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ASB-Messias
jimmy1138 schrieb am 30.7.2026 um 15:23 :

Zur Odyssee: Auch wenn's  komisch klingen wird, aber das ist mal ein richtiger Kinofilm. Man mag zu gewissen Aspekten stehen wie man will (dazu komme ich später), aber es ist ein Film, gedreht für die große Leinwand, ein echtes Kinoerlebnis für die Sinne, mit einem richtigen Plot, einer künstlerischen Vision und einer Aussage dahinter.

Keine Aneinanderreihung von Memes oder Social Media gerechten Clips, keine recyclte Fernsehserie oder ein Setup für Spinoffs oder andere Filme.

Okay, zur "historischen Genauigkeit". Ja, die Rüstungen haben damals vermutlich nicht so ausgesehen - aber die Griechen selbst haben auf Vasen, die Iliad oder Odyssee darstellen, genau diese Art von Rüstungen dargestellt. Persönlich stört mich (abseits von Agamemnons Batman-Outfit) eher, daß Griechen bzw Trojaner jeweils einheitliche Rüstungen haben - aber das ist ein grundsätzliches Problem in derartigen Produktionen und hat eben hauptsächlich erzählerische Gründe, damit der Zuschauer erkennt, wer bei welchem "Team" ist. Vom Schiff in Klinkerbauweise, d.h. Griechen, die in Schiffen, wie sie die Wikinger gebaut haben, herumschippern, könnte ich einen Schlaganfall bekommen - großteils auch egal, weil die Szenen auf den Schiffen so gut gemacht sind.

Ich finde es ja generell amüsant, daß Gegner des Films dann Mel Gibson als potentiellen Regiesseur einer historisch genauen Odyssee hervorkramen, d.h. den Typen, der an teils grob geschichtsfälschenden Filmen beteiligt war, v.a. natürlich Braveheart. Mit der Schlacht von Sterling Bridge, wo's keine Brücke gibt.

Zum Dialog - ja, gewisse zu moderne Ausdrücke hätte man sich sparen, können und die plumpen Anspielungen auf Bronzezeit und Seevölker sind zum Augenrollen (wäre so zirka so wie wenn es in 1917 eine Dialogzeile a la "I hope I survive this first world war" gegeben hätte). Ist mMn aber auch kein Dealbreaker.

Was die Werktreue zu Homer angeht - Nolan ist halt mMn gar nicht daran interessiert, die Odyssee als Fantasy-Abenteuerreise zu inszenieren, wie man sie oft als Kind zuerst präsentiert bekommt. In meinen Augen ist sogar recht klar, daß die phantastischen Aspekte der Reise nie so passiert sind - immerhin sind die ausschließlich Erinnerungen von Odysseus als er im Prinzip auf Drogen ist. Das Auftreten von Göttern abseits der Einbildung und Erinnerung von Odysseus fehlt komplett. 

Zuletzt zum Casting. Inder und Chinesen als "we're Greeks from Ithaca", diverse andere kontroverse Besetzungen - prinzipiell ist keine schlechte Schauspielerleistung dabei, aber ich weiß nicht ob das jetzt forced diversity, stunt casting oder dog whistles sind.

V.a. wenn man gleichzeitig einen Fantasy Film mit ausschließlich schwarzen Schauspielern dreht.

 

Agamemnons Outfit hab ich eher so verstanden, dass hervorgehoben wird, dass seine Rüstung "memorable" ist. In der Ilias ist ja Priamos relativ angetan von Agamemnons Erscheinung ("ein wahrer König"....etc). Agamemnons Darstellung in der Illias ist zwar nicht so negativ wie in Troja, aber es gibt definitiv stärkere Krieger, er selbst wird meiner Erinnerung nach als Anführer dargestellt, der oft um seinen Rang und sein Ansehen fürchtet. Klar wirkt das ganze übertrieben, aber durch die Rüstung wirkt Benny Safdie, der ja ein eher streberhaftes Aussehen hat, wie der König der Könige. 

Bei Lupita Nyong´o habe ich irgendwie das Gefühl, dass Nolan sie wegen ihrer Darstellung in "Us" (wo sie ja zwei Charaktere gleichzeitig spielte) als Helena und Klytemnestra haben wollte. Page als Sinon fand ich ok, auch wenn mir der junge Sinon zu wenig Ähnlichkeit mit dem älteren Sinon hatte (bei Antinous war die Ähnlichkeit zwischen jungen und älterem Antinous deutlich sichtbarer). 

Den Film an sich fand ich optisch beeindruckend und ich mochte es, dass sich jeder selbst seine Gedanken machen kann, ob die Götter im Film existieren oder ob sich alles (inkl. den phantastischen Elementen) nur in Odysseus Kopf abgespielt hat - so wie es eben auch am Anfang steht "in a Time of apparent magic/ein einer Zeit augenscheinlicher Magie". Apparent kann ja in beide Richtungen (offensichtlich und scheinbar) verwendet werden. 

