footballMindlab

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Tribünenzierde

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  1. Für deine Beschreibung gibt's mehrere Begriffe in der Mathematik. Wahrscheinlichkeiten sagen zB nicht dass nach 10x Zahl jetzt doch einmal Kopf kommen muss. Nennt man Gambler's Fallacy. Grundsätzlich gilt das "Gesetz der großen Zahlen". Wenn wir langfristig den xG Wert dominieren, werden wir auch erfolgreich sein. (Wenn du 500k mal eine Münze wirfst siehst du di 50/50 Verteilung) Das muss man natürlich noch immer nicht interessant finden. Ich habe halt gern möglichst faktische Erklärungen für Dinge.
  2. Manche finden es mühsam, andere interessant. Aber du hast natürlich recht, am Ende zählen die Punkte. Ist aber auch ein bissl beruhigend, dass die Punkte verdient sind.
  3. Man sollte beim xGOT noch die xG Werte draufrechnen, die dann nicht aufs Tor gegangen sind. Dann wären wir bei 0.6 zu 2.15. Die einzig nennenswerte Chance vom WAC war der Schuss von Verhounig mit 0.19 (bzw 0.17 xGOT). Sonst war alles unter 0.1 also wirklich nichts. Ganz klare Nummer also. Warum Sky da auch nur ansatzweise Fragezeichen aufkommen lässt weiß niemand.
  4. footballMindlab

    WAC - SK Rapid

    Den Kollegen sollte man ein anderes Hobby nahelegen. Was wurde studiert wenn ich fragen darf?
  5. footballMindlab

