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Im ASB-Olymp

Ich hab die Bayern jahrelang nicht leiden können (ja sogar borderline gehasst). Sympathisch sind sie mir noch immer nicht, aber in den letzten Jahren sind ein paar Sachen passiert, die meinen Respekt vor ihnen stufenweise massiv erhöht haben:

- Position in der Kommerzialisierung des Fußballs: von den absoluten Top-Mannschaften in Europa sind sie die einzigen, die noch immer so ziemlich ein Verein sind und trotzdem regelmäßig vorne mitspielen. Alle anderen sind entweder Spielwiese für Milliardäre (zb. Alles aus England), oder (semi-) geheime Staatsbetriebe (zb Real). Im schlimmsten Fall sogar ein bisserl von beiden (Barca). Bayern gibt nur kleine Anteile an langjährige Sponsoren ab und behält die Kontrolle selbst. Dazu noch, dass sie dabei nicht so erbärmlich condescending und virtue signaling auftreten, wie zb St. Pauli, sondern es halt einfach nicht machen.

- Zuschauer Management: wenn ich mir anschaue, wie ich damals im Westfalen Stadion behandelt worden bin, und im Vergleich dazu in der Allianz Arena, sind das Welten.

- Stand zur geschlossenen Elite Liga: Die Spanier wollen es unbedingt, die Italiener flirten damit, die Engländer sind erst davon abgekommen, als ihnen die Fans fast ihre Hütten abgebrannt haben, aber Bayern (und fairerweise auch Dortmund) haben ihnen gleich gesagt, wo sie sich den Scheiß hinstecken können.

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Prickelnd
11mousa schrieb vor 44 Minuten:

- Stand zur geschlossenen Elite Liga: Die Spanier wollen es unbedingt, die Italiener flirten damit, die Engländer sind erst davon abgekommen, als ihnen die Fans fast ihre Hütten abgebrannt haben, aber Bayern (und fairerweise auch Dortmund) haben ihnen gleich gesagt, wo sie sich den Scheiß hinstecken können.

Auch das ist nur die halbe Wahrheit und ein weiteres Beispiel dafür, wie gut die Bayern bei ihrer Außendarstellung manipulieren.

Rummenigge war langjähriger Vorsitzender der ECA und war dort federführend dabei, Lobbyismus für die "großen" Vereine zu betreiben. Er hat des Öfteren über die Vorteile von geschlossene oder semi-geschlossene Superleagues referiert um die Dominanz der großen europäischen Vereine zu sichern und hat die UEFA dazu bewegt systematisch die Kluft zwischen großen und kleinen Vereinen voranzutreiben.

https://sport.sky.de/fussball/artikel/football-leaks-enthuellung-fc-bayern-pruefte-bundesliga-ausstieg/11543018/34099

https://www.focus.de/sport/fussball/fc-bayern-rummenigges-schattenmann-schwaermt-in-ard-von-superliga_id_9847295.html

Man kann den Bayern jetzt positiv attestieren, dass sie mit ihrer eigenen Drohung der Super League, die UEFA erfolgreich erpresst haben Reformen durchzuziehen... die zwar exakt den potentiellen Vereine+Verbände der Super League helfen, aber damit auch die besagte Super-League langfristig verhindert haben. 

Aber das ist halt die Geschichte der Bayern, selbsternannte Robin Hoods. ;)

Ps.: Und zur Kommerzialisierung sag ich lieber nix, dazu reicht ein Blick in die Allianz Arena und die armen Teufeln, die immer das peinliche T von Telekom bilden müssen. :D

Ps2.: Aber ich will auch niemanden bekehren, kein Bayern-Fan/Anhänger zu sein. Sympathien müssen ned immer rational sein. Nur dieses Mutter Teresa-Image, das lass ich keinen dieser "Vereine" durchgehen, nur weil ein anderer noch mehr Dreck am Stecken hat, wird der andere aufgrund des Kontrasts nicht zum Heiligen. 

In einer fairen & gerechten Fußball-Welt, wären wir als SK Sturm gerade im CL-Viertelfinale.  :davinci:

bearbeitet von Vöslauer

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Vöslauer schrieb vor 1 Stunde:

Auch das ist nur die halbe Wahrheit und ein weiteres Beispiel dafür, wie gut die Bayern bei ihrer Außendarstellung manipulieren.

Rummenigge war langjähriger Vorsitzender der ECA und war dort federführend dabei, Lobbyismus für die "großen" Vereine zu betreiben. Er hat des Öfteren über die Vorteile von geschlossene oder semi-geschlossene Superleagues referiert um die Dominanz der großen europäischen Vereine zu sichern und hat die UEFA dazu bewegt systematisch die Kluft zwischen großen und kleinen Vereinen voranzutreiben.

https://sport.sky.de/fussball/artikel/football-leaks-enthuellung-fc-bayern-pruefte-bundesliga-ausstieg/11543018/34099

https://www.focus.de/sport/fussball/fc-bayern-rummenigges-schattenmann-schwaermt-in-ard-von-superliga_id_9847295.html

Man kann den Bayern jetzt positiv attestieren, dass sie mit ihrer eigenen Drohung der Super League, die UEFA erfolgreich erpresst haben Reformen durchzuziehen... die zwar exakt den potentiellen Vereine+Verbände der Super League helfen, aber damit auch die besagte Super-League langfristig verhindert haben. 