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Madame Butterfly

@jimmy1138 ich wusste nicht, dass Children of Blood and Bone verfilmt wird, danke für den Trailer :metalbanana: Besonders den ersten Band fand ich wahnsinnig gut.

bearbeitet von Khecari

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Khecari schrieb vor 5 Minuten:

@jimmy1138 ich wusste nicht, dass Children of Blood and Bone verfilmt wird, danke für den Trailer :metalbanana: Besonders den ersten Band fand ich wahnsinnig gut.

Naja, mir hat das hauptsächlich was gesagt, weil da ursprünglich Fox die Rechte an der Verilmung hatte und berüchtigterweise Kathleen Kennedy mit Lucasfilm nach der Fox-Übernahme durch Disney den Film produzieren wollte (bzw sollte) - und am Ende praktisch vom damaligen Disney-Chef Chapek gesagt bekam, sie soll sich doch eher um Star Wars und Indiana Jones kümmern. Dann ließ Disney die Rechte verfallen und Paramount hat das jetzt übernommen.

Letztens war von der Autorin zu hören, daß der Dreh für sie so eine schreckliche Erfahrung für sie war und sie nix mitm Film zu tun haben will. Wobei das ja nix Neues bei Verfilmungen ist, daß der Autor da komplett unzufrieden ist. Und es muß auch nicht heißen, daß der Film schlecht wird - siehe "The Shining"...

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I Think I Lost My Headache

Odyssey war ein absolutes Spektakel und einfach nur Episch. Da wird lange kein Film mehr rankommen für mich. 

In dem Film gibts Zyklopen, Riesen und sonstige Ungeher. Scheiß doch bitte drauf ob die Rüstung akkurat ist, das ist keine Dokumentation. Über die Besetzung kann/soll man ruhig reden. Die Rüstung bzw die Erscheinung von Agamemnon fand ich persönlich ziemlich beeindruckend und fast schon gruselig. 

Bis auf die letzten ~25 Min, die mir zu "Hollywood" waren, fand ich jede Minute absolut spitze, im Imax allein vom Sound her unglaublich 

bearbeitet von Vince Vega

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ASB-Legende

Steckerlfischfiasko

 

Für mich als Fan der Serie ein wahrliches Fiasko. Der Film konzentriert sich auf den Hauptcharakter, der dummerweise vom schlechtesten Schauspieler der ganzen Riege (der darüber hinaus auch optisch recht unappetitlich  wirkt) dargestellt wird, und seinen recht einfachen besten Freund, was die eigentliche Geschichte (es ist ja eigentlich ein Krimi) obsolet erscheinen lässt. Tatsächlich löst sich der Fall so nebenbei, diverse Nebenstränge treten in den Vordergrund und man merkt als Zuschauer, dass die Nebenfiguren wie die Oma, der Papa und der Flötzinger die Filme eigentlich so charmant gemacht haben. Doch leider treten die kaum in Erscheinung. Und wenn Nebenfiguren einmal Zeit bekommen, so wird es peinlich. So streiten sich der Bürgermeister und seine Konkurrentin (Eberhofers Ehefrau), woraufhin der Herr Kommissar ein Seil um eine Litfasssäule bindet, diese hinter seinem 80er-Jahre Polizeiauto herschleift und dann in einen Fluss befördert. 
Kurzum: für Fans den Eberhofer, Niederkaltenkirchen und Co ein nettes Filmchen, das sich am hinteren Ende der Reihe einreiht, für alle anderen: wenn man zu viel Geld hat, kann man sich dej Film schon geben. Ansonsten sollte man sich den Eintrittspreis eher sparen.

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  • 2 weeks later...
ASB-Messias
bianco verde schrieb am 16.8.2026 um 17:36 :

Steckerlfischfiasko

 

Für mich als Fan der Serie ein wahrliches Fiasko. Der Film konzentriert sich auf den Hauptcharakter, der dummerweise vom schlechtesten Schauspieler der ganzen Riege (der darüber hinaus auch optisch recht unappetitlich  wirkt) dargestellt wird, und seinen recht einfachen besten Freund, was die eigentliche Geschichte (es ist ja eigentlich ein Krimi) obsolet erscheinen lässt. Tatsächlich löst sich der Fall so nebenbei, diverse Nebenstränge treten in den Vordergrund und man merkt als Zuschauer, dass die Nebenfiguren wie die Oma, der Papa und der Flötzinger die Filme eigentlich so charmant gemacht haben. Doch leider treten die kaum in Erscheinung. Und wenn Nebenfiguren einmal Zeit bekommen, so wird es peinlich. So streiten sich der Bürgermeister und seine Konkurrentin (Eberhofers Ehefrau), woraufhin der Herr Kommissar ein Seil um eine Litfasssäule bindet, diese hinter seinem 80er-Jahre Polizeiauto herschleift und dann in einen Fluss befördert. 
Kurzum: für Fans den Eberhofer, Niederkaltenkirchen und Co ein nettes Filmchen, das sich am hinteren Ende der Reihe einreiht, für alle anderen: wenn man zu viel Geld hat, kann man sich dej Film schon geben. Ansonsten sollte man sich den Eintrittspreis eher sparen.

