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greenwhitespirit

Homophobie im Stadion/Kurve

212 posts in this topic

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McKenzie1983 schrieb vor 7 Minuten:

Riesen Respekt für deine Worte und deinem Mut!

Ich halte es wie die Meisten, dass ich bei div. Sprechchören nicht mitmache. Egal ob es da um Homophobie oder Beschimpfungen unter der Gürtellinie geht. (bzgl. Rassismus gibts da GSD eh keine mehr im Rapid-Stadion!?)

Klar, bei meinen Stadionbesuchen die sich pro Saison meist auf 1-2 Händen abzählen lassen, ein schwacher Beitrag; aber ich denke und hoffe über kurz oder lang werden auch diese Sprechchöre gänzlich aus dem Weststadion verschwinden.

Vielen Dank für deine netten Worte und alle anderen konstruktiven Beiträge hier :)

Zeigt einmal mehr, dass wir viel weiter sind als so mancher denkt und die viel zitierten "bösen Rapidler" ganz normale Menschen sind!!

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oestl schrieb Gerade eben:

Das Liedchen muß man aushalten ohne gleich ein Politikum daraus zu machen. Wenn man sagt du spielst wie ein Mädchen ist es diskreminierend für alle Frauen ? Und teilweise sind die Schwulen wie sie sich beim DSDS und Lifeball geben, das übertrieben Tuntige, eh auch zu hinterfragen...

An deiner Stelle würd ich diesen Thread eher meiden, irgendwie hab ich das Gefühl das könnte bei deiner Einstellung hier ein böses Ende nehmen ... 

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Ein ganz ein schwieriges Diskussionsthema, weil man mit gewissen Standpunkt häufig (in beide Richtungen) falsch verstanden wird. 

Das Problem sehe ich hier, dass gewisse Sager sich mittlerweile als Floskel eingeführt haben(generell,... nicht nur im Stadion). Ich denke so gut wie keiner (oder zumindest die starke Minderheit) auf der Tribüne denkt beim "schwuler FAK" an tatsächlich schwule Menschen die man konkret beleidigen will. Auch ist es nicht der Sinn des Ausrufes, denn man damit auch wirklich meint. 

Beispiel umgelegt auf ein anders Wort: Andi S aus Wien:"Der Kickl gibt Unsummen an Steuergeldern für seine unnötige Pferdeschar aus,... So behindert. Ein richtiger Spasti." 

Andi meint mit hoher Wahrscheinlichkeit in keiner Form Menschen, die an Spastizität leiden, denn die würde er wohl nie Spastis nennen. 

Das Problem ist nur, dass es homosexuelle Menschen wie dich und natürlich auch andere gibt, die sich trotzdem beleidigt oder ähnliches fühlen, auch wenn das wie gesagt grundsätzlich sicher kein Angriff gegen Homosexualität an sich ist. 

Einfach ein richtig verzwicktes Thema. 

Ich will damit nicht sagen, dass du einfach aufhören sollst dich beleidigt, ausgegrenzt oder was auch immer zu fühlen. Das funktioniert so nämlich natürlich nicht. 

Grundsätzlich wäre die Lösung einfach auf solche Ausdrucksweisen zu verzichten. Man wird schon andere Anti Viola Gesänge finden. Nur wirds das wohl nicht so einfach spielen. Weil sich viele bei sowas schnell in ihrer Ausdrucksweise beschränkt fühlen werden. 

Kleines Gedankenspiel zum Thema ob eine Beschimpfung auch wirklich so gemeint sein muss: Wenn jemand mit einer Waffe in die Luft schießt, ohne seinen Lauf auf andere Menschen zu richten, will er damit keinen verletzen. Bedroht werden sich trotzdem viele fühlen. 

Sind nur meine par Gedanken die ich zu dem Thema habe. 

 

Edited by altus.

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Doena schrieb vor 3 Minuten:

An deiner Stelle würd ich diesen Thread eher meiden, irgendwie hab ich das Gefühl das könnte bei deiner Einstellung hier ein böses Ende nehmen ... 

