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Im ASB-Olymp

Ich hab die Bayern jahrelang nicht leiden können (ja sogar borderline gehasst). Sympathisch sind sie mir noch immer nicht, aber in den letzten Jahren sind ein paar Sachen passiert, die meinen Respekt vor ihnen stufenweise massiv erhöht haben:

- Position in der Kommerzialisierung des Fußballs: von den absoluten Top-Mannschaften in Europa sind sie die einzigen, die noch immer so ziemlich ein Verein sind und trotzdem regelmäßig vorne mitspielen. Alle anderen sind entweder Spielwiese für Milliardäre (zb. Alles aus England), oder (semi-) geheime Staatsbetriebe (zb Real). Im schlimmsten Fall sogar ein bisserl von beiden (Barca). Bayern gibt nur kleine Anteile an langjährige Sponsoren ab und behält die Kontrolle selbst. Dazu noch, dass sie dabei nicht so erbärmlich condescending und virtue signaling auftreten, wie zb St. Pauli, sondern es halt einfach nicht machen.

- Zuschauer Management: wenn ich mir anschaue, wie ich damals im Westfalen Stadion behandelt worden bin, und im Vergleich dazu in der Allianz Arena, sind das Welten.

- Stand zur geschlossenen Elite Liga: Die Spanier wollen es unbedingt, die Italiener flirten damit, die Engländer sind erst davon abgekommen, als ihnen die Fans fast ihre Hütten abgebrannt haben, aber Bayern (und fairerweise auch Dortmund) haben ihnen gleich gesagt, wo sie sich den Scheiß hinstecken können.

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Prickelnd
11mousa schrieb vor 44 Minuten:

- Stand zur geschlossenen Elite Liga: Die Spanier wollen es unbedingt, die Italiener flirten damit, die Engländer sind erst davon abgekommen, als ihnen die Fans fast ihre Hütten abgebrannt haben, aber Bayern (und fairerweise auch Dortmund) haben ihnen gleich gesagt, wo sie sich den Scheiß hinstecken können.

Auch das ist nur die halbe Wahrheit und ein weiteres Beispiel dafür, wie gut die Bayern bei ihrer Außendarstellung manipulieren.

Rummenigge war langjähriger Vorsitzender der ECA und war dort federführend dabei, Lobbyismus für die "großen" Vereine zu betreiben. Er hat des Öfteren über die Vorteile von geschlossene oder semi-geschlossene Superleagues referiert um die Dominanz der großen europäischen Vereine zu sichern und hat die UEFA dazu bewegt systematisch die Kluft zwischen großen und kleinen Vereinen voranzutreiben.

https://sport.sky.de/fussball/artikel/football-leaks-enthuellung-fc-bayern-pruefte-bundesliga-ausstieg/11543018/34099

https://www.focus.de/sport/fussball/fc-bayern-rummenigges-schattenmann-schwaermt-in-ard-von-superliga_id_9847295.html

Man kann den Bayern jetzt positiv attestieren, dass sie mit ihrer eigenen Drohung der Super League, die UEFA erfolgreich erpresst haben Reformen durchzuziehen... die zwar exakt den potentiellen Vereine+Verbände der Super League helfen, aber damit auch die besagte Super-League langfristig verhindert haben. 

Aber das ist halt die Geschichte der Bayern, selbsternannte Robin Hoods. ;)

Ps.: Und zur Kommerzialisierung sag ich lieber nix, dazu reicht ein Blick in die Allianz Arena und die armen Teufeln, die immer das peinliche T von Telekom bilden müssen. :D

Ps2.: Aber ich will auch niemanden bekehren, kein Bayern-Fan/Anhänger zu sein. Sympathien müssen ned immer rational sein. Nur dieses Mutter Teresa-Image, das lass ich keinen dieser "Vereine" durchgehen, nur weil ein anderer noch mehr Dreck am Stecken hat, wird der andere aufgrund des Kontrasts nicht zum Heiligen. 

In einer fairen & gerechten Fußball-Welt, wären wir als SK Sturm gerade im CL-Viertelfinale.  :davinci:

bearbeitet von Vöslauer

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Vöslauer schrieb vor 1 Stunde:

Auch das ist nur die halbe Wahrheit und ein weiteres Beispiel dafür, wie gut die Bayern bei ihrer Außendarstellung manipulieren.

