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Funkmaster

Der Existenzkampf

243 posts in this topic

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ich mach mal nen neuen thread zu dem thema auf, da es in den nächsten wochen wohl tägliche meldungen darüber geben wird und der tägliche news - sammelthread scho a bisserl überlastet is.

also, die sportwoche zum beispiel schreibt:

Sturm vor dem Ende?

Für den 13. März ist Hannes Kartnigs Rückkehr von seiner dreimonatiger Weltreise (das Hochzeitsgeschenk von Trauzeuge Frank Stronach) geplant. Nur zwei Tage später müssen die Unterlagen für das Lizenzierungsverfahren bei der Bundesliga abgegeben werden. Nach derzeitigem Stand ein äußerst schwieriges Unterfangen. Sturm steht vor der wohl größten Zerreißprobe seiner 97-jährigen Klubgeschichte. Denn die finanzielle Situation ist besorgniserregend. 5,7 Millionen Euro beträgt das negative Eigenkapital. Davon müssten rund zwei Millionen Euro bis Saisonende aufgebracht werden. Und für David Mujiri sind nach dessen Austritt bis zu 600.000 Euro an ausstehenden Gehältern fällig, die jetzt eingeklagt werden. 16 Monate hatte der Georgier kein volles Gehalt mehr bezogen.

Derzeit weilt Mujiri beim georgischen Team auf Malta, er soll beim russischen Erstligaklub Krylia Samara (wo auch der Ex-Austrianer Marko Topic kickt) bereits einen Vertrag unterschrieben haben.

Keine Lizenz für 2006/07. Bei der Bundesliga-Geschäftsstelle im Happel-Stadion klingelten in der Causa Sturm schon letzten Herbst die Alarmglocken. In einem dreiseitigen Schreiben vom 28. November 2005 teilte die Liga dem Klub schon zum damaligen Zeitpunkt mit, dass es keine Lizenz für die Saison 2006/07 geben wird! Ein Grund: Wegen der Überschuldung sei der Fortbestand des Klubs nicht gesichert. In einem Radio-Interview mit Antenne Steiermark beschwichtigte Kartnig von seinem Aufenthaltsort auf Tahiti in gewohnter Art und Weise die prekäre Lage. "Um Sturm braucht sich keiner Sorgen zu machen! Ich habe Sponsoren an der Angel." Doch darauf will sich selbst im Sturm-Vorstand keiner mehr verlassen. Sauer ist vor allem Vizepräsident Klaus Leutgeb - von Kartnig selbst bei der turbulenten Generalversammlung im Herbst inthronisiert. Doch das Band zwischen den beiden ist längst zerschnitten. Mittels Brief vom Anwaltsbüro Pacher & Partner verhängte Kartnig Anfang Februar seinem Vize einen Maulkorb: Leutgeb darf weder zu wirtschaftlichen noch zu sportlichen Dingen in der Öffentlichkeit Stellung nehmen. Das sei nur Wirtschaftsbeirat Hans-Jörg Glinz bzw. Manager Heinz Schilcher gestattet. Kein Wunder, dass Leutgeb das Handtuch werfen will: "Wenn eh alles in Butter und Öl ist, braucht man mich nicht mehr. An einer Neugestaltung ist man anscheinend gar nicht interessiert. Kartnig soll seine Altlasten begleichen und endlich gehen, dann wird Sturm wieder aufleben. Mit ihm kann man nicht zusammenarbeiten!"

Der Security-Service-Austria-Boss würde als Nachfolger bereitstehen. Ein Fünf-Punkte- Soforthilfe-Programm zur Sanierung hat der 36-Jährige gebürtige Linzer in der Schublade. Kernpunkte: Der Vertrag mit einer Vermarktungsagentur, die angeblich bereit wäre sofort eine Million Euro einzuzahlen und 500.000 Euro Sofortzuschuss von Leutgeb selbst. Und da wäre noch die Begleichung der Versicherungssteuer des nach wie vor umstrittenen Pensionsversicherungsmodells in Höhe von mehreren hunderttausend Euro! Wie ein Damoklesschwert hängen auch nach wie vor die Letzturteile aus den Prozessen gegen die Ex-Sturm-Kicker Vastic und Schopp sowie Trainer Ivica Osim über dem Klub.