Ich bin liberal, bei mir kann jeder bumsen mit wem er will und jeder singen was er will..Ich hab schwule Freunde und akzeptiere alle Ausrichtungen - aber das Wehleidige ist unnötig. Wenn man davon ausgeht das Schwul genauso NORMAL IST wie Hetero dann kann es unmöglilch zur Beleidigung werden!

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oestl schrieb vor 8 Minuten:

Das Liedchen muß man aushalten ohne gleich ein Politikum daraus zu machen. Wenn man sagt du spielst wie ein Mädchen ist es diskreminierend für alle Frauen ? Und teilweise sind die Schwulen wie sie sich beim DSDS und Lifeball geben, das übertrieben Tuntige, eh auch zu hinterfragen...

Genau. Sollen sich gefälligst aufführen wie RICHTIGE Männer :facepalm:

oestl schrieb vor 1 Minute:

Wenn man davon ausgeht das Schwul genauso NORMAL IST wie Hetero dann kann es unmöglilch zur Beleidigung werden!

Warum dann nicht "normaler FAK" schreien, wenn es eh nicht beleidigend ist?

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Lobenswert,

beschränkt sicher aber sicher nicht nur auf Homophobie, ich denke allgemein sollte die Stimmung in den Stadien etwas entspannter und selbstironischer werden, da muss sich eigentlich fast jede Kurve an der Nase nehmen.

 

 

oestl schrieb vor 4 Minuten:

Ich bin liberal, bei mir kann jeder bumsen mit wem er will und jeder singen was er will..Ich hab schwule Freunde und akzeptiere alle Ausrichtungen - aber das Wehleidige ist unnötig. Wenn man davon ausgeht das Schwul genauso NORMAL IST wie Hetero dann kann es unmöglilch zur Beleidigung werden!

Diederich bitte, Deine Meinung in Ehren, aber in diesem Kontext ist doch ganz klar, dass es als abwertend verstanden werden soll. 

Am traurigsten ist ja eigentlich immer, wenn beide Kurven sich gleichzeitig als "schwul" beschimpfen und das nämlich ganz ohne einen Hauch von Reflexion.

Edited by Der P(B)arazit

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oestl schrieb vor 15 Minuten:

Das Liedchen muß man aushalten ohne gleich ein Politikum daraus zu machen. Wenn man sagt du spielst wie ein Mädchen ist es diskreminierend für alle Frauen ? Und teilweise sind die Schwulen wie sie sich beim DSDS und Lifeball geben, das übertrieben Tuntige, eh auch zu hinterfragen...

Ok, du hast es nach dem ersten Volltrottel-Kommentar wirklich nochmal geschafft eine Schippe nachzulegen. Wie schon vorher von @maindrop angemerkt wäre es wohl gescheiter wenn du das Thema ignorierst. 

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oestl schrieb vor 19 Minuten:

Das Liedchen muß man aushalten ohne gleich ein Politikum daraus zu machen. Wenn man sagt du spielst wie ein Mädchen ist es diskreminierend für alle Frauen ? Und teilweise sind die Schwulen wie sie sich beim DSDS und Lifeball geben, das übertrieben Tuntige, eh auch zu hinterfragen...

aber um die gehts da nicht.

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Erstmals Hallo hier bei uns im ASB und auch von meiner Seite großen Respekt für deine Worte. 

