Satyr

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  1. Donaufeld? Vor dem Abstieg gerettet? Jaja!! Nostalgie weckt das bei mir insofern, weil dazu passend noch zwei weitere Unvergesslichkeiten wach werden: Wir hatten einst drei klingende Namen hintereinander zu Gast. Vienna, Sportclub und Krems. Ich bezweifle, ob sich jemand zu tippen wagte, dass wir alle drei Partien gewinnen - und das gar noch im Handicap (2-0; 3-1 und 4-1). Und vor dem Abstieg gerettet hat uns ja auch einmal Leo Kiesenhofers Eisenschädel, der härter war als die berühmte Bierflasche.
  2. Satyr

    Vorbereitung Saison 2024/25

    Mim Rédn kémman d* Leit zsaumm. Einige Jahre ist mittlerweile her, als Ried gegen die 60er aus München testete. Und dazu möchte ich gern eine heitere Anekdote bringen, die wohl bei manchem geneigten Mitleser die Mundwinkel zucken lassen wird. Sehr bekannt in Ried ist ein gewisses "Restaurant Helios", und die Quantität der Portionen ist auch bekannt. Zumindest den Einheimischen. Einmal kamen zwei Fremde ins Lokal und bestellten jeweils eine kleine Pizza. Als das Essen serviert wurde gingen sie von einem Irrtum aus: "Mier håbm kloane Pizzen bstöt." Der Kellner ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und beteuerte "IST KLEINE diese!" Nun aber zu den 60ern, welche bekanntlich eine Fanbase haben, die weit über München hinausgeht. Ein Mob von etwa fünfzehn Männern - alle in weißblauer Wäsche - setzte sich in unmittelbarer Nähe zu mir und meiner Gattin und orderte zunächst einmal Bier. Recht schnell wurde deutlich, dass die Löwenanhänger keine Münchner; ja nicht einmal Bayern waren - sie kamen wohl aus dem nördlichen Teil des Nachbarlandes. Ich fragte sie nach ihrer Meinung zum Rieder Bier, und das wurde sogleich sachkundig erörtert und sie waren des Lobes voll. Natürlich sprachen wir auch angeregt über Fußball und was die jeweiligen Erwartungen an die Saison seien, ehe einer aus der Gruppe (nicht gerade der Allerschlankste übrigens) eine "große Pizza Calzone" bestellte. Der Pizzakoch hatte sich selber übertroffen. Er servierte ein Ding, das einem übergroßen Fische ähnlich sah. Die Teigtasche war wohl einen Meter lang und dreißig Zentimeter breit. Wir plauderten beim Biere angelegentlich weiter - nur einer sagte nichts; er hatte anderes zu tun. Es wurde jetzt langsam Zeit, sich auf den Weg ins Stadion zu machen und wir rüsteten uns zum Aufbruch. Da sahen die meisten unserer deutschen Nachbarn mit Entsetzen auf ein blankes Teller; nur der bisherige Wortführer derselben nahm es mit Humor. Er klopfte mit der flachen Hand seinem Kameraden auf den Bauch und sprach dazu die Worte: "haste dir jetzt die janze Calzone reinjespaxt?!? So wird das nix mit dem Abnehmen!!"
  3. Satyr

    FC Admira Wacker Mödling - SV Ried

    Mit der Sémmé zwischn dé Zähnd wird am Sonntåg in der Südstådt umadumgrennt. In der oan Haund a Bier, in der aundern a Knacker - der Gégner hoaßt Admira Wacker. Då brauchma mittågs nix mehr zum Éssn, wäu am Saumståg Dornbirn dé Grazer håt gfréssn. Åcht Punkte san immer nu vü, dés is an jedn kloar, åwer zsaummzöht wird am Schluss; nu iss nét goar. Realistisch betråchtet isses ållerdings wurscht, a echter Riader håt oiwei an Durscht. An Hunger nåch Punkten und geborene Sieger, gehts hoit näxts Joahr daunn in dé hechare Liga. Ob Budapest, Baku oder Warszawa, dé geile Sau håt klasse Hawara. Und a wengal Trama sei då scho erlaubt - waunn ma an dé richtign Foarbm glaubt.
  4. Satyr

    Rieder Fanszene

    Nein. Das trug sich ja im verwichenen Jahrtausend zu, und außer dem Verlust des Regenschirms gab es keine Konsequenzen.
  5. Satyr

