"Auch Rapid hat jüdische Wurzeln"


penzing1140

Recommended Posts

Knows how to post...

Feines Interview, Respekt.

Das Rapid als ein Arbeiterverein mit verschiedenen Wurzeln gegründet wurde, ist eigentlich nix Neues, nur vielfach in Vergessenheit geraten und auch verschwiegen.

Was mir allerdings auffällt, ist dies, dass in letzter Zeit doch in den einem oder anderen eher nicht so bekannten Medium solch ähnliche Artikel veröffentlicht werden.

Es wäre aber wünschenswert, wenn ein Journalist auch mal recherchieren und einen Bericht darüber schreiben würde, wie viele Rapidler samt Vereinsmitglieder und Sympatisanten nach dem Gewinn des Deutschen Meistertitels sehr rasch an diverse Fronten gesendet wurden. Da wird für mich ein wenig unverständlich immer eine Art "Mantel des Schweigens" ausgebreitet.

Ich denke, auch darüber könnte man schreiben, man sollte mal in eine ander Richtung schielen: nämlich dass auch Rapidler, die Nichtjuden waren (ich schreibe das jetzt mal bewusst provokant, damit es auch klar und verständlich ist) in der Nazizeit verfolgt wurden.

Offenbar darf man das aber nicht schreiben bezw. darüber schreiben.

Rest siehe User "Birdy90".

Übrigens: auch bei den einen oder anderen Bundesligaverein ausserhalb von Wien wird man da so seine Wunder erleben......

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Anti Bauernmafia

:super:

So ist es. Unsere Religion heißt Rapid und die "offiziellen" Religionen sollte man aus dem Sport möglichst raus halten.

Das Judentum ist aber halt mit der österreichischen Geschichte - und damit auch Rapid - auf eine Weise verstrickt, die "raushalten" unmöglich macht.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

ich sagte "möglichst raus halten". und natürlich kann man das. Warum wird dieses Thema so hochgespielt und dramatisiert? "Man wird damit leben müssen"? Was ist denn so schlimm oder so besonders daran?

Und wie gesagt scheiß ich auf die Religionszugehörigkeit der Gründungsmitglieder. Das hat in meinen Augen nichts mit unserer Tradition oder dem Sport zu tun.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Valdi am Weg ins Stadion

Und wie gesagt scheiß ich auf die Religionszugehörigkeit der Gründungsmitglieder. Das hat in meinen Augen nichts mit unserer Tradition oder dem Sport zu tun.

mich interessierts aber. ich respektier deine haltung und du respektierst meine haltung, okay?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

ASB-Legende

Und wie gesagt scheiß ich auf die Religionszugehörigkeit der Gründungsmitglieder. Das hat in meinen Augen nichts mit unserer Tradition oder dem Sport zu tun.

Deiner Aussage entnehme ich doch ein gewisses Interesse an der Tradition. Aber genau da liegt der Hund begraben. Das lässt sich nämlich nicht einfach trennen!

Religion, politische Einstellung oder Herkunft waren damals von einer ganz anderen Bedeutung. Das können wir uns heute kaum noch vorstellen. Daher ist das durchaus interessant, wie Leute aus Minderheiten damals mitgewirkt haben bzw. wie später mit ihnen umgegangen wurde, oder wie sie selbst mit gewissen gesellschaftlichen Veränderungen umgegangen sind. Welchen Einfluß sie hatten, welche Asuwirkungen später ihr Fehlen hatte und wie das passiert ist. Das gehört zur Entwicklung eines Vereins, dieses Vereins. Und wer sagt, dass er sich zwar für die Geschichte des eigenen Vereins interessiert, auf die Tradition stolz ist, aber diese Umstände und den kulturellen Hintergund der grün-weißen Pinoiere ausklammern will, interessiert sich nicht wirklich für die Anfänge. Dann das ist vitaler Bestandteil dieser Tradition, hat immer wieder mehr oder minder große reale Auswirkungen gehabt. Und: das ist nicht vom Rest abspaltbar.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Amateur

Was ist los mit euch? Ist es so schwer, einen Thread, den man nicht interessant findet, einfach zu ignorieren oder nicht zu lesen und die Leute, die es interessiert, mit diversen "Beisl" oder "Close" Aufforderungen in Ruhe zu lassen? Wo ist das Problem? Zwanghafte Zurschaustellung von "Wayne" - bringt euch das was? So etwas regt mich auf.

