Altvioletter1965

Die Taktikdiskussion - welche Richtung sollten unsere Veilchen einschlagen

44 Beiträge in diesem Thema

Obwohl noch nicht lange dabei, möchte ich doch eine neue und möglicherweise notwendige Debatte eröffnen und hoffe auf viele interessante Beiträge:

Welche Richtung sollten wir zukünftig einschlagen. Dauerpressing und gnadenlose Offensive zulasten einer möglicherweise leichter zu überwindenden Abwehr? Effektive Defensivarbeit mit schnellem Umschaltspiel?

Die letzte WM und auch viele EC-Spiele zeigen eine Tendenz: Ballbesitzfußball mit endlosen Paßstaffetten sind - nach meiner Einschätzung - passè, zugunsten einer höheren Effektivität im Umschaltspiel bei entsprechend sicherer Defensivarbeit.

Seien wir ehrlich, die Zeiten einer von Spielwitz beseelten Austria ist - mangels geeigetem Personal - Geschichte. Was haben wir uns über die großen Zauberer gefreut - von Sindelar über Prohaska, Gasselich, Nylasi und Acimovic und all die anderen, die uns mit Tricks und Offensivspiel begeistert haben.

Die Realität ist - solche Spieler bekommen wir heute nicht mehr und selbst wenn, immer mehr Teams setzen auf eine stabile Abwehr und brutal schnellen Konterfußball bzw. erstklassige Standards. Einzig die Bullen halten mit ihrer Offensivpressingtaktik noch an einer alternativen Spielart fest und setzen sie, dank passendem Personal, auch teilweise international, sehr gut um.

Und die Austria. Nicht nur in dieser Situation ist es augenscheinlich, daß wir keinerlei Ideen haben (oder Spieler), die in der Lage sind, gut sortierte Abwehrsysteme zu knacken. Auch die Qualität der Standards ist gesunken, einzig im schnellen Konterspiel können wir teilweise überzeugen, weil wir immer wieder sehr schnelle Offensivkräfte haben. 

Also, wer auch immer Trainer wird, welche Richtung kann/soll/wird er einschlagen? Die Debatte möge beginnen.....

 

 

bearbeitet von Altvioletter1965

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Ich glaube nicht, dass man pauschal sagen kann, diese oder jene Spielanlage ist erfolgreicher, sondern jedes Spielsystem kann erfolgreich sein, wenn man die richtigen Spieler dafür hat. Grundvoraussetzung für den Erfolg aller Spielsysteme ist mittlerweile aber, dass die Spieler zu jedem Zeitpunkt ein hohes Tempo gehen, unabhängig davon, ob man jetzt im Ballbesitz ist oder nicht. Die Zeiten des Standfußballs sind definitiv vorbei und kommen auch nicht wieder.

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Es funktioniert mMn heute nur mehr schwer einen Aspekt des Spiels fast zu ignorieren, man muss alles ein bissl können und dann Schwerpunkte setzen. Also zB auch eine Mannschaft die Pressing nicht fokussieren will muss zumindest mit den Stürmern ein gewisses Minimalpressing zusammenbekommen will sie nicht einen Teil des Spiels herschenken. 

Wenn ich mir anschaue welche Spielertypen wir so regelmässig anziehen bin ich eher für eine geordnete Defensive die sich auch einmal weit zurück zieht und doppelt verbunden mit einem milden Ballbesitzspiel in der Offensive, aber zumindest im Mittelfeld eher nicht zu kurzpassorientiert.

Grundsätzlich hat Finks Ansatz mMn recht gut gepasst von der Grundausrichtung her, wenn man das etwas dynamischer hinbekommt wäre das schon nicht so schlecht als Startpunkt.

 

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Variabel. Ballbesitz mit schönen Kombinationen. Offensiv ausgerichtet. Schnelles Ballerobern und rasches Umschalten. Zum Zungenschnalzen. Und bitte noch erfolgreich. Dann bin ich zufrieden. Das (sollte) ist Austria Wien.

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AlfredoD. schrieb vor 2 Minuten:

wenn es nach der DDR Philosophie ginge müssten wir aber auch eine Mauer aufziehen. das klingt dann doch eher defensiv.

Einen Antifaschistischen Schutzwall hätte man vor Jahren gebrauchen können, aber jetzt nicht mehr ;)

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ich find es geht in erster Linie mal nicht um Taktik sondern um Pass- und Ballsicherheit. Allerdings mit Tempo. Was wiederum schon auch mit der Bewegung ohne Ball zu tun hat und ein Mitdenken aller erfordert. von der ersten bis zur letzten Minute.

DANN kann ich überlegen wie ich es anlegen will um möglichst effizient zum Ziel zu kommen. Grundsätzlich ist es logisch, dass die Balleroberung in der Angriffszone die größte Chance auf Erfolg verspricht, weil der Weg zum Tor relativ kurz ist und 2-3 Passes reichen. Wenn ich von hinten rausspiele, dann helfen lange Bälle nur wenn man sich einigelt und auf Konter spielt. Ich glaub das will so oder so keiner sehen, aber je länger der Ball unterwegs ist, desto unwahrscheinlicher wird es ohnehin, dass er auch dort ankommt wo er hin soll.

Spielt man von hinten raus, braucht man ein gutes Konzept die gegnerische Verteidigung auszuhebeln, das geht nur wenn man selber sehr schnelle Passes spielt und auch das Spiel schnell verlagern kann. wenn jeder zweite Offensivpass daneben geht, kann das nix werden. Also irgendwie wär es logisch eben die Redbull Variante anzusteuern, aber der Aufwand ist so groß und die Anforderung ans offensive Verteidigen ebenso, dass ich da wenig Hoffnung sehe von heute auf morgen oder auch mittelfristig sowas auf die Beine zu stellen.

Außerdem tät ich lieber eine andere Austria sehen. So einer wie fallweise unter Daxbacher wo es Derbys gab, die wir zwar nicht 6:1 gewonnen haben aber wo wir die Penzinger 90 Minuten an die Wand gedrückt haben. Sowas macht Spaß. aber davor heißt es üben üben üben.

ooeveilchen schrieb vor 9 Minuten:

Einen Antifaschistischen Schutzwall hätte man vor Jahren gebrauchen können, aber jetzt nicht mehr ;)

das war konzeptionell sowieso verrückt, weil es ja groteskerweise mehr dazu gedient die Leute einzumauern als in Trumpscher Logik Eindringlinge abzuwehren. ich glaub wir würden sehr oft 0:0 spielen, mit dem Vorwärts im Herzen aber dem Beistrich in der Hose.

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Totaalvoetbal schrieb vor 4 Stunden:

Beim FC Basel hatte so gut wie jeder Trainer Erfolg. Ob Gross, Vogel, Fink, Yakin, etc... Weil die Philosophie und Prozesse im Hintergrund einfach hervorragend waren. Jetzt wollte man alles ändern und plötzlich haben auch gute Trainer wie Koller keinen Erfolg.

Ähnlich ist es bei Salzburg. Dort hat RR eine Philosophie implementiert. Außerdem ist man in den einzelnen Prozessen hervorragend (Medizin, Ausdauer, Scouting etc). Seitzdem hat bei Salzburg jeder Trainer größere oder kleinere Erfolge. Es wird auch nach Rose erfolgreich weitergehen!

Das checken halt viele nicht. Bestes Beispiel die Austria. Dort verpflichtet man einen RB Trainer und glaubt plötzlich RB Fußball zu spielen... So funktioniert das halt nicht...

Wenn untere Entscheidungsträger das verstehen, dann ist die Frage des Threads nebensächlich.

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