Gast motorfan

ÖFB Legionäre Gesamtübersicht

318 Beiträge in diesem Thema

Stranzl verdient nie im Leben 12 Mio Dollar jährlich. ;)

ich habs gelesen, aber finds nicht mehr. kommt mir auch extrem viel vor. im kurier schreibens nur was von einer gage in millionenhöhe...

okay, ich habe mich verlesen, im sportnet steht "der Abwehr-Crack casht angeblich eine Million Dollar pro Jahr" - da habe ich das jahr kurzerhand zum monat gemacht - sorry.

bearbeitet von Ernesto

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Wie immer am Saisonende stelle ich hier meine (persönliche) Saisonbilanz der Legionäre hinein.

Bilanz österreichische Legionäre – Frühjahrssaison 2009 (Top 30-Ligen)

Der Klammerausdruck neben dem Land des jeweiligen Vereins der Legionäre zeigt den Rang in der UEFA-Fünfjahresliste und damit die Stärke der Liga in Europa. Österreichs Bundesliga ist dort derzeit 20.

Legionäre in Ligen, die nicht unter den ersten 30 der UEFA-Fünfjahreswertung liegen (etwa Lettland, Slowenien, Bosnien-Herzegowina, Ungarn), werden nicht berücksichtigt.

Von den 26 Österreichern mit Verträgen bei ausländischen Top-30-A-Liga-Teams kamen im Frühjahr 2009 (bzw. über die Gesamtsaison 2008/09) 25 zum Einsatz. Nur Hans-Peter Berger bei Leixoes in Portugal spielte keine einzige Minute über die ganze Saison.

Hier nun die Bilanz der 25 anderen:

Paul Scharner (29), Wigan Athletic, England (1.): Schon dreieinhalb Jahre ist er nun bereits in der stärksten Liga der Welt in Wigan, und die vergangene Saison war nicht seine allerbeste. Er spielte 8 Spiele weniger als letztes Jahr, nämlich 29 von 38, davon 23 durch, wurde 4x aus- und 2x eingewechselt, und er schoss diese Saison kein Tor. Die meisten Fehltage waren Verletzungen geschuldet, aber das eine oder andere Mal verbrachte er auch „einfach so“ auf der Ersatzbank. Insgesamt jedoch war er weiterhin ein absoluter Stammspieler, meist in der Innenverteidung, hin und wieder auch bei der von ihm mehr geliebten Position im defensiven Mittelfeld. Sein Einsatzwille und seine Kampfkraft haben ihn letztlich doch wieder zu einem wertvollen Spieler für Wigan gemacht. Der Provinzklub spielte überdies eine gute Saison und landete im Mittelfeld als 11. (Vorjahr 14.). Scharner ist wohl (trotz eher schwacher Teamleistungen) immer noch der stärkste Legionär.

Emanuel Pogatetz (26), FC Middlesbrough, England (1.): So gut schien die bereits 4. Saison für den Innen- und Linksverteidiger zu beginnen. Er genoss und genießt das uneingeschränkte Vertrauen des Coaches Southgate, der ihn zum Kapitän machte, und niemand dachte daran, dass Boro absteigen könnte. Doch dann entwickelte sich das Jahr zu einer Katastrophensaison für Pogerl. Zweimal verletzt, besonders schwer gerade im Finish der Saison, als sich dann doch der Abstieg der Nordengländer abzeichnete. So kam er nur auf 27 Spiele in 38 Runden (sogar 3 mehr als letztes Jahr), spielte 25x durch, wurde nur 2x ausgewechselt und machte auch wieder ein Tor. Seine Leistungen waren durchaus okay, und es lag mehr an der extrem schwachen Offensive, dass Boro als 19. und Vorletzter (Vorjahr noch 13.) absteigt. Pogatetz, der noch Vertrag hat, blüht möglicherweise tatsächlich die 2. englische Liga.

