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Hofmann hoffnungslos

149 Beiträge in diesem Thema

Montag Mittag im Wiener Hotel Hilton Danube, High Noon in der Causa Steffen Hofmann. ÖFB-Präsident Friedrich Stickler und Generalsekretär Alfred Ludwig ringen nach Erklärungen, warum hoffentlich doch noch geht, was schon vor Wochen angekündigt war. Die Einbürgerung des deutschen Ausnahme-Fußballers, 24, der seit nunmehr drei Jahren in Wien lebt, für Rapid spielt und seit dem 9. September 2004 mit einer Wienerin verheiratet ist.

Der erste Satz der offiziellen Pressemitteilung, die an die Reporter verteilt wird, wirkt entlarvend: "Der ÖFB hofft und glaubt fest daran, dass 347 Minuten Einsatz eines Minderjährigen im Alter von 17 Jahren nicht als Hinderungsgrund für seine Zukunft in der Nationalmannschaft seiner neuen Heimat herangezogen werden können".

Der ÖFB "hofft und glaubt". Aber was weiß er eigentlich?

Trugschluss

Der Fußballbund stützt sich auf Zirkular 877, ein Rundschreiben des Weltverbandes FIFA vom 21. November 2003, in dem darauf hingewiesen wird, dass ein Wechselrecht für Doppelstaatsbürger eingeführt wurde. Der ÖFB schöpft seine ganze Hoffnung aus dem Satz: "In diesem Zusammenhang gilt es jedoch hervorzuheben, dass dieses Wechselrecht von einem Spieler, der bereits in einem A-Länderspiel seines heutigen Verbandes gespielt hat, nicht beansprucht werden kann."

Dieser Satz steht allerdings nicht im Widerspruch zum FIFA-Statut. In dem wird auch darauf hingewiesen, dass man keine A-Länderspiele absolviert haben darf. Aber es steht auch, dass das Wechselrecht jenen Spielern, die in irgendeiner Altersstufe Länderspiele absolviert haben, nur bis zum 21. Lebensjahr zusteht. Hofmann hat zwar kein A-Länderspiel gemacht, war für Deutschland aber bei der U-17-WM 1997 dabei. Zudem ist Hofmann mittlerweile 24 Jahre alt.

Offensichtlich hat der ÖFB dem Zirkular zu viel Bedeutung beigemessen. Ein Anwalt bestätigt gegenüber dem KURIER: "Durch ein Zirkular können die Ausführungsbestimmungen nicht geändert werden. Nur durch einen FIFA-Kongress".

Die peinliche Posse hätte vermieden werden können. Denn das Statut enthält eine einjährige Übergangsfrist, in der auch Spieler, die das Alterslimit (21) überschritten hatten – trotz Nachwuchs-Länderspielen für einen anderen Verband –, die Nation wechseln konnten. Diese Frist währte vom 1. Jänner 2004 bis zum 31. Dezember 2004. Kurz und gut: Das Anliegen des ÖFB kommt mehr als sieben Monate zu spät.

Hochbetrieb

Andere Verbände machten von der Übergangsregelung regen Gebrauch. 40 Fußballprofis wechselten den Verband, unter anderem mit Djimi Traore auch ein aktueller Champions-League-Sieger vom FC Liverpool (von Frankreich zu Mali). Sogar der Verband der Kap Verdischen Inseln wusste von der Übergangsfrist, er darf seit dem Vorjahr auf fünf Spieler zurückgreifen, die für Portugal noch im Nachwuchs gespielt haben. Zudem veröffentlichte die internationale Nachrichtenagentur Reuters Ende November 2004 einen Artikel, in dem noch einmal darauf verwiesen wurde, dass für wechselwillige Kicker Eile geboten sei. Plakativer Titel: "Die Zeit läuft ab".

Leidtragender Statist auf der Laienbühne ist Steffen Hofmann, der nach zahlreichen Hintergrundsgesprächen auf die professionelle Abwicklung durch den ÖFB vertraute. Nunmehr mimt der Regisseur in spe den Statisten. Das Drehbuch der FIFA, Statut genannt, sieht derzeit kein Happy End vor.

