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ASB-Süchtige(r)
Dannyo schrieb vor 18 Stunden:

Schon eine erschreckende Statistik die auch mir die Augen etwas öffnet zu dem Thema. Ich war da eigentlich auch immer sehr positiv eingestellt. 
Wahnsinn wie viele der Nicht Top Spieler in der Regionalliga oder tiefer verschwinden.

Wie stehst du zu der Aussage vom Mitgliederabend „Es werden Spieler entwickelt und keine Team“ bzw. zum Ansatz das man auf keine Tabellen schaut in den Aka Ligen sondern nur die einzelne Entwicklung des Spielers im Block hat?

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Schefoasch
stuessi schrieb vor 6 Minuten:

Wie stehst du zu der Aussage vom Mitgliederabend „Es werden Spieler entwickelt und keine Team“ bzw. zum Ansatz das man auf keine Tabellen schaut in den Aka Ligen sondern nur die einzelne Entwicklung des Spielers im Block hat?

Das halte ich wieder für eines der angesprochenen "Pro-Argumente".

Würden wir mehrfach Meister in den Akademie-Ligen werden und trotzdem nur marginal mehr Spieler nach oben bringen, würde man das Argument umdrehen und sagen, dass Fußball ein Teamsport ist und wir deshalb ein ganzes Team ausbilden, aber halt nur ein Prozentsatz x es wirklich im Profifußball schaffen kann (was ja auch belegbar ist).

Schwemmlandla3 schrieb vor 46 Minuten:

Glück und auch Zufall spielt immer und bei jedem Nachwuchsspieler eine (mitunter entscheidende) Rolle um es nach ganz oben zu schaffen.

Ja, sowieso. Aber - wie auch IMMER im Spielbetrieb der KM und in anderen Bereichen eines Fußballklubs - kann man trotzdem gewissermaßen nachhelfen, um Zufälle zu erzwingen. Bei uns herrscht zu viel Zufriedenheit. Wir sind weitgehend OK damit, wenn wir die Moritz Oswälder der Nation ausbilden. Das ist nicht gut, aber es ist auch nicht schlecht. Und das Mindset muss weg.

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Alpenbummerl

Weil ich das Thema sehr spannend finde und hier auch sehr vernünftig diskutiert wird, gebe ich auch meinen Senf dazu.

Erstmals Danke an @Dannyo für diesen sehr spannenden Einblick. Naturgemäß sieht jeder gewisse Dinge etwas anders, was ja auch in Ordnung ist. Aber im Großen und Ganzen ist der Artikel Inhaltlich sehr treffend.

Dieses gezielte und individuelle fördern von Stärken und Spielern ist aber generell ein eigenes Thema. Ich denke, dass da sehr viel auch am Spieler selber liegt. In meinen Augen wäre es schon mal ein Ansatz, wenn man 4-5 mal im Jahr einen Talente Infotag einlegt, wo man als Gast/Gäste ehemalige Jugendspieler/Amasspieler als Ansprechpartner einlädt und damit den Jungen Spielern auch einen gewissen Anreiz zeigt mehr Ziele zu haben, als nur Bundesligaspieler oder 2.Liga Spieler zu werden. Hier sollte man die Vorbilder nutzen und damit auch Motivation schaffen. Das können gerne auch Spieler sein, die gar nicht bei uns im Nachwuchs waren, sondern auf andere Weise Ihren Weg über uns bestritten haben. An meiner ehemaligen Ausbildungsstätte wird das seit gut 20 Jahren so gehandhabt (1-2 mal im Jahr). Daraus sind Dinge entstanden, die enorm zur Verbesserung der Ausbildung beigetragen haben. Und das war eigentlich gar nicht Ziel der Übung, sondern ist einfach so nebenbei entstanden. Einmal im Sommer und einmal im Winter einen Tag der Rapidjugend, wo Jugendspieler, Trainer und Verantwortliche sich mit ehemaligen Spielern austauschen, über Ambitionen, Motivation und Anforderungen sprechen. Das ganze im Trainingszentrum und teilweise auch als Event für Fans und Sponsoren. Ich glaube das könnte schon mal einen sehr guten Anreiz bieten für alle Seiten. zB hole ich mir da Sonnleitner, Burgstaller, Querfeld, Sangare und Savicevic. Dazu lade ich jedesmal einen Nachwuchskoordinator eines anderen, größeren Vereins ein. Hofmann hat da sicher noch Kontakte zu Bayern, 1860 (sehr gute Jugendschule), Ajax usw.