Alexander Manninger (32), Juventus Turin, Italien (3.): Als unser Tormann-Globetrotter von seinem Stammverein (zuletzt) Siena zu Juventus transferiert wurde, war es klar, dass er nur der Backup für Starkeeper Buffon sein würde. Das war auch ihm auch bewusst und er zog offenbar Verdienst und Status bei einem Topklub regelmäßigen Einsätzen vor. Dann kam er wegen Buffons Verletzung in den 38 Runden doch zu einer langen Liste von 16 Einsätzen hintereinander (15x durchgespielt, 1x eingewechselt) und machte seine Arbeit zur Zufriedenheit des Vereins. Im Frühjahr waren es allerdings nur noch zwei Spiele, bevor Buffon wieder übernahm und Manninger für den Rest der Saison wieder auf die Ersatzbank verbannte. Wenn er bei Juve bleibt, wird er wohl auch in der nächsten Saison auf Ausfälle von Buffon „hoffen“ müssen. Juventus schaffte den Vizemeistertitel (Vorjahr 3.) und die CL-Qualifikation. Diese Saison schied man dort im Achtelfinale aus.

György Garics (25), Atalanta Bergamo, Italien (3.): In seinem ersten Jahr in Bergamo und dem bereits dritten in Italien war der 1998 aus Ungarn nach Österreich eingewanderte Ex-Rapidler unumstrittener Stammspieler rechts in der Viererkette. Er spielte 35 der 38 Spiele (wenn er fehlte, dann eigentlich nur verletzungsbedingt), alle von Anfang an und wurde 6x ausgewechselt. Dazu trug er sich auch einmal in die Torschützenliste ein. Seine offensiven Stärken und seine defensive Verlässichkeit überdecken offensichtlich sogar in der Serie A seine technischen Schwächen. Atalanta war in diesem Jahr wieder ein Mittelständler als 11., wenn auch um zwei Ränge gegenüber dem Vorjahr verschlechtert. Garics hat sich als einer unserer Toplegionäre etabliert.

Jürgen Säumel (24), FC Turin, Italien (3.): Sportlich hat sich diese erste Legionärssaison für den Steirer beim Aufsteiger aus Turin, der nun als 18. und Drittletzter auch gleich wieder den Weg nach unten antreten muss, wahrscheinlich wenig gelohnt, obwohl es immer toll ist im Kader eines Teams der Top-3-Ligen zu stehen. Nachdem er anfangs zu einem Stammspieler im Mittelfeld zu werden schien, landete er zusehends auf der Ersatzbank. Er kam zu 19 Einsätzen in 38 Spielen, 11 von Anfang an, von denen er 10 durchspielte und 1x ausgewechselt wurde. 8 x wurde er eingewechselt. Im Frühjahr waren es übrigens nur noch 8 Einsätze und 3 von Beginn an. Immerhin schoss er 2 Tore. Doch offensichtlich wirkte er oft verunsichert und wie ein Fremdkörper. Sollte er mit den Turinern den Gang in die Serie B antreten, könnte er aus dem Focus der Nationalmannschaft verschwinden.

Andreas Ibertsberger (26), TSG Hoffenheim, Deutschland (4.): Der Wechsel im Frühjahr 2008 zum damaligen Zweitligaklub hat sich für den Salzburger Außenverteidiger total ausgezahlt. Er erlangte ein Stammleiberl, das er in der diesjährigen Bundesligasaison nur selten abgab – von einer Verletzungsphase gegen Ende der Saison leider abgesehen, wodurch er nur auf 11 Spiele im Frühjahr kam. Sein unbändiger Einsatz und Kampfeswille konnten seine teilweisen technischen Mängel übertünchen. Insgesamt spielte er 24 von 34 Spielen, 23 von Anfang an, 18x durch, wurde 5x aus- und 1x eingewechselt. In der deutschen Bundesliga war er somit der verlässlichste Legionär. Auch sein Verein Hoffenheim kann als Aufsteiger mit dem 7. Platz sicher prächtig leben.

Ramazan Özcan (25), TSG Hoffenheim, Deutschland (4.): Auch für ihn schien sich der Wechsel im Frühjahr 2008 zu Hoffenheim ausgezahlt zu haben, da er sofort Stammspieler wurde. Auch die Bundesligasaison 2008/09 begann er als Nummer 1, allerdings nur für die ersten 6 Spiele. Dann musste er auf die Ersatzbank wechseln und war im Frühjahr nach der Verpflichtung von Hildebrand nur noch die Nummer 3. Ein Spiel spielte er im Frühjahr trotzdem durch und wurde 1x eingewechselt. Somit hatte er 8 Einsätze in 34 Spielen, von denen er 7x durchspielte. Doch wenn er weiter internationale Karriere machen will, wird er wohl wechseln müssen.

