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Offener Brief: Fanklubs gg. Betriebsführervertrag

167 Beiträge in diesem Thema

Offener Brief: Austria-Fanklubs gegen Betriebsführervertrag

Im Sommer 1998 brachte Frank Stronach ein Einstandsgeschenk mit. Michi Wagners Rückkehr nach Wien-Favoriten sollte zeigen, dass es Stronach ernst war mit seinem Engagement bei der Wiener Austria.

Seitdem ist viel passiert. Michi Wagner ist geblieben - Noch. Im Sommer könnte auch für ihn das Kapitel Austria zu Ende sein. Damit wäre er nur ein weiterer Name in der Liste der Spieler, die in der Ära Stronach bei Austria Wien ihr Glück versuchen durften.

Ebenso wie die Spieler bei unserer Austria aus- und eingingen um zumeist gut dotierte Gehaltschecks abzuholen tummelten sich bald nach dem Einstieg Stronachs die Freunde, Berater und wie auch immer die Herrn hießen im VIP-Club.

Das Ergebnis dieser Männerfreundschaften war eine Horde von Trainern, Sportdirektoren, Scouts und anderen Funktionen, die man erfinden musste, um dem Prinzip "vier Augen sehen mehr als zwei" gerecht zu werden.

Entlassen wurden die "anständigen Burschn" regelmäßig, weil man wieder einmal die Pläne geändert hatte. Ein Startrainer mit internationalem Erfolg, dann wieder ein ehrlicher Arbeiter, der auf die Jugend setzt - probiert wurde viel. Konzept ist bis heute keines ersichtlich.

Und während Stronach und die ihm immer folgende Karawane der Geld- und Geltungssüchtigen alles ausprobieren durften, wie man möglicherweise einen erfolgreichen Fußballklub führt, hat auch das Präsidium der Austria nichts getan, um dem Treiben der Funktionslosen etwas entgegen zu setzen.

Um Stronach und sein Geld nur ja nicht zu vergraulen, hat sich auch die Spitze unseres Vereins entschlossen zu schweigen und allem zuzustimmen, was aus Kanada bestimmt wurde.

Wenn zwischendurch wieder einmal eines der Konzepte gescheitert war, wurde rasch ein Bauernopfer gefunden und das Treiben begann von vorne. Der letzte, der dieser Logik folgend gehen musste, war Lars Söndergaard.

Ein Viertelfinale im Europacup verschonte Söndergaard nicht davor, sich in der langen Liste der Kurzzeitarbeiter einzureihen (die auch noch die Namen Koncilia, Prohaska, Hochhauser, Haan, Hörmann, Pfeffer, Constantini, Schachner, Daum und Löw umfasst).

Aber weil es ja "keine schlechten Arbeiter, sondern nur schlechte Manager gibt", wurde auch auf dieser Ebene fleißig rotiert: Koncilia, Rebernig, Haan, Svetits, Kronsteiner (dem im Winter die Kompetenzen abhanden kamen, oder doch nicht?).

Einen Grund fand man immer, um einen solchen Wechsel zu rechtfertigen. Hatte sich doch jeder irgendwann in seiner kurzen Austrialaufbahn erlaubt, gegen einen Tabellennachzügler unentschieden zu spielen oder gar zu verlieren.

"Veilchenfieber" kam so immer nur kurz auf und wurde immer dann, wenn man an die Wende zum Guten glaubte, durch Schüttelfrost unter den Fans ersetzt.

Diese frostige Stimmung und die selten geglückte Medienarbeit, haben bis heute zur Folge, dass Zuschauerzahlen und Abozahlen nur durch Tricks zumindest in Ansätzen passabel aussehen.

Die Fanartikel und deren Verkauf - eine der Einnahme von modernen Fußballklubs - dümpeln bis heute bei der Austria vor sich hin. Sind sie doch nicht Teil des Betriebsführervertrages und somit offenkundig Brachland.

