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18-S-C-R-99

Steffen Hofmann & ÖFB

110 Beiträge in diesem Thema

Der ÖFB hofft und glaubt fest daran, dass 347 Minuten Einsatz eines Minderjährigen im Alter von 17 Jahren nicht als Hinderungsgrund für seine Zukunft in der Nationalmannschaft seiner neuen Heimat herangezogen werden können.

Die Spielberechtigung von Steffen Hofmann für die österreichische Nationalmannschaft wurde auf drei Ebenen vorbereitet:

- Entscheidung des Spielers

- Antrag auf Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft

- Bestätigung der FIFA durch die Kommission für den Status von Spielern

Da alle nationalen und persönlichen Entscheidungen und Vorbereitungen - die Voraussetzung für einen Antrag bei der FIFA sind - erfolgreich verliefen, hat der der ÖFB unmittelbar nachdem feststand, dass der Ministerrat am 09. August 2005 den Antrag auf Verleihung der Staatsbürgerschaft auf die Tagesordnung nimmt, Kontakt mit der FIFA aufgenommen und auf Grund der Dringlichkeit um ein beschleunigtes Verfahren gebeten. Die FIFA hat Bereitschaft erkennen lassen, die Dringlichkeit anzuerkennen. Daraufhin sind mit der FIFA-Administration die Gespräche eingeleitet worden, um die entsprechenden Anträge ohne Formfehler vorbereiten zu können.

Im Zuge dieser Gespräche und dem damit verbundenen Austausch von Dokumenten tauchten seitens der FIFA plötzlich Interpretationen der Bestimmungen und Statuten auf, die letztlich dazu führten, dass nicht mehr mit einem beschleunigten Verfahren gerechnet werden konnte, sondern nur mit einer Behandlung der Angelegenheit in der Kommission, die aber aller Voraussicht nach nicht mehr rechtzeitig im August tagt. Im Wesentlichen sieht die FIFA den Einsatz von Steffen Hofmann bei der U17-WM im Jahre 1997 als problematisch an. Diese Situation führt dazu, dass der ÖFB nicht mehr rechtzeitig vor dem Ministerrat die Bestätigung für die Spielberechtigung in der Nationalmannschaft erhalten wird bzw. der Ausgang dieser Untersuchung offen ist.

Der ÖFB hat daher am 08. August 2005 vormittags Kontakt mit den befassten Stellen aufgenommen und gebeten, den Antrag auf Verleihung der Staatsbürgerschaft für Steffen Hofmann vorläufig von der Tagesordnung zu nehmen, bis wir die entsprechenden Dokumente der FIFA erhalten haben.

Diese Entscheidung ist deshalb wichtig, da die Statuten der FIFA vorsehen, dass "nach Einreichung des Gesuchs der Spielers nicht mehr berechtigt ist, für die bisherige Verbandsmannschaft zu spielen." Im schlimmsten Falle wäre damit Steffen Hofmann für kein Team mehr nominierbar - dies muss im Interesse des Spielers jedenfalls verhindert werden.

Weitere Vorgehensweise

Drei Gründe (Schutz des Spielers, Korrekte Erfüllung der rechtlichen Bedingungen für den Beschluss des Ministerrates, Gefahr von Strafverifizierung in der Qualifikation) veranlassten den ÖFB, die weitere Vorgangsweise wie folgt zu fixieren:

Der ÖFB hat bei der FIFA um authentische Interpretation der Bestimmungen wie folgt angefragt:

1. Der Antrag auf Spielberechtigung für Österreich kann nach Meinung des ÖFB nicht dazu führen, dass Steffen Hofmann bei negativem Ausgang für gar keine Nationalmannschaft mehr spielen kann. Vielmehr wären unserer Ansicht nach die FIFA-Statuten so zu interpretieren, dass für die Dauer des Verfahrens seine Spielberechtigung für Deutschland erlischt, im positiven Fall er zukünftig für Österreich spielen wird, im negativen Fall er jedenfalls noch für Deutschland spielen können muss.

