Schießt Afrika die FIFA in die Krise?


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Posting-Pate

Im 16el-Finale gibt es 5 Begegnungen zwischen afrikanischen und europäischen Mannschaften.

Ältere Semester erinnern sich zurück an die Zeiten, als afrikanische Mannschaften ale eine Art Zirkusattraktion und Schießbudenfigur galten. Das war 1974 noch so, als Zaire (heute DR Kongo) durch das Turnier stolperte. Das hat sich geändert. In den 90er Jahren hat Kamerun zumindest ein paar Mal aufgezeigt. Roger Milla als Enfant Terrible, der es den großen Nationen zumindest ein wenig gezeigt hat. Das war ein schönes Drehbuch, das etwas Exotik in das Turneir brachte, aber die "Ordnung" der großen Fußballnationen nicht nachhaltig zu stören vermochte. 

20 Jahre war dann nicht viel, was vermutlich daran lag, dass die 54 Länder Afrikas immer noch unverhältnismäßig weniger Mannschaften stellen konnen für die Turniuere als die anderen Kontinente.

Jetzt ist alles ein bisserl anders, Marokko ist spätestens seit Qatar ohnehin eine große Nummer, Bei der Aufstockung der Teilnehmer an der WM konnte man nicht darum herum, auch Afrika mehr Plätze zu geben. Jetzt sind 9 von 10 afrikanischen Teams in der KO-Phase, mit Marikkos Sieg gegen die Holländer hat die FIFA schon einen Vorgeschmack darauf, was droht.

Lasst uns die die 5 aktuelle Spiele Europa : Afrika nach den Währungen vorhersagen, mit der die FIFA rechnet: Wie viele Menschen erreicht man, und wie viele Knödel haben diese Menschen auszugeben.

Bei den 5 Spielen (Elfenbeinküste - Norwegen, Ghana - Belgien, Kongo - England, Marokko - Holland, Algerien-Schweiz) schaut es so aus.
Die 5 Länder Afrika: 240 Millionnen Einwohner
Die 5 Länder Europas: 105 Millionen Einwohner

Das Delta ist hier groß, aber nicht dramatisch, dramatisch wird es beim Thema Knödel.

BIP der 5 Länder Afrikas: 620 Milliarden US
BIP der 5 Länder Europas: 5.400 Milliarden US

[Edit: wude auf Milliarden geändert, danke für den Hinweis!]

Mit anderen Worten: wenn in den vier folgenden Duellen auch nur ein weiteres afrikanisches Team weiterkommt, hat Geld zu wenig Tore geschossen.

Das ist natürlich zunächst eine Milchmädchenrechnung. Die WM und die Attraktivität für Sponsoren ist nicht 1:1 vom Bruttoinlandsprodukt der einzelnen Akteure angewiesen. Aber es wäre für die FIFA recht nett, wenn die Mannschaften auflaufen, deren Fans auch das bezahlen können, was die Großsponsoren der FIFA verkaufen wollen. 

Spoiler: im Kongo bestellen recht wenige Leute einen neuen Hyundai, im Senegal macht VISA überschaubare Umsätze.

Das Fatale (für die FIFA): Im Kongo schaut man gerne zu, wenn Italien gegen England spielt oder Brasilien gegen Frankreich, der Großteil der afrikanischen Länder ist fußballnarrisch. Aber in Italien oder England wird man sich nur bedingt für ein Achtelfinale zwischen den Kapverden und Ghana interessieren. Und derartige Paarungen werden kommen.

Die FIFA hätte vermutlich gerne: Ein WM mit

1. traditionellen Fußballgroßmächten und
2, Teams aus zahlungskräftigen Regionen und 
3. Exoten, die für einen Aufputz und für eine Überraschung sorgen, aber bitte nicht zu viel

ad 1. Die lassen tendenziell etwas aus. Deutschland und Holland schon mal weg, Italien gar nicht dabei.
ad 2. Die lassen mit Ausnahme von Japan völlig aus. Die reichen Golfaraber sind Mitläufer, China und indien wären interessant für die FIFA, die sind weit bis unendlich weit weg vom Mitspielen. (Ein Fan von Qatar hat statistisch so viel Knödel in der Tasche wie 100 Fans im Kongo, überschlagsmäßig).
ad 3. Die mischen das Turnier auf.

Und vielleicht auch die FIFA.
Die haben den Luftballon aufgeblasen und sie sollen sich nicht aufregen, wenn die Kapverden oder der Kongo eine Nadel in der Hand haben ;-)

bearbeitet von rabauke
Beim Bip hat sich der autor um den Faktor 1.000 vertan

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rabauke schrieb vor 2 Stunden:


BIP der 5 Länder Afrikas: 620 Billionen US
BIP der 5 Länder Europas: 5.400 Billionen US
 

Ohne dass ich's jetzt nachgeprüft hab, geh ich davon aus, dass deine Billionen, Milliarden sind. 

Der Rest ist mir wurscht. 

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Posting-Pate
Wir sind ja nicht zum Spaß hier schrieb vor einer Stunde:

Ohne dass ich's jetzt nachgeprüft hab, geh ich davon aus, dass deine Billionen, Milliarden sind. 

Der Rest ist mir wurscht. 

Danke, hab ich geändert!

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"Inside everyone there´s a litte nut!"

Keine Ahnung auf was Du wirklich hinauswillst, aber die Afrikaner sind halt saustark, weil die in Europa ausgebildet werden bzw. viele dort von Geburt an schon leben. Jetzt hat man da Mannschaften die zu 100% europäische DNA haben (insbesondere im taktischen und konditionellen Bereich).