Rummenigge war langjähriger Vorsitzender der ECA und war dort federführend dabei, Lobbyismus für die "großen" Vereine zu betreiben. Er hat des Öfteren über die Vorteile von geschlossene oder semi-geschlossene Superleagues referiert um die Dominanz der großen europäischen Vereine zu sichern und hat die UEFA dazu bewegt systematisch die Kluft zwischen großen und kleinen Vereinen voranzutreiben.

https://sport.sky.de/fussball/artikel/football-leaks-enthuellung-fc-bayern-pruefte-bundesliga-ausstieg/11543018/34099

https://www.focus.de/sport/fussball/fc-bayern-rummenigges-schattenmann-schwaermt-in-ard-von-superliga_id_9847295.html

Man kann den Bayern jetzt positiv attestieren, dass sie mit ihrer eigenen Drohung der Super League, die UEFA erfolgreich erpresst haben Reformen durchzuziehen... die zwar exakt den potentiellen Vereine+Verbände der Super League helfen, aber damit auch die besagte Super-League langfristig verhindert haben. 

Aber das ist halt die Geschichte der Bayern, selbsternannte Robin Hoods. ;)

Ps.: Und zur Kommerzialisierung sag ich lieber nix, dazu reicht ein Blick in die Allianz Arena und die armen Teufeln, die immer das peinliche T von Telekom bilden müssen. :D

Ps2.: Aber ich will auch niemanden bekehren, kein Bayern-Fan/Anhänger zu sein. Sympathien müssen ned immer rational sein. Nur dieses Mutter Teresa-Image, das lass ich keinen dieser "Vereine" durchgehen, nur weil ein anderer noch mehr Dreck am Stecken hat, wird der andere aufgrund des Kontrasts nicht zum Heiligen. 

In einer fairen & gerechten Fußball-Welt, wären wir als SK Sturm gerade im CL-Viertelfinale.  :davinci:

Ich bin jetzt kein Bayern Insider, danke aber für die Insights. 

Was die Kommerzialisierung angeht - jeder Verein gliedert den Spielbetrieb in eine Kapitalgesellschaft aus. Ganz wilde Hund gehen sogar an die Börse. Also dass es da einen kommerziellen Grundgedanken gibt, das ist doch jedem klar. Bei uns steht auch ein Luftpunti am Mittelkreis (und ich falle regelmäßig drauf rein und erwische mich selbst beim Bierdurscht!). Ist halt eine eigenartige Werbeaktion, aber nix, was die Bayern jetzt hyperkapitalistisch macht. Ich habe das Gefühl, dass da weniger Profitgier dahintersteckt, als bei den Saudis. Vielleicht aber echt nur ein Gefühl

 

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freiberuflicher Wappler
soulbro82 schrieb vor 5 Stunden:

Den Bayern Hate hab ich nie ganz verstanden. Klar, Hoeneß und Co sind schwer zu ertragen aber für mich waren die Münchner immer der Beweis dass es auch ohne Scheich-Millionen (siehe England/Frankreich) und Millarden-Schulden (Spanien) geht.

Najo International mögen sie im Vergleich zu den anderen Gfrastan noch sympathisch wirken, national sind sie halt Monopolisten und schauen seit jeher, dass das auch so bleibt.

Und der Wurst Ulli ist halt noch immer ein Verurteilter Steuerhinterzieher und ich glaube halt bis heute nicht, dass dessen kriminelle Energie sich ausschließlich auf seinen Privatbereich beschränkt hat. 

 

Außerdem und dass ist sicher nicht die Hauptschuld der Bayern, aber sie haben die Blauäugigkeit der 60er dankend genommen um lächerlich günstig an die Allianz-Arena zu kommen. Die haben genau gewusst dass sie die blauen zuerst mal brauchen. Haben aber auch genau gewusst, dass die bei dem Deal einfahren werden. (Aus dem Grund verstehe ich im Übrigen auch die Defensive Haltung des GAK sehr gut, was das Stadion betrifft. Im Übermut unterzugehen bringt einem nämlich auch nix und objektiv tun sie gut daran sich von niemandem treiben zu lassen.)

bearbeitet von Pepi_Gonzales

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Posting-Pate
Pepi_Gonzales schrieb vor 1 Stunde:

Außerdem und dass ist sicher nicht die Hauptschuld der Bayern, aber sie haben die Blauäugigkeit der 60er dankend genommen um lächerlich günstig an die Allianz-Arena zu kommen. Die haben genau gewusst dass sie die blauen zuerst mal brauchen. Haben aber auch genau gewusst, dass die bei dem Deal einfahren werden. 