Die vollständige und ordentliche historische Aufarbeitung einer Vereinsgeschichte ist durchaus etwas, dass in einem Fanforum von Format, wie dem ASB, Platz hat! Wo ist das hohe Traditionsbewusstsein? Der Stolz, der die 1899-Schals ziert? Der Enthusisamus, der in den Jubiläumsspielen zu spüren war, als wir unsere Legenden aus 110 Jahren Rapid gefeiert haben? - Ja, auch das ist Geschichte. Genau wie dieses Interview damit zu tun hat.

das sind halt die leute, die komplexe bekommen und ihren lebensinhalt verlieren, wenns die violas nicht mehr als juden bezeichnen können :lol:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Wien nur du allein!

Deiner Aussage entnehme ich doch ein gewisses Interesse an der Tradition. Aber genau da liegt der Hund begraben. Das lässt sich nämlich nicht einfach trennen!

Religion, politische Einstellung oder Herkunft waren damals von einer ganz anderen Bedeutung. Das können wir uns heute kaum noch vorstellen. Daher ist das durchaus interessant, wie Leute aus Minderheiten damals mitgewirkt haben bzw. wie später mit ihnen umgegangen wurde, oder wie sie selbst mit gewissen gesellschaftlichen Veränderungen umgegangen sind. Welchen Einfluß sie hatten, welche Asuwirkungen später ihr Fehlen hatte und wie das passiert ist. Das gehört zur Entwicklung eines Vereins, dieses Vereins. Und wer sagt, dass er sich zwar für die Geschichte des eigenen Vereins interessiert, auf die Tradition stolz ist, aber diese Umstände und den kulturellen Hintergund der grün-weißen Pinoiere ausklammern will, interessiert sich nicht wirklich für die Anfänge. Dann das ist vitaler Bestandteil dieser Tradition, hat immer wieder mehr oder minder große reale Auswirkungen gehabt. Und: das ist nicht vom Rest abspaltbar.

aha und wo steht das in diesem Interview??

Jeder der sich nur halbwegs mit der Wiener Geschichte auskennt müsste wissen, dass es auch bei Rapid jüdische Spieler/Funktionäre gegeben hat.

Von daher erfährt man im Interview nicht wirklich was Besonderes.

Im Endeffekt gehts nur minimal um die jüdische Geschichte, aber als Schlagzeile is es natürlich interessant.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

nein, hab ich aber auch nicht behauptet

hab ich dir auch nicht vorgeworfen. :D

Deiner Aussage entnehme ich doch ein gewisses Interesse an der Tradition. Aber genau da liegt der Hund begraben. Das lässt sich nämlich nicht einfach trennen!

Religion, politische Einstellung oder Herkunft waren damals von einer ganz anderen Bedeutung. Das können wir uns heute kaum noch vorstellen. Daher ist das durchaus interessant, wie Leute aus Minderheiten damals mitgewirkt haben bzw. wie später mit ihnen umgegangen wurde, oder wie sie selbst mit gewissen gesellschaftlichen Veränderungen umgegangen sind. Welchen Einfluß sie hatten, welche Asuwirkungen später ihr Fehlen hatte und wie das passiert ist. Das gehört zur Entwicklung eines Vereins, dieses Vereins. Und wer sagt, dass er sich zwar für die Geschichte des eigenen Vereins interessiert, auf die Tradition stolz ist, aber diese Umstände und den kulturellen Hintergund der grün-weißen Pinoiere ausklammern will, interessiert sich nicht wirklich für die Anfänge. Dann das ist vitaler Bestandteil dieser Tradition, hat immer wieder mehr oder minder große reale Auswirkungen gehabt. Und: das ist nicht vom Rest abspaltbar.

Da hast du bis zu einem gewissen punkt sicher Recht. nur hat das zumindest für mich -als Atheist im übrigen, was wohl auch einen gewissen Einfluss auf meinen Zugang zu diesen Themen hat- keine so große Bedeutung dass es die mMn unverhältnismäßige Herangehensweise des Artikels an das Thema rechtfertigen würde.

Es ist auch nicht so dass ich mir die damaligen Zustände nicht zumindest ansatzweise vorstellen kann, hab mittlerweile doch einige Bücher darüber gelesen - aber auch da interessiert mich eher die geschichtliche Komponente als solche. insofern kann ich das vom Rest sehr wohl auch abspalten. Nichtsdestotrotz bin ich an den Begleitumständen natürlich nicht gänzlich uninteressiert, jedes Detail an unserer Geschichte ist wissenswert, aber nicht jedes rechtfertigt es meiner Ansicht nach als entsprechend wichtig aufgebauscht zu werden. für mich spielt die "sportliche Tradition" an sich klar die Hauptrolle. (Und was es da genau für "Neuigkeiten" überhaupt gibt, gibt das Interview ohnehin nicht preis, also mal abwarten.)

