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Nö, nur bei librarything...
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Ding Zitao wird 1952 in Ost-Sichuan mit Amnesie aus einem Fluss gerettet. Ihr weiteres Lebens lang verweigert sie jegliche Erinnerung an ihre Erlebnisse vor ihrer Rettung. Doch als sie in den frühen 2000ern in eine Art Wachkoma fällt, beginnt sie die traumatischen Ereignisse während der Bodenreform erneut zu durchleben. Parallel dazu beginnt ihr Sohn Quinglin seine Familiengeschichte zu erforschen und stößt auf erschreckende Verwicklungen. Fang Fangs Roman beschreibt spannungsgeladen und mit literarischer Wucht auf zwei Zeitebenen einerseits die späten 1940er und frühen 1950er Chinas und spannt den Zeitbogen ins moderne China der frühen 2000er. Fang Fang spart nichts aus: In berührenden und beklemmenden Rückblicken beschreibt sie den Terror in der Frühzeit der chinesischen Volksrepublik und verwebt die historischen Ereignisse und maoistischen Kampagnen, sohin insbesondere den chinesischen Bürgerkrieg, die Bekämpfung letzter Warlords, versprengter Kuomintang und Konterrevolutionären durch die Volksarmee sowie die nachfolgende Bodenreform mit der Familiengeschichte von Ding Quinglin. Nach und nach offenbart sich ein Bild vergangenen Schreckens. Zentrales Thema des Romans ist das Vergessen: Einerseits zum Selbstschutz andererseits aber auch das Verdrängen der historischen Gräueltaten durch das moderne China. Fang Fang trägt so Wesentliches zum Verständnis des dem politischen System zur Legitimation verhelfenden Generationenvertrags bei, welcher Stabilität durch Fortschritt im Austausch gegen den Verzicht auf politische Teilhabe und Freiheitsrechte besagt. Fang Fang erklärt damit anhand eines Familienepos die chinesische Gesellschaft. Ihr historischer Roman stellt Fragen und belehrt nicht. "Weiches Begräbnis" ist ein wahres literarisches Meisterwerk, welches auf allen Ebenen überzeugt. Besonderes Lob verdient auch die vorliegende Ausgabe von Hoffmann und Campe: Mit Fußnoten werden Wortspiele des chinesischen Originals, welche dem Leser bei bloßer Übersetzung verborgen bleiben würden, verständlich erläutert, was einen echten Mehrgewinn im Verständnis des Romans darstellt.
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Ehrlich gesagt, weiß man in der Region nie, wann es die richtige Zeit ist... Und am Ende des Tages bereut man immer die Dinge, die man nicht getan hat....
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Anfang des 20. Jahrhunderts wird Yong Sheng als Sohn eines Schreiners im kleinen Ort Putian im chinesischen Kaiserreich geboren. Aufgewachsen bei einem westlichen Missionar nimmt er den christlichen Glauben an und wird in weiterer Folge selbst zum Pastor. Während der Kulturrevolution wird er als konterrevolutionärer Klassenfeind gebrandmarkt und leidet unter Repressionen... Yong Shengs titelgebende lange Reise ist sein Lebensweg durch das 20. Jahrhundert Chinas. Geboren in kleinbäuerliche Strukturen erlebt er das Ende des Kaiserreichs, die Republik und den Bürgerkrieg. Als Opfer der Kulturrevolution und vermeintlicher Klassenfeind bleibt er schließlich im kommunistischen China am Rande der Gesellschaft. Trotz aller Prüfungen bleibt Yong Sheng sich selbst (und dem von ihm angenommenen christlichen Glauben) treu. Dais Werk ist sohin nicht nur ein historischer Roman sondern auch ein Plädoyer für Integrität, Resilienz und Charakterfestigkeit.
