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Feine Cuppartie mit finalem Knalleffekt.

Dieses Wochenende besuchte ich einen Freund, mit dem ich fünf Jahre im selben Verein gespielt habe. Nach unseren Fußball-Karrieren hat er geheiratet und ist nach Steyr übersiedelt, der Kontakt ist jedoch nie abgerissen. Im Zuge meines Aufenthalts haben wir auch die erste Runde des Uniqa-Cups besucht, die Vorwärts Steyr gegen Kuchl zu absolvieren hatte. Mein Kumpel ist seit seinem Umzug nach eigenen Angaben Vorwärts-Fan, dennoch glaube ich, dass er in seinem tiefsten Inneren immer noch Austrianer ist.

Der Eintritt betrug € 15.- für den Sitzplatz, was ich nicht als überteuert empfand. Die € 5,80 für den gespritzen Most fand ich da schon eher heftig, aber für einen einzigen Besuch war es verkraftbar. Das Stadion glich eher einem Dorfplatz, was mich jedoch eher erfreute als abschreckte. Dass hier einmal Erstliga-Fußball gespielt worden war, verwunderte zwar ein wenig, damals waren die Vorgaben jedoch wohl ganz andere als heutzutage.

Das Match begann ausgeglichen. Bei hochsommerlichen Temperaturen entwickelte sich ein lauer Sommerkick, der den geneigten Fußball-Fan nicht zu erwärmen imstande war. Nach einer durchaus guten Chance der Gäste zu Beginn des Spiels, die jedoch ungenutzt blieb, gab es eine Menge laxes Mittelfeld-Geplänkel zu sehen, das den Temperaturen wohl angemessen war, dem klassischen Groundhopper jedoch keine Begeisterungsstürme entlocken konnte. Moderates Tempo und lockere Zweikämpfe machten keine Freude und schienen eher geneigt, die Akteure zu schonen als den Fußballfreund zu erfreuen.

Mit einem logischen 0:0 ging es in die Pause und die „echten“ Fans waren nicht unzufrieden, ob der mageren Chancen jedoch nicht so recht glücklich. Möglicherweise hatte Hitze ein knackiges Spiel verhindert - auf dem Platz herrschten Temperaturen jenseits der 30 Grad, die eher zur Verhaltung als zum effektiven Angriff verleiteten. Trotzdem hatte die Heimmannschaft einen deutlichen Überhang am Ballbesitz, was die meisten der Zuseher auch zufrieden stellte. Da wie dort gab es keine zwingenden Chancen, und das fand ich irgendwie schade.

In der zweiten Halbzeit hatte die Sonne das Spielfeld verlassen und damit auch die Aktivität der Spieler gesteigert. Das Match nahm jedenfalls etwas an Fahrt auf, blieb aber trotzdem ohne zwingende Torchance. Klare Feldüberlegenheit hatte nach wie vor Vorwärts Steyr, konnte daraus aber kein Kapital schlagen. Kuchl fand eigentlich nie statt, die Salzburger ließen in keiner Phase den Vizemeister der Regionalliga West erkennen. Warum man derart verhalten agierte, erschloss sich mir nicht. Die Angriffe wurden zumeist von nur 2-3 Spielern lanciert, der Rest fand es nicht einmal der Mühe wert aufzurücken. Dass man so kein Spiel gewinnen werden würde, war klar.

Ganz anders agierte Vorwärts, das seinem Clubnamen alle Ehre machte. Da rannte einer für den anderen, und auch wenn spielerisch nicht immer alles klappte, so besannen sie sich wenigstens der sportlichen Grundtugenden.  

Als alles schon mit einer Verlängerung rechnete, schlug Steyr aus einem Kopfball zu. Der zuvor eingewechselte Julian Kolm verlängerte eine Flanke gekonnt ins lange Eck, Tormann Erol hatte keine Abwehrmöglichkeit. Dann war das Match auch schon zu Ende und das Feiern begann. Ein durchaus verdienter Sieg und das Weiterkommen im Cup. Kuchl hatte einfach zu wenig für das Match getan und das rächte sich in der Nachspielzeit der zweiten Hälfte.