2. Darüber hinaus ist für einen positiven Ministerratsbeschluss die Spielberechtigung in der Nationalmannschaft Voraussetzung. Andererseits verlangt die FIFA jedoch die Vorlage eines Reisepasses bereits bei der Antragstellung zur Erlangung der Spielberechtigung. Daher hat der ÖFB die FIFA um authentische Interpretation dahingehend ersucht, ob die gemäß der Statuten genannten Bedingungen auch dann erfüllt sind, wenn der ÖFB von amtlicher Stelle eine Bestätigung vorlegt, die die Absicht des Ministerrates zur Einbürgerung bei positivem Ausgang des Verfahrens vor der FIFA bestätigt. Eine gegenteilige Auslegung würde die FIFA-Bestimmungen ad absurdum führen.

Nach einer hoffentlich positiven Antwort auf die Anfrage wird der ÖFB, gestützt auf Art 15 Ausführungsbestimmungen zu den FIFA-Statuten, Anhang 2 des FIFA-Reglements bezüglich Status und Transfer von Spielern und die FIFA-Zirkulare Nr. 877 bzw. 901 den Antrag auf Erteilung der Spielberechtigung einbringen. Entscheidend ist dabei die Tatsache, dass fünf U-17-Nachwuchsländerspiele nicht als Hinderungsgrund angesehen werden können, da Zirkular Nr. 877 in Präzisierung der FIFA-Statuten nur von absolvierten A-Länderspielen als Hinderungsgrund spricht. Sofort nach Erhalt des FIFA-Entscheides wird der ÖFB diesen der Bundesregierung übermitteln und nochmals um Behandlung der Angelegenheit im Ministerrat ersuchen.

Quelle: ÖFB

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Ehrlich gesagt ist mir das ganze herumgetue total wurscht!

Wir werden auch mit Hofmann nicht mehr reißen als zuletzt im Nationalteam..man hat ja in der Cl-Quali gesehen was passiert wenn wir mit unseren Talenten spielen... :skull:

bearbeitet von Lucio

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...und die Sache wendet sich wieder einmal:

Hofmann kann nicht mehr für Österreich spielen: ÖFB übersah eine Übergangsfrist!

Blamabel: Sogar Fußball-Zwerge nutzten Frist aus

Rapid-Star Steffen Hofmann kann nicht mehr für Österreichs Fußball-Nationalteam spielen. Die Zeit für einen Nationenwechsel des Deutschen sei nämlich bereits Ende 2004 abgelaufen.

Zum FIFA-Statut, in dem das Wechselrecht jener Spieler, die in irgendeiner Altersstufe Länderspiele absolviert haben, definiert und mit einer Altersgrenze bis zum 21. Lebensjahr festgelegt wird, gab es laut Recherchen des "Kurier" eine einjährige Übergangsfrist. In dieser durften auch Spieler, die das Alterslimit von 21 Jahren überschritten hatten - trotz Nachwuchs-Länderspielen für einen anderen Verband - die Nation wechseln. "Diese Frist währte vom 1. Jänner 2004 bis zum 31. Dezember 2004. Kurz und gut: Das Anliegen des ÖFB kommt mehr als sieben Monate zu spät", heißt es dazu im "Kurier".

Zahlreiche Verbände nutzten Fristen

Im Gegensatz zum ÖFB machten andere Verbände von der Übergangsregelung regen Gebrauch. Insgesamt 40 Fußballprofis wechselten laut "Kurier" den Verband, sogar jener der Kap Verdischen Inseln wusste von der Übergangsfrist und darf seit dem Vorjahr auf fünf Spieler zurückgreifen, die für Portugal noch im Nachwuchs gespielt haben.

Hofmann, der seit dem Vorjahr mit einer Wienern verheiratet ist, muss seine Nationalteam-Ambitionen also demnach wieder auf seine deutsche Heimat konzentrieren. In dieser hat man das Interesse am Rapid-Spielmacher noch nicht verloren. DFB-Trainer Joachim Löw wird im "Kurier" mit den Worten zitiert: "Er bleibt im DFB ein Thema. Über die WM 2006 hinaus."

(apa/red)

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bin mir da noch nicht ganz sicher,ob da das letzte Wort gesprochen wurde,

aber wenn dann bin ich nicht unglücklich !

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Ich denke, dass Hofmann für Österreich spielt wird schon noch klappen.

Bin da eher noch recht zuversichtlich, es wird bei der FIFA niemanden geben der wirklich da was dagegen hätte.

doch, die regelung

für was gibts solche regelungen wenns dann nicht eingehalten werden

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Ich denke, dass Hofmann für Österreich spielt wird schon noch klappen.

Bin da eher noch recht zuversichtlich, es wird bei der FIFA niemanden geben der wirklich da was dagegen hätte.