Schuldes gilt ja grundsätzlich in Österreich als Fachmann. Die Frage ist, ob er sich in der langen Zeit nicht festgefahren hat? Soll jetzt keine Aufforderung sein, Ihn los zu werden, sondern eher die Frage, ob eine neue, zusätzliche Sichtweise nicht vielleicht helfen würde. Ich bin mir auch sicher, dass man hier von Ragnick auch Tipps bekommen würde, wenn man höflich fragt. Vor allem, wenn er Nationaltrainer bleibt. Er hatte und hat immer einen sehr großen Faible für den Nachwuchs und auch einen entsprechenden Weitblick. 

Und Schlussendlich sollte man sich auch Gedanken machen, ob man nicht in den ein oder anderen Trainer investiert, der auch entsprechende Ausbildungen besitzt, Mitarbeiter ausbilden und führen kann. Dazu auch schon bei den jugendlichen das Thema Ernährung, Fitness, Kraft-Ausdauer und auch Charakterbildung einbringen und hier wirklich Professionelle Strukturen schaffen. Lieber hier ein paar 100 tsd mehr investieren und in ein paar Jahren davon profitieren. 

Das wichtigste ist aber in meinen Augen, dass man sich auf eine Spielweise einigt und diese durchzieht. Diese wird man immer wieder anpassen. Liegt in der Natur der Sache, da sich der Fußball immer verändert und die Anforderungen sich entsprechend ändern. Aber eine grundsätzliche Richtung wird man brauchen. Und dann gibt es auch noch die Spielertypen, welche nicht zwingend in diese Form passen, aber trotzdem wichtig sein können. 

Ich finde auch die Partnerklubs nicht verkehrt, nur sollte man die Auswahl vielleicht nach dem Nachwuchskonzept der Vereine wählen und nicht daran, wie gut sich ein Vereinsverantwortlicher präsentieren kann (Stichwort Bundesland Salzburg => das war ein Bauchfleck mit Ansage => nachzulesen als es zu der Kooperation kam anhand von einigen Kommentaren Salzburger User).

In Summe muss hier etwas geschehen und meine Ausführungen sind auch nur meine Gedanken und in keinster Weise der Weisheit letzter Schluss. 

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Wichtiger Spieler
Dannyo schrieb vor 13 Minuten:

Das halte ich wieder für eines der angesprochenen "Pro-Argumente".

Würden wir mehrfach Meister in den Akademie-Ligen werden und trotzdem nur marginal mehr Spieler nach oben bringen, würde man das Argument umdrehen und sagen, dass Fußball ein Teamsport ist und wir deshalb ein ganzes Team ausbilden, aber halt nur ein Prozentsatz x es wirklich im Profifußball schaffen kann (was ja auch belegbar ist).

Ja, sowieso. Aber - wie auch IMMER im Spielbetrieb der KM und in anderen Bereichen eines Fußballklubs - kann man trotzdem gewissermaßen nachhelfen, um Zufälle zu erzwingen. Bei uns herrscht zu viel Zufriedenheit. Wir sind weitgehend OK damit, wenn wir die Moritz Oswälder der Nation ausbilden. Das ist nicht gut, aber es ist auch nicht schlecht. Und das Mindset muss weg.

es schaffen laut podcast von play 2 grow 2% wenn ich es richtig im kopf habe. Da gibts eine sehr gute folge mit Martin Stranzl, wo er die Jugendarbeit in Ö generell kritisiert. 

Die Frage ist halt immer, was ist das ziel der Nachwuchsarbeit, möchte ich Meister werden in den Jugendliegen, oder in kauf nehmen, auch im mittelfeld herumzudümpeln und dafür spieler ausbilden oder gehe ich all-in. MMn sollten die Ergebnisse zweitrangig sein und die Ausbildung wichtiger. 