Fazit: Eine durchaus unterhaltsame Cup-Partie, die nach den WM-Matches vom Tempo her natürlich ein wenig gemächlich daherkam, letztlich jedoch nur durch die Inaktivität der Gäste etwas enttäuschte. Eigentlich wären sie ja von der Papierform her die bessere Mannschaft gewesen, doch mit ihrer nicht vorhandenen Aktivität hätten sie sich das Weiterkommen auch nicht verdient gehabt.            

bearbeitet von Malefiz

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Superkicker

Eine sehr tolle Sache für die Region/den Verein das man eine Runde im Cup überstanden hat, jz vll einen machbaren Gegner oder gleich einen der Big 5 (oder Innsbruck, Austria Salzburg, Blau Weiß :facepalm: oder den GAK)

Die Stimmung war speziell in der 2ten Halbzeit großartig. Unsere Vorwärts wurde von der Süd zum Sieg regelrecht gepuscht. (extrem laute Pfiffe, lauter Support etc so wurde der Gegner auch etwas eingeschüchtert)

ps: die unzähligen Bengalen waren mMn etwas übertrieben, ja 3,4 (5), aber diesmal haben sie ja 20 angezündet

pps: aber ja die jungen Ultras bemühen sich zumindest Choreo etc..............Respekt! Es ist sehr wichtig das die Vorwärts Klassiker immer laut angesungen werden! (die harte Supportertraube ist wieder etwas größer geworden, hoffentlich wird sie noch größer)

ppps: die Jungen in der Region müssen alle durch Mundpropaganda, Schulen, Väter etc Verwandte zu unserem Sk Vorwärts gezogen werden! Sonst werden sie vom Lask oder BWL gestohlen! (ist eh schon teilweise passiert)

bearbeitet von Unteres Steyrtal

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Weltklassecoach
Malefiz schrieb vor 56 Minuten:

Feine Cuppartie mit finalem Knalleffekt.

Dieses Wochenende besuchte ich einen Freund, mit dem ich fünf Jahre im selben Verein gespielt habe. Nach unseren Fußball-Karrieren hat er geheiratet und ist nach Steyr übersiedelt, der Kontakt ist jedoch nie abgerissen. Im Zuge meines Aufenthalts haben wir auch die erste Runde des Uniqa-Cups besucht, die Vorwärts Steyr gegen Kuchl zu absolvieren hatte. Mein Kumpel ist seit seinem Umzug nach eigenen Angaben Vorwärts-Fan, dennoch glaube ich, dass er in seinem tiefsten Inneren immer noch Austrianer ist.

Der Eintritt betrug € 15.- für den Sitzplatz, was ich nicht als überteuert empfand. Die € 5,80 für den gespritzen Most fand ich da schon eher heftig, aber für einen einzigen Besuch war es verkraftbar. Das Stadion glich eher einem Dorfplatz, was mich jedoch eher erfreute als abschreckte. Dass hier einmal Erstliga-Fußball gespielt worden war, verwunderte zwar ein wenig, damals waren die Vorgaben jedoch wohl ganz andere als heutzutage.

Das Match begann ausgeglichen. Bei hochsommerlichen Temperaturen entwickelte sich ein lauer Sommerkick, der den geneigten Fußball-Fan nicht zu erwärmen imstande war. Nach einer durchaus guten Chance der Gäste zu Beginn des Spiels, die jedoch ungenutzt blieb, gab es eine Menge laxes Mittelfeld-Geplänkel zu sehen, das den Temperaturen wohl angemessen war, dem klassischen Groundhopper jedoch keine Begeisterungsstürme entlocken konnte. Moderates Tempo und lockere Zweikämpfe machten keine Freude und schienen eher geneigt, die Akteure zu schonen als den Fußballfreund zu erfreuen.

Mit einem logischen 0:0 ging es in die Pause und die „echten“ Fans waren nicht unzufrieden, ob der mageren Chancen jedoch nicht so recht glücklich. Möglicherweise hatte Hitze ein knackiges Spiel verhindert - auf dem Platz herrschten Temperaturen jenseits der 30 Grad, die eher zur Verhaltung als zum effektiven Angriff verleiteten. Trotzdem hatte die Heimmannschaft einen deutlichen Überhang am Ballbesitz, was die meisten der Zuseher auch zufrieden stellte. Da wie dort gab es keine zwingenden Chancen, und das fand ich irgendwie schade.

