Liebes ASB,
zunächst mal ein herzliches Hallo! Nach mittlerweile 23 Jahren LASK-Dauerkarte und der überwiegenden Zeit davon als stiller Mitleser im ASB, habe ich mich nun auch zur Anmeldung durchgerungen. Einen besonderen Auslöser dazu gibt es gar nicht. Vielleicht liegt es am Sommerloch.
Mir ist schon klar, dass das Transferfenster offiziell erst öffnet, aber wenn man die werte Konkurrenz mitverfolgt und liest, für welche Spieler Nachfrage aus dem Ausland besteht, und diese teilweise unverständlich hohe Summen geboten werden, überrascht es mich umso mehr, dass man im Gegensatz dazu beim Doublesieger abgangsseitig medial wenig hört. Zumindest sind die Gerüchte um Bello und Bogarde wieder ruhiger geworden (Abgänge von Ergänzungsspieler, und da zähle ich Coulibaly dazu, lasse ich jetzt mal außen vor).
Gut, grundsätzlich ist das sicher kein Nachteil, wenn Transferverhandlungen möglichst ohne mediale Begleitung stattfinden und offenbar geht man ja davon aus, dass sich das Karussell erst nach der WM stärker zu drehen beginnt. Aber meine Vermutung ist schon, dass einerseits Buric den Stammspielern teilweise sehr hohe Preisschilder umhängt, weil man hinsichtlich längeren Vertragslaufzeiten (und damit keinen drohenden ablösefreien Abgängen) und andererseits durch die fixen finanziellen Einnahmen im Europacup derzeit wenig Druck hat, Spieler zu verkaufen – ganz im Gegenteil, man kann ihnen als einzige Mannschaft Österreichs derzeit fix die europäische Bühne im Herbst bieten.
Und andererseits könnte ich mir vorstellen, dass Kühbauer es gewissermaßen als Bedingung zum Verbleib im Verein gemacht hat, einen qualitativ möglichst hochwertigen, breiten Kader (wegen Europacup) zu haben. Zumindest hat er das bei seinen Vorgänger-Vereinen immer deutlich gefordert. Mit drei Neuzugängen wurde damit ja schon begonnen.
Sportlich natürlich wünschenswert, wenn die Doublesieger-Stammmannschaft – bis auf die bereits länger fixierten Abgänge von Kalajdzic und Cissé - gehalten werden kann. Aus wirtschaftlicher Sicht frage ich mich trotzdem, ob man bei lukrativen Angeboten nicht auch das ein oder andere Angebot annehmen sollte, um dieses Geld beispielsweise zur Reduktion finanzieller Verbindlichkeiten nutzen könnte, um langfristige Stabilität zu sichern.
Jedenfalls bin ich gespannt, wie diese Transferzeit schlussendlich verläuft. Gar nicht so einfach, die Balance zwischen sportlicher Perspektive inkl. Europacup und wirtschaftlichen Aspekten zu halten.