Martin Harnik (22), Werder Bremen, Deutschland (4.): Durch 7 Einsätze im Frühjahr kam er in seiner dritten Saison noch fast auf die selbe Bilanz wie im Vorjahr (9), doch 8 Spiele in 34 Runden, davon 2 von Anfang an (und durchgespielt) und 6 Einwechslungen sind in der bereits dritten Saison bei den Profis (und immer noch teilweise auch bei den Amateuren) zu wenig, um von einem Fortschritt in seiner Karriere zu sprechen. Er kam im Grunde nur als Notnagel auf der gesamten rechten Seite (Stürmer, Mittelfeld, Verteidiger) bei den verletzungsgeplagten Bremern zum Einsatz. Möglicherweise wird er sich verändern müssen, um weiterzukommen.

Sebastian Prödl (22), Werder Bremen, Deutschland (4.): Über die erste Legionärssaison des steirischen Verteidigers muss man eine zwiespältige Bilanz ziehen. Einerseits kam er insgesamt auf weit mehr Einsätze, als man es ihm aufgrund des Bremer Kaders zu Beginn der Saison zugetraut hätte: Er spielte in 22 von 34 Spielen (schön verteilt über beide Saisonhälften), 19 von Beginn, 10x durch, wurde allerdings 9x ausgewechselt und 3x eingewechselt. Andererseits kam er weniger durch bravouröse Leistungen zu Einsätzen als Innen- und öfters auch als Rechtsverteidiger, sondern weil wichtige Stammkräfte dauernd verletzt waren. Wirklich souveräne Leistungen brachte er leider fast nie, wurde in den Medien häufig wegen seiner Unsicherheiten schlecht benotet, aber wenigstens immer (auch vom Klub) wegen seiner tadellosen Einstellung gelobt. So souverän wie früher ein Pezzey wird er wohl nie werden, aber er kann seinen Weg machen. Die Bundesligasaison von Bremen war verpatzt (10. Platz, Vorjahr 2.), nicht zuletzt wegen der Verteidigung, aber mit dem Cupsieg und dem UEFA-Cup-Finalplatz (nach 3. Platz in der CL-Gruppenphase) wurde die Saison der Grün-Weißen noch halbwegs gerettet.

Ümit Korkmaz (23), Eintracht Frankfurt, Deutschland (4.): Mit sehr großen Hoffnungen war der quirlige Mittelfeldmotor an den Main gewechselt, aber leider wurde er gleich zweimal durch Mittelfußknochenbrüche massiv gebremst. Somit konnte er sich auch in den verletzungsfreien Phasen (noch?) nicht so ganz in die Stammelf spielen. Wenn er spielte, zeigte er vielversprechende Ansätze, aber ganz konnte er die Leistungen des Frühjahrs 2008 nicht wiederholen. So spielte er kein einziges Spiel durch, kam aber in der Hälfte der Spiele – 17 - zum Einsatz, 10x von Anfang an, wurde aber jedes Mal ausgewechselt. 7 x wurde er eingewechselt. Und er schoss sogar 1 Tor. Frankfurt hatte auch eine ziemlich verpatzte Saison mit dem 13. Endrang (Vorjahr 9.). Korkmaz sollte jedenfalls nächstes Jahr eine weitere Chance bekommen.

Christian Fuchs (23), VfL Bochum, Deutschland (4.): Die erste Auslandssaison lief für den Linkverteidiger aus Niederösterreich bis zu seiner schweren Verletzung (Kreuzband, Knorpel) im letzten Saisonviertel eigentlich hervorragend. Nach ein wenig Auf und Ab zu Beginn der Herbstsaison wurde er zu einem echten Stammspieler und zu einer Stütze beim ewigen Abstiegskandidaten aus dem Ruhrpott, der es auch diese Saison als 14. (Vorjahr 12.) schaffte oben zu bleiben. Fuchs spielte 22 der 34 Spiele, davon im Frühjahr nur 8, aber ausschließlich wegen der Verletzung. 20 x spielte er von Beginn an, davon 18x durch, wurde 1x ausgewechselt und 1x ausgeschlossen, sowie 2x eingewechselt. Er schoss sogar 2 Tore. Wenn er die Verletzung überwindet, sieht es vielversprechend aus.

