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Dannyo

[Spielerinfo] Ragnvald Soma

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Wie immer: Diese Spielerinfo ist © by austriansoccerboard.at

Wenn sie euch gefällt verlinkt hierher, aber kopiert sie nicht einfach woanders hin, THX! :)

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DATEN UND FAKTEN

Name: Ragnvald Soma

Geburtsdatum: 10.November 1979

Alter: 29

Nationalität: Norwegisch

Hauptposition: Innenverteidiger

Nebenposition: Vorstopper, klassischer Libero, Linker/Rechter Verteidiger

Größe: 189cm

Gewicht: 77kg

Momentaner Verein: SK Rapid Wien

Bisherige Vereine: Viking Stavanger, Brann Bergen, Bryne FK, West Ham United, Frøyland IL

STÄRKEN UND SCHWÄCHEN

Ragnvald Soma ist Rapidler und die meisten waren mehr als happy, dass es den 29jährigen Norweger nach Hütteldorf verschlug. Aber wer ist Ragnvald Soma eigentlich?

Der in Kverneland geborene Soma beginnt seine Karriere bei Frøyland IL als linker Verteidiger. Somas starker Fuß ist der linke, der rechte ist eher so etwas wie ein Aushilfswerkzeug, wenn's wirklich von Nöten ist. In klassischen Dreierabwehrreihen lernte er sein Handwerk als Verteidiger, kann somit alles spielen, was ein Verteidiger spielen muss bzw. musste. Libero, Stopper, Innenverteidiger, Manndecker. Und darauf verlagert er sein Spiel auch. Offensiv wird man von Soma nicht viel sehen, er ist kein explosiver Kopfballspieler in der Offensive, wie man es von manchen anderen Innenverteidigern kennt. Defensiv ist der 189cm große Skandinavier dafür eine Bank und das ist auch gut so.

Soma spielt sehr gut von hinten heraus, ist zweikampfstark und technisch gut. Der Defensivmann ist schnell, wenn auch keine Sprintrakete, doch die größten Stärken des Verteidigers sind seine Ruhe, sein Timing und seine Ausstrahlung am Platz. Soma kann ein Spiel lesen, wird auch in hektischen Situationen nicht nervös, sondern behält die Übersicht. Ragnvald ist ein Fels in der Brandung, kann laut mit seinen Mitspielern werden, ist selbst jedoch immer ruhig und gelassen. Es wird nicht vorkommen, dass man bei Soma eine negative Körpersprache beobachten kann, denn mit dem Positiven beginnen seine Stärken.

Besonderheiten prägen zeitweise das Zweikampfverhalten von Ragnvald Soma. Sein Kopfballspiel ähnelt dem von Mario Tokic: Wenn Stürmer bereits springen, steht Soma oft noch. Dafür aber besser als die Stürmer. Sein gutes Timing ist auch Somas Vorteil, wenn er defensiv gekonnt Bälle aus der Luft abfängt - nicht selten mit dem Fuß. Schnelle erste Meter, vor den Gegenspieler kommen, ein Sprung und her mit der Kugel. Etwas untypisches Verhalten für einen Innenverteidiger, aber auch das zeichnet Ragnvald Soma aus. Stürmerfouls inklusive, denn wie schon Mario Tokic ist Soma ein nicht selten gefoulter Innenverteidiger. Da schmeckt so mancher Offensivspieler dann schon mal die Routine des fünffachen norwegischen Teamspielers.

DER WEG NACH ENGLAND

Ab 1996 spielte Soma für den Bryne FK. Damals stand Soma bereits im Kader des norwegischen U17-Nationalteams, nachdem er zuvor schon für die U16 und U15 seines Landes spielte. Bei Ausbildungsverein Bryne stand er bereits im zweiten Jahr in der ersten Elf. Als Manndecker in der Dreierabwehr von Bryne spielte er seine erste Saison als Jungprofi: Der 17jährige Soma stand in 25 von 26 Ligaspielen auf dem Platz, Bryne wurde Achter in der zweiten norwegischen Liga. Die zweite Saison, Kalenderjahrspielzeit 1998, belegte Bryne den sechsten Rang, verpasste das Aufstiegsplayoff um zwei Punkte. Soma spielte erneut 24 Spiele, war gegen Ende der Saison Chef in der Abwehr, lief nun innen statt außen auf.