Ein neues Stadion ist notwendig, um international auf Dauer Erfolg zu haben. Diese Aussage hören wir nun seit Jahren von Frank Stronach. Bautermine werden aber genauso regelmäßig verschoben, wie Trainer und Manager zu "anständigen Burschn".

Und während man in Salzburg, Innsbruck, Graz und Ried in neuen Stadion spielt, während man bei Rapid das Stadion renoviert hat, hat sich im Horrstadion nichts geändert und ein Stadionneubau nicht mehr als eine alljährliche Ankündigung zur Weihnachtsfeier.

Frank Stronach mag mit wirtschaftlichem Geschick ein Weltunternehmen aufgebaut haben, er mag für dieses Unternehmen die richtigen Berater und Manager gefunden haben - seit nun 7 Jahren stellt er unter Beweis, dass ihm dies bei der Austria nicht gelingt.

Durch den Betriebsführervertrag zwar mit allen Möglichkeiten, aber keine Pflichten ausgestattet, hat Frank Stronach bei Austria Wien immer daneben gegriffen.

Der Ruf der Austria ist ramponiert, nachhaltige Strukturen sind nirgends in Sicht, im Hintergrund arbeitet eine Clique von Personen, die zwar viel für die eigene Brieftasche, aber wenig für die Austria übrig hat.

Es also Zeit, ein Fazit zu ziehen: und dieses Fazit kann nur heißen: Löst den Betriebsführervertrag in seiner jetzigen Form auf. Zur Rettung unserer Liebe muss endlich Schluss sein mit dem System Magna und Stronach, das von Freunderlwirtschaft und einer Planung der Marke "Try and Error" geprägt ist.

Wir wollen einen seriös geführten Verein, der durch klare Strukturen und Kompetenzen gekennzeichnet ist. In dem auch die Verantwortung übernehmen, die verantwortlich sind und wo nicht immer die billigste Lösung als die beste verkauft wird.

Wir wollen eine Austria, die nach Jahrzehnten der Misswirtschaft, endlich wieder vernünftig und ehrlich arbeitet, weil wir der Meinung sind, dass dies auf Dauer der einzige Weg zum Erfolg ist.

Nur ehrliche, harte und professionelle Arbeit kann Probleme lösen, das "Reingeben" von Geld schafft nur neue Probleme für die Zukunft, weil die grundlegenden Fragen nicht angegangen werden.

Wir lieben diesen Verein, wir lieben die Austria - wir werden nicht weiter zulassen, dass jemand glaubt, mit seinem Geld könne er sich das Recht erkaufen, hier seine Langeweile zu bekämpfen und seine Freunde zu unterhalten.

Wir können und dürfen uns auch erwarten, dass jeder, der sich bei der Austria engagiert, dieses Engagement auch ernst nimmt. "Ich kann gar nicht so viel Geld ausgeben, dass ich weniger hätte" - lieb Du weiter Dein Geld.... unser Herz gehört Austria Wien.

Freiheit für Austria Wien

[:: Quelle: sport1.at ::]

Eure Meinungen dazu?

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ja, soweit ich weis ist es von der initiative west.at.

Pöses Pöses west.at :verbot:

Das weniger, in Anbetracht einiger Kapazitäten in der Vereinigung eher ein beängstigendes west.at!

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Ich prophezeie dem Thread entweder 200 Antworten oder die baldige Schließung bzw. Verschmelzung.... ;)

Wenn den einer der beiden anderen Mods schließen solte (ich mein, davon geh ich sowieso nicht aus, aber egal)... dann :knife::D

Cheers

"FREIHEIT FÜR AUSTRIA WIEN" hört sich zwar mehr nach einem Strache Plakat an, aber wenns seinen Zweck erfüllt

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Sehr guter Brief :super:

Entweder es wird jetzt langsam eingesehen, was alles schiefgegangen ist und eine 180° Umkehr in der Vereinspolitik betrieben, oder dieser Weg sollte bis zum bitteren Ende durchgezogen werden.

Es tut mir wirklich leid dies schreiben zu müssen, da mir unserer jetztige Mannschaft wahrlich sympathisch ist und ich auch denke, dass wir mit einer endlich einkehrenden Kontinuität endlich Erfolg haben könnten.

