ich bin da vielleicht parteiisch weil ich Gerhard sehr gut aus der gemeinsamen VSE-Zeit kenne. Er ist vielleicht nicht der einfachste Charakter. Aber das was über ihn als Co-Trainer berichtet wird aus der Südstadt, klingt realistisch.
Er fordert Leistung. Ein junger Spieler mit Profivertrag hat 24 Stunden am Tag nix anderes zu tun als seine Fähigkeiten auszubauen. Keine Ablenkungen. Gerhard sieht das wohl ähnlich wie ich, dass im österr. Fußball mehr drin wäre, wenn die Jungspunde nicht so verhätschelt werden.
Gerhard hat nicht die Ruhe vom Silberberger wenn es nicht läuft im Match. Der lebt mit, der will seine Aufgabe erfüllen. Der würde am liebsten selbst noch eingewechselt werden.
Ja, passt nicht in unsere Zeit mit haargel-gestylten jungen Handtascherl-Fußballern, aber ist eben so. Dass dann die Fußballer-Papas und Mamas überall herumerzählen, wie böse dieser Co-Trainer ist weil es mal scharfe Worte gegen die aus Elternsicht zukünftigen Superstars gibt, ist eben ein Zeichen der Zeit. Aber nicht auf den Fußball beschränkt. Frag mal altgediente Leute beim Bundesheer, wie man junge Männer vor 30-40 Jahren geschult hat und welcher Weichei-Kindergarten da heute herumrennt.