also ich bin ja die generation "opa, der vom krieg erzählt" und vielleicht können das einige bestätigen: ausschreitungen gab es natürlich immer und wie einige richtig sagen, waren es früher andere mittel: leuchtstifte, ketten etc.
was allerdings in meinem empfinden vermehrt auftritt, sind (gefährliche) aktionen IM stadion. und damit meine ich nicht raufereien alleine. an die kann ich mich auch noch gut erinnern, als wir und die violas beim derby im prater in den sektoren c und d dritter rang nur getrennt von ein paar kappelständern, standen. auch das zuschauer in den "neutralen" sektoren attackiert werden ist mmn eine neue qualität. fackeln auf andere tribünen ebenfalls. spielabbrüche provozieren auch. damit meine ich nicht ausschließlich bei rapid. um da nicht falsch verstanden zu werden.
die verbundenheit zum klub ist heute anders. das ultras dasein ist radikaler. im positiven wie im negativen. das ist eine jugendsubkultur, die außerhalb unserer bubble nicht verstanden wird und auch zunehmend "intern" immer weniger auf verständnis stößt.
medial braucht man da kein learning erwarten. rapid darf man da meiner meinung wenig vorwerfen. ich glaube, dass entgegenkommen des vereines auf die szene war/ist schon sehr groß. auch nach dem derbyplatzsturm ist man nach einer "schockphase" wieder aufeinander zugegangen. selbst nach den beiden heimderbys 2024, hartberg etc. war man offen und hat mit der szene nicht gebrochen. nach dem derby im februar wurde halt eine linie überschritten, nachdem man nicht nur das publikum auf der seite, sondern auch teile der eigenen fans gefährdet hat.
das mit dem krug, der irgendwann bricht trifft hier schon treffend zu.