Grundsätzlich muss man jedoch sagen, dass sich die Einstellung der Menschen zum Thema Homosexualität oder Andersartigkeit mittlerweile extrem gebessert im Gegensatz zu vor ca. 10 Jahren. Das ganze hängt dann aber auch von der Örtlichkeit und den damit in Kontakt tretenden Personen ab. Ich zB stamme aus einem kleinem 600 Seelendorf irgendwo im Tiefsten, südlichen Kärnten an der italienischen Grenze. Habe mich mit 14 Jahren für die Flucht von dort entschieden, um meinem Geist eine Aufgabe zu geben, die die eines Skilehrers oder Kellners übersteigt. Und das soll jetzt bitte nicht abwertend gegenüber diesen Berufsgruppen zu verstehen sein, nur wer mal in einem Skigebiet (und daher stamme ich) auf Urlaub war, weißt ungefähr um die Aufgaben eine Apres Ski Kellners oder Skilehrers für Gäste aus dem Flachland. Zurück zum Thema. Vor ca. 15 Jahren hat sich einer meiner besten Freund als Homosexuell geoutet, was in der Ortschaft selbstredend zu einem, Verhältnismäßig kleinem, Aufruhr gesorgt hat. Mein Freund war ja doch ein recht angesehener, junger Mann. Trotzdem gab es dann diese Vorbehalte und Ängste, die man klassisch kennt. "Was, wenn er auf mich steht?" usw. Auch bei Ausflügen wollte niemand mehr mit Ihm am Zimmer schlafen außer mir. Ich für mich hatte damit kein Problem, da ich erstens lange genug in der Welt unterwegs war, und mit dem Thema mehr als einmal zu tun hatte. Der Mensch (nennen wir Ihn einfach S.) hatte sich ja nicht verändert. Er war noch immer einer meiner besten Freunde. Das Beispiel S. hat jedoch in den letzten 15 Jahren ein erzkonservatives, engstirniges und teilweise am liebsten Hexen verbrennendes Dorf in ein Dorf verwandelt, welches zumindest im 21 Jahrhundert angekommen ist, und Menschen nicht gleich verurteilt, sondern anhört und machen lässt, bevor Sie zerrissen werden. 

So gesehen kann man das Beispiel meines Heimatdorfes vielleicht auch auf ein Fußballstadion oder unsere Gesellschaft übertragen. Es ist ein schleichender Prozess, der oft auf einen der seinen in dieses Licht bringen muss, um das Thema als Normalität anzunehmen und sich damit auseinander zu setzen. Meine Großeltern (87 und 82) haben damals S. zwar nicht verteufelt, aber waren doch etwas irritiert. Heute sagt meine 82-jährige Oma (Erzkatholisch und streng gläubig) nur: "Jo lossts die Buam holt. Da Herrgott hot uns jo nit gsogt, wen ma gern hobn solln. Is hold a so!" 

Will mit dem Beispiel aus meinem Leben nur sagen, dass man auch Menschen, die dem negativ gegenüber stehen, überzeugen kann, dies jedoch nicht von heute auf morgen, mit Druck oder Kampagnen sondern einfach nur mit Zeit und Erfahrung damit überzeugen kann, dass Hass generell etwas negatives ist.

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oestl schrieb vor 27 Minuten:

Wenn man davon ausgeht das Schwul genauso NORMAL IST wie Hetero dann kann es unmöglilch zur Beleidigung werden!

Das Argument würde Sinn ergeben, wenn irgendwer hetero oder """normal""" ebenso verwendet, wie eben "schwul" verwendet wird. Wird es nicht, daher ist die Frage, wo du da eine Ähnlichkeit siehst.

Mir fällt es schwer so zu tun, als wäre "schwuler FAK" nicht im Kern schlicht und ergreifend homophob, selbst wenn viele das vielleicht wirklich nicht bewusst so verwenden. Deshalb habe ich für mich entschieden, dass ich bei dem Sprechchor schlicht und ergreifend nicht mitsinge, so wie ich auch privat nicht Wörter wie Neger, Tschusch oder dergleichen verwende. Ich denke nicht, dass der Fanszene hier etwas essentiell wichtiges verloren gehen würde, wenn man darauf verzichtet.

Wie groß die Auswirkungen tatsächlich sind, kann ich als Nicht-Betroffener nicht sagen. Selbst wenn ich also glaube, dass mich das umgekehrt kalt lassen würde, ist es nicht mein Recht jemanden zu sagen, dass er das aushalten muss.

chris843 schrieb vor 9 Minuten:

So gesehen kann man das Beispiel meines Heimatdorfes vielleicht auch auf ein Fußballstadion oder unsere Gesellschaft übertragen. Es ist ein schleichender Prozess, der oft auf einen der seinen in dieses Licht bringen muss, um das Thema als Normalität anzunehmen und sich damit auseinander zu setzen. Meine Großeltern (87 und 82) haben damals S. zwar nicht verteufelt, aber waren doch etwas irritiert. Heute sagt meine 82-jährige Oma (Erzkatholisch und streng gläubig) nur: "Jo lossts die Buam holt. Da Herrgott hot uns jo nit gsogt, wen ma gern hobn solln. Is hold a so!" 

