Es gilt ja mittlerweile eine noch viel zuverlässigere Faustregel: Wer im Leben nichts auf die Reihe kriegt, aber sich selbst für ein missverstandenes Genie hält, entdeckt irgendwann den Journalismus als perfekte Projektionsfläche. Da kann man dann endlich all das abladen, was man sonst nirgends unterbringt – Frust, Selbstüberschätzung und diese unerschütterliche Gewissheit, es eigentlich besser zu wissen als alle anderen.