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jimmy1138

Zukunft der österreichischen Sports

243 posts in this topic

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Nachdem medaillenlose olympische Spiele drohen bzw angesichts des enttäuschenden Abschneidens schon in einigen Verbänden ziemliche Unruhe ausgebrochen ist, die Frage in die Runde: soll man daraus - und wenn ja welche - Konsequenzen ziehen? Änderung der Sportförderung? Reform des Sportunterrichts? Konzentration auf olympische Disziplinen?

Zuerst einmal vorausgeschickt: die Panik um die Ausbeute bei den Spielen halte ich für übertrieben. Wenn man sich z.B. Sydney 2000 ansieht - zwei Gold-Disziplinen von damals gibt's nimmer, bleibt Graf. Durchschnittlich zwei, drei Medaillen, starke Abhängigkeit von Einzelkämpfern, nicht viel System dahinter - so war's schon immer. Bloß, daß man dieses Mal eben damit mehr als sonst auf die Schnauze fällt.

Und muß man unbedingt auf olympische Medaillen fokussieren? Da bin ich auch recht spektisch, daß man unbedingt auf Olympia alles hinoptimiert. Ziel sollte es mMn generell sein, daß mehr Leute Sport betreiben (auch im Endeffekt organisierten Sport) - und zwar das, was sie selbst möchten. Nicht, daß man Leute in gewisse Sportarte reindrängt, nur weil's dort billig Medaillen zu holen gibt (salopp gesagt Südkorea und China style). Andererseits sollte es einem schon zu denken geben, daß manche Sportarten deutlich abgesackt sind (z.B. Rudern) und man in manchen Bereichen überhaupt nicht vertreten ist.

Ist vielleicht in einem Fußballforum Blasphemie, aber mMn trägt auch die (zumindest von mir gefühlte) Dominanz von Fußball im Sommersport eine gewisse Mitschuld - die Leute kommen von selbst nur schwer auf andere Sportarten. Bin ich wahrscheinlich selbst ein schlechtes Beispiel - wir haben unserem Turnlehrer so bearbeitet, daß wir am Ende zu fast 80% Fußball gespielt haben. Vielleicht braucht's da auch eine größere Kooperation zwischen Sportvereinen und Schulen, daß man da zumindest ab und zu vorbeikommt und den eigenen Sport vorstellt. Vielleicht macht's ja wem Spaß.

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(Ex)Sportler gehören in die Ämter....

Bullshit. Leute mit Ahnung gehören in die Ämter. Wie gut das mit den Ex-Aktiven bei uns funktioniert sieht man ja bei den Fußballtrainern.

Vom Gefühl her würd ich aber sagen, der Sport gehört einfach schon viel früher viel mehr gefördert. Ich weiß nicht wie es heute ist, aber wir hatten damals im Gymnasium genau 3 Turnstunden die Woche, davon war eine eine Doppelstunde, das ist doch bitte viel zu wenig.

Edited by j.d.

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Bin nicht der Meinung, dass der Wintersport schuld ist. Die Läufer sind ja auch nicht schuld, dass es in Kenia keine guten Skifahrer gibt..

Hab mir jetzt Jimmys Beitrag 2x durchgelesen und erwähnt mit keinem Wort den Wintersport ? :wos?:

Das Kenia-Bsp ist natürlich auch recht sinnlos, Österreich ist zum Glück in der Lage dass man klimatisch gesehen für beide Richtungen sehr gut gerüstet ist

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es fehlt vermutlich schlicht und ergreifend an der professionalität. wenn funktionäre wie Ludwig seit jahrzehnten auf ihren sesseln kleben, darf es nicht überraschen, dass nichts weitergeht.

und wenn man sich unsere letzten Olympia-helden ansieht überrascht es auch nicht, dass da nix mehr nachkommt, denn Jukic, Rogan und Allen zähle ich nicht gerade zu den sportlern, die auf das gute system zurückzuführen sind - von denen wurde ja oftmals herbe kritik geäußert. aus dem schwimm-boom der 00er wurde ja offenbar auch fast nichts mitgenommen.

im winter können sich die medien dann zwar auf den erfolgen der skifahrer wieder einen runterholen (wobei da die erfolge ja auch deutlich zurückgegangen sind), aber das ist global eine randsportart. Olympische Sommerspiele sind daher mmn. schon ein sehr guter gradmesser, wie es um eine sportnation bestellt ist.

dass man sich verbessern kann, zeigt die nachwuchsarbeit im fussball, die vor einem jahrzehnt noch inferior war, aber mittlerweile zur europäischen spitze zählt. aber das geht alles nur mit modernen strukturen und keinen sesselklebern.

darüberhinaus ist die sportstättenpolitik in Österreich eine einzige katastrophe.

das profil befasst sich - etwas zynisch - auch mit dem thema: http://www.profil.at/articles/1232/560/337436/paralympics-olympia-das-debakel-oesterreicher-london

Edited by OoK_PS

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dass man sich verbessern kann, zeigt die nachwuchsarbeit im fussball, die vor einem jahrzehnt noch inferior war, aber mittlerweile zur europäischen spitze zählt. aber das geht alles nur mit modernen strukturen und keinen sesselklebern.

absolut - ja.