Das gilt übrigens nicht nur für religiöse sondern auch politische Einflüsse. Als Fußballfan interessieren mich diese Begleiterscheinungen bei meinem Klub oder dessen Fanszene nicht bzw. nicht primär. Sonst könnte ich wohl auch nicht mit Hansa Rostock sympathisieren. ;) Es geht um den Verein als solchen und um nichts anderes. So versucht man mWn auch bei Ajax Amsterdam -bislang vergeblich- den Fans das "jüdische" Image des Vereins auszureden - weil es im Grunde keine Berechtigung (mehr) hat und heute mehr oder weniger nur mehr durch die Rivalität mit Feyenoord aufrechterhalten wird. Richtig wie ich finde, Religion und Politik aus dem Fußball(verein) rauszuhalten, ob es jetzt die Geschichte oder vor allem die Gegenwart betrifft, denn letztere wird eben oft mit vergangenem verknüpft und dadurch entstehen falsche Klischees und Assoziationen. Wie gesagt. Als Details aus der Vereingeschichte durchaus interessant und wissenswert, aber aktiv beschäftigen sollte man sich eher mit Erfolgen, Systemen, Spielern und sonstigen sportlichen Aspekten der Vereinsgeschichte. (Natürlich kann man dabei die allfälligen Umstände nicht immer ausblenden. Man braucht sie aber auch nicht überall zwingend hervorzuheben.) Soll aber jeder sehen wie er will.

Wie Herr Stern im Interview übrigens richtig sagt, zu seinem Fußballverein zugehörig fühlt man sich nicht aus rationalen oder religiösen Gründen sondern "weil es eben so ist und immer so war."

das sind halt die leute, die komplexe bekommen und ihren lebensinhalt verlieren, wenns die violas nicht mehr als juden bezeichnen können :lol:

im Gegenteil, genau wegen solcher Verallgemeinerungen und Vorurteile bin ich gegen eine Breittretung des Themas

bearbeitet von barwuah

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Finde das Interview auch sehr interessant. Die Leute , die sich für solche historische Hintergründe nicht interessieren,kann es ja egal sein und müssen keinen "Dünnschiss" hier ablassen.

Nette Threadidee,vielleicht gibt es ja mal mehr darüber zu lesen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Igitt, rot!

Da hast du bis zu einem gewissen punkt sicher Recht. nur hat das zumindest für mich -als Atheist im übrigen, was wohl auch einen gewissen Einfluss auf meinen Zugang zu diesen Themen hat- keine so große Bedeutung

Genau das. Danke fuer den Selbstfaller.

Deine Meinung zum Thema hier bestätigt mich, dass mir ein derart einaeugiger Atheismus mittlerweile mindestens ebenso am Wecker geht wie eine ebenso auf einem Auge blinde religiöse Verblendung.

Du weigerst Dich krampfhaft, zu sehen dass Religion für viele Leute auch und immer noch Identitaet bedeutet, und die Frage nach religiösen Urspruengen im Fussball deshalb zwangsläufig bedeutenswert ist. Religion (Atheismus genauso) ist nicht bloss einen Schal, den man sich beim Fortgehen am Sonntag umhaengt. Deine Beurteilung der Lage ("Religion is mir blunzn, lossts Rapid in Ruah damit") ist mit Deinen oben vorgegebene "historischen" Interessen unvereinbar, und macht Dich wohl auf lange Sicht bestenfalls halb gebildet. Wer Religion uns seine Wirkung nicht ernst nehmen will, braucht auch nicht den Athesisten raushängen lassen. Schon gar nicht wenns um Rapid, die Dir so nahe steht, geht.

Dass ich als Nicht-Rapidler, und als Historiker, dieses Thema interessant finde, Du aber meinst dass Religion und Politik im Fussball keine Rolle spielen "sollte" (jaja, im Wunderland vielleicht) zeigt, dass es Dir nur darum geht, das Dich nervende Religionsthema abzuschalten.

Und damit hast Du da herinnen genauso wenig verloren wie der erste der sich hier enttäuscht aeussert, dass die Austria nur mehr einer unter mehreren "Judenklubs" ist. Auf den warte ich - gluecklicherweise - noch.

bearbeitet von Gustl_B

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Join the conversation

You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Formatierung jetzt entfernen

  Only 75 emoji are allowed.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Your previous content has been restored.   Clear editor

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.

Lädt...


  • Folge uns auf Facebook

  • Partnerlinks

  • Unsere Sponsoren und Partnerseiten

  • Wer ist Online

    • Keine registrierten Benutzer online.