Erschreckend war für mich bei der U17 Wm keinen Rapidler im am Platz zu sehen, selbst die Austria hatten 2 oder so. Es wird bei uns halt sehr viel geredet rund um den Nachwuchs (stichwort Ausbildungsverein, Akademie, etc.), wenn dann nichts zählbares raus kommt ist der Frust natürlich da. 

Ebenso denk ich dass es kein Zufall sein kann, dass wir kaum offensivspieler raus bringen, stürmer eigentlich 0. Ich bin der Meinung, die Wurmbrands und Demirs es nicht wegen der Ausbildung sondern trotz der ausblidung es schaffen. Es ist zu ergebnissorienter und taktisch. wenn ich mir heute ein u15 oder u16 match ansehen, spielen die burschen jz schon taktischer als ich im erwachsenenalter im wiener unterhaus. das da die kreativität und das auspielen eher auf der strecke bleibt ist irgenwie auch logisch.

Wenn ich richtig informiert bin, dann verdient ein Jugendtrainer bei uns einen Pappenstil, das gehört ebenso geändert, wenn der Nachwuchs wirklich wichtig ist und nicht nur ein Lippenbekenntnis. Da gehört ein anständiges Gehalt für Vollprofis am Tisch gelegt. Wenn man für Durchschnittslegionäre wie zB den Graohvac dazumals, 500k Jahresgage locker macht und dann bei der eigenen Jugend spart, dann geht sich das halt für mich auch ned aus.

Danke aber auf jeden Fall für den umfangreichen Artikel, der sich gut mit meinen Beobachtungen deckt, aber wesentlich tiefer geht.

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Alpenbummerl

Ich möchte noch ergänzen, dass es in meinen Augen oftmals Väterchen Zufall war, der Spieler in der Ersten ankommen lies. Und das selbst zu Zeiten, als wir deutlich besseren Output hatten. Zumindest offensichtlich. Nehmen wir Querfeld. Der wurde mit 17 ins kalte Zagreber Wasser geworfen und ist geschwommen wie ein Großer. Danach ging es relativ schnell. Hätten wir damals nicht den Engpass gehabt, wäre er sicher nicht so schnell dran gekommen. Selbes Thema bei Wöber damals, oder auch Wurmbrand. Gibt sicher noch genug Beispiele. Oftmals wurden junge Spieler dann eingesetzt, wenn es um nichts mehr ging oder wir einen totalen Engpass hatten. Gerade mit der größeren Bank würde ich mir dann öfter mal ein paar Minuten für junge Spieler wünschen. Natürlich müssen Diese sich die Einsätze auch verdienen. Haidara durfte heuer ebenso schnuppern wie auch Gröller das ein oder andere mal. Nunoo ist ja ganz schnell geschwommen, war aber auch schon 2 oder 3 mal im Trainingslager mit den Profis. 

Das soll jetzt kein Wiederspruch zu dem Artikel sein. Denn wie es @Dannyo richtig anmerkt muss ein Trainer auch entscheiden, ob die Spieler so weit sind. Es zeigt sich dann aber auch oft genug, dass diese dann oftmals genau dieses kalte Wasser brauchen um den nächsten Schritt zu machen. Denn wäre ein Querfeld damals so weit gewesen, hätte er von Anfang an gespielt statt Moormann. Oder schon mal früher ein paar Minuten bekommen. Aber dieser Kaltstart hat dann am Ende vielleicht genau dieses letzten Schub gegeben, der Ihn so hart arbeiten lies oder noch ein bisschen mehr.

 

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Wichtiger Spieler
Boidi schrieb vor 10 Minuten:

Apropo Martin Stranzl. Nachdem der im Burgenland wohnt könnte man mal fragen ob er bei uns im Nachwuchs arbeiten möchte. Wäre sicher nicht verkehrt

der ist schon Co bei U15 in Österreich und ehrlich gesagt, gaube ich dass schwierig ist, so jemanden in "feste-Strukturen" zu setzen.

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letzter Besuch: Gerade eben
a.l.e.x. schrieb vor 27 Minuten:

Erschreckend war für mich bei der U17 Wm keinen Rapidler im am Platz zu sehen, selbst die Austria hatten 2 oder so. Es wird bei uns halt sehr viel geredet rund um den Nachwuchs (stichwort Ausbildungsverein, Akademie, etc.), wenn dann nichts zählbares raus kommt ist der Frust natürlich da. 