Aber das ist halt die Geschichte der Bayern, selbsternannte Robin Hoods. ;)

Ps.: Und zur Kommerzialisierung sag ich lieber nix, dazu reicht ein Blick in die Allianz Arena und die armen Teufeln, die immer das peinliche T von Telekom bilden müssen. :D

Ps2.: Aber ich will auch niemanden bekehren, kein Bayern-Fan/Anhänger zu sein. Sympathien müssen ned immer rational sein. Nur dieses Mutter Teresa-Image, das lass ich keinen dieser "Vereine" durchgehen, nur weil ein anderer noch mehr Dreck am Stecken hat, wird der andere aufgrund des Kontrasts nicht zum Heiligen. 

In einer fairen & gerechten Fußball-Welt, wären wir als SK Sturm gerade im CL-Viertelfinale.  :davinci:

Ich bin jetzt kein Bayern Insider, danke aber für die Insights. 

Was die Kommerzialisierung angeht - jeder Verein gliedert den Spielbetrieb in eine Kapitalgesellschaft aus. Ganz wilde Hund gehen sogar an die Börse. Also dass es da einen kommerziellen Grundgedanken gibt, das ist doch jedem klar. Bei uns steht auch ein Luftpunti am Mittelkreis (und ich falle regelmäßig drauf rein und erwische mich selbst beim Bierdurscht!). Ist halt eine eigenartige Werbeaktion, aber nix, was die Bayern jetzt hyperkapitalistisch macht. Ich habe das Gefühl, dass da weniger Profitgier dahintersteckt, als bei den Saudis. Vielleicht aber echt nur ein Gefühl

 

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freiberuflicher Wappler
soulbro82 schrieb vor 5 Stunden:

Den Bayern Hate hab ich nie ganz verstanden. Klar, Hoeneß und Co sind schwer zu ertragen aber für mich waren die Münchner immer der Beweis dass es auch ohne Scheich-Millionen (siehe England/Frankreich) und Millarden-Schulden (Spanien) geht.

Najo International mögen sie im Vergleich zu den anderen Gfrastan noch sympathisch wirken, national sind sie halt Monopolisten und schauen seit jeher, dass das auch so bleibt.

Und der Wurst Ulli ist halt noch immer ein Verurteilter Steuerhinterzieher und ich glaube halt bis heute nicht, dass dessen kriminelle Energie sich ausschließlich auf seinen Privatbereich beschränkt hat. 

 

Außerdem und dass ist sicher nicht die Hauptschuld der Bayern, aber sie haben die Blauäugigkeit der 60er dankend genommen um lächerlich günstig an die Allianz-Arena zu kommen. Die haben genau gewusst dass sie die blauen zuerst mal brauchen. Haben aber auch genau gewusst, dass die bei dem Deal einfahren werden. (Aus dem Grund verstehe ich im Übrigen auch die Defensive Haltung des GAK sehr gut, was das Stadion betrifft. Im Übermut unterzugehen bringt einem nämlich auch nix und objektiv tun sie gut daran sich von niemandem treiben zu lassen.)

bearbeitet von Pepi_Gonzales

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Posting-Pate
Pepi_Gonzales schrieb vor 1 Stunde:

Außerdem und dass ist sicher nicht die Hauptschuld der Bayern, aber sie haben die Blauäugigkeit der 60er dankend genommen um lächerlich günstig an die Allianz-Arena zu kommen. Die haben genau gewusst dass sie die blauen zuerst mal brauchen. Haben aber auch genau gewusst, dass die bei dem Deal einfahren werden. 

Für mich ja fast der Coupe des Jahunderts. 

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Pepi_Gonzales schrieb vor 4 Stunden:

Najo International mögen sie im Vergleich zu den anderen Gfrastan noch sympathisch wirken, national sind sie halt Monopolisten und schauen seit jeher, dass das auch so bleibt.

Mir persönlich gehts drum, dass Bayern ein Mitgliederverein ist und wenn ich nicht irre hinter Benfica oder so sogar einer der größten der Welt. Und mit einem Jahresumsatz von irgendwo zwischen 900m und 1mrd gehören die auch zu den umsatzstärksten Klubs, und das ganz ohne reiche Investoren. 

Dass dort auch schwarze Schafe ihr Unwesen treiben, ist halt so. Gibt bei uns übrigens auch einen verurteilten Stalker, der soweit ich weiß noch bei uns arbeitet. 

Mir gehts da eher drum, dass Bayern so die Antithese zu RB Leipzig ist. Oder zu den kriminellen Bossen der Superleague Teams mit ihren Dollarzeichen in den Augen. Der FC Bayern zeigt mir halt - und ich bin kein Insider, vielleicht also wirklich nur Opfer einer gelungenen "Greenwashing"  Initiative - dass es auch ohne Investoren möglich ist, mit einem Klub regelmäßig auch international Erfolg zu haben.

JoggaBonito schrieb vor 2 Stunden:

Für mich ja fast der Coupe des Jahunderts. 

Das würde mich interessieren, was war da genau? Auf Wikipedia finde ich dazu wenig.

Edit, gerade gefunden. 11m für 50% ist echt ein steal.

bearbeitet von SturmUndDrang

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