Martin Stranzl (29), Spartak Moskau, Russland (6.): In Russland sind erst 12 Runden der neuen Meisterschaft gespielt, aber für den burgenländischen Innenverteidiger sah es zu Beginn seiner bereits dritten Saison in bei den Moskauern (wie schon am Ende der letzten) total schwarz aus. Die ersten 4 Runden verbrachte er auf der Tribüne. Doch nach einem Trainerwechsel ist er plötzlich – offenbar unumstrittener – Stammspieler bei Spartak, und zwar in allen 8 folgenden Runden. Dabei machte er sogar wieder mal ein Tor. Sehr erfreulich ist das, da er wohl nach wie vor zu den verlässlichsten und besten österreichischen Verteidigern gehört. Spartak ist obendrein vergleichsweise ein europäisches Spitzenteam mit hohen Ansprüchen, die aber möglicherweise wieder nicht erfüllt werden – derzeit ist man mal vorerst 3., nach der völlig verpatzten letzten Saison als 8.

Marko Arnautovic (20), Twente Enschede, Niederlande (8.): In seiner zweiten (oder wenn man so will dritten) Saison im A-Kader des starken niederländischen Vizemeisters dürfte dem Stürmer der endgültige Durchbruch zu einem Spieler internationaler Klasse gelungen sein. Er hat die Zahl seiner Einsätze gegenüber dem Vorjahr verdoppelt, vor allem aber ist er zum Stammspieler gereift, nachdem er zu Beginn der Saison, wie meist im Vorjahr, noch auf der Ersatzbank saß. Aber dann kam er in 28 von 34 Spielen zum Einsatz, davon spielte er 15x durch, wurde 11x ausgewechselt (also 26x von Anfang an gespielt) und 2x eingewechselt. Mit 12 Toren ist er auch sozusagen Torschützenkönig unter den Legionären (über die Gesamtsaison). Sein technisch brillantes Spiel scheint sich nun, wo er offenbar seine Allüren ablegt, durchzusetzen. Am Ende der Saison hatte er allerdings wieder einen kleinen Durchhänger bzw. plagte sich mit seiner Verletzung, sie sich bekanntlich nach der Saison als sehr schwer herausstellte. Der FC Twente, aus einer Top-8-Liga, wiederholte den Vizetitel vom Vorjahr (im der CL-Quali ist er allerdings gescheitert und im UEFA-Cup in der Runde der letzten 32 ausgeschieden). Arnautovic ist jedenfalls eine der erfreulichsten Erscheinungen dieser Saison.

Markus Berger (24), Academica Coimbra, Portugal (10.): Die zweite Saison in der Universitätsstadt verlief für den Innenverteidiger ähnlich wie die erste: er kam nur sporadisch zum Einsatz, und zwar in 7 von 30 Spielen (4x im Frühjahr). Er spielte 3x durch, wurde je 2x aus- und eingewechselt, war ein klassischer „Ergänzungsspieler“. Er kam damit auf noch weit weniger Minuten als im Vorjahr. Ein Vereinswechsel im Januar zu Hibernians Edinburgh scheiterte im letzten Moment. Teilweise war er auch verletzt. Für Coimbra war es eine erfolgreiche Saison (7., nach Platz 12 im Vorjahr), Markus Berger hingegen wird sich (wie sein Bruder bei Leixoes) etwas überlegen müssen.

Ekrem Dag (28), Besiktas Istanbul, Türkei (11.): Es war ein Jubeljahr für den Österreicher türkischer Abstammung. Der Wechsel nach 3 Jahren in der anatolischen Provinz zum Istanbuler Traditionsklub hat sich voll ausgezahlt, denn er ist nun Meisterschafts- (Vorjahr 3., im UEFA-Cup schied man in der ersten Runde aus) und Cupgewinner in dieser Saison geworden! Anfangs musste er (auch verletzungsbedingt) um einen Stammplatz kämpfen, doch dann spielte er fast immer, wenn er nicht verletzt oder gesperrt war. Insgesamt kam er auf 25 von 34 Spielen (15 von 18 im Frühjahr), davon 22 von Anfang an, spielte 19x durch und wurde nur 3x ausgewechselt. Dazu kamen 3 Einwechslungen. Er schoss auch 1 Tor. Seine große Stärke ist die Vielseitigkeit. Außer Mittelstürmer und Innenverteidiger hat er alles gespielt, am öftesten links in der Viererkette. Auch wenn die türkische nicht die allerstärkste Liga ist - aber der Stammspieler eines türkischen Doublegewinners gehört nun endlich ins Nationalteam. Er ist auch absolut ein Aufsteiger des Jahres.