    WAC - SK Rapid

    Die Frage muss man ja wirklich stellen! Der VAR hat den Vereinen einen großen Haufen Geld gekostet und tut das noch immer. In der heurigen Saison ist er sichtlich geschwächt. Bin neugierig ob sich das am Ende auch auswerten lässt. Etwa in weniger "Overrules" durch den VAR.
  6. Die Küchenpsychologie ist meiner Meinung nach nicht die Deutung seiner Interviews. Da hast du wahrscheinlich schon recht damit. Die Frage ist ob man davon dann auf Unsicherheiten am Platz schließen kann. Vielleicht macht er auch einfach nicht gerne Interviews und ist dabei nervös. Er wirkt ja allgemein eher introvertiert und ist auch oft eher wortkarg. Ich kenne Musiker/innen, die absolut kein Problem damit haben vor vielen Menschen auf der Bühne zu stehen. Wenn sie aber vor 20 Leuten eine Rede halten, machen sie sich ins Hemd.
  7. Du sprichst meiner Meinung nach gleich mehrere interessante Dinge an. Man kann sehr wohl die Saison mit einer besseren Keeper-Quote (nehmen wir mal Hülsmann her) simulieren. Das Ergebnis gibt dir grundsätzlich Recht: am wahrscheinlichsten wäre Platz 4 gewesen (ca 20%), dicht gefolgt von 3 und 5. Die Top 2 wären auch mit dem besten TM der Liga nur in 1% aller Fälle möglich gewesen. Ja. Das ist tatsächlich ein wichtiger Punkt und eine Schwäche solcher unabhängigen xG Simulationen. Gewisse Ereignisse am Spielfeld haben in der Realität unterschiedlich große Auswirkungen auf Folgeereignisse. Komplexe Modelle (welche bei Profi-Teams schon länger verwendet werden) gehen auch tatsächlich darauf ein. Meistens reichen aber auch Vereinfachungen um Tendenzen herauszulesen. Das Passsspiel und auch das weite "Herauskommen", "Mitspielen" (oder wie man es auch immer nennen mag) ist sicherlich eine Stärke von Hedl. Hier gehört er zu den Top Leuten in der Liga. Einzig die langen Abschläge sind nicht wirklich überragend. Sicher nicht Prio 1 nein.
  8. Euer Gefühl ist richtig. Ried, Altach, GAK waren statistisch überdurchschnittliche Spiele. Sturm und Salzburg waren dafür etwas schlechter. Wobei man das Salzburg Match wahrscheinlich wegnehmen muss. Da gab es einige Effekte die Statistken kaputt machen können, vor allem wenn man erst 5 Spiele hat. Insgesamt sehen die Daten bis jetzt tatsächlich etwas besser aus. Aber dennoch nicht über dem Liga Durchschnitt.
  9. Jein. Der xG (und auch der xGOT) Wert rechnet das ja eigentlich schon raus. Wenn die Abwehr eine sehr große Chance zulässt, ist ja auch der dazugehörige xG Wert schon sehr hoch. Wenn ein Torwart nur 0.9er auf seinen Kasten geballert bekommt und die reingehen, ist seine Paradenwahrscheinlkeit dadurch nicht gleich schlecht. Solche Schüsse hätten ja nur 10% aller Keeper gehalten. Problematisch im letzten Jahr waren eher die Chancen, die 70-90% aller Torhüter statistisch gesehen gehalten hätten. Mit der Abwehr geb ich dir prinzipiell aber schon recht, da müsste man sich dann aber andere Metriken ansehen.
  10. Die Frage ist eher ob man mit einem Durchschnitts-Torwart viel besser als Durchnitt sein kann.
  11. Die Herangehensweise ist tatsächlich ident. Im Artikel wird halt nur der Herbst betrachtet. Hedl hatte seine "Schwächen" mehrheitlich im Frühjahr, wie man im Plot unten sehen kann. Interessant sind hier auch die direkten Duelle mit Schlager. Der konnte vor allem im ersten Match glänzen. Im Salzburg-Doppel (März) war dann Hedl zwei Mal einer der Matchwinner. Danach steht er in der Statistik mit Schlager gleichauf. (Zum damaligen Zeitpunkt waren wir ja auch noch im Meisterrennen) Im Saisonfinish bekommt Hedl dann jedoch deutlich mehr Tore als erwartet. Das LASK Spiel ist mit -1.73 ein Tiefpunkt. Die konkreten Zahlen können sich dabei durchaus vom abseits.at Artikel unterscheiden. Ich kenne die Berechnung der Wyscout Daten nicht im Detail. Die Aussagen, die man mit diesen Zahlen treffen kann, decken sich aber im Beispiel "Niklas Hedl" recht genau. Auch wenn der Stat von Wyscout sehr wahrscheinlich um einiges komplexer ist als meine Vereinfachung. Zum Beispiel haben solche Werte fast immer einen Korrekturfaktor, der die Liga einschätzt. Wenn alle Torhüter mehr halten als erwartet, sind die xG-Werte für die jeweilige Liga etwas zu groß. Da solche xG-Modelle vorwiegend auf Daten von "besseren" Ligen basieren, kann man das dann gegenrechnen. Ich sehe den großen Unterschied im konkreten Artikel wie gesagt nicht. Wir brauchen aber nicht darüber diskutieren, dass die Kollegen von abseits.at hier wesentlich detailierter und nachhaltiger arbeiten. Alleine die Daten, welche ihnen zu verfügung stehen, sind auf einem anderen Level. Meine Intention ist übrigens nie jemanden "schlecht oder gut dastehen" zu lassen. In dem Fall hatte ich vor der Analyse eher das Gefühl, dass Hedl letztes Jahr noch unser geringstes Problem war. Die Daten lassen mMn aber dann einen anderen Schluss zu.