1999 gelang Soma, damals 19 Jahre alt, der Aufstieg in die oberste Spielklasse Norwegens. Bryne wurde Zweiter hinter Haugesund und qualifizierte sich direkt für die erste Liga. Soma stand in 25 Spielen auf dem Platz, sein Team beendete die Saison minimalistisch mit einer Tordifferenz von 43:33 aus 26 Spielen.

Die Saison 2000 wurde für Bryne zum Abstiegskampf, in dem Soma zu einer tragenden Figur wurde und bereits früh zu einer Führungsperson avancierte. Nach den 26 Runden war Bryne Zehnter, drei Punkte vor dem Relegationsplatz und Soma war nicht nur in 25 Spielen gesetzt, sondern erzielte auch noch fünf Saisontore, davon eines per Freistoß. Mit diesen fünf Toren war er der zweitbeste Torschütze seines Teams. Eine seiner schwächsten Partien erlebte Soma ebenfalls in dieser Saison: In der vorletzten Runde der Saison verlor Bryne auswärts bei Rosenborg Trondheim mit 0:9 und sein Gegenspieler Petter Belsvik erzielte drei Tore.

FLOP IN ENGLAND

Im Winter 2000 suchte West Ham United nach einem Ersatz für den alternden Abwehrchef Nigel Winterburn und entschied sich Soma nach seiner ersten (guten) Saison in Norwegens erster Spielklasse, zu holen. Sein erstes Spiel auf der Insel absolvierte Soma am 28.Jänner 2001. Im Alter von 21 Jahren wurde er in der 88.Minute im Old Trafford eingewechselt und war beim legendären 1:0-Auswärtssieg von West Ham im FA Cup gegen Manchester United dabei. Wenige Tage zuvor hatte West Ham Manager Harry Redknapp 1,25 Millionen Euro auf den Tisch gelegt, um Soma von Bryne loszueisen. Soma spielte die Saison direkt weiter: Nachdem in Norwegen im Oktober Schluss war, ging es fast ohne Pause in die englische Premier League, gleichzeitig noch zu einigen U21-Länderspielen. In der verbleibenden Saison 2000/01 spielte Soma nur viermal oder 191 Minuten im Dress der Hammers. Wenn er auf dem Platz stand, erzielte sein Klub kein Tor, in vier Spielen holte West Ham nur einen Punkt, Tordifferenz 2:10.

Die Vorzeichen für Soma, der auch ein Angebot von Perugia vorliegen hatte, standen vor seiner ersten (vermeintlich) vollen Saison in England nicht gut. Die Fans verhöhnten ihn, indem sie ihn zum "Worst Signing of the Season" machten. Die drei Premier League Spiele, die er 2001/02 noch mitmachte, hätte er sich auch sparen können: 0:2 gegen Middlesbrough, 0:5 bei Everton, 1:7 bei den Blackburn Rovers. Im FA Cup auswärts gegen Chelsea spielte Soma gut, das Spiel endete 1:1, der Norweger wurde nach 70 Minuten ausgewechselt. Doch das war auch sein letztes Spiel auf der Insel - Ragnvald Soma wurde aus dem Kader gestrichen und kehrte nach nur einem Jahr zu Bryne zurück, das ihn nun "gratis" bekam.

DER WEG INS NATIONALTEAM

Ab August 2002 kickte Soma wieder für Bryne und machte die letzten elf Spiele der Saison 2002 mit, in denen er ein Ligator erzielte. Starke Leistungen bot er auch in der Saison 2003, in der er jedoch mit Bryne Letzter wurde und abstieg. In dieser Saison erzielte er erneut einen Treffer in 25 Ligaspielen. Soma spielte Innenverteidiger oder sogar rechter Verteidiger in einer Viererkette. Es war klar, dass Ragnvald Soma, der in seinen bisherigen sieben Saisonen nur zwölf gelbe Karten sah, den Verein wechseln würde. Um etwa 150.000 Euro ging es zu Brann Bergen, das mit diesem Transfer einen "Riss" machte.

In der Saison 2004 spielte Soma in allen Pflichtspielen, in denen er spielen konnte: 26x Meisterschaft, 7x Cup, 3x Royal League und sogar zweimal im norwegischen Nationalteam. Soma trug die Rückennummer 8 und spielte eine absolute Top-Saison für Brann Bergen, wurde mit dem Team Dritter und holte den nationalen Cup. Tor gelang ihm zwar keines, aber in 38 Spielen im Jahr 2004 sah er nur drei gelbe Karten, spielte mit dem Nationalteam in Freundschaftsspielen gegen Belgien und Australien.

