschen dazu gefunden, allerdings ein review, das sich mit neuronalen schäden durch virale atemwegsinfektionen beschäftigt, kannst du dir ja mal durchlesen und uns davon berichten, ich hab jetzt besseres zu tun: doi:10.3389/fncel.2018.00386) - ist dieses ergebnis doch etwas signifikant anderes als jene studie zu covid-19. wir werden ja sehen, ob sich das im peer review bestätigt. ich packe es manchmal mittlerweile echt nicht mehr, wieviel blödsinn hier in den corona-threads immer wieder geschrieben wird, wie sich manche user dadurch immer wieder selbst offenbaren und wie ideologisch festgefahren viele hier sind - von allen seiten wohlgemerkt. und immer wieder kommt derselbe scheiß. da ist das beisl ja ein dreck dagegen und das soll was heißen. respekt an alle, die es sich antun hier regelmäßig vernünftig (!) zu schreiben.
  4. ist kein messfehler und die headline ist da durchaus übertrieben, ist doch relativ klar warum dieser planet dort in dieser form existieren kann. warum es den planeten dort angeblich nicht geben dürfte: in der unmittelbaren nähe von sternen findet man entweder nur "hot jupiters" - also gasplaneten in jupitergröße und darüber, oder gesteinsplaneten ohne atmosphäre. der grund dafür ist wie folgt: wenn der ursprüngliche planet zu klein ist, verliert er seine gashülle in dieser nähe zum stern relativ schnell aufgrund der hohen strahlung des sterns und der verhältnismäßig geringen schwerkraft des planeten. somit endet er dementsprechend als kleinerer gesteinsplanet ohne dichte atmosphäre. je näher am stern desto größer muss der planet darum auch sein, um seine ursprüngliche gashülle auch tatsächlich behalten zu können. denn je größer die schwerkraft, desto eher kann die atmosphäre über längeren zeitraum überleben. der hier gefundene planet hat nun aber ca. neptungröße (mit ca. 29 erdmassen) und ist dennoch ein gasplanet. somit könnte man nun vermuten, dass er in dieser form nicht existieren sollte - entweder muss er ein gesteinsplanet sein oder ein wesentlich schwererer gasriese. die (akzeptierte) lösung dazu ist aber eigentlich relativ einfach: der planet verliert derzeit gerade seine atmosphäre und wird irgendwann tatsächlich als gesteinsplanet enden. genau das vermuten sie im paper, das die entdeckung des planeten beschreibt (https://www.nature.com/articles/s41550-020-1142-z) und schätzen die ursprüngliche größe dann auch selbst mit unterschiedlichen gleichungen grob ab. dabei finden sie einen massenverlust im bereich von ca. 9 erdmassen bis hin zu einer masse, die sogar seine jetzige masse übersteigt. und dieser massenverlust geschah rein durch den verlust seiner atmosphäre, ein prozess, der noch immer andauert und erst endet, wenn der planet zum gesteinsplaneten wurde. der höhere massenverlust dieser abschätzung wird dabei wohl der realistischere wert sein. dieser wurde mit einer gleichung bestimmt, die auf der interpolation tausender simulationen unterschiedlicher planeten mittels eines recht komplexen numerischen evolutionsmodells beruht. nimmt man das modell selbst her (und nicht die interpolationsgleichung), dürfte dieser planet am ehesten ca. mit einer masse in der größenordnung des saturns geboren worden sein (ca. 95 erdmassen). letzteres ist unveröffentlicht. es ist schon faszinierend wieviel masse bzw. atmosphäre dieser planet im laufe seines lebens - rund 2 milliarden jahre - aufgrund der strahlung seiner sonne verlieren konnte und noch immer verliert. die erde hätte dort keinerlei chance eine atmosphäre aufrecht zu erhalten.