Turgay Bahadir (25), Kayserispor, Türkei (11.): Persönlich war die zweite Saison für den türkischstämmigen Wiener in Kayseri eine leichte Verbesserung. Wenigstens war er fixer Bestandteil des Kaders und kam zu vielen Einsätzen, wenn auch immer noch selten in der Startformation. Er kam auf 27 Einsätze in 34 Spielen (Vorjahr 19), immerhin 13 von Anfang an, spielte aber nur 3x durch und wurde 10x aus, sowie gleich 14x eingewechselt. Er schoss dabei sogar 4 Tore. Darauf kann der Mittelfeldspieler sicher aufbauen, und er bleibt wohl auch im Sichtfeld des Nationalteams. Für seinen Verein war die Saison nicht so toll. 7. statt 5. im Vorjahr, kein Cupsieg mehr, keine internationale Qualifikation, in der ersten UEFA Cup-Hauptrunde ausgeschieden.

Andreas Ivanschitz (25), Panathinaikos Athen, Griechenland (12.): Die bereits dritte Saison bei dem griechischen Traditionsklub verlief für den burgenländischen Mittelfeldspieler noch schlechter als die vorangegangenen, wo er zumindest zeitweise eine tragende Figur war. In dieser Saison hat er aber – vor allem in der zweiten Saisonhälfte – das Vertrauen des Trainers verloren, kam meist nur als Ergänzungsspieler bzw. wenn es um nicht viel ging, zum Einsatz. Insgesamt kamen somit nur 18 von 36 Spielen für ihn zusammen (im Vorjahr 27), 12 von Beginn an, wobei er nur 5x durchspielte und 7x ausgewechselt wurde, sowie 6x zur Einwechslung kam. In den 21 Spielen des Frühjahrs spielte er nur noch 9x (1x im Play-off), seine 3 Tore schoss er alle im Herbst. Er konnte wenig Akzente setzen und ist offenbar dem großen Konkurrenzkampf bei seinem Verein nicht ganz gewachsen. Panathinaikos war aber auch so recht erfolgreich in dieser Saison mit dem Vizemeistertitel (nach Play-off) – wie im Vorjahr - und dem Erreichen der CL-Qualifikationsrunde. In der diesjährigen CL-Saison erreichte man (auch mit wenig Ivanschitz-Beteiligung) immerhin das Achtelfinale.

Jürgen Macho (31), AEK Athen, Griechenland (12.): Die zweite Saison beim Dritten der griechischen Liga (dieses und letztes Jahr) war leider eine vergeudete. Obwohl Österreichs Nr. 1-Torhüter bei der EM, wurde ihm ein argentinischer Goalie vor die Nase gesetzt, der die gesamte Saison spielte und nur in einem einzigen der 36 Spiele Macho (wegen Sperre) Platz machen musste. Der Wiener ertrug die Situation professionell, wird aber wohl nächste Saison wechseln. Er hat sicher noch Potential für einen Verein mit internationaler Klasse. Im UEFA-Cup war man übrigens schon in der 2. Quali-Runde gescheitert.

Michael Gspurning (28), FC Xanthi, Griechenland (12.): Der steirische Tormann ist nun schon zweieinhalb Jahre bei dem nordgriechischen Mittelständler, und in dieser Saison gelang ihm der endgültige Durchbruch. Er stieg zum Stammtorhüter beim Team mit den viertwenigsten erhaltenen Toren in der Liga auf und spielt nun sogar in der Nationalmannschaft. Bei Xanthi spielte er in 26 von 30 Spielen, 25x durch, und wurde 1x verletzungsbedingt ausgewechselt. Sein Team erreichte damit den guten 7. Platz (Vorjahr 8.). Gspurning kann mit Fug und Recht als einer der Aufsteiger des Jahres bezeichnet werden.

Mario Hieblinger (31), FC Ergotelis, Griechenland (12.): Der Innenverteidiger hat bereits seine dritte Saison auf Kreta absolviert, dürfte auf der Insel so etwas wie eine zweite fußballerische Heimat gefunden aben. Er kam heuer um 10 Spiele weniger zum Einsatz als im Vorjahr, nämlich nur in 18 von 30 Spielen, spielte 15x durch, wurde 3x ausgewechselt. Das lag aber in erster Linie an einer schweren Kopfverletzung, die er sich in der ersten Saisonhälfte zuzug und an weiteren kleinen körperlichen Problemen. Jedenfalls trug er auch in dieser Saison wieder entscheidend dazu bei, dass der Überraschungsklub den tollen 9. Platz errang (wie in Hieblingers erster Saison), nachdem er im Vorjahr nur 13. geworden war.