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Baltikum (Litauen, Lettland, Estland)
schmechi antwortete auf Tintifax1972's Posting im Forum Reisen
In Riga ist es in einem modernen Neubau. Das Museum ist auch sehr interaktiv; in Tallin im "echten" KGB-Gebäude. Aber in Tallin sieht man außer den Gefäbgniszellen wenig (da wäre eben Schloss Marienberg besser). Der Vollstäbdigkeit halber: Das beste KGB-Museum der baltischen Staaten ist das "Museum der Okkupationen und Freiheitskämpfe" in Wilna im historischen KBB-Hauptquartier. -
Baltikum (Litauen, Lettland, Estland)
schmechi antwortete auf Tintifax1972's Posting im Forum Reisen
Also Tallin ist ein Tag fast zu kurz, die Hauptsehenswürdigkeiten hat DonFetzo eh schon erwähnt... Ergänzend: Aussichtspuukte hast du am Domberg tolle, aber insbesondere vom Turm der Olaikirche hast andere Blickwinkel Museeum: Wenn du historisch interessiert bist würde ich auch zum Schloss Marienberg mit dem estnischen Geschichtsmuseum Kadriorg (Schloss und Park und MUMA (Museum mit moderner Kundst) ist nett, aber wenn du nur einen Tag da bist, würde ich das auslassen, ebenso ev (trotz der kulturellen Bedeutung) die Sängerfestwiese) Neues Meeresmuseum ist am Leenusadam, das alte in der Innenstadt... ersteres ist schon alleine wegen der Architektur (ehemalige Zeppelinhalle) sehenswert, drinnen ua. eines (von zwei) estnischen Ubooten Riga passt mE ein Tag, da würde ich allerdings das KGB-Museum machen und schauen, dass du da eine englischsprachige Führung bekommst... Petrikirche wegen der Aussicht ist ein Muss und wegen der Jugenstilbauten sollte man auch ins Viertel rund um die alberta iela schauen... Bei beiden Städten ist vor allem der mittelalterliche Stadtkern und das "Gesamtensemble" sehenswert, habe beide Städte als sehr schön in Erinnerung... -
Inwiefern beeinflusst Grönland eigentlich den Handel? Im Ernstfall werden US-amerikanische Aktien ja nicht handelbar sein (so wie dzt russische), wie schauts mit US-Emittenten (zB Black Rock mit iririscher ISIN) bzw Brokern mit US-Hintergrund aus?
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Also ich bin bei librarything. Aber eigentlich ohne "soziales Netzwerk", rein um Übersicht über die von mir gelesenen Bücher zu behalten...
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Das Waisenkind Alu wächst bei seinem Onkel Balamaren in den Bengalen auf und wird dort Zeuge der wechselhaften Geschichte nach dem Bangladesch-Krieg. Als er fälschlicherweise des Terrorismus beschuldigt wird, flieht er nach Arabien, später nach Nordafrika. Alu begegnet im Laufe seines Lebens zahlreichen skurrilen Figuren und besteht groteske Abenteuer. Ghoshs Werk zeichnet sich durch das Zusammenfügen vieler grotesker, teilweise sehr humorvoller Geschichten aus dem Leben der schrägen Wegbegleiter Alus aus. Der Autor nutzt sohin die Vielzahl skurriler Figuren und deren Einzelschicksale um ein Gesamtbild sozialer und kultureller Verflechtungen des heutigen Indiens zu zeigen. Er widmet sich dabei der indischen Diaspora, welche sich als Gastarbeiter in Arabien verdingt ebenso wie überbordender Bürokratie und dem Kastenwesen und Flüchtlingsleid.
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An Linksverkehr gewöhnt man sich, auf Malta habe ich den Verkehr aber generell sehr schlimm in Erinnerung. Generell ist ev stattdessen Bolt (Taxidienstleister) eine Alternative...
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Nur 2 1/2 Wochen: Direktflug nach Peking, nach ein paar Tagen mit dem Bullet-Train via Longmen-Grotten nach Xi'An und dann weiter nach Hongkong. Macao dann als Tagesausflug ab Hongkong. Und weil ich unbedingt auch Taiwan besuchen wollte gehts zum Abschluss noch (nur für 3 Tage) nach Taipeh... Habe das ohne lange Planung gebucht in der Hoffnung, dass bis März die Lage um Taiwan "normal" bleibt und vor dem Hintergrund, dass man 2026 als Österreicher kein Visum für Festlandchina braucht...
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Kommt auf die Saison an. In Phuket bzw Koh Samui ist die Monsunzeit unterschiedlich.