Flucht aus dem Vorstand. Während Kartnigs Reise um die Welt geht die Flucht der Vorstandsmitglieder munter weiter. Nach den Rücktritten von Platzer, Klementschitsch, Paulmichl und Marketingprofi

Hartinger letztes Jahr, stieg vor wenigen Tagen auch Hannes Gert aus. Mit Gerhard Stroicz, langjähriger Sekretär, gab auch die gute Seele des Klubs w.o. Zu schlechter Letzt ist der Friede mit den Fans Schnee von gestern. Weil Kartnig die Aufnahme neuer Mitglieder entgegen seiner Versprechungen neuerlich stoppte, schalteten die Fans einen Anwalt ein. Viel Zündstoff für die nächsten Monate. Die nächste Generalversammlung, bei der Kartnig seinen endgültigen Rückzug bekannt geben wollte, ist erst für Juni geplant. Geht auch Filipovic? Wesentlich früher droht der nächste Spielerabgang. Bojan Filipovic könnte schon diese Woche dem Beispiel Mujiri folgen. Japan, wo die Transferzeit erst am 31. März endet, lockt nach wie vor. Trainer Mischa Petrovic stöhnte nach dem verdienten Punkt gegen die Veilchen: "Bei Austria haben die Ersatzspieler mehr Länderspiele bestritten als meine Reservisten Bundesligaspiele."

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Der Einreichtermin wird erst dre 1. AKt eines ewiglangen Lizenzierungsprozesses sein. Es wird wochenlang beschwichtigt werden, dass nur noch ein bissl was "nachzureichen" ist und eigentlich eh alles passt.

Auch wenn wir sowieso keine Lizenz kriegen sollten muss alles daran gesetzt werden den Kartnig vor die Tür zu setzen. Ihm ist es zuzutrauen, dass er in einer letzten Kurzschlussreaktion den Verein an irgendeinen schwindlichen Investor verschleudert. Dass sogar der Sektretär (oder gute Seele, wie auch immer) den Verein verlässt ist das größte Alarmzeichen unter den letzten abgängen. Allen anderen kann man eventuell noch unterstellen, sich abputzen zu wollen und mit den Problemen nichts mehr zu tun haben zu wollen. Viele frühere Mitarbeiter, die noch dazu Geld und Ahnung hatten haben das Handtuch aus Frust geworfen, da sie im Schatten des Allmächtigen nichts bewegen konnten. Wenn dann aber sogar der Sekretär geht, dem man als letzten unterstellen könnte sich im Klub profilieren zu wollen bzw. sein Image aufzupolieren, dann ists bald gut aber aus.

Zwecks Zahlenspiel:

- 5,7 Mio (offiziell...inoffiziell sinds ja schon wieder mehr) bei der GV

Da waren wohl große Posten wie die Versicherung hoffentlich schon dabei, doch ich glaube nicht, dass Rücklagen für die laufenden Klagen (die sicher allesamt verloren werden) einkalkuliert sind - womit auch. Schon allein dadurch wird die Schuldenlast sicher über die öminöse 100 Mio ATS - Grenze steigen. Abfertigungen für das Verwaltungspersonal sind sicher auch nicht zu unterschätzen, fallen aber in dem Fall auch nicht mehr ins Gewicht - Ob 5 Meter und Wasser, oder 10 Meter: ersaufn tuast sowieso.

Dass wir einen Gercaliu verkauft haben bzw. uns das Geld fürs Mujirigehalt bis Sommer sparen (und dafür die Transferrechte für unsren wichtigsten Spieler verjubelt haben) wird in Zukunft genauso untergehen wie die früheren Großtransfers von Haas und Fleurquin, die beide enorme Summen eingebracht haben.