Gernot Plassnegger (31), FC Ergotelis, Griechenland (12.): Dass der Mittelfeldspieler mit 30+ dazu beiträgt, in der nicht so schlechten griechischen Liga aus einem Abstiegskandidaten einen Mittelständler zu machen (siehe oben), ist schon beachtlich. Er war über weite Strecken Stammspieler beim Team aus Kreta, spielte in 25 von 30 Spielen 22x durch, wurde nur 2x aus- und 1x eingewechselt. Auch er ist eine absolut erfreuliche Erscheinung unter den Legionären.

Robert Olejnik (22), FC Falkirk, Schottland (13.): Der Torhüter spielte in seiner zweiten Saison beim schottischen Provinzklub in 15 der 38 Spiele (durch), im Jahr 2009 allerdings nur noch 3 Spiele im Januar. Dann setzte man ihm über den Transfermarkt einen Spanier (Dani Mello) vor die Nase, der den Rest der Saison spielte. Es hatte sich schon im Herbst abgezeichnet, dass Olejnik auch nach Abgang der vorherigen Nr. 1 nach der letzten Saison nicht das volle Vertrauen geschenkt wurde. Seine Leistungen waren einfach zu unkonstant. Falkirk schaffte übrigens mit Müh und Not den 10. Platz (im Abstiegs-Playoff, Vorjahr 7.). Wenn er noch Karriere machen will, wird sich Olejnik wohl einen neuen Verein suchen müssen.

Roland Linz (27), Grashopper-Club Zürich, Schweiz (15.): Nach einer eher unerfreulichen Herbstsaison in Braga (Schlussbilanz: 6 von 15 Spielen gemacht, je 2 durch, aus- und eingewechselt, kein Tor), brachte die Ausleihe an die traditionsreichen Züricher einen Aufschwung, wenn auch in einer etwas schwächeren Liga. Das Frühjahr verlief jedenfalls sehr lebhaft für den steirischen Stürmer: Er wurde in 16 von 19 Spielen eingesetzt, 14 von Anfang an, spielte aber nur 6x durch, wurde 6x ausgewechselt und sogar 2x mit gelb-rot vom Platz geschickt. 2 x wurde er eingewechselt. Im Frühjahr schoss er mit 7 sogar die meisten Tore aller Legionäre. Das Ziel, zur Europa-Liga-Qualifikation beizutragen, wurde allerdings nicht erreicht, die Grashopper belegten wie in der Vorsaison nur Rang 4. Linz´ Zukunft ist ungewiss, er gehört noch Braga, aber mit ihm ist sicherlich wieder zu rechnen.

Sasa Vidovic (27), Rad Belgrad, Serbien (21.): In seiner zweiten Saison bei dem Aufsteiger (und dem 5. Jahr in der Heimat seiner Vorfahren) war der Mittelfeldspieler immerhin ein wertvoller Teil des Kaders. Er spielte in 17 von 32 Spielen, 11x von Anfang an, 7x durch, und wurde 4x ein-, sowie 6x ausgewechselt. Rad schaffte den guten 8. Platz. Vidovic wird wohl den Rest seiner Profilaufbahn im serbischen Mittelmaß verbringen.

Mato Simunovic (23), FC Nitra, Slowakei (25.): Der in Oberösterreich aufgewachsene Mittelfeldspieler, der im Herbst von Schwadorf in die 2. Schweizer Liga gewechselt war (Winterthur), um internationalen Anschluss zu finden, versuchte es in der Frühjahrssaison erstmals in einer ausländischen 1. Liga, wenn auch einer schwächeren als der österreichischen. Sein Verein Nitra war diese Saison nicht einmal dort stark, sondern belegte (ohne Abstieg) den 11. und vorletzten Platz (Vorjahr noch 3.). Er wurde in 11 von 15 Spielen eingesetzt, spielte aber nur 2x durch und wurde 8x aus-, sowie 1x eingewechselt. Er schoss auch 1 Tor.