  5. es wäre der diskussion wahrscheinlich dienlich gewesen, wenn du den nature-artikel (https://www.nature.com/articles/d41586-020-02801-8) gelesen hättest, den ich gestern wegen dir gepostet habe. darin werden auch sehr aktuelle studien diskutiert, die sich mit der wirkung von masken unterschiedlicher materialien auf die flitrierung von aerosolen beschäftigen. wenn dein englisch dafür nicht ausreichend ist, dann wäre das nicht-lesen verständlich und es würden sich sicherlich andere quellen finden lassen, um es dir zu erklären. ein anderer grund fällt mir gerade nicht ein, warum du ihn einfach ignorierst und dennoch darüber weiterdiskutierst, bzw. fragen und behauptungen aufwirfst, die darin diskutiert und widerlegt werden. den rest habe ich versucht in meinem letzten posting zu erklären. aber egal, noch ein letztes mal (ist ja eh feiertag): es gibt sehr aktuelle reviews und studien (siehe beispiele am ende dieses postings)*, die sich mit der wirkung von masken auf aerosole beschäftigen. die meisten (!) studien kommen zum schluss, dass viele materialien eine filternde wirkung auf aerosole > 0.3 µm (oder > 2 µm in einer anderen vorstudie laut nature) besitzt. der überwiegende anteil an aerosolen ist im größenbereich von 1 bis 10 µm, es ist bis dato aber nicht ganz klar, welche aerosole die hauptträger der coronaviren sind (aber eher > 1 µm). alles wirst du damit also wohl nicht filtern können, einiges aber schon und damit reduzierst du dementsprechend auch die gefahr ernsthaft daran zu erkranken. und es würde mich nicht wundern - und das ist nur eine mutmaßung meinerseits - falls die maskenplicht ein mitgrund der derzeit reduzierten lethalität des virus sein würde, eben genau aus diesem grund. lauterbach sagt in diesem video (von wann ist das eigentlich?), dass normale masken "wenig" gegen aerosole wirken und nicht "nichts". ich würde aber auch nicht erwarten, dass er immer alle aktuellen studien zur thematik kennt. darüber hinaus gilt, was ich dir im vorigen posting versucht habe zu erklären: eine wissenschaftliche studie ist in der regel (und ausnahmen bestätigen die regel) mehr wert als eine "expertenmeinung", ganz besonders dann, wenn dieser experte nicht (oder nicht mehr) auf diesem gebiet forschend tätig ist. *studienbeispiele, die auch im nature-artikel diskutiert werden: ein review (https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(20)31142-9/fulltext) vom Juni 2020 findet zb dass op-masken und ähnlich gelagerte stoffmasken im schnitt 67% der aerosole aus der atemluft filtern können. eine andere studie vom april (https://pubs.acs.org/doi/10.1021/acsnano.0c03252) fand dass einlagige masken unter 0.3 µm zwischen 5 und 80% der aeorosole, über 0.3 µm 5 bis 95% rausfiltern können. mehrlagige masken unterschiedlicher materialien erhöhen diesen wert signifikant im schnitt auf >80% und >90%. und noch ein letztes beispiel aus dem september (https://advances.sciencemag.org/content/6/36/eabd3083), das durchaus auch in der kritik steht. hier fanden die forscher, dass manche masken helfen, andere (diese schlauchtücher zb) jedoch keinen effekt haben bzw. kleine tröpfchen auch verkleinern könnten und damit kontraproduktiv wären. hier wurde der versuch aber mit nur einer person durchgeführt, bei der man die aeorosol-konzentration bei unterschiedlichen materialien gemessen hat - da wird eben durchaus angezweifelt, ob das tatsächlich auch repäsentativ sein kann. mehr such ich dir dazu jetzt aber sicher nicht mehr raus, sorry. ich lese lieber an einem buch zur spanischen grippe weiter, hehe.
  6. so ist das halt oft nunmal in der wissenschaft. dort geht es nicht um meinungen sondern primär um erkenntnisgewinn. und am weg dorthin kann es durchaus auch mal zu (scheinbar oder tatsächlich) widersprechenden studien kommen. ich behaupte auch nicht, dass es für laien leicht wäre, solch einem diskurs zu folgen und das richtige daraus mitzunemen. ich bin ja selbst auch ein laie auf diesem gebiet. umso wichtiger wäre es dann eben sich nicht aufgrund einer expertenaussage hinreißen zu lassen eine allgemeingültige aussage oder meinung abzuleiten, durch die man sich in der eigenen selektiven wahrnehmung bestätigt fühlt. in diesem speziellen fall mit allerberger kommt dann ja noch hinzu, dass du seine aussage wohl auch fehlinterpretiert hast (siehe posting von @patierich), kann passieren. es ist auch immer besser diversen studien, die unter wissenschaftlichen standards durchgeführt wurden (sofern sich das irgendwie beurteilen lässt) einen vorrang gegenüber sogenannter expertenmeinungen einzuräumen (kommt natürlich noch erschwerend hinzu, dass man die mediale berichterstattung dazu richtig einordnen muss, wo wir wieder bei der medienkompetenz wären). expertenmeinungen können sicherlich oft sehr hilfreich sein, sind aber auch nur meinungen, sofern sie nicht auf studien beruhen. und nur weil jemand experte auf einem gebiet ist, heißt das noch lange nicht, dass er ähnlich fundiert auch bei sehr artverwandten themen argumentieren wird können. ein allgemeinmediziner ist beispielsweise kein epidemiologe. da kann gegebenenfalls sogar ein mathematiker näher dran sein. und auch der epidemiologe selbst, muss mit seiner "expertenmeinung" über ein gewisses epidemiegeschehen nicht richtig liegen oder kann sich in ideologischen verblendungen verrennen (oder geldmacherei betreiben...). selbst die größten experten sind davor nicht gefeit leider, was es für unsereins natürlich nicht leichter macht. mein fazit daraus: wenn man sich sofort bejahend auf eine aussage stürzt in einem gebiet indem man sich nicht genügend auskennt, einfach weil man sich in seiner eigenen meinung bestärkt sieht, spätestens zu diesem zeitpunkt sollten die alarmglocken schrillen und man selbst versuchen diese aussage - und seine eigene meinung - selbstkritisch zu hinterfragen und in einen vergleichenden kontext zu setzen.