Problem daran ist, dass (gefühlt) sehr häufig einzelne Personen schnell mal auch von den tiefgläubigsten Personen akzeptiert wird, aber im Großen sind dann viele dann dennoch homophob. Der Bürgermeister von meinem Heimatort ist bspw. offen homosexuell und sicher im Großen und Ganzen sehr beliebt bzw. zumindest seine sexuelle Orientierung kein Thema oder gar ein Problem gewesen. Wenn man mit manchen Leuten redet, merkt man dann doch, dass einige doch zumindest latent homophob sind.

Edited by Silva

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Silva schrieb vor 3 Minuten:

Das Argument würde Sinn ergeben, wenn irgendwer hetero oder """normal""" ebenso verwendet, wie eben "schwul" verwendet wird. Wird es nicht, daher ist die Frage, wo du da eine Ähnlichkeit siehst.

Mir fällt es schwer so zu tun, als wäre "schwuler FAK" nicht im Kern schlicht und ergreifend homophob, selbst wenn viele das vielleicht wirklich nicht bewusst so verwenden. Deshalb habe ich für mich entschieden, dass ich bei dem Sprechchor schlicht und ergreifend nicht mitsinge, so wie ich auch privat nicht Wörter wie Neger, Tschusch oder dergleichen verwende. Ich denke nicht, dass der Fanszene hier etwas essentiell wichtiges verloren gehen würde, wenn man darauf verzichtet.

Wie groß die Auswirkungen tatsächlich sind, kann ich als Nicht-Betroffener nicht sagen. Selbst wenn ich als glaube, dass mich das umgekehrt kalt lassen würde, ist es nicht mein Recht jemanden zu sagen, dass er das aushalten muss.

Eine Frage: wenn du jetzt unter 500 Schwulen Zuschauern sitzen würdest und die würden singen: Hetero Rapid - würdest du dich beleidigt fühlen ? Nein oder...wenn ich schwul bin bin ich schwul und ? Das könnte mich niemals beleidigen weil es eben nichts schlechtes ist..verstehst was ich sagen will --- Schwule gelten halt als nicht so männlich, auch wenn es nicht stimmt, und die Autria spielt halt nicht so hart, männlich...das sagt das aus...nix schlimmes mMn...Aber haben darüber eh schon viele Derbys diskutiert...habe fertig...Ich mag Schwule genauso war als junger oft im Heaven, Mrs.Candy,etc..weils gut war...

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oestl schrieb vor 35 Minuten:

Ich bin liberal, bei mir kann jeder bumsen mit wem er will und jeder singen was er will..Ich hab schwule Freunde und akzeptiere alle Ausrichtungen - aber das Wehleidige ist unnötig. Wenn man davon ausgeht das Schwul genauso NORMAL IST wie Hetero dann kann es unmöglilch zur Beleidigung werden!

prinzipiell kann ich deine sicht zwar nicht nachvollziehen, aber wenigstens bist du offensichtlich kein schwulenhasser. zumindest das ist positiv. 

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altus. schrieb vor 19 Minuten:

Vielleicht verstehe ich dich da jetzt falsch, aber du kannst ja zwischen "tuntigen" schwulen und schwulen, welchen man es nie anmerken würde ja keinen Unterschied machen. 

Ich habe Oestl`s Posting so verstanden, dass die Homosexuellen solche Gesänge schon aushalten müssen, weil es eben auch exaltierte, sich produzierende und provozierende gibt wie jene am Life Ball. Ich meine jedoch, dass es um diese, die keine Diskussion zu dem Thema scheuen und auch die Konfrontation suchen (vermutlich um das selbe zu erreichen wie der Threadersteller aber halt auf gänzlich andere Weise) hier nicht geht, sondern einfach um jene, die sich in Ruhe ein Match anschauen wollen. Darum der Hinweis, dass es um die nicht ging. 

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