Doch meine Geduld und auch meine Hoffnungen darauf, sind über die Jahre leider in den Sand verlaufen. :madmax:

Deshalb 100% pro "Freiheit für Austria Wien"

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Birgt eine gewisse Brisanz. Mal sehen, ob Verantwortlich mal auf die zum Teil berechtigte Kritik reagieren, bzw. einmal zur Situation Stellung nehmen. Mir kommt so vor als würden Fans bei der Austria momentan ausschließlich ignoriert.

bearbeitet von erzgruener

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toller brief :super:

er ist eigentlich nicht generell "MAGNA RAUS" orientiert, sondern es wird lediglich aufgezeigt, dass sich unser management um 100% ändern muss! und das sollte irgendwann unserem herrn FS klar gemacht werden!

sprich 100% TONI mit voller verantwortung!

weg mit den ganzen einflüsterern und kontrolloren etc... :kotz:

bin echt gespannt was da morgen unser toller mäzen sprechen wird :nervoes:

AUF EINE VIOLETTE ZUKUNFT!!!!

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Stellungnahmen seitens westtribuene.at zur aktuellen Lage, den Plänen von west.at und dem "Warum" wird man in den kommenden Tagen auch im TV sehen können:

Talk und Tore

Unser Verein hat sich gegenüber Premiere wieder mal ein Fettnäpfchen ausgesucht. Premiere wurde gesagt, dass sie das Interview für Sonntag vor der West machen dürfen. Nach Nachfrage wer interviewt wird und Aussage von Premiere, dass es sich um Chili und Roberto handelt, hat der Verein Premiere erklärt, dass die Herren das Stadion nicht betreten dürfen.

Interview wurde dann vor dem West-Eingang gemacht.

Das Interview wird in TuT ausgestrahlt, aber nur dann, wenn Toni Polster seine Zusage als Studiogast einhält!

Match am Montag

Kommenden Montag in PulsTV werden folgende Gäste im Studio sein:

Peter Rietzler - Sport1

Johann Skocek - DerStandard

Stefan Kulovits - SK Rapid Wien

ehemaliger Austria-Spieler (noch nicht bekannt!)

Mag. Richard Piller - westtribuene.at

Geladen war ursprünglich auch ein Vereinsvertreter der Austria. Verein hat aber abgesagt, da keiner Zeit hat, da sie um diese Zeit im Schweizerhaus sind

bearbeitet von Relii

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alles recht schön und gut nur so lange net feststeht wie es danach weiter gehn soll halte ich die ganze aktion für witzlos - möchte gar net wissen welche grabenkämpfe entstehn würden wenn der franky weg ist!! was jetzt net heißen soll das ich mit seiner linie die er vorgibt einverstanden bin, nur so lange es kein zukunfts szenario für die zeit danach gibt is es mir schier unmöglich magna raus zu fordern!!!

genauso find ich es ur lustig das einige fans die magna raus fordern so kurz erst austrianer sind das sie gar net wissen wie es davor war....

sicher is unser kasperltheater in der führungsriege ein drama nur genauso scheiße würde ich es finden jahrelang nur um platzt 5-9 zu spielen!!!

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genauso find ich es ur lustig das einige fans die magna raus fordern so kurz erst austrianer sind das sie gar net wissen wie es davor war....

was ihr immer mit der zeit vor stronach habts kurz davor wars scheisse stimmt aber von 78 bis 93 waren wir 10 mal meister im ec-finale 2 mal semifinale und ein mal viertelfinale haben mannschaften rausgeschmissen wie barcelona inter mailand oder ajax amsterdam.

es gibt immer wieder arsch zeiten jeder verein ausser bayern macht des durch wo war manchester in den 80ern wo ist liverpool heute wieviele meistertitel hat real madrid in den letzten jahren errungen.

die austria ist in ihrer vereinsgeschichtre immer irgendwann wieser an die spitze gekommen genauso wie es immer wieder kriesen geben wird.

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