2005 begann für Soma und Brann mit der Royal League (inner-skandinavische Meisterschaft), in der er weitere sieben Spiele über 90 Minuten absolvierte und mit Einsätzen im norwegischen Nationalteam: Innerhalb von sechs Tagen spielte Soma mit Norwegen gegen Kuwait, den Bahrain und Jordanien. Hinzu kamen alle 26 Ligaspiele (1 Tor, 1 Eigentor), 5 Cupspiele und 4 Europacupspiele. Macht insgesamt 45 Pflichtspiele im Jahr 2005 und mit diesem Rythmus ging Soma erst so richtig auf. Im Europacup setzte er sich mit Brann gegen den finnischen Vertreter Allianssi durch, verlor dann knapp gegen Lok Moskau. In den 45 Pflichtspielen sah er erneut nur zwei gelbe Karten.

KEIN TITEL MIT VIKING

Im Frühjahr 2006 folgte ein spektakulärer Wechsel: Ragnvald Soma wechselte innerhalb der norwegischen ersten Liga von Brann Bergen zu Viking Stavanger, das groß aufrüstete, um im Titelkampf mitmischen zu können. Brann erhielt über 200.000 Euro und Viking-Spieler Bjørn Dahl im Gegenzug für Soma. Wie schon einige Monate zuvor bemühte sich Lok Moskau um die Dienste des Norwegers, doch Soma ließ die Russe abblitzen und wechselte innerhalb Norwegens den Verein.

In seiner ersten Saison für Viking Stavanger (2006) machte Soma 24 Ligaspiele und brauchte etwa zehn Spiele um sich zu akklimatisieren. Das Team hielt nach neun Runden bei nur zehn Punkten und brauchte ein wenig um zusammenzuwachsen, immerhin galt es neun neue Spieler einzubauen. Am Ende wurde Viking nur Elfter, entging dem Abstieg um Haaresbreite. Soma sah inklusive Cup fünf gelbe Karten und erzielte ein Eigentor.

Ein weiteres Eigentor, das dritte seiner Karriere, machte er in der Saison 2007, doch die Saison war klar besser als die Letzte. Viking rüstete sein Team noch einmal nach und wurde mit Ragnvald Soma (Rückennummer 15) als Abwehrchef Dritter. Soma spielte alle 26 Ligaspiele und drei Cupspiele, sah erneut zur zweimal Gelb. Viking Stavanger qualifizierte sich für den UEFA-Cup, Soma hatte nach dieser Saison über 300 Pflichtspiele als Profi in den Beinen.

2008 änderte sich nicht viel, mit einer kleinen Ausnahme: Soma verletzte sich, erst zum zweiten Mal in seiner Karriere. Nachdem sich seine erste Matchverletzung vom November 2003 als Kleinigkeit herausstellte, musste er diesmal gegen Ende der Saison 2008 mit einer Zerrung für fünf Wochen pausieren und verpasste so das Meisterschaftsfinish. Die Europacuppartien machte er jedoch mit: Gegen den FK Vetra aus Litauen stieg Viking Stavanger aus, gegen den FC Honka aus Finnland war etwas überraschend Endstation. Insgesamt machte Soma 25 Pflichtspiele mit, sah dabei vier gelbe Karten, Tor gelang ihm keines.

DER WECHSEL NACH WIEN

Bis zum Schluss, also bis zu seinem Wechsel von Viking Stavanger zu Rapid im August 2009, war Soma Stammspieler für seinen Klub. Nachdem Stavanger in der Saison 2008 Sechster wurde, spielte das Team 2009 nicht im Europacup mit. Im Augenblick steht Viking auf Platz 7 und Soma stand den ersten 20 Ligapartien auf dem Platz. Heute, am 17.8., wurde Runde 21 gespielt, Soma weilt bereits in Wien, statt ihm spielte der extra statt ihm gekaufte Ersatzmann Indriði Sigurdsson (27), ein 45facher isländischer Teamspieler, der von Lyn Oslo geholt wurde. Somas Teamkollege in der Innenverteidigung war übrigens Børre Steenslid (24), der alle 21 Spiele durchspielte. Während Steenslid im Laufe dieser 21 Spiele zwei Tore machte, gelangen Soma heuer bereits drei - alle drei aus Elfmetern.

