Nach der Hauptversammlung des SK Austria Kärnten gab es Zuversicht. Das schriftliche Angebot der deutschen Investorengruppe wurde einstimmig angenommen, der Vertrag ist unterschriftsreif. Stadt und Land sind am Zug.
Infrastrukturförderung als Bedingung
Präsident Mario Canori sah die Situation nach der Sitzung am Montagabend positiv, gab aber zu bedenken. "Auch für die Investorgruppe gilt, dass die Infrastrukturförderung garantiert sein soll. Ich kann durch die Investoren nun zusätzliche Geldmittel auftreiben. Wenn ich den Landeshauptmann richtig verstanden habe, hat er gemeint: sollte es einen Lösungsansatz geben, will er sich nicht verweigern."
Stadionkosten sind nicht tragbar
Dennoch: Sollten Stadt und Land die Infrastrukurförderung ausschliessen, befürchte Canori, dass dies das Aus für den Fußballverein bedeuten könnte.
"Jeder wird verstehen, dass wir dieses Stadion nicht verursacht haben, so schön das Stadion ist und so sehr wir uns freuen, dass wir hier spielen. Aber unsere alte Spielstätte hat pro Jahr Bespielungskosten von 100.000 Euro verursacht, im neuen Stadion ist es eine Million Euro", gab Canori zu bedenken.
Für einen Sportverein sei dies nicht zu verlangen, so Canori. Auch den Eishockeyvereinen KAC und VSV werden die Spielstätten kostenlos zur Verfügung gestellt.
Liquiditätsbedarf wäre gedeckt
Über die Investorengruppe wollte der Präsident am Montagabend immer noch keine genauen Angaben machen. So viel ließ Canori aber durchblicken: "Wir haben Stillschweigen vereinbart, bis die Verträge unterschrieben haben. Es handelt sich um eine seriöse Gruppe, die im Fußball und im Management von Vermarktungsrechten engagiert ist."
Canori verriet zudem: "Die Gruppe hat erklärt, daß sie den aktuellen Liquiditätsbedarf von mindestens 800.000 Euro an Investitionsvolumen sofort zur Verfügung stellen würde und auch eine Verstärkung des Kaders möglich sei, um das Wunder Klassenerhalt zu schaffen."
Klar sei jedoch: "Die letzte Darstellung der Investoren ist, dass sie das Angebot zurückziehen, wenn die öffentliche Förderung nicht zugesagt wird. Es ist zu früh, um weiter zu diskutieren. Wir haben unseren Part erfüllt. Von Stadt und Land erwarten wir nun eine Zu- oder Absage."
Quelle: ORF-Kärnten
Ich tippe bei den Geldgebern um die deutsche Investorengruppe übrigens auf Tilo Berlin und ein paar andere Personen, die vom Hypo-Deal noch etwas Geld übrig haben.



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