also für die momentane situation gibt es viele gründe, und ich glaube, dass sich jetzt so ziemlich alle aufeinmal treffen, was aber aufgrund unserer eindimensionalen ausrichtung zwangsläufig irgendwann passieren musste.
1. die verteidigung:
jeder der selber fussball spielt weiß, wie unsicherheit in der defensive(und dazu muss man nichtmal vereinsspieler sein), auch auf den rest der mannschaft ausstrahlen kann. (wenn du zb weißt, dass bei deinem goalie "jeder" schuss ein tor ist, oder jede flanke für gefahr in der abwehr sorgt, kann der wurm dann auch in der ganzen mannschaft feststecken.)
ich glaube dass speziell dieses frühjahr (vl schon in der vorbereitung), sich genau dieser geist (nämlich die "angst" vor der eigenen abwehr, ob wohl diese bestimmt schon vorher bis zu einem gewissen grad vorhanden war) entwickelt hat, und eine gewisse eigendynamik bekommen hat. unter anderem auch weil es der start ins frühjahr, sprich einen neuen rythmus etc war.
quasi von 0 angefangen, und gleich mal eine in die fresse...
2.taktik, spielweise:
hier kann der fehler für mich eigtl nur beim trainer liegen.
was mir an pacult gefällt:
-diese "ich reiß meinen spielern den arsch auf"-einstellung (wirkt sich positiv, vorallem im falle einer neuordnung aus, garantiert außerdem die für den profisport nötige härte/geisteshaltung/disziplin)
was mir an pacult nicht gefällt:
-mangelnde kreativität
-träge reaktionen, im laufe eines (un)erwarteten spielverlaufs
-offenbar seichte vorbereitung/ideen auf die gegner, und bei der subtilen weiterentwicklung einer funktionierenden mannschaft (was früher oder später zum "stillstand" im gefüge und der spielkultur führt)
-sturrheit, verbunden mit offensichtlichem habschi-getue (konstante nichtberücksichtigung salihis, viel zu langes festhalten an dober/patocka, letzteres fällt vl aber auch in die kategorie "mangelnde kreativität"
aufgrund dieser vermeintlichen tatsachen, resultiert für mich ein system, dass funktioniert,
wenn es funktioniert! (so blöd es auch klingt)
aber wenn es NICHT funktioniert, kommt/kommen die gesamte planlosigkeit, unsicherheit, techn./spielerisch./takt. defizite der mannschaft, gepaart mit den glanz-momenten einiger individualisten (katzer, soma, patocka, dober, eder, thoni, leider mittlererweile sogar mika - sprich defensive) zu diesem beschaulichen, durchschnittlichem ergebnis.
persönlich finde ich auffällig, dass die spieler am platz eher unorganisiert und ideenlos agieren (bereits vor der jetztigen verletzungsserie), und die reaktionen, auf die reaktionen der gegner sehr schwach ausfallen!
einige experten kommen dann zum fehlschluss, dass rapid, eigtl den gesamten herbst, und daher offenbar auch die jahre davor, "über ihre verhältnisse" gespielt hat, obwohl im prinzip ein auslöser ganz einfach "alle" missstände gleichzeitig ausgelöst hat. dabei ist rapid natürlich nicht die 1.mannschaft der sowas passiert, sowas widerfuhr schon besseren mannschaften, die frage ist nur, wie reagiert wird...
3. der wendepunkt:
so konnte man bis in den oktober hinein, praktisch alle "probleme" (unsere "probleme" hätten andere vereine gerne^^) durch willen, bereitschaft, und der vorhandenen klasse durch einen lauf, der sich international wie national ergeben hat, kompensieren. dieser umstand bedeutet noch lange nicht "über den verhältnissen zu spielen", sondern erfolgreich zu spielen!
der wendepunkt war für mich ganz klar, dass 1.5 gegen hapoel. ab diesem zeitpunkt schlich sich für meinen geschmack nämlich nun zusätzlich zur defensiven unsicherheit, auch die offensive hinzu. einzig der immernoch vorhandene wille (auch durch den europacup mitgezogen), und das nötige glück in so manchem falle (spielerisches, nicht schiedsrichter technisches glück), verhinderte, dass uns nicht bereits ab ende oktober/anfang november dass geschah, was nun im frühjahr, wo alle zähler im kopf wieder auf null gestellt wurden, sich ereignete.
das war meine analyse zu unserer derzeitigen situation und wie es dazu kam.
wir brauchen nichts schönreden, wir brauchen nicht zu verzweifeln! jetzt ist weiter arbeiten gefragt. dazu gehören spieler wie auch der trainer und der restliche stab. einzig das "WIE", wird die entscheidende rolle spielen...
Dieser Beitrag wurde von lagon bearbeitet: 14. April 2010 - 15:37