In der zweiten Halbzeit hatte die Sonne das Spielfeld verlassen und damit auch die Aktivität der Spieler gesteigert. Das Match nahm jedenfalls etwas an Fahrt auf, blieb aber trotzdem ohne zwingende Torchance. Klare Feldüberlegenheit hatte nach wie vor Vorwärts Steyr, konnte daraus aber kein Kapital schlagen. Kuchl fand eigentlich nie statt, die Tiroler ließen in keiner Phase den Vizemeister der Regionalliga West erkennen. Warum man derart verhalten agierte, erschloss sich mir nicht. Die Angriffe wurden zumeist von nur 2-3 Spielern lanciert, der Rest fand es nicht einmal der Mühe wert aufzurücken. Dass man so kein Spiel gewinnen werden würde, war klar.

Ganz anders agierte Vorwärts, das seinem Clubnamen alle Ehre machte. Da rannte einer für den anderen, und auch wenn spielerisch nicht immer alles klappte, so besannen sie sich wenigstens der sportlichen Grundtugenden.  

Als alles schon mit einer Verlängerung rechnete, schlug Steyr aus einem Kopfball zu. Der zuvor eingewechselte Julian Kolm verlängerte eine Flanke gekonnt ins lange Eck, Tormann Erol hatte keine Abwehrmöglichkeit. Dann war das Match auch schon zu Ende und das Feiern begann. Ein durchaus verdienter Sieg und das Weiterkommen im Cup. Kuchl hatte einfach zu wenig für das Match getan und das rächte sich in der Nachspielzeit der zweiten Hälfte.

Fazit: Eine durchaus unterhaltsame Cup-Partie, die nach den WM-Matches vom Tempo her natürlich ein wenig gemächlich daherkam, letztlich jedoch nur durch die Inaktivität der Gäste etwas enttäuschte. Eigentlich wären sie ja von der Papierform her die bessere Mannschaft gewesen, doch mit ihrer nicht vorhandenen Aktivität hätten sie sich das Weiterkommen auch nicht verdient gehabt.            

Ausgezeichneter Spielbericht. 

Nur sind die Kuchler Salzburger und keine Tiroler 😉

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mens sana in corpore sano
firewhoman schrieb vor 1 Stunde:

Wo?

Oha, war ein Irrtum . . . .
Danke!!!

bearbeitet von Juvenal

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Top-Schriftsteller
Malefiz schrieb vor 2 Stunden:

Feine Cuppartie mit finalem Knalleffekt.

Dieses Wochenende besuchte ich einen Freund, mit dem ich fünf Jahre im selben Verein gespielt habe. Nach unseren Fußball-Karrieren hat er geheiratet und ist nach Steyr übersiedelt, der Kontakt ist jedoch nie abgerissen. Im Zuge meines Aufenthalts haben wir auch die erste Runde des Uniqa-Cups besucht, die Vorwärts Steyr gegen Kuchl zu absolvieren hatte. Mein Kumpel ist seit seinem Umzug nach eigenen Angaben Vorwärts-Fan, dennoch glaube ich, dass er in seinem tiefsten Inneren immer noch Austrianer ist.

Der Eintritt betrug € 15.- für den Sitzplatz, was ich nicht als überteuert empfand. Die € 5,80 für den gespritzen Most fand ich da schon eher heftig, aber für einen einzigen Besuch war es verkraftbar. Das Stadion glich eher einem Dorfplatz, was mich jedoch eher erfreute als abschreckte. Dass hier einmal Erstliga-Fußball gespielt worden war, verwunderte zwar ein wenig, damals waren die Vorgaben jedoch wohl ganz andere als heutzutage.

Das Match begann ausgeglichen. Bei hochsommerlichen Temperaturen entwickelte sich ein lauer Sommerkick, der den geneigten Fußball-Fan nicht zu erwärmen imstande war. Nach einer durchaus guten Chance der Gäste zu Beginn des Spiels, die jedoch ungenutzt blieb, gab es eine Menge laxes Mittelfeld-Geplänkel zu sehen, das den Temperaturen wohl angemessen war, dem klassischen Groundhopper jedoch keine Begeisterungsstürme entlocken konnte. Moderates Tempo und lockere Zweikämpfe machten keine Freude und schienen eher geneigt, die Akteure zu schonen als den Fußballfreund zu erfreuen.