Von Seiten des Personals würd mich noch interessieren wie nach den Abgängen der 6 erwähnten Mitarbeiter vorgegangen wurde. Sind die Stellen vakant, sprich der Vrein eine leere Hülle?

Und um mit den Marketingstrategen einer Drei-Streifen-Marke zu sprechen:

Leutgeb +6 ... und wir sind tot.

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Eine Frage hätte ich: Gibt es bei Sturm nur den Verein oder eine Betriebsführergesellschaft, die dann offiziell Pleite gehen würde. Denn geht der Verein als SK Sturm pleite, dann wird man wegen der Verwechslungsgefahr nicht einmal einen "fast gleichen" Verein unten wieder neugründen können. SC Bregenz in Blau-Weiß sollte da abschreckendes Beispiel sein.

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Die One-Man-Show des Hannes Kartnig ist vorbei

In den Wirrnissen rund um Sturm versucht Hans-Jörg Glinz klare Worte zu finden.

Für die nächste Saison mache ich mir keine Sorgen. Aber jetzt ist die Lage alles andere als rosig. Wir haben einen Liquiditätsengpass, den es bis Mitte Juni zu lösen gilt.“ Knapp stellt Hans-Jörg Glinz, wirtschaftlicher Koordinator des SK Sturm, die Lage des Grazer Traditionsklubs dar. Und etwas realistischer als es Präsident Hannes Kartnig von seiner Weltreise aus vermeldete. Schulden sind da Von den 5,7 Millionen Euro Schulden, die sich bis November angehäuft hatten, seien „4,2 Millionen schlagend geworden, mehr als 2 Millionen Euro haben wir abgearbeitet.“ Also bleibt doch mehr über als die von Kartnig zitierte Million ... Die Lösung, so Glinz: „Es muss sich jeder im Vorstand wieder auf seine Aufgaben konzentrieren. Es geht um Sturm und nicht um Personen.“ Und dabei lässt er auch seinen Präsidenten nicht ungeschoren: „Bis dato war der SK Sturm eine One-Man-Show des Hannes Kartnig. Die Zeiten haben sich geändert, auch der Hannes muss lernen, kleinere Brötchen zu backen. Der Verein braucht dringend eine Reform“, stößt er ins selbe Horn wie Vizepräsident Klaus Leutgeb. Heißt: Einen hauptamtlichen kaufmännischen Geschäftsführer und einen sportlichen Leiter, der nicht mehr Heinz Schilcher heißen wird. „Die Neuen sollen den Verein im Alltagsgeschäft führen, das kann nicht Job des Vorstandes sein.“ Zu Leutgeb, der den Rücktritt von Kartnig forderte, ergänzt Glinz: „Ein gu- ter Mann mit tollen Ideen. Er braucht nur Geduld bis zur außerordentlichen Generalversammlung im Juni ...“ Zurück zum aktuellen „Liquiditätsengpass“: „Wir haben einen Berg von Altlasten, es sind in der Vergangenheit Fehler passiert.“ Die Liste ist lang, mit Spielern wie Rojas, Neukirchner, Filipovic oder Amoah wurden Ratenzahlungen vereinbart, die offenen Zahlungen bei der Versicherung beglichen. Filipovic wird den Verein im Sommer sicher, Verlaat möglicherweise verlassen, Jürgen Säumel schwer zu halten sein. „Die Mannschaft für die nächste Saison ist um 20 Prozent billiger als die jetzige.“ Und die Einnahmen müssen gesteigert werden. Erstes Projekt: Die „Lebenskarte“ für den SK Sturm um 5000 Euro – hoffentlich wird man die auch ausnützen können ...