Wenn wir schon bei der DNA sind, dann können Afrikaner diesen Vorteil mittlerweile auch besser ausspielen. Um es anders zu formulieren. Du findest Schwarze in nahezu jedem europäischen Nationalteam und in einigen sind sie sogar die Mehrheit bzw. überrepräsentiert im Vergleich zur Gesamtbevölkerung.

Ich bin mit Roger Milla groß geworden und schwarzen Stars in der Leichtathletik. Fast 40 Jahre später hat man diesen Abstand zu Europa und Südamerika im Weltfußball erst wirklich zufahren können. Aber daran liegt auch der große Unterschied zu Asien, weil Asiaten viel seltener in Europa ausgebildet werden und die körperlichen Voraussetzungen etwas schlechter sind als in Afrika.

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Viele Zuschauer wollen halt Stars sehen. Keinen Amerikaner juckt es ob Argentinien oder Portugal spielt, die schauen, wenn überhaupt, Messi und Ronaldo.

Da viele Afrikaner in Europa bei Topclubs spielen werden auch von dort, bzw. gibt es bereits Topstars und dann schaut auch der Fußballinteressierte Fan aus China, Indien oder Europa zu.

Die Fifa kann sich meiner Meinung nach ganz beruhigt zurück lehnen und weiter Geld scheffeln, es wird sich nicht viel ändern.

 

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Posting-Pate
Heffridge schrieb vor 1 Minute:

Keine Ahnung auf was Du wirklich hinauswillst, aber die Afrikaner sind halt saustark, weil die in Europa ausgebildet werden bzw. viele dort von Geburt an schon leben. Jetzt hat man da Mannschaften die zu 100% europäische DNA haben (insbesondere im taktischen und konditionellen Bereich).

Wenn wir schon bei der DNA sind, dann können Afrikaner diesen Vorteil mittlerweile auch besser ausspielen. Um es anders zu formulieren. Du findest Schwarze in nahezu jedem europäischen Nationalteam und in einigen sind sie sogar die Mehrheit bzw. überrepräsentiert im Vergleich zur Gesamtbevölkerung.

Ich bin mit Roger Milla groß geworden und schwarzen Stars in der Leichtathletik. Fast 40 Jahre später hat man diesen Abstand zu Europa und Südamerika im Weltfußball erst wirklich zufahren können. Aber daran liegt auch der große Unterschied zu Asien, weil Asiaten viel seltener in Europa ausgebildet werden und die körperlichen Voraussetzungen etwas schlechter sind als in Afrika.

Ich will darauf hinaus: die FIFA ist geldgeil und sie bläst die WM auf. Mehr Mannschaften, mehr Publikum, mehr Geld.

Diese Recnung geht aber nicht mehr auf, wenn Länder, die zwar viele Leute haben, diese aber ganz wenig Geld haben, das Spiel machen. 

Und ein bisserl geht es in diese Richtung, Natürlich sind die afrikanischen Mannschaften nichts anders als eine B-Auwahl von Frankreich, Spanien, Portugal oder Spanien etc. Aber es sind recht propere B-Auswahlen, wie wir sehen. Und den Leuten auf den Kap Verden und in Kinshasa taugt das. Und auch vielen anderen.

Eines kann man sagen: Die Überlegenheit der großen Fußballnationen ist passe, Der sportliche Erfolg verteilt sich. Afrikanische Teams sind dabei - zumindest heuer - diejenigen, die da abziehen. Asien stagniert eher. Dabei hätte allein Qatar mehr Geld als alle 10 afrikanischen Teams.

Geld spielt Fußball, Aber nicht immer. Sherif Tiraspol kann vielleicht ein Mal im Jahrzehten in der Cl überrschen, Die Großen ziehen iaber mmer ab, auf Dauer.

Im Clubfussball ist das so. Im WM-Zirkus schaut es anders aus. Das ist für das Geschäftsmodell der FIFA ein Problem.



 

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V.I.P.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht ganz worauf man hier hinaus will. Sich um die FIFA zu sorgen, weil sich bei der größten WM-Endrunde ever ein paar afrikanische Länder erlauben über die Gruppenphase hinauszukommen, ist schon...eigenartig. 

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Oasch
LiamG schrieb vor 5 Minuten:

Ich weiß ehrlich gesagt nicht ganz worauf man hier hinaus will. Sich um die FIFA zu sorgen, weil sich bei der größten WM-Endrunde ever ein paar afrikanische Länder erlauben über die Gruppenphase hinauszukommen, ist schon...eigenartig

Da hast jetzt lange überlegt wie du das r-Wort umschreiben sollst :D 

 

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Postaholic
Wir sind ja nicht zum Spaß hier schrieb vor 5 Stunden:

Ohne dass ich's jetzt nachgeprüft hab, geh ich davon aus, dass deine Billionen, Milliarden sind. 

Der Rest ist mir wurscht. 

Das ist in der Regel der Übersetzung geschuldet:

 

Deutsch - Milliarden 

Englisch - Billions

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ASB-Süchtige(r)
3 hours ago, LiamG said:

Ich weiß ehrlich gesagt nicht ganz worauf man hier hinaus will. Sich um die FIFA zu sorgen, weil sich bei der größten WM-Endrunde ever ein paar afrikanische Länder erlauben über die Gruppenphase hinauszukommen, ist schon...eigenartig. 

Das ist ein sehr fundierter Gedanke, wie ich finde, dazu, wie der FIFA vielleicht ihre eigene Blödheit auf die Füße fällt. Nicht mehr und nicht weniger.

Ich habe da nicht herausgelesen, dass es @rabauke stören würde, wenn es so kommt, denke eher in Gegenteil.

Aber finde schon, dass er da ein realistisches Szenario zieht, wie sich der — zumindest internationale — Fußball, wieder in „romantischere“ Bahnen begibt, weg von 100% Geldscheffelei. 

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