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Powerstation

Ausländer-Beschränkung im österreichischen Amateurfußball

19 Beiträge in diesem Thema

EDIT:

Da dieses Thema im "Kader-Thread" doch schon einigen Platz einnimmt, mache ich mal einen eigenen Thread auf. Wird gegebenfalls sonst wieder geschlossen.

Die Ausländer-Beschränkung im österreichischen Amateurfußball könnte bald Geschichte sein.

Bislang durften pro Team nur zwei Ausländer auf dem Spielbericht stehen. Eine Regelung, die laut EU-Recht diskriminierend ist.

Wie die "Kleine Zeitung" berichtet, plant der ÖFB daher, bei seiner Präsidiumssitzung am 14. Dezember, diese Vorschrift abzuschaffen.

http://www.laola1.at...22-8---641.html

bearbeitet von Powerstation

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Gehört indirekt zu diesem Thread:

Die Ausländer-Beschränkung im österreichischen Amateurfußball könnte bald Geschichte sein.

Bislang durften pro Team nur zwei Ausländer auf dem Spielbericht stehen. Eine Regelung, die laut EU-Recht diskriminierend ist.

Wie die "Kleine Zeitung" berichtet, plant der ÖFB daher, bei seiner Präsidiumssitzung am 14. Dezember, diese Vorschrift abzuschaffen.

http://www.laola1.at...22-8---641.html

Ist leider richtig, das entspricht auch meinem Wissensstand. Leider deswegen, weil der Amateurfußball per definitionem nicht unter die Arbeitnehmerfreizügigkeit fällt - oder besser: fallen sollte. Faktisch erstreckt man hier die Rs. Bosman auf Personen, die keine Arbeitnehmer sind. Es wäre interessant, wie der EuGH das entscheiden würde, mW gibt es dazu noch kein einschlägiges Urteil.

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Ohne jetzt ein EU-Rechtsexperte zu sein: Wenn es wirklich um Amateure geht, ist das Mitspielen im Fußballverein von der allgemeinen Personenfreizügigkeit abgedeckt. Wenn es um Profis geht, dann widersprechen Sonderbestimmungen für EU-Bürger ohnehin der Arbeitnehmerfreizügigkeit. Leute wie zb unseren Beres wird man wohl nur als Profi einstufen können.

Die Ausländerregel im OÖ Amateurfußball ist damit für mich skurril, da sie eindeutig dem EU Recht widersprechen dürfte. Man hat diese Regel halt in guter Absicht gemacht, weil man verhindern wollte, dass etwa eine Unterliga-Mannschaft mit 10 tschechischen Profis sinnlos die Konkurrenz aufmischt.

Man kann es aber auch aus der Gegenrichtung sehen: Wenn zum Beispiel ein Franzose beruflich nach Österreich übersiedelt und hier Amateurfußball spielen will; er kommt zu einem Verein, wo ZB schon ein Deutscher und ein Belgier spielen, dann müsste er sich einen anderen Verein suchen. Sehe ich auch nicht ein.

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ausländerbeschränkung fällt fix, laut oön.

http://www.nachricht...;art103,1012676

Dazu Willi Prechtl im Interview:

So verhindert der Verband Legionärs-Mannschaften

LINZ. Mit der neuen „Verbandsspielerregelung“ werden Spieler bevorzugt, die seit 5 Jahren in Österreich gemeldet sind.

Ein riesiges Echo gab es auf die OÖNachrichten-Geschichte zum Ende der Ausländerbeschränkung im Fußball-Unterhaus, welche der ÖFB am 14. Dezember beschließen wird. Der oberösterreichische Verband ist jetzt gefragt. Präsident Willi Prechtl verrät die Strategie, wie man sich vor einer Legionärsflut schützen will.

weiter

Wir werden es nicht ausnützen, dass zukünftig mehr Legionäre spielen dürfen. Man muss versuchen, durch Regelungen den Einsatz junger Österreicher zu forcieren.

Oliver Grünwald, Vorwärts-Steyr-Sektionsleiter

OÖN

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Prechtl: Es ist angedacht, eine „Verbandsspielerregelung“ einzuführen. Das heißt: Von den 16 Spielern auf dem Spielbericht müssen 14 seit fünf Jahren beim ÖFB gemeldet sein. Damit ist garantiert, dass wie bisher bis auf zwei Akteure ausschließlich Akteure auf dem Platz stehen, die wirklich bereits lange in Österreich sind.

Hält das auch vor Gericht?

Unsere Rechtsexperten sagen Ja. Das Recht ist für jeden gleich. Wenn ein Österreicher zum Beispiel in den vergangenen Jahren im Ausland gespielt hat, dann gilt das für ihn genauso. Es liegt also keine Diskriminierung vor.

aus den OÖN

#######

Die Idee kling ja durchaus sinnvoll, aber ob das rechtlich hält???

