Die Spiele gegen Blau Weiß Linz waren wohl der Tiefpunkt der vergangenen Saison. Die solide Leistung von BWL in der Zweiten Liga (+13 Tordifferenz) wieder etwas in einen Kontext.
Das ist heute wesentlich besser gelaufen als erwartet und zeigt, dass die Niederlage gegen die Schotten neben dem Fehlen Schöllers auch an etwas Pech lag. Ein 3:1 gegen den Zweiten der letzten Saison ist ein gutes Ergebnis, das vor einigen Monaten noch außer Reichweite schien. 11 Tore gegen Graz vor der Winterpause sind eine spielerische Leistung, die das Ende der Mittelmäßigkeit markiert. Wenn dieses Niveau aufrecht erhalten werden kann ist der Titel dieses Jahr möglich.
Mir fehlt ein wenig der Glaube daran, dass der Verein in seiner jetzigen Organisationsstruktur und mit all den anderen Handelnden mit Kühbauer jetzt wesentlich besser dastünde. Das Problem geht tiefer, als dass es sich durch einzelne Personalien lösen ließe, das gilt auch für den Sport-Geschäftsführerposten.
Die Vernetzung mit Stadt und Baddei ist wesentlich älter als Wrabetz, Wien Energie ist seit 2003 Hauptsponsor. Der Verein profitiert von diesen engen Verbindungen durchaus, eine ähnlich krätige und interessierte Alternativen aus dem nicht-staatsnahen Bereich hätte man nicht gefunden. Der Divide-et-Impera baut Machtstrukturen auf, aber nicht unbedingt Leistung. So stehen wir da als verwaltetes Mittelfeld, das trotz guter Ausstattung keine Entwicklungsansätze zeigt.
Deren Leistung war nicht gut. Ohne unsere Phasen von Leistungslosigkeit und Unkoordiniertheit hätten wir die verputzt. Sie hatten das Glück, dass wir trotz einiger guter Phasen in Summe noch schlechter waren.