Grazer Woche

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Mujiri stellt Sturm Ultimatum bis Freitag, GAK erfüllt die Liga-Vorgaben

Während es für den SK Sturm im Frühjahr sportlich trotz vieler Aderlässe bestens läuft, kämpft der Vorstand ums Überleben – und das an mehreren Fronten. Vordringlichstes Problem: Am Freitag dieser Woche, 9. März, läuft jenes Ultimatum ab, welches David Mujiri dem Klub gestellt hat. Der Georgier hat ja ausstehende Versicherungsprämien eingeklagt – angeblich inklusive eines Konkursantrages, sollte Sturm diese Woche nicht zahlen. Neo-Vizepräsident DI Hans-Jörg Glinz beschwichtigt: "Von einem Konkursantrag weiß ich nichts. Richtig ist, dass die Frist diesen Freitag abläuft. Wir versuchen nun, die Zahlungsmodalitäten mit Mujiri zu vereinbaren." Übersetzt: Man hofft, dass sich Mujiri breitschlagen lässt und einer Ratenzahlung zustimmt.

Nächster großer Brocken: die Lizenz! Bis 15. März muss ja der Lizenzantrag bei der Bundesliga eingereicht werden. Bis dahin sollte der größte Teil der Schulden – zumindest am Papier – vom Tisch sein. "Die Lücke an Schulden, die bis Saisonende abgebaut werden muss, beläuft sich auf eine Million Euro", rechnet Glinz hoch. Woher stammen dann die ständigen Gerüchte, dass der Schuldenstand von Sturm acht oder gar mehr Millionen Euro betragen soll? "Vielleicht sind es doch eineinhalb Millionen, die wir an Schulden haben, aber nicht mehr. Alles andere sind Gerüchte von Leuten, die sicher keinen Einblick haben", meint Glinz.

Auch nicht gerade rosig ist die finanzielle Lage des GAK. "Die Lizenz für das kommende Spieljahr haben wir finanztechnisch aber so gut wie sicher in der Tasche. Dank des Trainingszentrums, das laut Gutachten einen Wert von sechs Millionen Euro hat. Unsere Lizenz-Unterlagen sind top", verrät GAK-Präsident Mag. Harald Sükar.

Allerdings plagen freilich auch die "Reds" Liquiditätsprobleme. Sükar bestätigt: "Uns fehlen drei Millionen Euro, wovon aber der Großteil bereits abgedeckt ist. Natürlich suchen wir weiterhin Gönner, die dem Verein unter die Arme greifen."

In einem ähnelt Sükar seinem Vorgänger Konsul Mag. Rudi Roth. Der Präsident, der ja seinen Job bei McDonald’s an den Nagel hängt, ist ein echter Sir!

Auch wenn es noch so viel Häme hagelt, lässt er die Kritik ohne große Sprüche von sich abprallen – und agiert erfolgreich im Stillen. Sükar und seine Vorstandskollegen konnten in den letzten Wochen acht GAK-Freunde auftreiben, die für je 300.000 Euro bürgen. Zwei davon hat Sükar akquiriert, ein "300.000-Euro-Paket" hat er sich selbst umgeschnallt, was der Präsident bestätigt: "Stimmt, aber es geht hier nicht um einzelne Personen, sondern nur um den Verein …"

www.grazer.at

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Die Lücke an Schulden, die bis Saisonende abgebaut werden muss, beläuft sich auf eine Million Euro", rechnet Glinz hoch. Woher stammen dann die ständigen Gerüchte, dass der Schuldenstand von Sturm acht oder gar mehr Millionen Euro betragen soll? "Vielleicht sind es doch eineinhalb Millionen, die wir an Schulden haben, aber nicht mehr. Alles andere sind Gerüchte von Leuten, die sicher keinen Einblick haben", meint Glinz.

Das heisst für mich frei übersetzt, dass es mindestens 2 Millionen sind.

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Hans-Jörg Glinz führt in Abwesenheit von Präsident Hannes Kartnig die Geschäfte des SK Sturm. Über der Zukunft hängt ein grauer Schleier.

Am 15. März müssen die Unterlagen für die Lizenzierung 2006/07 abgegeben werden. Übersteht Sturm diese Prüfung?