Mit einem logischen 0:0 ging es in die Pause und die „echten“ Fans waren nicht unzufrieden, ob der mageren Chancen jedoch nicht so recht glücklich. Möglicherweise hatte Hitze ein knackiges Spiel verhindert - auf dem Platz herrschten Temperaturen jenseits der 30 Grad, die eher zur Verhaltung als zum effektiven Angriff verleiteten. Trotzdem hatte die Heimmannschaft einen deutlichen Überhang am Ballbesitz, was die meisten der Zuseher auch zufrieden stellte. Da wie dort gab es keine zwingenden Chancen, und das fand ich irgendwie schade.

In der zweiten Halbzeit hatte die Sonne das Spielfeld verlassen und damit auch die Aktivität der Spieler gesteigert. Das Match nahm jedenfalls etwas an Fahrt auf, blieb aber trotzdem ohne zwingende Torchance. Klare Feldüberlegenheit hatte nach wie vor Vorwärts Steyr, konnte daraus aber kein Kapital schlagen. Kuchl fand eigentlich nie statt, die Salzburger ließen in keiner Phase den Vizemeister der Regionalliga West erkennen. Warum man derart verhalten agierte, erschloss sich mir nicht. Die Angriffe wurden zumeist von nur 2-3 Spielern lanciert, der Rest fand es nicht einmal der Mühe wert aufzurücken. Dass man so kein Spiel gewinnen werden würde, war klar.

Ganz anders agierte Vorwärts, das seinem Clubnamen alle Ehre machte. Da rannte einer für den anderen, und auch wenn spielerisch nicht immer alles klappte, so besannen sie sich wenigstens der sportlichen Grundtugenden.  

Als alles schon mit einer Verlängerung rechnete, schlug Steyr aus einem Kopfball zu. Der zuvor eingewechselte Julian Kolm verlängerte eine Flanke gekonnt ins lange Eck, Tormann Erol hatte keine Abwehrmöglichkeit. Dann war das Match auch schon zu Ende und das Feiern begann. Ein durchaus verdienter Sieg und das Weiterkommen im Cup. Kuchl hatte einfach zu wenig für das Match getan und das rächte sich in der Nachspielzeit der zweiten Hälfte.

Fazit: Eine durchaus unterhaltsame Cup-Partie, die nach den WM-Matches vom Tempo her natürlich ein wenig gemächlich daherkam, letztlich jedoch nur durch die Inaktivität der Gäste etwas enttäuschte. Eigentlich wären sie ja von der Papierform her die bessere Mannschaft gewesen, doch mit ihrer nicht vorhandenen Aktivität hätten sie sich das Weiterkommen auch nicht verdient gehabt.            

Darf ich Fragen in welchen Dörfern du so verkehrst in denen solche Stadien stehen? 

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Barock schrieb vor 56 Minuten:

Darf ich Fragen in welchen Dörfern du so verkehrst in denen solche Stadien stehen? 

Ehrlich gestanden mit Moderne hat unser Stadion aber nichts mehr zu tun, alleine die Sanitären Anlagen spoten jeder Beschreibung.  Da habe ich tatsächlich in so manchen Dorf moderneres gesehen!

bearbeitet von skv.freund

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Top-Schriftsteller
skv.freund schrieb vor 13 Minuten:

Ehrlich gestanden mit Moderne hat unser Stadion aber nichts mehr zu tun, alleine die Sanitären Anlagen spoten jeder Beschreibung.  Da habe ich tatsächlich in so manchen Dorf moderneren gesehen!

Jeder weiß, dass wir einen alten ground haben, aber alt hat nichts mit dorfplatz zutun. 

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Sekt für die Nutten - Champagner für uns!

Nach seiner Anspielung auf die Austria nehme ich an, er ist sonst eher am Verteilerkreis Favoriten zu suchen. Oder als Groundhopper in größeren Stadien verschiedener Länder. Da können wir freilich nicht mithalten. Andererseits hat unseres eine Geschichte, und ja, die geht bis auf die damalige "1. Division" im letzten Jahrhundert zurück - was in Wien nicht mehr viele Stadien sagen können. Er hat es ja auch eher positiv als negativ aufgenommen.

Das mit dem gespritzten Most um 5,80 wundert mich jetzt aber, nachdem selbst eine Halbe Bier 5,10 kostet. Aber vielleicht hat er auch einfach nur vergessen den Einsatz abzuziehen. :augenbrauen:

Sonst eine interessante Ansicht eines Außenstehenden, danke @Malefiz!

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