Für mich ja fast der Coupe des Jahunderts. 

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Pepi_Gonzales schrieb vor 4 Stunden:

Najo International mögen sie im Vergleich zu den anderen Gfrastan noch sympathisch wirken, national sind sie halt Monopolisten und schauen seit jeher, dass das auch so bleibt.

Mir persönlich gehts drum, dass Bayern ein Mitgliederverein ist und wenn ich nicht irre hinter Benfica oder so sogar einer der größten der Welt. Und mit einem Jahresumsatz von irgendwo zwischen 900m und 1mrd gehören die auch zu den umsatzstärksten Klubs, und das ganz ohne reiche Investoren. 

Dass dort auch schwarze Schafe ihr Unwesen treiben, ist halt so. Gibt bei uns übrigens auch einen verurteilten Stalker, der soweit ich weiß noch bei uns arbeitet. 

Mir gehts da eher drum, dass Bayern so die Antithese zu RB Leipzig ist. Oder zu den kriminellen Bossen der Superleague Teams mit ihren Dollarzeichen in den Augen. Der FC Bayern zeigt mir halt - und ich bin kein Insider, vielleicht also wirklich nur Opfer einer gelungenen "Greenwashing"  Initiative - dass es auch ohne Investoren möglich ist, mit einem Klub regelmäßig auch international Erfolg zu haben.

JoggaBonito schrieb vor 2 Stunden:

Für mich ja fast der Coupe des Jahunderts. 

Das würde mich interessieren, was war da genau? Auf Wikipedia finde ich dazu wenig.

Edit, gerade gefunden. 11m für 50% ist echt ein steal.

bearbeitet von SturmUndDrang

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Fanatischer Poster
21 hours ago, SturmUndDrang said:

Ich oute mich jetzt mal als Traditionalist. Für mich ist es ein Segen, dass in Österreich die (meisten) Klubs und ihre jeweiligen Kapitalgesellschaften in der Hand von Mitgliedervereinen sind. Das Argument, dass hier Mitglieder groß mitentscheiden, ist mir da unwichtig, weils ohnehin nicht stimmt. ABER man verhindert halt, dass Vereine in dei Hände von Ultrakapitalisten fallen, von Menschen, die Milliarden besitzen und gerne noch mehrere Milliarden hätten, alleine das ist mit meinem Weltbild nicht vereinbar, aber abgesehen davon riskierst du so auch das Fortbestehen des Vereins. Wenn der Investor das Interesse verliert, lieber zur Formel 1 oder zum Tennis geht, findest du dich schnell ganz am Ende wieder.

Das haben wir auf österreichischer Ebene in Wr Neustadt gesehen, aber auch bei 1860 München, beim FC Malaga, bei Girondinx Bordeaux. Das Muster wiederholt sich halt. Hohe Investitionen, kurzfristiger Erfolg, mangelndes Interesse des Investors, Ausstieg, hohe Schulden, sportlicher Absturz, Verein existenzgefährdet. Klar gibt es positive Beispiele, in denen das funktioniert (RB Salzburg, PSG...) aber ich weiß meinen Verein lieber in der Hand von Mitgliedern als von unberechenbaren Saudis/Kataris/Amis. 

Dazu der moralische Faktor. Viele dieser Scheichs haben sich ihren Reichtum auf den Schultern von Gastarbeitern aus Pakistan aufgebaut, die auf den Baustellen in der Region wie die Fliegen sterben aufgrund der schrecklichen Arbeitsbedingungen. Wir erinnern uns an die WM in Katar, wer glaubt, dass diese Praktiken sich nur auf Stadien beziehen, ist auf dem Holzweg. Das kann man natürlich ausblenden, weil es ja speziell bei uns viele mit Gert Steinbäcker halten ("was soll i ändern an de Probleme von so an fremden Land"), weils immerhin guten Fußball bringt und man sich ja Topathleten anschauen kann, und man muss sich schon fragen, ist es einem das wert? 