Aber wenns beim Fussball - für den definitiv ein großes Interesse (sowohl von Medienseite her als auch von der Anzahl der ausführenden Athleten) in Österreich herrscht - schon so lange und ewig gedauert hat kann ich mir nicht vorstellen dass auch beim besten Willen diverser Funktionäre in geraumer Zeit sich was ändern wird ...

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es fehlt vermutlich schlicht und ergreifend an der professionalität. wenn funktionäre wie Ludwig seit jahrzehnten auf ihren sesseln kleben, darf es nicht überraschen, dass nichts weitergeht.

dass man sich verbessern kann, zeigt die nachwuchsarbeit im fussball, die vor einem jahrzehnt noch inferior war, aber mittlerweile zur europäischen spitze zählt. aber das geht alles nur mit modernen strukturen und keinen sesselklebern.

darüberhinaus ist die sportstättenpolitik in Österreich eine einzige katastrophe.

:+1:

- mangelnde professionalität

- fehlende moderne strukturen (bei sportstääten und bei funktionären)

solange sich da nichts ändert, wird da ein trauerspiel bleiben!

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neben den diversen funktionärs- und strukturproblemen müsste es aber auch zu einem wandel der bedeutung des sports kommen. Schweden ist zb für mich ein absolutes vorzeigebeispiel (auch von der größe her). die sind im winter und sommer ganz gut und auch bei diversen mannschaftssportarten ordentlich vertreten. aber dort herrscht in der bevölkerung vermutlich auch ein anderes bewusstsein vor.

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und wenn man sich unsere letzten Olympia-helden ansieht überrascht es auch nicht, dass da nix mehr nachkommt, denn Jukic, Rogan und Allen zähle ich nicht gerade zu den sportlern, die auf das gute system zurückzuführen sind - von denen wurde ja oftmals herbe kritik geäußert. aus dem schwimm-boom der 00er wurde ja offenbar auch fast nichts mitgenommen.

Rogan war im Prinzip ein Produkt des US Systems, die Jukic Familie ist ein eigener Fall - nicht umsonst haben die alle ihre Probleme mit em Verband gehabt.

Olympische Sommerspiele sind daher mmn. schon ein sehr guter gradmesser, wie es um eine sportnation bestellt ist.

Bzw wie's um die Organisationsfähigkeit bestimmt ist. Das Riesenland Indien gewinnt kaum Medaillen, China dagegen hat Erfolge ohne Ende.

Teilweise ist's halt auch Pech bzw "falsche" Ausrichtung. z.B. gewinnst bei Olympia mit Bahnradbewerben wesentlich mehr Medaillen als mit denen auf der Straßen. Gerade der Bahnradsport ist - jetzt mal ganz subjektiv gesehen - eher am absteigenden Ast.

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stimmt natürlich, oft ist es auch pech und wenn man zehn vierte plätze in diverse sportarten sammelt ists zwar für den medaillenspiegel unschön, aber das zeigt dann schon eine gewisse dichte auf. aber nicht einmal das bringen wir zusammen und daher muss Jukic' vierter platz als beste ausbeute herhalten - der unterm strich auch eine kleine ewigkeit von bronze entfernt war.

aber ich denke, nur solche misserfolge können da in Österreich helfen. ist ja wie in der politik, da tut sich auch nur was, wenn einmal einer auspackt. sonst würde bei uns kein mensch daran denken, zurückzutreten.

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Bullshit. Leute mit Ahnung gehören in die Ämter. Wie gut das mit den Ex-Aktiven bei uns funktioniert sieht man ja bei den Fußballtrainern.

EIn Fußballtrainer und ein anderer Funktionär sind aber schon 2 verschiedene Paar Schuhe...

Ein Ex-Fußballer als Präsident könnte beispielsweise durchaus was positives bewirken statt Windtner...

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Jukic hat von vorne bis hinten recht. In Österreich sind die Strukturen einfach nicht vorhanden. Schon mal bei LA-Meisterschaften gewesen? Diletantismus pur usw usf

Ich kann mir nicht Spitzenleistungen erwarten, wenn die Funktionärsebene so bescheiden besetzt ist, das geht einfach nie und nimmer auf. Der Sportunterricht ist zum Kotzen, viel zu wenig, das weiß ich aus erster Hand.

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Jukic hat von vorne bis hinten recht. In Österreich sind die Strukturen einfach nicht vorhanden. Schon mal bei LA-Meisterschaften gewesen? Diletantismus pur usw usf

Ich kann mir nicht Spitzenleistungen erwarten, wenn die Funktionärsebene so bescheiden besetzt ist, das geht einfach nie und nimmer auf. Der Sportunterricht ist zum Kotzen, viel zu wenig, das weiß ich aus erster Hand.

Da kommt noch hinzu, dass die Anzahl an Unterrichtsstunden mMn zu hoch sind und die Freizeit zu kurz kommt. In weniger Stunden effektiver unterrichten wäre schon mal ein Beginn, aber dazu bräuchte man wieder kompetentere Lehrer. Es ist halt ein Teufelskreis...

In der 7. Klasse AHS war ich (trotz kurzer hin und Rückfahrt zur Schule) der letzte aus meiner Familie der daheim war. Weniger Freizeit als die berufstätigen Eltern, kanns mMn nicht sein...

Edited by Xaverl Nick

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