HANS-JÖRG GLINZ: Es schaut um keinen Deut schlechter aus, als vor einem Jahr. Aber es muss wieder etwas passieren. Im Vorjahr war es die Rückgabe der Gruabn und eine persönliche Haftung von Präsident Hannes Kartnig. Jetzt geht es um eine knappe Million Euro, die aufzubringen sein wird, um bis zum Ende dieser Saison durchzukommen.

Dann geht es ums Budget für die neue Saison?

GLINZ: Ja, natürlich. Aber es steht fest, dass wir nach unten fahren, ganz gewaltig. Sechs bis sieben Millionen Euro müssen reichen.

Sie führen für Dauerurlauber Kartnig die Geschäfte. Sind Sie ein Kartnig-Mann?

GLINZ: Wenn man so will – ja. Er hat mich im letzten Herbst in den Vorstand geholt. In einer wilden Zeit, aber ich laufe nicht davon.

Ist Sturm noch zu retten?

GLINZ: Sportlich sehe ich dank guter Arbeit von Trainer Mischa Petrovic und einiger toller Talente kein Problem. Jetzt ist entscheidend, dass zum sportlichen Manager ein wirtschaftlicher Manager kommt. Kartnig könnte als Ehren-Präsident weiter machen. Aber er darf keine Sololäufe mehr veranstalten und hinter dem Rücken anderer Entscheidungen treffen. So geht es nicht mehr. Wenn wir die Strukturen in diese Richtung ändern, ist Kartnig dabei. Sturm braucht weiter einen Sprecher für die Medien.

Wo ist Kartnig jetzt?

GLINZ: Im Moment? Ich hoffe, dass er in Kanada auf dem Schoß von Frank Stronach sitzt. Wir bräuchten dringendst eine finanzielle Spritze. Kartnig wird es richten.

Wie konnte das mit dem Austritt von David Mujiri passieren?

GLINZ: Teile seines Gehalts wurden einfach nicht bezahlt. Mujiri wurde von der Versicherung gekündigt und ist zum Anwalt gelaufen. Durchaus verständlich.

Werden Sie Sturm-Präsident?

GLINZ: Nein, danke. Ich habe noch einen längeren Vertrag als Geschäftsführer in meinem Unternehmen und hätte deshalb gar keine Zeit. Aber wenn man es will, bleibe ich im Vorstand.

Wie schaut es mit dem zweiten Vize Klaus Leutgeb aus?

GLINZ: Er hat wunderbare Ideen. Aber er arbeitet nicht zum Wohle von  Sturm, sondern eher zum Wohle von Klaus Leutgeb.

Kleine Zeitung

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by the way:

Nächste Woche müssen die 20 Fußballklubs der Bundesliga und der Ersten Liga ihre Lizenzierungsansuchen abgeben.

Jetzt Prognosen zu stellen, käme Kaffeesudlesen gleich. Es liegt noch nichts am Tisch, also kann nicht einmal spekuliert werden.

Fest steht aber, dass mit Ausnahme der Wiener Austria (noch, schließlich wird Frank Stronach sein Mäzenatentum Ende der nächsten Saison beenden), der Salzburger Bullen (dank Milliardär Dietrich Mateschitz) und des SK Rapid (der noch von seinem Champions- League-Abenteuer zehren darf) alle Klubs krachen, dass es kilometerweit zu hören ist.

Man liegt nicht falsch, wenn man die Hälfte der Vereine als „extrem gefährdet“ ansieht. Es kommt in den nächsten Wochen darauf an, wie streng die Maßstäbe im Lizenzierungsverfahren angelegt werden. Das ist entscheidend dafür, wie viele Klubs weiter- machen dürfen.

Normalerweise müsste in den Sekretariaten das große Zittern längst begonnen haben.