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Anfang der 1930er wird im (fiktiven) österreichischen Wallfahrtsort die Wirtschaftskrise spürbar: Die Konservenfabrik muss schließen, die Einheimischen fallen auf einen Scharlatan herein. Die politischen Spannungen nehmen indes ebenfalls zu undes kommt zu politischer Gewalt. Lazar zeigt anhand von einzelnen Versatzstücken exemplarisch die Wendungen der 1930er und den Aufstieg der faschistischen Strömungen. Maria Blut ist ein fiktiver Ort fernab der großen Städte, doch auch dort zeigt sich die Zeitenwende: Anhand der Einwohner - Lazars "Eingeborenen" zeigt Lazar deren Empfänglichkeit für faschistische Tendenzen. Auf einem bigotten-konservativen Umfeld aufbauend werden Juden und Sozialdemokraten zu Sündenböcken eines selbstverschuldeten wirtschaftlichen Verfalls, während der Nationalszialismus vorerst bloß als Lausbubenstreich wahrgenommen wird. "Die Eingeborenen von Maria Blut" ist die Chronologie eines unaufhaltsamen Falls einer Gesellschaft, die in den Strudel der großen, authoritären Ideologien des 20. Jahrhunderts gerät. Lazar hat die Verhältnisse überspitzt formuliert, die Hauptprotagonisten eindimensional dargestellt und wählt für die Beschreibung der Radikalisierung der Ortsgemeinde das Stilmittel der politischen Satire. So gelintg ihr ein lebhaftes Mosaik eines scheinbar unbedeutenden Wallfahrtsortes im Lichte der großen Umwälzungen der Zeit.
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Flug nach Urgench (für Xhiva) wäre keine Option gewesen? Uzbekistan Airways fliegt ab Toschkent und Buchara... Toschkent selbst würde ich so kurz wie möglich halten...
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Usbekisten ist eine super Wahl, grandiose Sehenswürdigkeiten! 👍
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Nachdem ich jetzt auch kurz vor einer Buchung stehe: - Wieviele Tage würdet ihr für Taipeh selbst einplanen? Bzw gibt es da wirklich sehenswertes für (Halb)tagesausflüge? -Ist der Sonne-Mond-See wirklich so toll, dass man hin muß? Ich bin da immer recht skeptisch, weil wir in Österreich selbst so tolle Seen haben, dass ich international dann meist eher enttäuscht bin (zB Titicacasee oder Lago di Atitlan fand ich jetzt beide nur so lala)...
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Allmählich wirds konkreter: April: 4 Chinas-Tour , , , August: Island September: Istrien November: Nepal, Bhutan, Rajastan , , Eigentlich wollte ich diese Woche zumindest China mal buchen, aber da macht mir jetzt D. Trump Sorgen... Der hat für ja April 2026 jetzt einen Staatsbesuch in China angekündigt und da fürchte ich mich, dass mit massiven Einschränkungen und geschlossenen Sehenswürdigkeiten zu rechnen ist...
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Verstehe die Frage insofern nicht ganz, als dass die "automatische anlage von ausschüttung" ja sinnbefreit ist/wäre... Weil entweder nimmst du einen thesaurierenden ETF oder halt nicht...
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1979, inmitten der islamischen Revolution des Ayatollah Khomeinis bereist ein homosexueller Dandy mit seinem abweisenden, bereits schwer kranken Lebensgefährten Christopher Persien und frönt dort einem dekadentem Lebensstil und exzessiven Parties. Als Christopher im Drogenrausch stirbt, macht sich der Protagonist auf nach Tibet, um den mythenumrankten Berg Kailash zu umrunden. Dabei wird er von chinesischen Sicherheitskräften gestellt und in ein Umerziehungslager gesteckt. Kraft erzählt aus Sicht seines namenslosen Ich-Erzählers die Wandlung vom dekadenten Dandy zum asketischen Maoisten. Die Rahmenhandlung bilden die islamische Revolution und die chinesische Kulturrevolution, doch bleiben diese historischen Wendepunkte stets im Hintergrund. Im Vordergrund steht der Ich-Erzähler selbst, der zwar viele Erklärungen schuldig bleibt, seine Wandlung und die diesbezüglichen Erlebnisse aber flüssig wiedergibt. 1979 ist ein Roman, der mehr Fragen aufwirft, als zu beantworten. Kraft beschäftigt sich (und den Leser) darin wie bereits in seinem Meisterwerk "Imperium" mit der (Ver-)wandlung eines Menschen, menschlichen Abgründen und Extremen.