Das muss jeder für sich entscheiden und ich verurteile da niemanden, aber neben der Existenzbedrohung, die solche Investoren mit sich bringen, ist für mich ein Konstrukt wie RBS einfach auch so äußerst unattraktiv. Im Vordergrund steht halt ein Energydrink (der überdies pures Gift ist) und dessen Vermarktung. In Salzburg hast kaum Stimmung, keine ernstzunehmende Fanszene, Spiele vor 2000 Leuten, wenns mal wieder nicht läuft. Es wird wohl keiner glauben, dass RB Salzburg in 50 Jahren noch existiert. Irgendwann wird RB die Salzburger wie eine heiße Kartoffell fallen lassen und dann wars das mit dem "Verein", und man hinterlässt halt ein paar wenige Tausend Fans, die vielleicht wirklich mit RB aufgewachsen sind und ihren Verein ins Herz geschlossen haben. Was machst dann? Die Austria wird uns alle überleben, insbesondere aber den Stadtrivalen aus der Mozartstadt. Gehst dann zur Austria? 

Für mich ist in den letzten Jahren allgemein auf größerer Ebene der deutsche Fußball deutlich attraktiver geworden, als etwa der englische. Ich habe einfach keine Lust drauf, dass dort Tickets dreistellige Beträge kosten, damit ein durchschnittlicher PL Spieler seine 6 Millionen im Jahr bekommen kann. Da ist mir der verhältnismäßig ehrliche Fußball in Deutschland deutlich lieber. Wenn du dort spielst, wirst du auch nie am Hungertuch nagen, und wirkliche achstellige Gehälter bekommen nur echt Ausnahmespieler, und selbst dann bezahlt diese Gehälter ein Vorzeugeverein wenns um finanzielle Nachhaltigkeit geht und der noch dazu einen Mitgliederverein als Eigentümer hat, nämlich Bayern. 

In Summe überwiegen für mich einfach die Faktoren Fans, Identifikation, Stimmung, Moral und Nachhaltigkeit über attraktiveren Fußball, den man sich mit frischem Investorengeld kurzfristig leisten kann, aer wie gesagt verurteile ich auch keinen, der das anders sieht. 

PS sorry für den langen Rant, das Thema emotionalisiert mich sehr :D

Durchaus legitim, Fußball Romantik hat was und ich denke selbst noch gerne an meinem ersten Stadionerlebnisse in der Gruabn zurück. Wenn man sich die finanzielle Entwicklung in vergleichbaren Ligen so anschaut, dann muss man aber auch akzeptieren, dass man damit, im europäischen Vergleich, immer weiter zurückfallen wird. Weil heute zahlens auch im Osten oft schon um einiges mehr (zumindest nach Steuern), wie man sich das in Österreich leisten kann. Das war vor ein paar Jahren noch nicht so. Ständig fordern, dass man das irgendwie durch 'gute Arbeit' ausgleichen muss ist doch irgendwie sehr Realitätsfern...

Und nein, ich fordere auch nicht, dass man Sturm an irgendeinen 'Scheich' verkauft, aber es gibt schon auch noch Wege dazwischen. Auch wenn man bei Sturm gern nur Schwarz und Weiß kennt. Zusätzlich muss man halt auch sagen, dass unsere Bundesliga scheinbar selbst noch nicht aus dem Provinziellen rausgekommen ist. Die Vermarktung ist unter aller Sau. Man versucht scheinbar nicht mal, dass man international interessant wird. Hier kann ich die slowakische, polnische, belgische... Liga, die 2. und teilweise sogar 3. deutsche Bundesliga legal schauen. Zum Teil gratis, oder halt mit Abo. Für Österreich gibt's kein Angebot. Nachdem Sky mittlerweile auch mit VPN Erkennung angefangen hat bleibt mir nicht mal mehr was anderes übrig, als das ganze auf irgendwelchen schwindligen Seiten zu schauen, obwohl ich sofort dafür zahlen würde, wenn ich dafür einen Stream in halbwegs brauchbarer Qualität bekomme...

Nun noch etwas politisch: Die Scheichs haben ihr Geld nicht, weil sie pakistanische, indische... Arbeiter ausbeuten. Das machen sie nur um Geld zu sparen. Auch widerlich, aber ein Unterschied. Ihr Geld haben sie, weil wir (der Westen) ihnen jährlich hunderte Milliarden überweisen, damit das Auto beim Fahren das richtige Geräusch macht und am Hügel vorm Fenster kein Windrad steht. Überspitzt ausgedrückt, aber es gäbe in Österreich zig Möglichkeiten, dass Milliarden mehr in die eigene Wirtschaft fließen und eigentlich nur einen sehr geringen Teil an Anpassungswillen erfordern würden, die nicht umgesetzt bzw. bekämpft werden, weil 'es war ja schon immer so'...