Was ist mit einem Österreicher, der ein, zwei Jahre im Ausland gearbeitet oder studiert hat und dort gekickt hat, und dann kommt er nach Hause nach Zipfelbach und gilt fünf Jahre lang aus Ausländer, wenn ich das recht verstanden habe???

Werdne zwar nicht die Massen an Leuten sein...

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Ich find die Aufregung sehr künstlich. Durch E24 und Stammspielerregelung relativiert sich das von selbst. Und Vereine die das finanzielle Potential haben sich Legionäre wie Schwammerl zu pflücken sind rar. RB Pasching spielt RL. Und Gespenster wie Schwanenstadt und Vöcklabruck sind eh wieder dort wo sie hingehören. Gefährlich wird eh nur der Prechtl selber. Dem trau ich durchaus zu, dass er sich ein paar Legionäre zum UFC Bellaflora holt, die schon 5 Jahre in OÖ kicken... :=

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stadlbauer wäre dann doch kein ausländer!!! er hat letztes jahr in st.peter gespielt, also war er beim ÖFB gemeldet.

ausländer wären nach dieser regelung nur spieler, die die letzten 5 jahre DURCHGEHEND nicht in österreich gespielt haben!!!

...wobei, wenn ich mir das nochmal so durchlese, weiß ich selber nicht mehr so ganz wie diese regelung genau funktioniert!

aber es kann doch nicht sein, dass wenn ein spieler mal vl ein halbjahr im ausland spielt und dann zurück kommt, als ausländer gilt, wenn er vl davor 10jahre in Ö gespielt hat.

wart ma am besten ab, was dem herrn prechtl noch so einfällt...

bearbeitet von Schalalala...

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Prechtl: Es ist angedacht, eine „Verbandsspielerregelung“ einzuführen. Das heißt: Von den 16 Spielern auf dem Spielbericht müssen 14 seit fünf Jahren beim ÖFB gemeldet sein. Damit ist garantiert, dass wie bisher bis auf zwei Akteure ausschließlich Akteure auf dem Platz stehen, die wirklich bereits lange in Österreich sind.

Hält das auch vor Gericht?

Unsere Rechtsexperten sagen Ja. Das Recht ist für jeden gleich. Wenn ein Österreicher zum Beispiel in den vergangenen Jahren im Ausland gespielt hat, dann gilt das für ihn genauso. Es liegt also keine Diskriminierung vor.

aus den OÖN

#######

Die Idee kling ja durchaus sinnvoll, aber ob das rechtlich hält???

Niemals. Das Anknüpfen an ein scheinbar unterschiedsloses Merkmal, das jedoch regelmäßig leichter von Inländern erfüllt wird, stellt nach ständiger Rechtsprechung des EuGH eine mittelbare Diskriminierung dar, die gleich der unmittelbaren Diskriminierung verboten ist. Beispiele: Ein Gesetz verlangt keine Staatsbürgerschaft, sondern stellt auf den Wohnsitz in Österreich ab. Da Österreicher regelmäßig eher über einen Wohnsitz in Österreich verfügen als Ausländer, werden diese mittelbar benachteiligt. Oder: Ein Gesetz verlangt für die Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit die Absolvierung eines Studiums in Österreich - das Studium steht zwar grstzl. auch Ausländern offen, dieses Merkmal wird aber in aller Regel leichter von Österreichern erfüllt. Und jetzt sollte auch klar sein, wie das Erfordernis zu beurteilen ist, seit 5 Jahren in Österreich gespielt zu haben.

PS: Das ganze immer unter der Prämisse, dass die Freizügigkeitsregeln des Binnenmarktes auch für Amateursport gelten. Was ich immer noch bezweifle.

bearbeitet von franz ferdinand

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ich bin zwar bzgl gesetzen wegen diskriminierung nicht derart informiert wie einige user hier, finde derartige regelungen jedoch völlig nutzlos

mMn sind auch stammspielerregelung u e24 zu hinterfragen...

...umsonst gibts sowas nicht nur in oberösterreich... :D

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mit dieser neuen regelung wäre aleksic nun kein ausländer mehr weil er bei heimischen vereinen in den letzten jahren gespielt hat. wir könnten also orosz zusätzlichen holen und brauchen keinen ausländer abgeben. beres könnte also auch bleiben.

bearbeitet von suedtribuene_skv

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Der ganze Käse soll erst ab 2013/14 wirksam werden. Die Meisterschaft muß so beendet werden wie sie begonnen hat. Also hat es im Frühjahr noch keine Auswirkungen auf unseren Kader. Und falls wir aufsteigen, ändert sich eh wieder alles.

Ich halte daher diese Diskussion für entbehrlch. Ist nur von der OÖN groß aufgeblasen worden.

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