Die Austria hatte allein in der Startelf mit Deshishku, Markovic und Ndukwe drei der absoluten Stützen des Teams, und noch einie mehr im Kader.

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ASB-Legende
a.l.e.x. schrieb Gerade eben:

der ist schon Co bei U15 in Österreich und ehrlich gesagt, gaube ich dass schwierig ist, so jemanden in "feste-Strukturen" zu setzen.

Um den Arnie Bruder zu zitieren:" Dann musst du halt kreativ werden!":D

Also ala externer Berater oder was weiß ich. 

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Wichtiger Spieler
Boidi schrieb vor 1 Minute:

Um den Arnie Bruder zu zitieren:" Dann musst du halt kreativ werden!":D

Also ala externer Berater oder was weiß ich. 

haha, wären wir kreativ, wären wir wahrscheinlich woanders ;)

Jackson schrieb vor 3 Minuten:

Die Austria hatte allein in der Startelf mit Deshishku, Markovic und Ndukwe drei der absoluten Stützen des Teams, und noch einie mehr im Kader.

Danke für die Ergänzung, hatte ich nicht mehr am Plan, weiß nur, dass ich erschrocken war.

Komischerweise höre ich Parolen wie Ausbildungsverein, Akademie etc. nie von denen. Der Eindruck entsteht, dass dort weniger kommuniziert aber dafür mehr gemacht wird. Das wäre eigentlich oder zumindest mMn eine Tugend eines Arbeitervereins. Wenig darüber reden, aber mit fleiß und Einsatz akribisch arbeiten.

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Postet viiiel zu viel

Das Problem sind die strukturellen Probleme und Machtkämpfe zwischen den Funktionären, Trainern innerhalb der Vereine die eine klare Linie verhindern, die in einen besseren Ouput resultieren würde.

bearbeitet von Ballbesitzfussball

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My rule is never to look at anything on the Internet.
Segafredo schrieb vor 1 Stunde:

Kommt aus der St.Pölten Akademie

Hier stellt sich aber die Frage, ab wann denn jemand als Eigenbauspieler zählt. Lt. UEFA hat es bei Greiml gereicht, dass er für uns als "club-trained player" spielen kann. Bei diesem Spiel hat er die Anforderung tatsächlich bereits erfüllt. 

Greiml ist natürlich sehr grenzwertig und ist natürlich kein gutes Beispiel für die Ausbildung in unserem Nachwuchs. Gibt aber sicher ein paar andere, bei denen das nicht so viel besser ausschaut, die man aber trotzdem zählen würde.

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V.I.P.
Ballbesitzfussball schrieb vor 20 Minuten:

Das Problem sind die strukturellen Probleme und Machtkämpfe zwischen den Funktionären, Trainern innerhalb der Vereine die eine klare Linie verhindern, die in einen besseren Ouput resultieren würde.

Das größte problem ist, dass man sich in österreich zu sehr vom rb style anstecken ließ.  

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Europaklassespieler

Ich weiß nicht ob es nicht eh schon gemacht wird, aber wenn nicht, wäre ich dafür das ein Anteil der Transfereinnahmen zweckgebunden an die Nachwuchsförderung geht. Vor ein paar Jahren (2019) hatte unser Nachwuchs ein Budget von +/- 2.5 Millionen, wenn da jedes Jahr z.B. 10 - 25% der Transfereinnahmen dazu kommen würden, wäre das schon eine signifikante Erhöhung mit der man in Scouting, Trainer, Equipment, etc. investieren könnte. 

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Schefoasch

Die Sache mit den 2% ist natürlich richtig und natürlich sind die Spieler, die rauskommen, wichtiger als die Ergebnisse. Aber dann darf's mir halt nicht passieren, dass ich Mahmic, Kerkez, Szalai, Adewumi und Co. durchrutschen lasse. Und halt idealerweise auch niemanden an die einheimische Konkurrenz verlieren (Karner, Adejenughure) - auch wenn das natürlich schwieriger sein kann als Ersteres.

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