 

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ASB-Legende
arlathii schrieb vor 22 Minuten:

Durchaus legitim, Fußball Romantik hat was und ich denke selbst noch gerne an meinem ersten Stadionerlebnisse in der Gruabn zurück. Wenn man sich die finanzielle Entwicklung in vergleichbaren Ligen so anschaut, dann muss man aber auch akzeptieren, dass man damit, im europäischen Vergleich, immer weiter zurückfallen wird. Weil heute zahlens auch im Osten oft schon um einiges mehr (zumindest nach Steuern), wie man sich das in Österreich leisten kann. Das war vor ein paar Jahren noch nicht so. Ständig fordern, dass man das irgendwie durch 'gute Arbeit' ausgleichen muss ist doch irgendwie sehr Realitätsfern...

Und nein, ich fordere auch nicht, dass man Sturm an irgendeinen 'Scheich' verkauft, aber es gibt schon auch noch Wege dazwischen. Auch wenn man bei Sturm gern nur Schwarz und Weiß kennt. Zusätzlich muss man halt auch sagen, dass unsere Bundesliga scheinbar selbst noch nicht aus dem Provinziellen rausgekommen ist. Die Vermarktung ist unter aller Sau. Man versucht scheinbar nicht mal, dass man international interessant wird. Hier kann ich die slowakische, polnische, belgische... Liga, die 2. und teilweise sogar 3. deutsche Bundesliga legal schauen. Zum Teil gratis, oder halt mit Abo. Für Österreich gibt's kein Angebot. Nachdem Sky mittlerweile auch mit VPN Erkennung angefangen hat bleibt mir nicht mal mehr was anderes übrig, als das ganze auf irgendwelchen schwindligen Seiten zu schauen, obwohl ich sofort dafür zahlen würde, wenn ich dafür einen Stream in halbwegs brauchbarer Qualität bekomme...

Nun noch etwas politisch: Die Scheichs haben ihr Geld nicht, weil sie pakistanische, indische... Arbeiter ausbeuten. Das machen sie nur um Geld zu sparen. Auch widerlich, aber ein Unterschied. Ihr Geld haben sie, weil wir (der Westen) ihnen jährlich hunderte Milliarden überweisen, damit das Auto beim Fahren das richtige Geräusch macht und am Hügel vorm Fenster kein Windrad steht. Überspitzt ausgedrückt, aber es gäbe in Österreich zig Möglichkeiten, dass Milliarden mehr in die eigene Wirtschaft fließen und eigentlich nur einen sehr geringen Teil an Anpassungswillen erfordern würden, die nicht umgesetzt bzw. bekämpft werden, weil 'es war ja schon immer so'...

 

Das ist so. Ich bin gespannt,  wie es wird wenn die Generation Boomer abgibt. Obs dann zur Transformation kommt oder man wieder in der gleichen Suppe kocht, weil es bequemer ist...

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arlathii schrieb vor 40 Minuten:

Durchaus legitim, Fußball Romantik hat was und ich denke selbst noch gerne an meinem ersten Stadionerlebnisse in der Gruabn zurück. Wenn man sich die finanzielle Entwicklung in vergleichbaren Ligen so anschaut, dann muss man aber auch akzeptieren, dass man damit, im europäischen Vergleich, immer weiter zurückfallen wird.

Weil heute zahlens auch im Osten oft schon um einiges mehr (zumindest nach Steuern), wie man sich das in Österreich leisten kann. Das war vor ein paar Jahren noch nicht so. Ständig fordern, dass man das irgendwie durch 'gute Arbeit' ausgleichen muss ist doch irgendwie sehr Realitätsfern...

Und nein, ich fordere auch nicht, dass man Sturm an irgendeinen 'Scheich' verkauft, aber es gibt schon auch noch Wege dazwischen. Auch wenn man bei Sturm gern nur Schwarz und Weiß kennt. Zusätzlich muss man halt auch sagen, dass unsere Bundesliga scheinbar selbst noch nicht aus dem Provinziellen rausgekommen ist. Die Vermarktung ist unter aller Sau. Man versucht scheinbar nicht mal, dass man international interessant wird. Hier kann ich die slowakische, polnische, belgische... Liga, die 2. und teilweise sogar 3. deutsche Bundesliga legal schauen. Zum Teil gratis, oder halt mit Abo. Für Österreich gibt's kein Angebot. Nachdem Sky mittlerweile auch mit VPN Erkennung angefangen hat bleibt mir nicht mal mehr was anderes übrig, als das ganze auf irgendwelchen schwindligen Seiten zu schauen, obwohl ich sofort dafür zahlen würde, wenn ich dafür einen Stream in halbwegs brauchbarer Qualität bekomme...