  7. dann lies bitte mal den artikel, den ich weiter oben gepostet habe. dann weißt du hoffentlich besser bescheid.
  8. und diese behauptung stimmt eben nicht. nachfolgend ein übersichtsartikel für die öffentlichkeit von nature - ich hoffe, das wird hier als seriöse quelle akzeptiert - mit einer menge referenzen zu studien, die sich konkret mit dem schutz der maske gegen covid19 auseinandersetzen: https://www.nature.com/articles/d41586-020-02801-8 das nachfolgende versteht sich nun generell und richtet sich nicht (!) gegen dich, also bitte nicht falsch verstehen: nach dem lesen dieses interessanten artikels noch immer zu behaupten, es gäbe "nach wie vor keine belege" zum nutzen der maske, würde nicht nur von absoluter lernresistenz zeugen sondern außerdem vom unverständnis der wissenschaft im generellen, dem wissenschaftlichen diskurs und ihrer methodik im speziellen. belege gibt es nämlich zur genüge (was aber konsequenterweise nicht bedeuten muss, dass nicht manche davon in zukunft revidiert werden könnten). rund um corona erkennt man doch recht schön, wie schwierig es für viele menschen ist, den wissenschaftlichen prozess zu verstehen und mit medialen aussagen kompetent umzugehen. selektive wahrnehmung und ein falsches verständnis von wissenschaftlicher autorität tritt hier ganz besonders oft zutage. man ignoriert ergebnisse, die einem nicht in den kram passen und sobald jemand der auch nur entfernt mit der thematik zu tun hat, sich in einer weise kritisch äußert, die dem eigenen glauben angeblich (!) nahekommt, fühlt man sich bestätigt und posaunt herum, dass - um auf das konkrete beispiel zurückzukommen - "nach wie vor keine belege" zum schutz der maske existieren. alle konträren studien werden dann zur gänze ignoriert. schon erschreckend wie schwach bei vielen die medien- und wissenschaftskompetenz ausgeprägt ist. das zeigt sich ja auch ganz schön an der breiten kritik gegen drosten von vielen menschen. er wird oft als wendehals und schlechter wissenschaftler (welch ironie) dargestellt, weil er seine "meinung" zu corona ändert. nein, das ist kein zeichen eines "schlechten" wissenschaftlers. ganz im gegenteil.
  9. über den artikel, welchen @Der Koch verlinkt hat, kommt man durchaus auch zur zugrundeliegenden studie, die einem weitere interessante details verrät. ich habe mir etwas schwer getan darin herauszufinden, wie es bei den jeweiligen patienten um vorerkrankungen stand. von den 8 schlaganfallspatienten hatten aber anscheinend 4 risikofaktoren (also immerhin 50% nicht). eine weitere studie, auf die ich über einen verlinkten artikel gestoßen bin, hat 153 covid-19 patienten im uk untersucht, die an neurologischen schäden litten, und kam zum schluss: die studie ist vom juni, keine ahnung ob man darüber nun - abgesehen von der davor erwähnten und von @Der Koch zitierten studie - schon konkreter darüber bescheid weiß. es einfach abzutun mit "die hatten sicherlich alle vorerkrankungen", besonders bei jungen patienten, geht beim derzeitigen stand der forschung halt jedenfalls nicht...