Nachdem der Transfer von Sigurdsson unter Dach und Fach war, erhielt Soma grünes Licht vom Verein, wechseln zu dürfen. Soma legte es auf einen Auslandstransfer an und sein Vertrag in Stavanger wäre im Dezember 2009 ausgelaufen. Rapid dürfte 150.000 bis 200.000 Euro Ablöse an Viking Stavanger überwiesen haben, um Soma frühzeitig aus seinem Vertrag zu kaufen und ihm einen Vertrag bis Sommer 2011, bei einem Jahresgehalt von etwa 300.000 Euro brutto zu geben. Stavanger bot seit drei Monaten um einen neuen Vertrag mit und wollte Soma halten, hat jedoch akute Geldprobleme und musste sich mit den Wechselwünschen des Innenverteidigers abfinden. Angebliche Angebote von Terek Grozny und Rubin Kazan erwiesen sich als lose Anfragen - Rapid wollte Soma unbedingt.

ANDERE ÜBER SOMA

Beim Durchforsten ausländischer, natürlich vorallem norwegischer Foren, sieht man welche Reputation Ragnvald Soma in Norwegen hat. Einige Fans sehen in Soma den besten Verteidiger der ersten norwegischen Liga, den besten Passspieler, den besten Techniker unter Norwegens Verteidigern. Auch nach 2005 wurde Soma noch oft ins norwegische Nationalteam gefordert, lediglich Teamkapitän Brede Hangeland, derzeit bei Fulham unter Vertrag und bei Aston Villa im Gespräch, wird als besserer Innenverteidiger landesweit genannt. Der 23jährige Tromsö-Defensivmann Tore Reginiussen ist derzeit der zweite Innenverteidiger im Team. Unter Teamchef Egil Olsen wäre Soma momentan im norwegischen Team wohl die Nummer 5 oder 6, wenn es um Innenverteidiger geht.

Paul Scharner spielte gemeinsam mit Ragnvald Soma für Brann Bergen und lobte den 29jährigen Norweger: Scharner meinte, dass Rapid einen ausgezeichneten Fang machen würde, wenn sich seit 2005 nichts an den Leistungen von Ragnvald Soma geändert hat.

© by Dannyo - austriansoccerboard.at

Hoffe informiert zu haben! :)

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Naja, negativ zu bewerten ist, dass Soma in England ein Flop war. Das kann natürlich schnell passieren, aber später kickte Soma - wenn auch sehr gut - immer nur für Mittelständler. Titelkampf mit Rapid, Europacup, mögliche Gruppenphase, jedes Spiel an die 20.000 Zuschauer - das ist auch für Soma eine neue Welt. Mal schauen, wie er damit umgeht.

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Auch von mir ein dankeschön, in welchen Archiven du immer diese überaus genauen Statistiken herholst verwundert mich jedes mal aufs neue. :super:

Naja, negativ zu bewerten ist, dass Soma in England ein Flop war. Das kann natürlich schnell passieren, aber später kickte Soma - wenn auch sehr gut - immer nur für Mittelständler. Titelkampf mit Rapid, Europacup, mögliche Gruppenphase, jedes Spiel an die 20.000 Zuschauer - das ist auch für Soma eine neue Welt. Mal schauen, wie er damit umgeht.

Ja das Argument, dass er noch nie für einen nationalen Topclub gespielt hat, kann man gelten lassen, andererseits war er ein paar mal Dritter also ganz so durschnittlich ist das dann ja auch wieder nicht. Auf den Englandflop würde ich nicht viel geben, wie alt war er da? 21? Das war nach einem guten Erstligajahr in Norwegen vielleicht einfach zu früh damals.

Was mich schon vorab sehr positiv stimmt, ist der Fakt, dass er anscheinend noch keinen Platzverweis in seiner ganzen Profikarriere(!?!) kassiert hat und sich auch die Verwarnungen, gerade für einen IV in sehr überschaubaren Grenzen gehalten haben bisher. Dazu ist er bisher kaum verletzungsanfällig gewesen. Könnte mir vorstellen, dass wir für österreichische Verhältnisse einen sehr guten Fang gemacht haben. Wenn er unser "Heikkinen" für die Innenverteidigung werden kann, bin ich schon sehr, sehr glücklich. :v:

...und dass er die 22 bekommt ist sowieso schon ein Karmapunkt an sich. :king:

Stan a.k.a. Auf eine gute Somazeit

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