Nun noch etwas politisch: Die Scheichs haben ihr Geld nicht, weil sie pakistanische, indische... Arbeiter ausbeuten. Das machen sie nur um Geld zu sparen. Auch widerlich, aber ein Unterschied. Ihr Geld haben sie, weil wir (der Westen) ihnen jährlich hunderte Milliarden überweisen, damit das Auto beim Fahren das richtige Geräusch macht und am Hügel vorm Fenster kein Windrad steht. Überspitzt ausgedrückt, aber es gäbe in Österreich zig Möglichkeiten, dass Milliarden mehr in die eigene Wirtschaft fließen und eigentlich nur einen sehr geringen Teil an Anpassungswillen erfordern würden, die nicht umgesetzt bzw. bekämpft werden, weil 'es war ja schon immer so'...

 

Das mit dem "Anschluss verlieren" ist so ein Ding. Was heißt das genau? Es gibt in Deutschland eineinhalb Vereine mit internationalen Ambitionen Richtung CL und das sind Bayern und vielleicht Dortmund. Bayern schafft es bisher und vermutlich auch langfristig, konkurrenzfähig zu bleiben. 

Nun, jetzt gibts in Deutschland denke ich um die 50 Profivereine, Vereine wie Schalke, die auch zu den größten der Welt gehören, spielen dort in Liga Zwa. Ich wage zu behaupten, dass dieses Anschlussverlieren keine 5% der deutschen Fans beträfe, weil halt nur Bayern wirkliche Ambitionen hat, mit englischen Vereinen mitzuhalten. Die Schalke Fans, die Heidenheimer, die Kölner, die haben alle nicht den Anspruch, die CL zu gewinnen. Da stellt man sich doch die Frage, hab ich weiterhin volles Haus, 20-Euro Tickets, Mitgliedervereine und spiele vielleicht nur in der Conference League (wo überdies einige Klubs einstellige Millionenbudgets haben, was das "internationale Anschluss verlieren" auch wieder ad absurdum führt) gegen Shaktar Karagandy oder gebe ich das alles auf, um dann Dienstags mal gegen Liverpool zu spielen und eh zu verlieren? Ich weiß, wofür ich mich entscheide. 

Und das mit Sturm und der Ö-Liga ist natürlich schlecht, wenn du nicht in AT lebst. Da kann man sich schon mehr erwarten, da bin ich bei dir. 

Was den letzten Absatz betrifft: 100%!

 

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Posting-Maschine
SturmUndDrang schrieb vor 10 Stunden:

Mir persönlich gehts drum, dass Bayern ein Mitgliederverein ist und wenn ich nicht irre hinter Benfica oder so sogar einer der größten der Welt. Und mit einem Jahresumsatz von irgendwo zwischen 900m und 1mrd gehören die auch zu den umsatzstärksten Klubs, und das ganz ohne reiche Investoren. 

Dass dort auch schwarze Schafe ihr Unwesen treiben, ist halt so. Gibt bei uns übrigens auch einen verurteilten Stalker, der soweit ich weiß noch bei uns arbeitet. 

Mir gehts da eher drum, dass Bayern so die Antithese zu RB Leipzig ist. Oder zu den kriminellen Bossen der Superleague Teams mit ihren Dollarzeichen in den Augen. Der FC Bayern zeigt mir halt - und ich bin kein Insider, vielleicht also wirklich nur Opfer einer gelungenen "Greenwashing"  Initiative - dass es auch ohne Investoren möglich ist, mit einem Klub regelmäßig auch international Erfolg zu haben.

Das würde mich interessieren, was war da genau? Auf Wikipedia finde ich dazu wenig.

Edit, gerade gefunden. 11m für 50% ist echt ein steal.

Da versteh ich dich halt wirklich nicht. Bayern mag vielleicht ein Mitgliederverein sein aber steht sonst für Turbokapitalismus wie kein 2. Null Unterschied zu RB Leipzig, Dortmund AG oder iwelche Scheichclubs.

Gründe dafür hat @Vöslauer eh schon genug aufgezählt.

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