  10. ich würde gern allen interessierten unter euch nochmals darauf aufmerksam machen, dass am kommenden montag mit der EPSC 2020 die größte konferenz im bereich weltraumforschung und planetologie starten wird - und zwar ob der situation rund um covid-19 vollständig virtuell. über 60% der eingereichten knapp 1000 präsentationen werden dabei ohne kosten für die öffentlichkeit zugänglich sein - entweder als aufgenommene und jederzeit abrufbare vorträge oder als posterpräsentationen. hinzu kommen tägliche highlights als live-vorträge etc. (wer sich auch für nicht frei zugängliche präsentationen interessiert, kann sich für 15€ registrieren - lässiger preis, im letzten jahr waren es rund 400€ plus reisekosten für eine face-2-face konferenz) wer lust hat kann unter https://www.epsc2020.eu/ ja mal ins bevorstehende programm reinschmökern. gibt selten die möglichkeit weltraumforschung/planetary sciences in solch weitflächiger form auch der interessierten öffentlichkeit zugänglich zu machen - insofern mache ich hier gern werbung dafür
  11. es wird bei der kollision vermutlich auch zu einem sprunghaften anstieg der sternentstehungsrate kommen - heißt einerseits viele neue möglichkeiten habitabler welten und andrerseits erhöhte strahlung durch die zunahme von supernovae. spannend jedenfalls
  12. ja, glaub ich auch. und das ist auch die krux vieler "biosignatures" - es gibt sehr viele wege, diverse moleküle, die hierzulande als signale des lebens gelten, zu erzeugen, insbesondere durch chemische und physikalische vorgänge, die auf der erde heute einfach nicht vorkommen. lange galt zb o2 in der atmosphäre eines exoplaneten als biosignature. heute (alleine!) nicht mehr, da man mittlerweile weiß, wie o2 in der atmosphäre auf exoplaneten abiotisch akkumulieren kann. anfang 2020 kam erst ein paper raus, das die entstehung von phosphat auf der frühen erde erklären kann (stichwort "phosphate problem") - große mengen an kohlenstoff binden das chlor, das im normalfall die entstehung von phosphat unterbinden würde. große mengen an c gibt es nun aber auch auf der venus. ich bin kein chemiker, aber es würde mich wundern, wenn man hier keinen abiotischen weg zur erzeugung von ph3 finden wird (und umso mehr wäre ich begeistert, wenn sein ursprung tatsächlich leben wäre!).
  13. https://www.quora.com/Was-life-discovered-in-the-clouds-of-Venus-in-2020 ...bis jetzt gibt es jedenfalls noch nichts auf nature astronomy (mal schauen ob es stimmt). zufälligerweise grad heute ein neues wissenschaftliches paper (https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0032063319304830?dgcid=raven_sd_recommender_email) vorgeschlagen bekommen, das die mögliche anlieferung von phosphor via mikrometeoriten in die atmosphären von erde, venus und mars studiert. beim verdampfen entsteht dabei po2 und nachfolgend womöglich p - ob man daraus via wasserdampf phosphine (ph3) bekommen kann? halte ich für eher unwahrscheinlich, aber interessante spekulation
  14. zu ganymeds magnetfeld: ja, ganymed hat tatsächlich ein internes magnetfeld (zusätzlich zu einem schwächeren induzierten, das durch jupiters magnetosphäre und dem salzhaltigen ozean unter ganymeds gefrorener oberfläche erzeugt wird). mit rund 750 nanotesla (nT) an der oberfläche ist das magnetfeld aber relativ schwach (erde zum vergleich ca. 30.000 nT; merkur sogar nur ~300 nT; jupiter rund 420.000 nT). kurz zur erzeugung seines magnetfeldes: das interne magnetfeld des mondes weist auf einen zumindest teils flüssigen eisenkern hin. das ist nicht ganz trivial, da aufgrund der größe ganymeds der kern auch schon ausgefroren sein könnte. wie aber auch bei merkur (der übrigens kleiner ist als jupiters mond), deutet das intrinsiche magnetfeld auf erhebliche mengen leichterer elemente, zb schwefel, im kern hin. diese halten den eisenkern noch immer flüssig (bzw. zumindest seine äußere schale). nun zu den polarlichtern: die aurora des mondes kommt nicht durch den sonnenwind zustande, sondern durch plasma in der magnetosphäre jupiters. der gasriese besitzt nämlich einen sogenannten "plasma-torus", der durch die vulkanische aktivität seines mondes io erzeugt wird. nachdem das magnetfeld ganymeds sich immer wieder mit den feldlinien jupiters verbindet, werden entlang dieser "offenen" feldlinien, in richtung der pole des mondes, geladene teilchen beschleunigt und kollidieren dabei mit hoher energie mit der sehr dünnen sauerstoff-atmosphäre ganymeds. dabei ionisieren sie den sauerstoff und erzeugen ultraviolette strahlung. diese für den menschen nicht sichtbaren polarlichter wurden mit dem hubble-teleskop beobachtet. die hochenergetischen teilchen aus dem plasma-torus kommen dann übrigens teilweise auch bis zur gefrorenen oberfläche ganymeds durch und schlagen dabei ionisierte teilchen aus dem eis. indem man die entstehungsorte dieser teilchen ermittelte, fand man dann eben die magnetischen pole und darauf folgend die aurorae. es gibt dabei also eigentlich keine allzu großen unbekannten und der entstehungsmechanismus ist ähnlich jenem bei der erde. bei unserem planeten jedoch handelt es sich um die von dir richtigerweise angesprochenen sonnenwind-teilchen, die durch denselben mechanismus - der sogenannten "magnetic reconnection" zwischen feldlinien des magnetfeldes der sonne und jenen der erde - von der nachtseite in die polregionen geschleudert werden und dabei eben sichtbare polarlichter erzeugen.