Hat es bestimmt nicht. Weil wir in zwei Jahren eine Heim-EM ausrichten. Das muss man wissen. Wenn wieder einmal (fast) alle ihre Lizenz kriegen, liegt es nicht daran, dass es den Vereinen gut geht.

Sondern daran, dass es ohne Liga keine EM geben kann.

kleine

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Jetzt geht es ums Überleben

Sturm holte auch

bei Mattersburg mit dem 1:1-Remis einen Punkt. Mittwoch wird Präsident Hannes Kartnig vom Urlaub zurückerwartet. Nicht zuletzt von seinem Vize Klaus Leutgeb.

Sportlich läuft es wie geschmiert beim SK Sturm. „Es wäre auch mehr drinnen gewesen“, sagte Trainer Mischa Petrovic nach dem 1:1 in Mattersburg. Tatsächlich hatte Olivier Nzuzi nach seiner Einwechslung das Siegestor am rechten Fuß. Andererseits war Glück, dass der Schiri vor der Pause ein Handspiel von Sturm-Keeper Gregorz Szamotulski außerhalb des Strafraums ignorierte. Mit zehn Mann hätte sich Sturm um vieles schwerer getan im Pappel-Stadion.

Der nächste Lostag für Sturm ist Mittwoch, wenn Präsident Hannes Kartnig von seiner Weltreise nach Graz zurückkehrt. Nicht nur offene Baustellen warten auf Kartnig, sondern auch sein Vize Klaus Leutgeb. „Für mich steht fest, dass es schleunigst ein Gespräch zwischen uns geben muss. Ich weiß jetzt Bescheid und ich habe auch Beweise, dass vieles schief gelaufen ist.“ Leutgeb prangert vor allem die „Politik des Versteckspielens“ bei Sturm an: „Ich kann nur sagen, dass alles versucht wird, um mich auszuschalten.“ Dann legt Leutgeb nach: „Man verhindert, dass ich Briefe sehe, die den Klub betreffen, und im Büro hat man sogar die Schlösser ausgetauscht. Anscheinend bin ich zu lästig, weil mir Sturm am Herzen liegt.“

Mitten ins Herz

Das ist überhaupt der Knackpunkt: Leutgeb ging die Kritik des zweiten Sturm-Vizepräsidenten, Hans-Jörg Glinz, ziemlich unter die Haut: „Im Interview hat Glinz erklärt, dass es mir nicht um den SK Sturm, sondern ausschließlich um meine Person gehen würde. Das trifft mich schwer, eigentlich mitten ins Herz. Ich zerreiße mich seit Wochen für den Klub, arbeite Nächte durch, um ein Konzept zu erstellen. Man sieht nicht, dass es für Sturm ums Überleben geht.“

Leutgeb, der nach eigenen Angaben rund 600 Leute in seinen diversen Firmen (Security Service, Gastronomie KG mit Kaffeehäusern) beschäftigt, kann sich vorstellen, wie Sturm nicht nur die Lizenz für die nächste Saison bekommt, sondern auch in Zukunft überleben kann.

„Natürlich brauchen wir viel Geld und ebenso klar ist, dass Hannes Kartnig nicht den Hut nehmen kann, ohne noch seinen Beitrag zu leisten. Dann bin ich bereit, voll mitzuziehen.“ Leutgeb könnte sich vorstellen, dass Kartnig 1,5 Milionen Euro einzahlt, 500.000 Euro würden von Leutgeb und dessen Gruppe kommen: „Dann kann man mit Hilfe von Banken das rettende Paket schnüren“, sieht Leutgeb die an sich nicht gerade rosige finanzielle Lage: „Bis zum 15. März sind 920.000 Euro fällig.“

Kleine Zeitung

Angst

Bruno Hütter ist Fanbetreuer des SK Sturm. Er war natürlich auch am Samstag in Mattersburg dabei.