Zumindest nicht in Rotweißrot. In Deutschland schielt man noch immer mit einem Auge auf den Spielmacher. DFB-Trainer Löw bestätigt auf KURIER-Anfrage, dass das Interesse an Hofmann weiter besteht: "Er bleibt im DFB ein Thema. Über die WM 2006 hinaus“.

Damit steht fest, dass es ausschließlich der ÖFB verbockt hat!

Ludwig & Co RAUS!!!

Kein anderer Verband hat so unfähige Funktionäre wie wir - wie soll es da mit der Nationalmannschaft jemals bergauf gehen?

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Kein anderer Verband hat so unfähige Funktionäre wie wir - wie soll es da mit der Nationalmannschaft jemals bergauf gehen?

Vielleicht durch die eigene Jugend???? :???::???::???::???:

:nein::nein::nein:

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Hoffentlich bekommt das DFB-Team jetzt die einzig wahre deutsche Nr. 10.

Geh bitte - Deutschland hat im Mittelfeld etliche international etablierte Spieler - würd Hofmann auch nur ansatzweise DFB-Perspektiven sehen, hätt er sich niemals für das österreichische Nationalteam entschieden.

Spielt er doch eines Tages, kann man sich darum orginal 0.0 kaufen - was hatte man davon als Jancker oder Bierhoff international Erfolg hatten? Nix - keine Sau hat sich daran erinnert, dass diese Spieler mal in Österreich tätig waren.

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Geh bitte - Deutschland hat im Mittelfeld etliche international etablierte Spieler - würd Hofmann auch nur ansatzweise DFB-Perspektiven sehen, hätt er sich niemals für das österreichische Nationalteam entschieden.

Ahm, du hast mich falsch verstanden. Erstmal würd ich mich für das deutsche Team freuen, und nicht deswegen, weil Hofmann irgendwann mal bei Rapid bzw. in Österreich gespielt hat.

Und zweitens hat Deutschland definitiv keine Nr. 10 - wo denn bitte?! Ballack ist ein Weltklasse-Spieler, vielunterschätzt, kann Alles spielen, ist aber kein Spielmacher. Das sind auch ein Frings, Ernst, Schweinsteiger oder ein Deisler nicht. Hofmann wird vermutlich kaum eine realistische Chance auf einen Stammplatz haben, solange er nicht in Deutschland kickt (geschweige denn überhaupt mal einberufen werden), aber von den Anlagen her ist er für die Spielmacherposition prädestiniert wie kein zweiter Spieler mit deutschem Pass.

bearbeitet von Starostyak

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Selbst der Fußballverband von Kap Verde ist besser organisiert als unser Sauhaufen.

Das trifft's wohl ganz gut.

Viel mehr möcht' ich dazu gar nicht sagen, sonst würde ich wohl SEHR ausfällig werden. Eigentlich sollte jeder der Verantwortlichen, egal, wie das jetzt noch weiter geht, wenigstens so viel Anstand besitzen, freiwillig zurückzutreten. Alleine schon, um den österreichischen Fußball vor weiteren Peinlichkeiten zu bewahren...

bearbeitet von neuron

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und stünden die chancen um eine sondergenehmigung schlecht? bei ihm gehts ja nicht rein um sportliche perspektiven... wiener frau, kind, seine profikarriere hat er bei uns begonnen, ist gut 4 jahre da, er hängt mitm herz einfach an beiden ländern... er hat chancen sowohl für D als auch Ö zu spielen... da is es logisch, dass er sich nicht über irgendeine nacht entscheidet... :schluchz:

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So etwas Blamables hab ich ja schon lange nicht gesehen.

Eigentlich müßte der gesamte ÖFB samt Teamchef sofort zurücktreten.

Selbst der Fußballverband von Kap Verde ist besser organisiert als unser Sauhaufen.

In der Privatwirtschaft werden Leute wegen so etwas sofort gefeuert...aber bei den ÖFB-Sesselklebern...

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Ist mir eigentlich relativ egal, da ich wie schon ihn vielen anderen Threads durchdiskutiert, nicht unbedingt in unserem Nationalteam brauche.

Die Aktion, wie dies jedoch alles abläuft ist wiedereinmal peinlich hoch 1000. Also bitte, wofür werden gewisse Leute beim ÖFB eigentlich bezahlt?

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Gast
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