Der Artikel hört sich aber eher endgültig an...

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Ich denke, dass Hofmann für Österreich spielt wird schon noch klappen.

Bin da eher noch recht zuversichtlich, es wird bei der FIFA niemanden geben der wirklich da was dagegen hätte.

Es gibt eine klare Regelung:

Zum FIFA-Statut, in dem das Wechselrecht jener Spieler, die in irgendeiner Altersstufe Länderspiele absolviert haben, definiert und mit einer Altersgrenze bis zum 21. Lebensjahr festgelegt wird, gab es laut Recherchen des "Kurier" eine einjährige Übergangsfrist. In dieser durften auch Spieler, die das Alterslimit von 21 Jahren überschritten hatten - trotz Nachwuchs-Länderspielen für einen anderen Verband - die Nation wechseln. "Diese Frist währte vom 1. Jänner 2004 bis zum 31. Dezember 2004. Kurz und gut: Das Anliegen des ÖFB kommt mehr als sieben Monate zu spät", heißt es dazu im "Kurier".

Hofmann wird nicht für Österreich spielen! Warum sollte die Fifa eine Regelung schaffen, an die sich alle halten und von der alle Verbände (außer unser ÖFB) wissen um sie 7 Monate später übern Haufen zu werfen? Noch dazu für ein fußballerisches Niemandsland wie Österreich - wohl kaum!

Noch dazu hat sich der fette Ludwig bei der Pressekonferenz unglaublich aufgeregt - man stößt die Fifa nicht so vor den Kopf wenn man wirklich noch eine Chance sieht.

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Der Artikel hört sich aber eher endgültig an...

Das haben die Medien so an sich, schreiben immer so als wäre alles endgültig und die uneingeschränkte Wahrheit :nope:

Was ich weiss, hat der ÖFB schon ne Lobby auch bei der FIFA, also würd das net so unterschätzen und du weisst ja auch, wie gerne Reporter was schreiben und sehr gerne Menschen an den (Versager)Pranger stellen.

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Die FIFA hat bereits signalisiert, dass sie die Anfrage des ÖFB hinsichtlich der Auswirkungen eines Antrags auf Spielberechtigung für Steffen Hofmann für die Österreichische Nationalmannschaft beantworten wird. Konkret geht es um die Frage, ob im Falle einer Ablehnung des Antrages die Spielberechtigung für den DFB erhalten bleibt. Sobald feststeht, dass ein solcher Antrag keine nachteiligen Auswirkungen für den Spieler hat, werden die Unterlagen seitens des Österreichischen Fußball-Bundes bei der FIFA mit der Bitte um Behandlung in der entsprechenden Kommission eingereicht.

Quelle: ÖFB HP!

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manche suchen echt mit gewalt die schuld beim öfb.

was sollens machen, wenn sich da steffen ned vorher entscheidet?

hofmann sagen: "du lieber steffen, entscheid dich bald, du hast nur mehr bis zum 31.12. zeit". klar, hofmann ist zum teil selbst schuld, da er sich selbst auch informieren hätte können. aber für mich ist doch der öfb der große übeltäter, der das ganze versaut hat.

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manche suchen echt mit gewalt die schuld beim öfb.

was sollens machen, wenn sich da steffen ned vorher entscheidet?

Gescheite(!) Juristen im Vorhinein(!) fragen, ob es eventuell Probleme geben könnte. Eine Pressekonferenz zu veranstalten auf der ich lauthals verkünde, dass der Steffen für Österreich spielen wirdl, wenn das noch nicht 100% fix ist, ist äußerst dilettantisch. Klar, er hat sich zu lange (im juristischen Sinn) Zeit gelassen, aber bevor ich dann auf einer PK sowas bekannt gebe, prüfe ich das ganze doppelt und dreifach. Angeblich war eine Juristin ausschliesslich mit dem Fall Hofmann beschäftigt, die Dame gehört schnellstens gekündigt.

Dass die beim ÖFB von dieser Übergangsregelung noch nichts gehört haben, ist einfach ein Armutszeugnis der ganz besonderen Art. Traurig für alle Beteiligten, am traurigsten für den Steffen, die Deutschen werden sich freuen, einen Typen ins Team einzuberufen, der einmal für eine andere Nationalmannschaft spielen wollte.

bearbeitet von Bimbo Binder

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