Ist in den Büchern imho ab nem gewissen Punkt leider nicht viel anders. Es geht um die Probleme vom Franz mit der Susi, um die Probleme vom Franz mit dem Rudi, dazwischen passiert halt ein Mord, der gelöst wird. Und wenn ich das Buch richtig im Kopf habe, war der Mörder

Spoiler

die Nanny vom Eberhofer-Kind,die die uneheliche Tochter des Ermordeten ist und wo auf die Auflösung im Buch überhaupt nicht hingearbeitet wurde, sondern der Eberhofer einfach einen Geistesblitz hat und den Fall löst. 

wenn das Buch halt schon eine Familiengeschichte ist, in der der Mordfall zur Nebensache gerät (gefühlt war die neue Frisur von der Susi und das Hobby vom Paul für den Franz viel wichtiger als den Mordfall aufzuklären) dann kann man vom Film ehrlich nicht viel in Richtung Krimi oder lustig erwarten. Wenn überhaupt wird der Film nur im Fernsehen geguckt, dann verliere ich nur Lebenszeit. 

Hab die Buchreihe danach eingestellt. 

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ASB-Legende
Shatiel schrieb vor 45 Minuten:

Ist in den Büchern imho ab nem gewissen Punkt leider nicht viel anders. Es geht um die Probleme vom Franz mit der Susi, um die Probleme vom Franz mit dem Rudi, dazwischen passiert halt ein Mord, der gelöst wird. Und wenn ich das Buch richtig im Kopf habe, war der Mörder

  Inhalt unsichtbar machen

die Nanny vom Eberhofer-Kind,die die uneheliche Tochter des Ermordeten ist und wo auf die Auflösung im Buch überhaupt nicht hingearbeitet wurde, sondern der Eberhofer einfach einen Geistesblitz hat und den Fall löst. 

wenn das Buch halt schon eine Familiengeschichte ist, in der der Mordfall zur Nebensache gerät (gefühlt war die neue Frisur von der Susi und das Hobby vom Paul für den Franz viel wichtiger als den Mordfall aufzuklären) dann kann man vom Film ehrlich nicht viel in Richtung Krimi oder lustig erwarten. Wenn überhaupt wird der Film nur im Fernsehen geguckt, dann verliere ich nur Lebenszeit. 

Hab die Buchreihe danach eingestellt. 

Ja, das kommt so ca hin. Die Susi will Bürgermeisterin werden, die Sohnemann will Ballett tanzen, die Oma ist auf Kur und der Bruder macht sich zum Deppen. Wie der Fall gelöst wurde, weiß ich leider nicht mehr.

Ist schade, denn Filme und Bücher hatten schon ihren Charme.

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Madame Butterfly

Ich hab bei den Büchern auch nach fünf oder sechs Bänden aufgegeben, weil ich den Eberhofer einfach nicht mehr ausgehalten hab :D 

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Top-Schriftsteller

Protector, gut gemachter Selbstjustizthriller mit einer starken Milla Jovovich und dem Herz am rechten Fleck.
Passt gut.

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  • 3 weeks later...
Postet viiiel zu viel

Resident Evil

Die Vorfreude war riesig, weil mir einerseits der Trailer ausgesprochen gut gefallen hat, also auch die bisherigen Filme von Zach Cregger sehr gut waren.

Der Film fängt stark an, lässt dann meiner Meinung nach etwas nach - ist aber Kritik auf hohem Niveau.

Als Fan der Spiele haben mir natürlich die ganzen Anspielungen (Heilspray, Schreibmaschine, grüne Heilpflanze) gut gefallen. Auch viele komische Momente, den Resident Evil "Humor" also ganz gut getroffen.

Der Main Character ist ein dauerfluchender Nobody, also kein Elitelsoldat wie Leon.

Das Monsterdesign wurde auch gut getroffen, wer die Spiele gespielt hat weiss Bescheid. Es wurden aber auch neue Monstertypen mit eingebaut.

Der Film ist sehr kompakt, 90 Minuten Filme gibt es gar nicht mehr so oft, dementsprechend auch keine unnötigen Längen.

Für mich ein Reboot der Serie, nach den Ballerorgien mit Mila Jovovich.

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Anfänger
Colin Robinson schrieb am 22.7.2026 um 00:02 :

Ich fand ihn sehr gut, aber für mich war er ein bisschen zu lang

Ich hab ihn tatsächlich noch nicht gesehen, aber bei „ein bisschen zu lang“ musste ich gerade etwas schmunzeln :D Wenn man bedenkt, dass die eigentliche Odyssee rund 12.100 Verse umfasst, finde ich knapp 2 Stunden 53 Minuten für die Verfilmung schon ziemlich sportlich xD

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