Fazit: Die Aufsteiger der Saison sind Arnautovic mit Potential auf Engagement durch einen ganz Großen, sowie Dag und Gspurning (letztere zwei kann man wohl als Spätstarter bezeichnen). Ihre internationale Klasse gehalten haben Scharner, Pogatetz (der droht aber abzustürzen, wenn er den Abstieg von Boro mitmacht) und letztlich auch Stranzl. Garics und Ibertsberger punkten mit Verlässlichkeit bei guten Vereinen. Manninger ist als Nummer 2 bei Juve in einer Sondersituation, hat seine Klasse sicher gehalten. Fuchs ist auf dem besten Weg nach oben, Korkmaz sollte ohne Verletzungspech auch Chancen haben. Bei Prödl, trotz seiner nicht so schlechten Bilanz, bin ich skeptisch. Linz hat gezeigt, dass mit ihm noch zu rechnen ist. Die „Griechen“ Hieblinger und Plassnegger haben eine tadellose Saison gespielt – es muss nicht sein, dass sie ihren Zenit schon überschritten haben. Dagegen droht genau das dem jedes Jahr ein wenig nachlassenden Ivanschitz – wenn er sich nicht am Riemen reißt, könnte seine internationale Karriere versumpern. Bahadir könnte noch eine Entwicklung wie Dag machen. Säumel (vor allem auch durch den Abstieg), Harnik, Özcan, die Bergers, Macho und Olejnik sind eindeutige Absteiger der Saison und sollten sich wohl verändern. Vidovic und Simunovic müssten in ihren schwachen Ligen herausragende Leistungen bringen, um weiterzukommen, was sie nicht tun.

Im Blickfeld 2. Ligen verfolge ich nur die Legionäre in Top-10 Ländern gemäß UEFA-Rangliste (also etwa nicht in der Türkei, Belgien, Schweiz, Norwegen). Es waren im Frühjahr 11. Der einzige mit einer recht guten Bilanz, trotz vielen Einwechslungen, ist überraschenderweise Pichlmann. Auf ihn wird man ein Auge werfen müssen. Wolf war verletzt, Elsneg und Gucher sind noch sehr jung, alle anderen werden es wahrscheinlich nächstes Jahr schwer haben (oder nach Österreich zurückkommen).

- Johannes Ertl (26), Crystal Palace (15.), ENG: Kam in 46 Spielen gerade mal 12x zum Einsatz, davon 3x von Anfang an und durchgespielt (die letzten 3 Runden), wurde 9x eingewechselt.

- Thomas Pichlmann (28), US Grosseto (6.), ITA: Kam in 40 der 44 Spiele (einschließlich Aufstiegs-Playoff, wo man leider in der ersten Runde ausschied) zum Einsatz, 21x von Anfang an, spielte 6x durch, wurde 15x aus, und 19x eingewechselt, schoss immerhin 12 Tore.

- Marco Stankovic (23), US Triestina (8.), ITA: Der Wechsel im Winter hat sich kaum ausgezahlt. Kam nur in 8 von 18 Spielen zum Einsatz, spielte nur 1x durch, wurde 1x aus- und 6x eingewechselt

- Daniel Wolf (24), FC Piacenza (10.), ITA: Spielte in 13 der 42 Spiele, 9x von Beginn an, 6x durch, 3x aus- und4x eingewechselt, davon nur 1x im Frühjahr (letzte Runde), was aber an einer langen Verletzungspause lag

- Dieter Elsneg (19), Frosinone Calcio (11.), ITA: Spielte 8 von 42 Spielen, 5x von Anfang an, 3x durch, wurde 2x aus- und 3x eingewechselt. Schoss 1 Tor.

- Robert Gucher (18), Frosinone Calcio (11), ITA: Spielte eines der 42 Spiele, von Anfang an und wurde ausgewechselt.

- Michael Langer (24), SC Freiburg (1. und Aufsteiger), DE: Spielte nur ein Spiel in 34 Runden (in der vorletzten)

- Andreas Lasnik (25), Alemannia Aachen (4.), DE: Spielte 10 von 34 Spielen 3x von Anfang an und ausgewechselt, 7x eingewechselt, im Frühjahr nur noch 2x eingewechselt

- Mark Prettenthaler (26), FC Augsburg (11.), DE: Spielte ein einziges Spiel der 34 (durch) und schoss dabei auch 1 Tor.

