Will mir jetzt keinen 20-minütigen, wahrscheinlich mittelmäßigen Podcast im Detail anhören, aber wenn das ein Zitat ist, hat er mMn den Überfall Russlands nicht direkt als "Konflikt, den es schon immer gab" bezeichnet. Aber vielleicht eine semantische Geschmacksfrage.
Der zweite Punkt ist meiner Meinung nach auch von Felbermayr falsch eingeschätzt, wenn man sich die tatsächlichen Staatsfinanzen Russlands ansieht und beobachtet, was von russischer Seite immer als erstes gefordert wird, nämlich die Aussetzung der angeblich so wirkungslosen Sanktionen - aber das soll jetzt hier im Thread nicht das Thema sein.
Im Endeffekt geht es um einen relativ simplen Punkt:
Auch ein Mayer hat einen Preis, um situationselastisch seine Meinung zu bilden - und das wird in diesem konkreten Fall das GF-Gehalt von backaldrin sein. Man darf ja auch gerne den RLB OÖ CEO zu seiner öffentlichen Meinung fragen, dessen Tochter RBI nach wie vor 5 Mrd. Euro nicht aus Russland rausbekommt.
All das spiegelt ganz und gar nicht meine Meinung wider (und vielleicht auch nicht einmal die private Meinung von Mayer oder Schwendtbauer), aber "GF eines Unternehmens, das stark in Russland investiert ist, findet zum Konflikt eher ausweichende Antworten" ist für mich nicht die Schockheadline des Jahres.