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Nach dem ersten punischen Krieg werden die Söldner vom ehemaligen Sklaven Spendius angestachelt, sich gegen Karthago zu wenden. Ein Streit um ausstehenden Sold und karthagische Grausamkeiten führen zu einer Eskalation und schon bald herrscht Krieg zwischen den Söldnern und Karthago, welcher die die antike Weltmacht in seiner Existenz bedroht. Doch Mâtho, der Anführer des Södnerheeres, hat nicht nur Krieg im Kopf: Er hat sich in Salammbô, die Tochter des karthagischen Feldherrs Hamilkar verliebt. Flauberts historischer Roman beschäftigt sich mit dem Söldnerkrieg im antiken Karthago von 241-237 vChr. Die Schilderungen der Schlachtverläufe sind verwirrend und gelingt es dem Autor selten, die Wendungen des Kriegsglücks begreifbar zu machen. Abseits des diesbezüglichen Durcheinanders bietet der Roman aber auch interessante Einblicke in das antike Karthago, sein Staatswesen und seine Religion. Flaubert bedient sich eines sehr negativen Bildes von Karthago und wurde diese Darstellung von seinen Quellen, sohin den antiken Geschichtsschreibern, die aus Sicht des siegreichen Roms über den unterlegenen Rivalen urteilten, geprägt. So trug Flaubert nicht unwesentlich dazu bei, dass sich der Narrativ von grausamen Kinderopfern im antiken Karthago verbreitete, obwohl derartige Opferrituale in der heutigen Geschichtsschreibung umstritten sind. Neben der historischen Komponente bietet der Autor mit der teilweise nur angedeuteten Liebe und Begierde, welche zwischen Mâtho und Salammbô entbrennt, auch ein klassisches Romeo-und-Julia-Motiv.
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Die männlichen Mitglieder der Familie Stoica gehören seit der osmanischen Besatzungszeit der Feuerwehr Bukarests an. Catalin Dorian Florescu erzählt generationenübergreifend die an Wendungen reiche Familiengeschichte der Stoicas und verknüpft diese mit der wechsehaften Geschichte Bukarests und Rumäniens. Sein Roman ist voll historischer Anekdoten über das alte Bukarest. Durchgehendes Motiv ist die politische Repression und das Streben nach persönlicher Freiheit. Florescu spannt den Bogen von den osmanischer und russischen Besatzern über die faschistische Legionärsbewegung, die Königsdikatur und die Militärherrschaft General Antonescus bis zum kommunistischen Unrechtsregime der Ceaușescus. Das historische Familienepos überzeugt durch gute Recherche und hohem Spannungsbogen. Florescu erzählt die Geschichte fragmentarisch und nicht-chronologisch, er wechselt zwischen auktorialer Erzählweise und einer Ich-Erzählung aus Sicht von Victor Stoica, dem ersten männlichen Familienmitglied, welcher sich von der Tradition, dem Feuerwehrberufe nachzugehen löst.
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Bei meiner Einschätzung geht es vor allem darum, dass du aufgrund der Automaten keine Wartezeit hast, auch nicht bei Baggage Drop-Off, während du bei den anderen Airlines am Terminal 1 (trotz Online Check-In) in den Warteschlangen vor dem Check-In-Schalter endlos stehst, bis sie dir Boardingpass aushändigen und/oder Gepäck entgegen nehmen.
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Also ich hättebei Ryan Air deutlich weniger Bedenken wie bei den anderen auf Terminal 1 abfertigenden Airlines ohne Check-In-Automaten...
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Grds geht das mit den Automaten super schnell und ist um Ewigkeiten schneller als bei anderen Fluglinien (ohne Geräten). Visa-Precheck musste bei mir halt noch nie durchgeführt werden...
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Danke! Deckt sich mit meinen Befürchtungen. Du hast mein Bauchgefühl wissenschaftlich aufgearbeitet.. Die KIs samt "Zulieferern" dominieren halt die gängigsten ETFs, gibt es da eurer Meinung nach Alternativen abseits des KI-Trends? (Ich meine jetzt speziell ETFs, nicht Investitionen in einzelne Unternehmen oder Anleihen)