- Julian Baumgartlinger (21), 1860 München (12.), DE: Spielte in 8 der 34 Spiele, davon 2 von Anfang an und durch (die letzten 2 im Frühjahr), wurde im Herbst 6x eingewechselt

- Dino Medjedovic (20), AGOVV Apeldoorn (11.), NL: In 38 Spielen nur 10 Einsätze (3 im Frühjahr), 4 von Anfang an, 1x durchgespielt, 3x aus- und 6x eingewechselt. Schoss 1 Tor.

bearbeitet von Lampard

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Thomas Pichlmann hat seine Saison nun auch abgeschlossen (editiert) und steigt nach dem Ausscheiden in der ersten Relegationsrunde (2:0 und 1:4 gegen Livorno) leider nicht in die Serie A auf.

Martin Stranzls Saison werde ich hier noch bis Ende Juni im Beitrag oben editieren.

Übrigens: Der Doppelstaatsbürger (CRO/AUT) und in Wien aufgewachsene Darko Bodul hat in der letzten Saison kurz für die Erste von Ajax Amsterdam gespielt. Da er sich aber vorerst fürs kroatische U21-Nationalteam entschieden hat (zunächst mal nur für Freundschaftsspiele), werde ich ihn bis auf weiteres nicht als Legionär berücksichtigen in meiner Aufstellung.

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Auch der eher unbekannte Sasa Vidovic stieg mit Rad Belgrad in die (schwache) erste serbische Liga auf.

Was soll das bitteschön heissen?

Die serbische Liga ist gleich auf mit eurer Liga. Hat man ja gesehen bei Vojvodina gegen Austria Wien. Du kennst dich nichtmal mit unserer Liga aus und behauptest Dinge über die du keine AHNUNG hast, mein Freund.

Partizan, Roter Stern und Vojvodina würden um den Titel in "eurer super" Liga kämpfen.

Hat sogar selber der Austra Coach gesagt.

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Was soll das bitteschön heissen?

Die serbische Liga ist gleich auf mit eurer Liga. Hat man ja gesehen bei Vojvodina gegen Austria Wien. Du kennst dich nichtmal mit unserer Liga aus und behauptest Dinge über die du keine AHNUNG hast, mein Freund.

Partizan, Roter Stern und Vojvodina würden um den Titel in "eurer super" Liga kämpfen.

Hat sogar selber der Austra Coach gesagt.

Selbst wenn die serbische Liga mit der österreichischen Liga mithalten könnte (was sie laut diversen Ligarankings nicht tut), kann man sie immer noch als schwach bezeichnen. Niemand würde behaupten, dass Österreich eine starke Liga hat. Vergleicht man die serbische Liga mit anderen Ligen in Europa, dann liegt sie je nach Ranking zwischen dem 20. - 30. Platz, d.h. sie ist eine schwache Liga. Österreich ist nicht viel besser platziert und gehört definitiv auch zu den schwachen Ligen in Europa, wenn man mal die Top15-Ligen als starke Liga definiert.

Ich glaube eher, dass er "schwache" Liga dazugeschrieben hat, da man aufgrund des sehr starken serbischen Nationalteams glauben könnte, dass die Liga auch so stark sei, zB Irland hat auch ein starkes NT, aber eine schwache Liga. Österreich hat ein schwaches NT und eine schwache Liga.

bearbeitet von mrbonheur

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Was soll das bitteschön heissen?

Die serbische Liga ist gleich auf mit eurer Liga. Hat man ja gesehen bei Vojvodina gegen Austria Wien. Du kennst dich nichtmal mit unserer Liga aus und behauptest Dinge über die du keine AHNUNG hast, mein Freund.

Partizan, Roter Stern und Vojvodina würden um den Titel in "eurer super" Liga kämpfen.

Hat sogar selber der Austra Coach gesagt.

Lampard hat ja nicht geschrieben, dass die serbische Liga im Vergleich zur österreichischen Liga schwach ist, oder...

Hier geht es nämlich um österreichische Legionäre und ganz bestimmt nicht um die österreichische Liga.

Vielleicht weißt Du, dass es österreichische Spieler in der der Premier League, der Serie A oder der deutsche Bundesliga gibt. Gegen diese Ligen ist die serbische Liga (wie auch die österreichische Liga) sehr wohl schwach.

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Ich weiss, unsere Ligen die österreichische und die serbische sind nicht Top aber auch nicht schwach.

Wollte hier keinen angreifen oder so. Ich mag die österreichische Liga sehr und auch das Nationalteam. Darum habe ich mich hier angemeldet.

Also das wars mal von mir.

Kennt ihr Frank Egharevba?

Er spielt zurzeit beim serbischen Erstligisten FK Javor Ivanjica, da er Österreicher ist würde es mich interessieren was er so kann.

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