  12. Da die Position des Torwartes jetzt schon länger heiß diskutiert wird, habe ich mir die Datenlage (insbesondere von Niklas Hedl) genauer angeschaut. Zuerst kurz zur Methodik: Es gibt neben xG auch den xGOT (Expected Goals on Target) Wert. Hier werden nur Schüsse herangezogen, die auch tatsächlich aufs Tor gehen und zur Berechnung wird zusätzlich die "Position" des Abschlusses auf der Torebene verwendet. (Grob gesagt: Mitte Tor wird eher gehalten als Kreuzeck). Damit bekommt man eine gute Statistik für Torhüter: Wie viele erwartete Tore hat ein Tormann gehalten bzw. wie "unhaltbar" waren die Tore die ein Schlussmann bekommen hat. Betrachtet man die komplette Saison 25/26, hat Hedl in 28 Bundesliga Spielen 34 Tore kassiert, dabei waren 3 Elfer und ein Eigentor. (Eigentore haben keinen xGOT Wert, Elfmeter habe ich aus der Berechnung herausgenommen). Das macht 30 Tore. Der kumulierte xGOT Wert aller Schüsse auf Hedls Tor liegt bei 28.69. Hedl hat also 1.31 mehr Tore bekommen als "erwartet". Wirklich interessant werden diese Zahlen erst wenn man sie in Relation zu den anderen Torhütern setzt. Unter allen Keepern, welche 15 oder mehr Spiele absolviert haben, liegt Hedl auf Rang 12 (von 14). Eine schlechtere Statistik haben nur Stejskal (WSG) und Meierhofer (GAK). Vor allem bei Schüssen mit einem xGOT von 0.1-0.3 verliert Hedl auf den Ligadurchschnitt deutlich. Er konnte nur 52.2% dieser Schüsse halten. (Durchschnitt 76.8%) Die Top 3 dieser Liste: Hülsmann (+5.74) Schlager (+4.75) Christensen (+4.50) Tom Hülsmann hat also fast 6 Tore weniger bekommen, als statistisch erwartet. (Alle drei Torhüter spielen übrigens mittlerweile nicht mehr in Österreich) Der oft gewünschte Nikolas Polster gehörte mit einem Wert von ca. +4 auch zu den besseren Torhütern der Saison. Man könnte meinen, dass die Saison ein "Ausrutscher" war. Aber auch in einer Langzeittabelle liegt er weit weg vom Spitzenfeld. Mehr als "durchschnittlich" war er in den letzten Jahren nie. Im Gegensatz dazu hat Polster in jeder seiner 3 Saisons einen positiven Wert, also immer weniger Tore bekommen als erwartet. Noch deutlicher zeigt es eine andere Statistik: Die 30 Gegentore in der letzten Saison hatten einen kumulierten xGOT Wert von 13.44. (0.448 pro Gegentor). In dieser Wertung hält Hedl sogar die rote Laterne. Seine Gegentore waren also die "haltbarsten" aller Torhüter (≥15 Spiele). Bevor ich alles schlechtrede: Im Passspiel und als "Libero" sind seine Werte klar über dem Ligaschnitt. Der Eindruck vieler Fans trügt aber dennoch nicht. Die Deutlichkeit der Daten hat mich dann aber doch etwas überrascht. Umso verwunderlicher ist es, dass die Verantwortlichen in den letzten Jahren nicht einmal den Konkurrenzkampf auf der Position (mit Transfers) angekurbelt haben. Bis jetzt zeigt leider auch die heurige Saison keine große Besserung.
  13. Man vergisst auch oft die Kehrseite. Wen ersetzt der Wunderwuzzi 6er? Seidl? Bajlicz? Das Kombinationsspiel läuft (auch ggn RB) gut. Die zentralen Spieler sind dabei wohl der wichtigste Teil. Ein Neuer müsste sich da auch erstmal finden. Das Problem scheint auch eher die IV zu sein. Wenn man sich die Zweikampf Werte vom Salzburg Spiel genauer ansieht... auch heute nicht wirklich top
  14. Die spielen einen der besten Saisonstarts seit der Einführung von xG (20/21). Nur Salzburg 20/21 war nach 5 Runden knapp besser (+0.17 xP) und die wurden am Ende locker Meister. Im Vorjahr hatte der LASK zum gleichen Zeitpunkt übrigens ~10 xP weniger, also ca. 2 xP/Match! Es kann offensichtlich sehr schnell gehen in der österreichischen Bundesliga.
  15. Danke. Ich kenne die genaue Berechnung von Fotmob natürlich nicht, ich würde aber vermuten dass es für den xGOT Wert sogar von Vorteil war. Torhütersicht und so... ich würds jedenfalls so definieren.