  15. jupiter wäre bis ca. 01:00 uhr der hellste "stern" am himmel gewesen und wird es dann wohl auch gewesen sein. mars sollte auch recht hell am himmel sein gegen mitternacht, aber eben rot leuchtend, wie von @firewhoman beschrieben. es ist schon interessant, dass noch immer so viele studien unkritisch auf das "late heavy bombardment" (lhb) zurückgreifen. so spekuliert (mehr ist das nämlich nicht) auch ebenjene studie, dass der einschlag wohl aus der zeit des lhb von vor ca. 4.1 bis 3.8 milliarden jahren (gyr) stammt... nur gibt es in den letzten jahren doch recht konkrete hinweise, dass es das lhb gar nie gab*. es gab also keine häufung von asteroiden-einschlägen auf mond, mars und erde vor ca. 4 gyr, sondern die impact-anzahl nahm wohl eher von anfang an exponentiell ab. für das lhb spricht kaum noch etwas und der ursprung des lebens auf der erde hat - von dieser seite zumindest - keine probleme mehr. erinnert frappant an die mär, dass ein magnetfeld nötig wäre, um eine atmosphäre aufrecht zu erhalten. das mag für sehr spezielle fälle stimmen, im großen und ganzen ist dem aber wohl nicht so - auch nicht bei der erde oder beim mars, und schon gar nicht heute. aber beides - lhb und magnetfeld-geschichte - brauchen wohl noch etwas, um sich in der wissenschafts-community - und dann wohl wesentlich später in den medien - herumzusprechen. PS: es ist nebenbei wohl auch nicht der größte bis dato entdeckte einschlagkrater im sonnensystem. auf dem mars gibt es die sogenannte "martian hemispheric dichotomy", welche beinah der gesamten nördlichen hemisphäre des mars entspricht, die im vergleich zur südlichen um bis zu 5 kilometer abgesenkt ist. dafür verantwortlich dürfte ein impactor sein (gibt aber auch andere theorien), der mindestens 1.200 km groß sein hätte müssen (zb https://doi.org/10.1002/2017GL074002). davon abgesehen - aber davon gibt es keine zu entdeckenden krater mehr, gab es natürlich auch noch den ein oder anderen "giant impact" zur zeit der endenden planetenentstehung vor rund 4.5 gyr. so zb theyas einschlag auf die proto-erde, die für die entstehung unseres mondes verantwortlich zeichnen soll und wohl in etwa der masse des mars entsprach (zb https://doi.org/10.1038/35089010) oder sogar größer war. aber womöglich war auch das bei weitem nicht der größte einschlag in der geschichte unseres sonnensystems. jupiters kern wurde eventuell durch einen heftigen einschlag mit seinem mantel vermischt und die differenzierung beider findet sogar noch heute statt (https://doi.org/10.1038/s41586-019-1470-2). die angenommene masse des einschlagenden objektes: rund 10 erdmassen... die studie über den einschlag auf ganymede ist aber trotzdem lässig *wen es interessiert, zb https://doi.org/10.1073/pnas.1611535113, https://doi.org/10.1016/j.icarus.2017.12.046, https://doi.org/10.3847/1538-4357/ab2c03
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