Eines ist klar. Gegen BW muss ein Sieg her.
Falls das nicht gelingen sollte, wird der Druck wohl zu hoch sein. Es wäre sehr schade, Sacramento ist mir sympathisch und vertritt viele gute Werte. Die Frage ist nur ob sich das "Projekt" LASK wirklich so gut für einen Einstieg als Cheftrainer eignet, als von ihm und dem Verein angenommen. Unsere Situation (Erwartungen, sportliche Ausrichtung lol, Kader, Fluktuation, etc.) nach den vergangenen Saisonen ist dann doch sehr speziell. Oft habe ich das Gefühl wir können nur verlieren, egal in welcher Hinsicht. Wenn wir eine Siegesserie haben, wird das dem vermeintlich hohen Qualitätsfaktor der Mannschaft bzw. des Vereins zugeschrieben und als "logisch" oder "zu erwarten" abgestempelt. Gefühlt können wir daraus selten etwas positives mitnehmen, was aber normalerweise in die Kontinuität und ein nachhaltiges Selbstbewusstsein einzahlen sollte. In schlechten Phasen hingegen sinken wir so tief, dass wir uns komplett (gern genannte Basics) selbst hinterfragen.
Meiner Meinung sollte man endlich von dem Gedanken wegkommen, gewisse außerordentliche Erfolge der jüngsten Vergangenheit (v.A. jedes Jahr erfolgreich international zu spielen) als Standard vorzugeben. Dann hätten wir auch nicht immer diesen - vor allem für jüngere Spieler - lähmenden Performance-Druck. Allein an den Spielen gegen vermeintlich kleinere Gegner sieht man, dass wir mit dem Gefühl von "viel zu verlieren, nix zu gewinnen" nicht umgehen können bzw. nicht die benötigte Qualität in dieser Hinsicht haben. Ein Zeichen davon ist meiner Ansicht nach auch der Fakt, dass gewisse Spieler, die bei uns keine Rolle spielen, bei anderen kleineren Vereinen regelrecht aufblühen. z.B. Valentino Müller oder Thomas Sabitzer
Trotz der Hoffnung die Wende noch zu schaffen, werfe ich einfach mal einen Trainer-Vorschlag in den Raum:
Robin Dutt - soweit ich weiß aktuell SKY-Experte, aber vielleicht eine Möglichkeit etwas Ruhe reinzubringen und sich von Experimenten, die in den letzten Jahren zahlreich praktiziert wurden, zu distanzieren. Aus meiner Sicht braucht es einen Trainerstab der mit der Liga inkl. aller Gegebenheiten vertraut ist. Also kurzfristige sportliche Ziele mit langfristiger Entwicklung der Spielidee kombinieren kann. Und ein Kader aus einem Spieler-Stamm inkl. strategisch eingesetzter Talente, der dem gleichzieht.