    Rieder Fanszene

    Der Linienrichter war wirklich schwach und wachelte einen ordentlichen Murks zusammen. Auf der Sitzplatztribüne im alten Stadion saß ein älterer Herr. Wir kannten ihn nicht und er sang nicht aber er tat etwas Unerwartetes mit wahrer Inbrunst: Als ihm die Unleistung des Referee-Assistenten nach einer weiteren katastrophalen Fehlentscheidung gar allzu bunt wurde, setzte er schnell entschlossen und im Affekt seinen Regenschirm als Speer ein. Er schrie in rasendem Zorn "du schlechter Hund du" und das Geschoß verfehlte das Ziel gerademal um einen Meter.
  6. Aber ich tat es. Leider in einer 2er-Kombi mit Frankfurt....
  7. Satyr

    SV Ried - FAC

    Sowie ich Floridsdorf in welcher Art auch immer vernehme, kommt mir stets der gute alte Robert Löffler alias Telemax in den Sinn: "Frau Wirtin hatt´ auch einen Moritz. Der wohnte in dem Dorfe Florids." Er klagte sehr, dass er bei diesem Schüttelreim nicht mehr weiterwusste; auch hat gemäß meines Wissens niemand das begonnene Gedicht zu Ende gebracht. Nachdem es schier unmöglich ist, ein so kurzes Wort wie "Ried" zu schütteln, kann ich dem lieben und feingeistigem Meister nur mit derber Klinge antworten: "Dé Lisi vom Pauly is stolz auf Ried. Und wir holen uns den Sieg."
  8. Satyr

    FC Dornbirn - SV Ried

    Schnee. Freilich wohl war früher alles besser - und Schnee gab es auch noch. In Dimensionen, welche die heutige Jugend gar nicht mehr zu ermessen vermag. Die beiden schon etwas älteren Nachbarbuben feixten anno dazumal, einen Schneemann würde ja jeder bauen können; sie verfielen also auf die Idee, eine Schneefrau zu bauen - mit derart dicken Titten, dass ein gewisser Till Lindemann wohl eben dadurch zu einem seiner Songs inspiriert wurde. Bleiben wir aber beim Fußball. Haben wir als Zuschauer nicht stets das exotische Gefühl genossen, wenn der orangefarbene Ball zum Einsatz kam und das Netz "staubte", wenn ein Tor erzielt wurde? Als ehemaliger Amateurkicker blicke ich auf eine Zeit zurück, die wohl für immer der Vergangenheit angehören wird. Ließe 2023 ein Trainer seine Truppe auf einem Gehsteig laufen, während er mit dem Auto nebenher fährt mit den Worten "riahrts eich, dés geht nu schneller!", wäre ihm ein befristeter Aufenthalt in Stein sicher. Gibt es noch Konditionsläufe im Winterwald in Fußballeradjustierung? Es hat uns allen nichts geschadet, und die Körperkraft von damals hätte ich mit Handkuss gern wieder zurück. Heutzutage muss ich immer schallend lachen, wenn eine Erinnerung hochkommt, die mir als damals jungem Erwachsenen höchstens ein böses Grinsen zu entlocken vermochte. Nicht November war es, sondern März, als es über Nacht dreißig Zentimeter Neuschnee herausgehauen hatte. "So, gemma, Burschen!" befahlen Präsident und Coach unisono, "Schnee zsaummtretn, bevor der Gégner då is"! Wir folgten natürlich aufs Wort und machten uns auf ins weiße Winterwonderland. Beinahe mehr erschöpft als nach einer Partie samt Verlängerung hockten wir dann in der Kabine, um wenigstens einigermaßen trocken zu werden. Die gegnerische Mannschaft war nun eingetroffen und auch der Schiedsrichter war mittlerweile angekommen. Dieser kam zu uns in den Umkleideraum und sagte "bei den Gästen stimmt etwas bei den Spielerpässen nicht; wenn Sie wünschen wird das Match mit 3-0 strafverifiziert." Man sah ihm deutlich an, dass ihm das Wetter und die Platzverhältnisse keine allzu große Begeisterung entlockten. "Nananananana!!" ereiferte sich sogleich unser Kapitän; "mier spün; mier gwingan hecher ois 3-0!" Er sollte recht behalten. Noch nasser und müder als vorher konnten wir auf das beachtliche Resultat von 4-0 stolz sein....