Danke dem Ingenieur, ich hatte den Verdacht gleich, hab aber nix gesagt, weil ich schließlich nicht dabei war. Schon aus dem banalen Grund, dass ich noch nie einen UST fußballfanstereotyp betrunken gesehen habe, auch wenn das jetzt komisch klingen mag.
@aragorn... gebe dir grundsätzlich recht, die Erwähnung der extremen Linken bezog sich allerdings, was bei der Länge des Fredls vielleicht untergegangen ist, auf einen Artikel einer von Kennern als "Radikalinskis von der anderen Seite" eingestuften Organisation kurz vorher.
Wegen dem Beispiel... hab schon gemerkt, dass das nicht ideal war (auch wenn ich davon ausgegangen bin, dass Hansi nicht dabei war, egal)... mir ging's eher darum, dass das nicht so einfach ist, nach zehn oder zwanzig Jahren sich abzuwenden... (das ist ja keine Neugründung, wie gelegentlich vermutet wird, die gibt's schon ewig)... und Freunde / Bekannte, die die ständigen Stadiongeher unter ihnen (oder einige auch welche, die schon länger nicht mehr kommen) seit Jahren kennen, werden sie jetzt auch nicht schneiden...
Zum Vergleich... hat schon Jemand ernsthaft erwogen, der Austria den Rücken zu kehren, weil der Umgang mit diesen Tendenzen ziemlich schwach ist? Ich mein'... Fanbetreuer vor die Tür setzen (deren Aufgabe per se nicht die Ausschaltung der C-Szene ist, sondern Prävention bei den jungen Nachwuchsfans) und medienwirksam die normalen Stadionbesucher sekkieren ist weder überzeugend noch erfolgreich, auch wenn's in x Newslettern als Erfolg bejubelt wird...
@Grundwerte... da fiele mir einmal die Unschuldsvermutung ein... das Recht auf ein faires Verfahren, keine Strafe ohne Gesetz... die Artikel kennst du besser als ich

Ich hab ein Problem damit, wenn mit zweierlei Maß gemessen wird... man redet über ein menschenverachtendes System, das mit Kollektivschuldzuweisungen "arbeitete", und bedient sich teilweise selbst menschenverachtender (Mongo, zB) oder sexistischer (Kat DD) Diktion und weist Kollektivschuld an eine Gruppe zu, der man auch gleich global die Intelligenz abspricht (schwerer taktischer Fehler, der gern gemacht wird). Auch die VF wurden ganz zu Anfang beschuldigt, bis sich herausstellte, dass M & R das einzig Richtige getan haben, nämlich die Anlage abzudrehen.
Man muss sich auch darüber klar werden, was man eigentlich will... will man das Problem nur aus den Augen haben, damit man damit nicht assoziiert werden kann (dann empfinde ich die an sich gerechtfertigte Empörung als etwas scheinheilig) oder stört man sich daran, dass es diese radikalen Tendenzen gibt? Geht's nur um die Bühne (Stadion) oder um den Nährboden (gesellschaftliche Probleme)?
Wobei ich dabei bleibe, der Nährboden ist keine Sache, die der Verein lösen kann, für die Bühne ist er zuständig.
LvG,
_pantera_