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wödmasta

falco

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Am 8. Februar 1998 schrieb der KURIER: "Österreichs Popstar ist tot."

Falco alias Hans Hölzl war der einzige echte Popstar, den Österreich je hervorbrachte – sieht man von genrefremden "Popstars" ab wie Mozart, Schwarzenegger oder Hermann Maier.

Wolfgang Ambros mag vom Publikum mehr geliebt werden. Georg Danzer mag fünf Mal so viel gute Lieder geschrieben haben. Rainhard Fendrich mag mehr Talent zur Selbstentblößung besitzen. Christine Stürmer mag wesentlich sympathischer sein.

Dennoch hatte nur Falco alles aufzuweisen, was einen Star ausmacht. Charisma. Talent. Größenwahn. Ein sich selbstständig machendes Image. Einen Nummer-eins-Hit in Amerika. Drogen-Troubles. "Wenn der Erfolg schneller wächst als die Seele, hat man ein Problem", sagte er.

Und, obwohl es zynisch klingt, einen frühen Heldentod. Und wie es sich für einen Rockstar gehört, ist Falcos Ableben mit der Aura des Ungewissen umgeben. Natürlich, dass er tot ist, ist sicher, ein unsagbar geschmackloses Grabmal auf dem "Zentral" kündet davon – und davon, dass seine Hinterbliebenen mit dem Nachlass dieses Großen heillos überfordert sind. Aber wie es genau zu dem tödlichen Autounfall in der Nähe von Puerto Plata kam, wurde nie restlos geklärt.

Anwalt

Der junge Hans Hölzl hätte Rechtsanwalt werden sollen. Mit 17 pfiff er auf diesen elterlichen Lebensentwurf, und begab sich, Gitarre und Bass spielend, in die so genannte Szene. Ein Jahr lang war er Straßenmusiker in Berlin.

Gleichzeitig war er aber damals schon clever genug, auf seine Karriere zu schauen. Falco studierte am Jazzkonservatorium und wurde ein ausgezeichneter Bassist. Und er wählte die richtigen Bands: Von der fast zu seriösen Halluzination Company ging er zur chaotischen, aber populären Truppe Drahdiwaberl.

Mit der von ihm geschriebenen und gesungenen Drahdiwaberl-Nummer "Ganz Wien" hob seine Karriere dann ab. Es folgten "Der Kommissar", der "Amadeus", "Jeanny", der langsame Abstieg, einige großartige und viele mediokre Konzerte, das Exil in der DomRep. Und natürlich das posthume Comeback mit "Out Of The Dark". Wie es sich für einen echten Popstar gehört.

Zur Person

Johann Hölzl kam am 19. Februar 1957 in Wien zur Welt. Unter dem Künstlernamen Falco (nach dem Skispringer Falko Weisspflog) wurde er als Bassist in den Szene-Bands Spinning Wheel, Halluzination Company und Drahdiwaberl bekannt. Als Solo-Künstler wurde er zum größten Popstar Österreichs. "Rock Me Amadeus" erreichte Platz eins in den USA. Am 6. Februar 1998 starb Falco bei einem Autounfall in der Dominikanischen Republik.

er war zwar ein bekennender austrianer aber trotz allem ein großer österreicher...

rip

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War der Kommissar nicht auch auf Platz 1 in den USA?

Von seinem "unsagbar geschmacklosen Grabmal" les ich auch zum ersten mal, was ist es denn?

955720[/snapback]

Zu Pkt. 1:

Ja, glaube ich auch

zu Pkt. 2:

Meine Freundin war einmal dort und war begeistert (sofern man auf einem

Friedhof von Begeisterung reden kann). -> Siehe Bild oben.

Mir gefällts.

RIP

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Der Kommissar war niemals Platz 1 in den USA, Falco hatte nur einen Nummer 1 Hit in Amerika und das war "(Rock me) Amadeus"

Mir gefällt seine Musik heute noch, aber nur die alten Sachen, das neue hast dann eh schon vergessen können.

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Der Kommissar war niemals Platz 1 in den USA, Falco hatte nur einen Nummer 1 Hit in Amerika und das war "(Rock me) Amadeus"

965012[/snapback]

So ist es. Kommissar war aber die erste deutschsprachige Single die in den Usa in die Charts kam.

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Irgendwie hab ich mir den Todestag von Falco (eher unabsichtigt) dadurch gemerkt, dass an diesem Tag auch die Olympischen Spiele von Nagano eröffnet wurden  :betrunken:

965136[/snapback]

...und der schachverein ein legendäres konzert spielte ;)

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im jahr des herren 1998 war es mir ziemlich egal dass herrl hölzl gestorben ist, mittlerweile hab ich den mythos falco allerdings schon begriffen ..  :schluchz:

955894[/snapback]

Bei mir eher umgekehrt. :D

Der Hansi war einer meiner ersten musikalischen "Helden" in den frühen 80ern (da haben die meisten Leute - vor allem natürlich die Älteren - noch wie Rohrspatzen über ihn geschimpft ;)) und auch danach für mich immer eine kultige Erscheinung. Seitdem aber nach seinem Tod die Vermarktungs-Masche so weit getrieben wurde, dass alljährlich speziell im Februar diverse Schuppen (vulgo "jedes Oaschloch") ihren Umsatz mit "Falco-Tributes" anzukurbeln versuchen, bekomme ich fast schon einen Brechreiz, wenn ich "Falco Special Night" etc. auf irgendwelchen Plakaten lese oder die TV-Programmvorschau wieder mal eine der unzähligen Falco-Dokus der Profi-Selbstdarsteller Rossacher & Dolezal verkündet...

Und wenn man sich ansieht, welch abstruse Ausmaße die "Verkultung" des von Falco besungenen W.A.Mozart anlässlich seines 250ers angenommen hat, wird deutlich, dass man in Sachen "Falco" noch lange nicht das Ende der Fahnenstange ist. Da kann einem jetzt schon kalt werden, wenn man z.B. an die Jahre 2057 und 2098 denkt. (naja, wenigstens Letzteres müssen sich die meisten von uns wohl nicht mehr geben :D)

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im jahr des herren 1998 war es mir ziemlich egal dass herrl hölzl gestorben ist, mittlerweile hab ich den mythos falco allerdings schon begriffen ..  :schluchz:

955894[/snapback]

Es war mir im Jahre 1998 wurscht und genauso die Jahre bis 2006 und darüber hinaus wirds mir genauso wurscht sein.

Falco mochte ich nie, mag ich nicht und werd ich niemals mögen, also ;)

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Es war mir im Jahre 1998 wurscht und genauso die Jahre bis 2006 und darüber hinaus wirds mir genauso wurscht sein.

Falco mochte ich nie, mag ich nicht und werd ich niemals mögen, also ;)

965920[/snapback]

dann hättest dir deinen eintrag eigentlich auch sparen können.

zum falco sag ich nur: hab sein talent leider auch erst etwas später endeckt.

seine texte sind teilweise echt genial.

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