„Schon bei der Hinfahrt“, erzählte Hütter gestern, „haben wir uns gefragt, ob es vielleicht das letzte Auswärtsmatch des SK Sturm ist.“

Die Öffentlichkeit sieht die derzeitige Situation des SK Sturm offenbar nicht annähernd so dramatisch wie der echte Fan. „Wir haben Angst um unseren Klub.“

In der Sturm-Vorstandsetage wird man auch wissen, dass der Hut brennt. Aber noch tun jene, die Entscheidungen zu treffen haben, so, als wäre alles noch im grünen Bereich.

Diesen Eindruck hat man nicht mehr, wenn man mit Noch-Vize-Präsident Klaus Leutgeb spricht. Er will Sturm helfen, weiß aber, dass er das erstens allein nicht schafft und zweitens Hannes Kartnig nicht aus der Verantwortung gelassen werden kann.

Niemand kann zum jetzigen Zeitpunkt sagen, wie es bei den Schwarz-Weißen weiter- gehen wird.

Vor allem aber, ob es überhaupt weitergeht.

Fans sind zwar schon deshalb nicht voll „zurechnungsfähig“, weil sie eben Fans sind, aber sie haben einen feinen Sensor.

Sie spüren mehr als ein normaler Anhänger.

Deshalb sollte man die Angst von Bruno Hütter ernst nehmen.

Kommentar von August Kuhn, ebenfalls Kleine Zeitung

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Na servas!

920000 Euro bis Mittwoch zu zahlen, eventuell letzte Auswärtspartie des SK Sturm?? :aaarrrggghhh:

Wieviel Wahrheit steckt denn hinter diesen Zeitungsberichten? Kann doch nicht sein, daß der Verein WÄHREND der Saison aufhören muß, oder?

Ist aber irgendwie typisch für Sturm: Bei uns in Mattersburg reißen sich die jungen Spieler den Arsch auf (z.B. Spitzenpartie eurer Nummer 7 - Leitgeb glaub' ich) und der Präsident sitzt in der Karibik, jetzt wo's scheinbar wirklich finanziell brenzlig wird...

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Sparprogramm

Also, ganz so schlecht, wie es auf den ersten Blick aussieht, war diese Runde aus Sicht der Grazer Fußball-Bundesligaklubs gar nicht.

Der GAK hat zwar 0:1 verloren, aber immerhin hat sich der Vorstand die Siegesprämien erspart und Präsident Harald Sükar muss sich auch keine Gedanken mehr machen, wie er die Summe für die Versicherung gegen den Meistertitel, die er für den Fall eines Sieges seines GAK über Tirol abschließen wollte, zusammenkratzen wird.

Und im fernen Kanada stöhnte Hannes Kartnig ins Telefon: „Super, wir führen 1:0, aber die Siegesprämie kann ich eh net zahlen.“ Muss er nicht, nur die Hälfte wird fällig, weil Sturm in Mattersburg letztlich 1:1 spielte.

Aber es zeigt, in welcher Zwickmühle sich der Grazer Fußball befindet. Sowohl Sturm als auch GAK hatten in den letzten Wochen und Monaten überhaupt nichts dagegen, wenn sich so genannte Stars verabschiedeten.

Nur so konnte Geld eingespart werden.

Bei weitem noch nicht genug, um sorgenfrei in die Zukunft zu blicken. Etwa zum 15. März, wenn die Lizenzierungsunterlagen abgegeben werden müssen.

Niemand verliert gerne. Aber es gab Zeiten, da hat man sich über Niederlagen und Punkteteilungen schon mehr gekränkt.

und nochmals kleine

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Ist aber irgendwie typisch für Sturm: Bei uns in Mattersburg reißen sich die jungen Spieler den Arsch auf (z.B. Spitzenpartie eurer Nummer 7 - Leitgeb glaub' ich) und der Präsident sitzt in der Karibik, jetzt wo's scheinbar wirklich finanziell brenzlig wird...

988591[/snapback]

der präsident macht übrigens seit 2 monaten oder so eine weltreise, die er als hochzeitsgeschenk vom stronach kriegt hat.

es ist sooo lächerlich :(

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